Infos zum zweiten „Lauf für Stuttgart“ am 16.09.2010

2. Lauf für Stuttgart, 16.09.2010, Start für Jogger, Inliner und Fahrradfahrer ist 19 Uhr, für Fußgänger 19.30 Uhr

Am vergangenen Montag wurde beim Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Stuttgart die erste Demonstration für Stuttgart 21 beantragt. Mit „Laufen für Stuttgart“ möchten die Veranstalter einen friedlichen, sichtbaren und positiven Gegenpol zu den vielfachen Aktionen der Gegner des Projekts setzen und den Befürwortern eine Möglichkeit geben Ihre Meinung Kund zu tun.

Unterstützung findet „Laufen für Stuttgart“ durch die Initiative „Prosit 21“ um Johannes Bräuchle, die bereits Anfang August vor dem Bahnhof ihre Zustimmung zu S21 in einer mutigen Aktion bewies und am vergangenen Sonntag in der Talk-Sendung „Anne Will“ im Rahmen eines Filmbeitrags portraitiert wurde.

Zusätzliche Unterstützung findet die Aktion durch die Facebook-Gruppe „Für Stuttgart 21“, die in den vergangenen zwei Wochen über 16.000 Mitglieder gewonnen hat und zum „Lauf für Stuttgart“ aufruft.

Anders als beim ersten „Lauf für Stuttgart“ gibt es zwei Startpunkte für die Teilnehmer:

Jogger, Inlineskater und Fahrradfahrer treffen sich ab 18.30 Uhr an den Mineralbädern vor dem Mineralbad Leuze in Bad Cannstatt und starten um 19.00 Uhr ihren Weg durch die unteren und mittleren Anlagen bis zum Staatstheater/Schauspielhaus im Park hinter dem Hotel Schlossgarten.

Am Staatstheater treffen sich ab 19.00 Uhr alle Befürworter von Stuttgart 21, die als Fußgänger teilnehmen möchten und warten dort auf die „Sportler“. Gemeinsam ziehen dann alle Teilnehmer gegen 19.30 Uhr auf den Stuttgarter Marktplatz vor das Rathaus. Dort findet gegen 19.40 Uhr eine kurze Kundgebung unter dem Motto „Zeit zu reden“ statt. Im Anschluss bewegen sich die Jogger, Inliner und Fahrradfahrer gemeinsam zum Ausgangspunkt bei den Mineralbädern zurück.

Die Zustimmung zum Bauprojekt Stuttgart 21 und dessen feststehende Legitimation sind der Kern der Demonstration, das Motto „Zeit zu reden“ ist die Botschaft für Gegner und Befürworter. Stuttgart 21, ein Bauprojekt (!), darf nicht dazu führen, dass sich eine Stadt teilt und die parlamentarische Demokratie in Frage gestellt wird.

Daher bitten die Veranstalter die Verantwortlichen beider Seiten darum aufeinander zuzugehen und mahnen zu einem respektvollen, offenen, fairen und vor allem sachlichen Dialog. Ein Gespräch, wie ursprünglich für den 10.09.2010 angesetzt oder in einem anderen Rahmen ohne Vorbedingungen, muss zu einem raschen Austausch der Positionen und im Fortgang zu einer Entspannung der Situation führen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Laufen für Stuttgart veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

25 Antworten zu Infos zum zweiten „Lauf für Stuttgart“ am 16.09.2010

  1. Fabia schreibt:

    Vielen Dank für die Initiative die Ihr ergreift. Vielleicht kommt nun mal endlich Bewegung in die Sache. Man muss doch dieses für Baden Württemberg so wichtige Projekt auch mal den Gegnern des Projektes verständlich machen können.
    Leider kann ich diese Woche nicht kommen. Werde aber nächste Woche dabei sein.

  2. martin schreibt:

    Vielen Dank Peter für Deinen genauen Beobachtungen aus der Distanz. Das hätte man sich doch eigentlich schon denken können, dass sich „zu viele „Berufsdemonstranten“, Demo-Touristen, frustrierte grüne und rote Chaoten“ auf den so genannten Demonstrationen rumtreiben. Allerdings war mir bisher nicht so klar, dass die alle „wenig oder gar keine Ahnung von Bauprojekt“ haben und „Argumente wie „Alle wollen den S21-Baustop““ haben.
    Ich glaube aber nicht, dass die vorhaben, die Landesregierung zu destabilisieren – das schaffen CDU und FDP doch ganz alleine. Und das macht mich stolz und stölzer.

  3. Volker Schelzel schreibt:

    Warum erst beim Staatstheater? Ich finde, der Zusammenschluss der beiden Gruppen sollte schon vor dem Bahnhof stattfinden, etwa beim Biergarten. So würde man den „Gegnern“ am Bahnhof in voller Stärke begegnen. Dies wäre auch in Bezug auf die öffentliche Wahrnehmung wohl wirkungsvoller.

  4. Köhler, Richard schreibt:

    Es tut gut zu wissen, dass jetzt endlich von denBefürwortern von Stuttgart 21 Flagge gezeigt wird und alle wissen, vor allem die Gegner von diesem Zukunftsprojekt, dass wir nicht kampflos denen das Feld überlassen. Ich glaube und hoffe, dass jetzt eine Riesenwelle, vielleicht sogar ein „Tsunami“ im positiven Sinne losgegangen ist. Es werden sich noch viele wundern denke ich. Das Geld bleibt in BW und geht nicht nach Bayern oder noch weiter weg.

