Wie es weiter und uns selbst geht

Auch nach einer Nacht Schlaf ist unsere Begeisterung über unseren Anfangserfolg nicht gesunken – auch die Gegner von Stuttgart 21 haben schließlich klein angefangen. Jetzt schauen wir nach vorne und werden über das Wochenende überlegen, wie wir am kommenden Donnerstag genau weiter machen. Jetzt schon sicher ist: Wir werden versuchen jedes Alter und jede Konditionsklasse einzubinden, es wird also einen langsamen Lauf für die Fußgänger geben, der früher startet und von den Schnelleren dann eingeholt wird. Und wer lieber Fahrrad fährt oder mit Inlinern rollt ist ebenfalls eingeladen uns zu begleiten. Bitte sagt das weiter, denn unser Ziel muss es sein uns in der kommenden Woche  mit mindestens der doppelten Anzahl Teilnehmer durch den Park zu bewegen.

Zusammengefasst: Es geht nächste Woche weiter und sagt jedem Bescheid, dass man teilnehmen kann, egal ob gehend oder rennend.

Eine Sache noch zum Organisatorischen: Wir werden in Zukunft Helfer brauchen, daher sind wir froh über jeden, der sich bei uns meldet.

Und kurz noch zum persönlichen Befinden: Neben der Freude über die Resonanz bin ich ehrlich gesagt entsetzt, welchen Emotionen, die an Hass grenzen, man gegenüber steht. Es kann doch nicht sein, dass ein Bauprojekt dazu führt, dass Leute ihre Kinderstube komplett verlieren. Der emotionale Gipfel war die Email eines politischen Amtsträgers, dass er nun nichts mehr bei mir kaufen würde, weil ich für S21 bin. Da gab es vor rund 75 Jahren mal Zeiten, da war es ähnlich und das macht mir Gänsehaut. Aber sei es drum. Wir werden uns nicht auf dieses Level begeben und ich bitte jeden Befürworter weiterhin ruhig zu bleiben und den Dialog mit den Andersdenkenden zu suchen, statt ebenfalls seinen Anstand zu verlieren.

Aber natürlich gibt es auch viele „Gegner“, die uns mit Respekt und Freundlichkeit entgegenkommen, das macht mir Mut. Ermunternd war, dass gestern auch ein Läufer dabei war, der sich als „Gegner“ durch Buttons geoutet hatte und den Dialog mit den anderen Läufern suchte. So soll es sein.

Keep on running!

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51 Antworten zu Wie es weiter und uns selbst geht

  1. na sowas schreibt:

    Hinter der Initiative „Laufen für Stuttgart“ steht die stibi Kommunikation GmbH, die u.a. die DB AG zu ihren Kunden zählt. Also nur ein weiterer Fall von „Des Brot ich ess’, des Lied ich sing“:

    Nach kurzer Recherche, wer sich denn lt. Impressum hinter der „Laufen für Stuttgart“-Seite verbirgt…siehe da:

    Christian List ist Geschäftsführer der

    sitibi KOMMUNIKATION GmbH
    Krefelder Straße 32
    70376 Stuttgart
    (http://www.sitibi.de/www.sitibi.de_typo3/CMS/fileadmin/sitibi2008new/#/team/)

    Und wen hat diese GmbH in ihrer Referenzliste als Kunden?

    Deutsche Bahn AG, Flughafen Stuttgart GmbH…
    http://www.sitibi.de/www.sitibi.de_typo3/CMS/fileadmin/sitibi2008new/#/kunden/

    Jo, alles klar!

    • chrislist schreibt:

      Eigentlich sollte ich hier gar nicht reagieren: Aber wenn wir von der DB beauftragt wären, würden wir das doch nicht auf unsere Webseite schreiben. Ich würde durchaus gerne mal wieder für die DB arbeiten, weil es ein spannender Kunde ist. Das hat aber definitiv nichts mit S21 und den Aktivitäten um den Lauf zu tun. So einfach ist die Welt nicht.

      • mitläuferin schreibt:

        Na und? Selbst wenn die Initiatoren unseres gestrigen friedlichen Laufes schon einmal oder aktuell von der DB Aufträge bekommen hätten. Sie und wir anderen s21 Befürworter dürfen doch dennoch frei , ungehindert und friedlich unsere Meinung bei einem sportlichen Event vertreten.
        Ich finde: Es hat zu wenig argumentative Kraft, den Befürworterinnen und Befürwortern unlautere Motive zu unterstellen, oder sich über deren unterstützende Haltung lächerlich zu machen. Demokratie geht anders!

    • Anette Kenntner schreibt:

      Mein Eindruck ist eher, dass sich die Demonstranten gegen S21 vor den Karren bestimmter Parteien und linker Interessengruppen spannen lassen und deren simple Botschaften brav nachplappern. Bereitschaft, sich mit Argumenten, die nicht in dieses Scharz-Weiß-Weltbild passen auseinanderzusetzen, kann ich bei den meisten S21-Gegnern nicht erkennen.

      Dazu passt es auch, mit Unterstellungen arbeiten, ohne sich vorher zu informieren. Ob Christian List gerade einen Auftrag von der Bahn hat, ließe sich ja leicht rauskriegen. Ein Anruf genügt. Und dann könnte man sich eine Meinung aufgrund von Informationen bilden. Aber anscheinend verhindern die eigenen Vorurteile dies.

      Wie sagte Kerner so schön in der Bild: Weniger Meinung, mehr Bildung wäre mir lieber! Mir auch! Oder auf gut Schwäbisch: Herr, schmeiß Hirn ra!

  2. na sowas schreibt:

    Solange die Mitläufer wissen, vor wessen ‚Karren‘ sie da gespannt werden, ist das kein Thema. Wenn ich allerdings als S21-Befürworter und Lauf-Teilnehmer im Nachhinein erfahren würde, dass da ein Kommunikationsbüro mit entsprechenden Kontakten dahinter steht, hätte das für mich einen üblen Nachgeschmack!

    • Markus schreibt:

      Na wie gut dass Sie uns aufgeklärt haben, da wissen nun ja alles Bescheid :)… Im Ernst… es ist auch mir total egal, selbst wenn.. auch bei Gegnern stehen hinter den Demos gewissen Institutionen, so what? Das is ja auch in einer Demokratie legitim, Interessen zu vertreten.

      Ich muss nächste Woche leider länger arbeiten, aber in 2 Wochen bin ich dann auch mit am Start! Es ist eine schöne, positive Art, Flagge zu zeigen und zudem schadet ein wenig mehr Fitness auch nie 😉

  3. genervt schreibt:

    6 von 8 Gutachten gegen S21 sind von der Partei „die Grünen“ initiiert/finanziert. Die ersten Demos wurden von den Grünen initiiert. In 9 von 10 Presseberichten sind es Grüne Stadträte, Landtags- oder Bundestagsabgeordnete die Ahnungen oder Befürchtungen äußern. Und 8 von 10 Sprechern auf den Montagsdemos wählen die Grüne. Und in sechs Monaten ist Wahl. Wer lässt sich vor welchen Karren spannen. Ganz ehrlich ich finde es unerträglich, wenn Politiker um Stimmen zu gewinnen wider besserem Wissen das Volk aufhetzen. Das ist unlauter!
    Ein Beispiel findet sich hier: http://www.stuttgart.de/item/show/273273/1/9/407397

    • martin schreibt:

      „Ganz ehrlich ich finde es unerträglich, wenn Politiker um Stimmen zu gewinnen wider besserem Wissen das Volk aufhetzen. Das ist unlauter! Ein Beispiel findet sich hier: http://www.stuttgart.de/item/show/273273/1/9/407397

      Das sehe ich ganz ähnlich. Allerdings muss ich Sie darauf hinweisen, dass Wolfgang Schuster nicht bei den Grünen, sondern Mitglied der CDU ist.

      • Mona schreibt:

        Warst Du schon mal auf der Seite der Stuttgarter Grünen? Alle Termine zu Demos, Lichter anzünden usw. drin.
        Es gelingt Ihnen zwar immer wieder, die Leute zu mobilisieren für ihre Zwecke, aber nicht, ihre Ziele konsequent und gradlinig zu verfolgen. Und das finde ich wirklicj bedauerlich.

      • martin schreibt:

        @ Mona: In der Tat gelingt es den Grünen nicht oft, ihre Ziele konsequent und gradlinig umzusetzen. Das mag zum Teil darin begründet sein, dass Politik zumeist darin besteht, Mehrheiten zu suchen und somit Kompromisse einzugehen. Auch ich bin schon manches mal, als ich grün gewählt habe, hinterher sehr enttäuscht gewesen.
        Die Internetseite der Stuttgarter Grünen habe ich mir eben mal angesehen, die Termine für die Demos gegen S21 stehen dort in der Tat, einen Beleg dafür, dass „wider besserem Wissen das Volk aufgehetzt“ wird, wie genervt meinte, finde ich dort nicht. Das könnte daran liegen, dass – ich wiederhole mich – Wolfgang Schuster eben nicht bei den Grünen ist, sondern bei der CDU.

  4. Frank Otte schreibt:

    Der Lauf (und vor allem die Wiederholung) ist eine super Idee um die Befürworter, die sich bisher auf die Regeln der parlamentarischen Demokratie und die getroffenen Beschlüsse verlassen haben auf die Straße zu locken.
    Ich denke, dass wir Befürworter uns nicht mit unseren Argumenten verstecken müssen. Um die städtebaulichen Chancen zu entdecken, die für Stuttgart in diesem Projekt stecken, reicht ein Blick auf ein Luftbild. Die enormen Entwicklungsmöglichkeiten kann Stuttgart mit keiner anderem Massnahme erreichen.

    Die Kosten sind für mich absolut zweitrangig. Geht man davon aus, dass die Bahn die Kosten unverantwortlich runter gerechnet hätte, darf man im Gegenzug aber auch unterstellen, dass die Gegner von Stuttgart 21 die Kosten unseriös hochrechnen.der Mittelwert ergibt dann 7 Milliarden. Einen Betrag den ich für diese Jahrhundertchance in dem reichsten Bundesland einer der reichsten Nationen immer akzeptieren.

    250 Bäume fällen gegen 5.500 Neupflanzungen geht bei mir immer in der Bilanz positiv aus. Die Zugänglichkeit zum zukünftigen (vergrößerten) Park aus allen Stadtteilen links und rechts der jetzigen Schienenschneise ist ein Lebenswert, der höher wiegt als die Einschränkungen durch die Wegeführungen über das Dach des Tiefbahnhofs. …

    Es gibt kaum einen Aspekt der bei S21 nicht mit einem deutlichen Plus endet. Deshalb bin ich nach meiner Rückkehr beim übernächsten Lauf dabei. Bis dahin hoffe ich auf einen deutlichen Multiplikator-Effekt.

  5. Markus schreibt:

    Super Idee – werde versuchen demnächst auch mal mitzulaufen!
    Hoffentlich schließen sich noch mehr Leute an.

  6. Clou schreibt:

    Vielleicht sollten wir beim Laufen versuchen, uns rechts zu halten und den entgegenkommenden Joggern, Inlinern, Fußgängern etc. Platz lassen, um besser an uns vorbei zu kommen.

  7. Mona schreibt:

    Die Grünen hatten zur Kommunalwahl versprochen, den Radverkehr zu stärekn. Ich zitiere „Die Stuttgarter Grünen streiten dafür, den Radverkehr in
    den allgemeinen Straßenverkehr zu integrieren und diesen insgesamt zu verlangsamen.
    Nötig sind sichere Radverbindungen zu Schulen und öffentlichen
    Einrichtungen, an viel befahrenen Straßen braucht es Radstreifen und
    Radwege. Fuß- und Radwege als Magistralen der schwächeren Verkehrsteilnehmer
    müssen ganzjährig freigehalten und attraktiv gemacht werden.“
    Ich meine ja nicht, dass plötzlich überall Radwege spriessen müssten, es würde schon genügen, wenn die von Glassplittern frei wären oder im Frühjahr der Rollsplit entfernt würde.
    Und weil’s den Grünen nicht gelungen ist, die Leut‘ auf’s Rad zu bekommen, müssen die jetzt eben joggen 😉

  8. Stephan schreibt:

    Schade, hab die Seite erst einen Tag zu spät gesehen. Nächsten Donnerstag bin ich beim Lauf dabei.

  9. Dirk schreibt:

    Bin nächste Mal auch dabei!

  10. JochenDP schreibt:

    Ich hatte leider am Donnerstag keine Zeit und bin auch für nächste Woche Do. schon andersweitig verplant. Solltet ihr die Woche darauf allerdings weitermachen, dann könnt ihr auch mich auf die Liste der Teilnehmer setzen 😉

  11. Anna schreibt:

    Lieber Steffen, lieber Chris (unbekannterweise)

    danke für eure Lauf-Orga, schön auf diese Art und Weise Flagge zu zeigen.
    Bei allem Verständnis, habe selber in der Hafenstrasse und der Neuen Flora demonstriert, aber mann muss manchmal über die Hügel hinausschauen. Und den Titel „Monatgsdemo“ halte ich rückblickend auf die Deutsche Geschichte für absolut daneben! Ich wünsche mir für Stuttgart 5000 neue Bäume, mehr Fläche im Stadtbereich, einen schönen Bahnhof und 4 Milliarden Euro und noch mehr. Ich hoffe eure Turnschuhe haben ein gutes Profil

  12. Sumit schreibt:

    bin ebenfalls dabei

  13. Rainer Seemann schreibt:

    Wo lauft Ihr denn, wenn der mittlere Schlossgarten zerstört und die 100 Jahre alten Bäume gefällt sind?

    • Frank Otte schreibt:

      Ich denke im vergrößerten Schloßgarten zwischen den über 5.000 neuen Bäumen. Diese Kommentare zeugen doch davon, dass der ein oder andere Gegner von S21 sich nicht die Mühe gemacht hat die Planungen anzusehen (oder verstehen zu wollen)

      • Rainer Seemann schreibt:

        Zitat: Ich denke im vergrößerten Schloßgarten zwischen den über 5.000 neuen Bäumen. Diese Kommentare zeugen doch davon, dass der ein oder andere Gegner von S21 sich nicht die Mühe gemacht hat die Planungen anzusehen (oder verstehen zu wollen)

        Leider schon wieder eine Lüge! Lügen und verdrehen, mehr könnt Ihr nicht!

        http://content.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/2240966?_skip=0

        Ihr wollt oder könnt nicht verstehen.

      • Uwe schreibt:

        Zu Rainer Seemann: ich kann mir 5000 Bäume im neuen Stadtviertel durchaus vorstellen. Denn alleine in der Straße, in der ich wohne, steht alle paar Meter ein Baum – und dies ist keine offizielle Park- oder Grünfläche. Seis drum: Stuttgart wird durch Stuttgart 21 größer und grüner werden. Im neuen Stuttgart wird der Mensch im wahrsten Sinne des Wortes über der Eisenbahn stehen. Leben, Wohnen, Arbeiten, Freizeit in einer grünen Stadt – das ist es. Wo gibt es das sonst, dass ein Großkonzern freiwillig 120 Hektar Fläche in bester Lage, die er in der Vergangenheit mit Beschlag belegt und plattgemacht hat, an die Menschen zurückgibt? Und diese Chance sollen wir nicht nutzen?

      • Sterntalerchen schreibt:

        in welchem Leben denn ? in diesem dann ja wohl nicht mehr
        diese Bäume möchte ich mal sehen die binnen dieser Zeit einen Umfang und eine Höhe jahrhundertealter Bäume haben…also bitte….

    • Sebastian Heinel schreibt:

      Wenn ich auf die Anlagen als Laufstrecke angewiesen wäre, würde ich für die Bauzeit zum Beispiel vom Biergarten aus Richtung Rosensteinmuseum laufen, sollte die Strecke dann nicht genügen, habe ich die Möglichkeit weiter in den Rosensteinpark hineinzulaufen, oder am Neckar entlang Richtung Münster – nein kein Straßenverkehr, auch da Grünanlage.

      Nach Abschluss der Bauarbeiten würde auch ich sicher, die dann allseits beliebte Rennstrecke vom Hauptbahnhof bis zum Rosensteinmuseum nehmen, vielleicht aber auch erst mit der U12 zum Mailänder Platz fahren um ein paar Bücher in der neuen Stadtbibliothek abzugeben. Von dort aus dann über Budapester Platz durch das Europaviertel wieder auf die Platanenallee Richtung Rosensteinmuseum oder am Pragfriedhof entlang durch Europa- und Rosensteinviertel, die neuen Parkanlagen bis in den Rosensteinpark und auf dem Rückweg über Rosensteinmuseum wieder über die Platanenallee zum Hauptbahnhof. Wie wärs Rainer? Wir treffen uns nach Fertigstellung des Städtebauprojekts einmal am Bahnhof und laufen dann zusammen?

    • Philipp Hauber schreibt:

      im neuen Park, unter den zahlreichen, neu gepflanzten Bäumen. Die sind vielleicht anfangs etwas kleiner, aber die Generationen nach uns möchten ja auch mal unter 100 Jahre alten Bäumen laufen – ohne über alte Gleisanlagen, Relikte vergangener Jahrzehnte, zu stolpern.

  14. Sebastian Heinel schreibt:

    Bin auch nächsten Donnerstag wieder am Start. Email habt ihr bekommen. Keep on running! Keep on rolling!

  15. Hugo Maier schreibt:

    HAHAHAHA,
    wie peinlich! Die Befürworter laufen durch den Mittleren Schlossgarten, für dessen Zerstörung sie sich einsetzen!
    Laufen solange es dort noch geht???
    Wir feuern Euch an mit „Oben bleiben“! Damit Ihr auch in Zukunft noch durch unseren schönen Schlossgarten laufen könnt.

    • Benjamin Scheitler schreibt:

      Es kommt ein vergrößerter Schlossgarten!
      Die Gegner von S21 schauen sich nichtmal die Pläne davon an, sondern einfach nur mit dem Kopf durch die Wand! Schau dir das ganze Projekt WIRKLICH MIT OFFENEN AUGEN mal an! Mir kommt das so vor wie: „Hauptsache ich bin dagegen“. Erbärmlich!

      • Markus schreibt:

        @Benjamin: Es ist ja auch so, bei den meisten ist es doch inzwischen ein „Hauptsache dagegen sein“. Mir konnte noch kein S21-Gegner wirklich überzeugende Argumente liefern und die meisten haben noch nichtmal Ahnung von K21, ausser dass es Kopfbahnhof bedeutet. Wie arm.

  16. Holger schreibt:

    Was mich echt nervt ist der fehlende Respekt der Gegner gegenüber den Befürwörtern. Von gegnern wird man teilweise angeschaut, als wölle man mitten in Stuttgart ein Kernkraftwerk bauen, wenn man sich positiv gegenüber dem Projekt Stuttgart 21 äußert. Hey, wir leben in einer Demokratie und da darf ich für ein Projekt sein, ohne gleich angegangen zu werden.
    Aber Argumente werden ja schon lange nicht mehr ausgetauscht, hauptsache dagegen. Und wenn ich im Fernsehen Menschen heulen sehe, weil Teile des Bahnhofs abgerissen werden, muss ich nur fassungslos mit dem Kopf schütteln. Jetzt mal ehrlich, wer hat den hässlichen Nordflügel in der Vergangenheit wirklich beachtet? Das Ding hat doch keiner angeschaut.
    Hab auch kein Problem damit, wenn das ganze Projekt 10 oder 15 Milliarden kostet. Wenn ich sehe, was diverse Banken an Geld verbrennen, das von uns Steuerzahlern kommt, dann sind das echt Peanuts.
    Aber es gibt ja noch genügend Bürger die Denken, wenn Stuttgart 21 nicht kommt geht das ganze Geld in Bildung und Kindergärten. Da kann ich nur sagen: träumt weiter.

    • Fabia schreibt:

      Bin ganz Deiner Meinung!
      Komme gerade vom Bauzaun. Überall nur Beschimpfungen wie „Lügenpack“ etc. Ich frage mich wer da lügt. Auch Wahrheiten verschweigen und Unwahrheiten verbreiten ist nicht ehrlich.
      Nur schade, dass sich die Gegner nicht gezielt und unvoreingenommen informieren. Ich kann das Turmforum nur empfehlen.

  17. Jenny schreibt:

    Wenn sich der Grube und die anderen *** so sicher wären, wie sie immer tun, dann müssten sie sowas ja nicht veranstalten, oder? Und ich will jetzt keinen Proler mehr hören, der meint WIR Gegner würden Steuergelder verschwenden (mit Polizeieinsätzen) – IHR tut das ja nun auch. Kostet sicher n bisschen, was die AGENTUR sich da überlegt hat.

    • mitläuferin schreibt:

      Liebe Jenny,
      leider benötigten wir am Donnerstag die Polizei tatsächlich auch.
      Wir waren nur etwa 100-120 joggende Menschen. Die S 21 Gegner waren eindeutig in der Überzahl – daran gibt es keinen Zweifel. Sie sind aus allen Ecken angerannt, als wir schnaufend daherkamen. Aber damit nicht genug, sie fingen an uns anzugreifen – da war ich echt froh, dass Polizei in der Nähe war. Die jedoch dankenswerter Weise alles im Griff hatte.
      Wegen welcher Gruppe war nun die Polizei im Einsatz?

  18. Markus schreibt:

    @mitläuferin: Genau das gleiche wollt ich auch schreiben, da verdreht die Jenny aber gehörig die Tatsachen.

  19. Uwe schreibt:

    Vielen, vielen Dank an die Organisatoren – es war großartig! Noch nie hat mir das Laufen soviel Freude gemacht. Wir sind bei Stuttgart 21 an einem Punkt angekommen, an dem Gespräche allein keinen Sinn mehr machen. Es nützt überhaupt nichts, in einer Diskussion die besseren Argumente zu haben, wenn man es auf der Gegenseite mit Leuten zu tun hat, die nicht rational diskutieren wollen oder können. Statt auf Argumente setzen sie auf die Masse und auf die Inszenierungen eines Schauspielers. Da hilft es nur noch, selbst auf die Straße zu gehen und Gesicht zu zeigen für das Projekt.

    Ein alter Gewerkschafter sagte mir einst: Arbeitskämpfe werden am Verhandlungstisch beendet, aber sie werden auf der Straße gewonnen!

    In diesem Sinne: Keep on running!

  20. Hugo Maier schreibt:

    Ihr verbreitet hier Lügen. Wir haben Euch am Donnerstag gezählt, Ihr wart genau 59 Läufer, nicht 100-200!

    • Uwe schreibt:

      Hallo Hr. Maier,

      danke, dass Sie so nett sind, uns zu zählen. Machen Sie schon mal den Zähler scharf für kommenden Donnerstag. Aber Achtung: da werden wir viel, viel mehr … 🙂

  21. Kevin Anderson schreibt:

    Tolle Sache! Leider habe ich erst dieses Wochenende von dem Lauf gehört. Kommenden Donnerstag werde ich gemeinsam mit einigen Freunden ebenfalls am Start sein! 🙂

  22. Hasenbergsteiger schreibt:

    Ich bin nächsten Donnerstag auch dabei – eine sehr positiv belegte Aktion für Befürworter die bisher auf die Durchführung abgeschlossener Verträge + den Bestand demokratischer Abstimmungsprozesse vertraut haben, sich nun aber doch „genötigt“ siehen nicht weiterhin unter dem Label „ganz Stuttgart ist gegen S21“ abgestempelt zu werden!

    Vorneweg – Stuttgart 21 wird teurer – und es wird länger dauern als versprochen – dies steht außer Frage und ist sozusagen neben der fehlenden Transparenz und Information der Bevölkerung der grosse Pluspunkt für die Gegner.

    Jedoch hilft es nicht nur gegen etwas zu sein ohne eine Perspektive für Stuttgart aufzuzeigen. Und hier sollten sich die Gegner von Stgt21 das Projekt K21 vor Augen führen.
    Auch dieses Projekt würde teurer als prognostiziert, würde länger in der Bauphase dauern, würde einen Tunnel unter dem Rosensteinpark bedingen, zu Protesten der Obertürkheimer wegen neuer Gleise führen, keine neue Stadtentwicklungsfläche aufbieten – und v.a. nicht so finanziert werden dass der Bund für alle Mehrkosten verantwortlich ist – und nicht die Stadt oder das Land. Außerdem würde eine xx jährige Planungsphase von Nöten sein etc.
    Wer nach dem aktuellen Stand der Dinge gegen Stgt21 ist – der ist gegen jegliche Verbesserung des Bahnhofs oder der Infrastruktur in Stuttgart da dafür kein Geld mehr vorhanden sein würde wenn die 1-2 Mrd Schadenersatz für Stgt 21 bezahlt werden müssen.

    • Holger schreibt:

      Ich frage mich ja, wie die Stuttgart 21 Gegner ernsthaft für K21 werben können. Da gibts natürlich keine Kostensteigerung, da läuft alles ohne Lärm ab. Immerhin bleiben uns dann die tollen Gleisanlagen erhalten. Hat ja auch was. Man hat sich inzwischen ja daran gewöhnt.
      Was mich an der ganze Sache ja am Meisten nervt ist, dass unsere schöne Stadt von blöden Aufklebern verschandelt wird. Dazu kommt, dass immer häufiger auf irgendwelche Schaukästen, Wände oder ähnliches K21 gesprayt wird.

  23. K21-S21?? schreibt:

    Da ich noch in der Meinungsfindung bin würde es mich sehr interessieren wo man denn wirkliche Informationen und Animationen zu S21 findet. Auf der offiziellen Seite sind nämlich nur einzelne riesen Luftbilder ohne wirkliche Info zu finden. Auf der Seite clicke ich irgendwie ständig im Kreis aber so was naheligendes wie ne Animation in der ich schnell und übersichtlich erkennen kann wo Park erweitert wird und wie es am Ende bzw nach Baujahren animiert aussehen wird fehlt mir. Ab wann ist denn eigentlich die Parkerweiterung fertig und bin ich dann noch in der Lage zu Joggen vom Alter her?? Das kann natürlich auch Grund sein weshalb so viele Leute gegen S21 sind. Also falls ichs übersehen habe oder es auch profesionelle Seiten gibt bitte hier mal reinstellen. Danke und Gruß Stefan

    • Sebastian Heinel schreibt:

      Hallo K21-S21

      Das Turmforum im Bahnhofsturm ist sicher eine gute Möglichkeit. Dort gibt es unter anderen Dingen:

      – ein großes Modell des gesamten Bereichs wie es aussehen soll.
      – eine riesige Wandtafel die die einzelnen Baugebiete zeigt und was jeweils entstehen soll.

      Wenn Du keine Gelegenheit hast ins Turmforum zu schauen, dann gibt es hier noch einen Vortrag vom für den Bahnhofs Umbau zuständigen Architekten Inghoven. Es ist zugegeben nur der Bahnhof, aber sehr interessant, weil Inghoven sehr detailliert seine Vision von Bahnhof aufbaut:

      Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=G9i4OjxG-cA
      Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=FjL90ENy6Ac
      Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=zuAm1LUHYuM

      Zum Park:
      Wie Du ja schon sagst, es ist eine Parkerweiterung, das heißt, dass Du während der ganzen Bauzeit im Park selber weiterjoggen kannst. Ja, der Teil auf Höhe des Bahnhofs (Schillerstraße bis Biergarten), wird nicht benutzbar sein, aber alles darüber hinaus soll nicht beeinträchtigt werden. Die Parkerweiterungen entstehen dann im Gleisvorfeld, zum Beispiel im Bereich des ehemaligen Abstellbahnhofs, also als weitere Verbindung zwischen Schlossgarten und Rosensteinpark.

      Das ganze Projekt soll 10 Jahre dauern; ab 2020 wäre dann also auch das Laufen in den Parkerweiterungen möglich, vielleicht früher, wenn die Gleise eher rückgebaut werden können, vielleicht etwas später, Verzögerungen sind ja nie auszuschließen.

    • Clou schreibt:

      der Film hier ist auch nicht schlecht:
      http://bewegtbild.deutschebahn.com/btvo/site/index.php?s=5600&ids=143161

      Ich habe mal eine Führung im Turmforum mitgemacht. Hat 6 Euro gekostet und war super interessant.

  24. p. Scazzariello schreibt:

    Diese Seite ist wie viele andcere im Internet viel zu lang zu lesen.
    Es müsste doch möglich das notwendigste in ein paar Zeilen verständlich darzustellen.
    Wo bleiben denn die vielen PR-Leuten ?

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