    • Annette Thomas schreibt:

      Ja, das Geld bleibt hier. Und wenn es alle ist, kommt keins mehr nach. Von wem auch? Aus Bayern? Nein, das Loch, das ist dann unseres.

      • Andy schreibt:

        Wenn wir es den Asozialen geben – wie von den Projektgegnern vorgeschlagen – dann is es auch weg. Und zwar für immer. Und ne neue Infrastruktur zur Generierung neuer Steuereinnahmen gibt’s dazu oben drauf NICHT!
        Was is jetzt besser?!?
        Diesen volkswirtschaftlichen Zusammenhang werdet ihr irgendwann auch noch lernen!

      • chrislist schreibt:

        Hallo Andi! Ich wurde durch einen Leser des Blogs auf Deinen Eintrag hingewiesen. Bitte mäßige Dich in Deiner Ausrucksweise, wir pflegen hier eher einen sachlichen Dialog.

  5. Dennis Albrecht schreibt:

    Sehr coole Aktion!!! Bin dabei 😉

  6. Gabriele schreibt:

    Ich freue mich, dass sich Befürworter für Stuttgart 21 „bewegen“ können – allerdings: Wo finde ich mich als Nordic-Walkerin? Für Walker aller Art schlage ich für die kommenden Läufe einen Treffpunkt zwischen den Mineralbädern und dem Staatstheater vor.

  7. Andreas Höppel schreibt:

    Nochmals DANKE für die Initiative und für das gemeinsame, wichtige Engagement. Aus der Erfahrung des ersten Laufes habe ich noch eine BITTE an die Initiatoren: Wir müssen wiederholt darauf aufmerksam machen und ständig darauf achten, dass wir trotz etwaiger deftiger Äußerungen oder Beschimpfungen der Gegenseite UNBEDINGT ruhig, argumentativ und gelassen (!) bleiben. Lasst uns mit der nötigen Ernsthaftigkeit und REIFE diskutieren, um ein Beispiel für gelebte Demokratie und RESPEKT zu geben. Ich bin wieder dabei und freue mich auf viele Teilnehmer !!!

    • Johannes schreibt:

      Ganz ehrlich. Dieses „Projekt“ ist doch genauso toll, wie der Bahnhof! Herr List, das ist eine gekaufte Demonstration. Ihre Kunden sind:
      Daimler, DB, ENBW, Flughafen Stuttgart…
      Diese Aktion ist genauso Lobbyismus, wie das gesamte Projekt S21!

      http://www.sitibi.de/www.sitibi.de_typo3/CMS/fileadmin/sitibi2008new/

      • chrislist schreibt:

        Hallo Johannes!

        Meine Antwort dazu, die ich an Andreas Bühler von den Grünen geschickt habe.

        Hallo Herr Bühler!

        Bitte entschuldigen Sie, dass ich mich erst heute melden, aber ich musste mich mal wieder um meine echten Kunden kümmern 🙂 .

        Nach einer Nacht Schlaf und einem Blick auf die Refererseite und der Klickzahlen unseres Impressums im Blog, habe ich eines verstanden und nun nach sieben Tagen als “Aktivist” gelernt: Es geht in der Politik nicht um den Wahrheitsgehalt einer Nachricht, sondern darum, dass sie sich in den Köpfen festsetzt. Da spielt gar keine Rolle, ob der Inhalt tatsächlich so ist, sondern alleine, dass das Gerücht unterwegs ist, reicht aus, damit sich Menschen eine Meinung bilden (ein Gespräch mit meiner Friseurin am heutigen Morgen über S21 hat mich da 100% bestätigt. Der Vorteil: Meine Haare sträubten sich und sie konnte besser schneiden). Was in der freien Wirtschaft sofort zu einer Abmahnung oder einstweiligen Verfügung führt, ist in der Politik erlaubt. Komisches Business und gut, wenn man das erkannt hat. Dann wird man gelassener.

        Ich habe übrigens Hinweise darauf, dass hinter den Protesten gegen Stuttgart eine türkische Organisation steht. Der Beweis: Schauen Sie in das Impressum der Webseite http://stuttgart-21-kartell.org/. Als ich das gesehen habe, musste ich über die Bigotterie mancher Menschen ziemlich lachen.

        Was Ihren Nachtrag betrifft, ist mein oberstes Ziel, die Gemüter zu beruhigen, die Diskussion auf die Sachebene zurückzuführen. Doch muss ich auch meine Meinung vertreten können und das sehe ich ganz klar mit dem Grundrecht auf Freizügigkeit verbunden. Natürlich werden wir darauf achten, dass wir niemanden provozieren und natürlich sind wir mit der Polizei in Kontakt. Im Prinzip sollte unser Lauf von allen Seiten als Aufeinanderzugehen betrachtet werden und nicht als Provokation. Die Gemüter müssen sich dringend beruhigen. Zur Unterstreichung habe ich Ihnen unsere PM (hier auf der Webseite) angehängt. Über die Sachthemen unterhalten wir uns mal bei einem Bier.

        Jetzt muss ich wieder zurück zu meinen Kunden.

        Beste Grüße

        Christian List

      • Johannes schreibt:

        Der Unterschied ist schlicht: Gegen S21 geht vom Volke aus. Dass da natürlich manche mit schwimmen wollen ist doch klar. Die Gegner von S21 haben mannigfaltigste Gründe. Alles was Pro ist, ist – soweit ich das mitbekommen habe – entweder Parteigesteuert, bzw. von Lobbyisten ins Leben gerufen. Alle, die ich kenn, die aus einem ehrlichen Interesse pro S21 waren, sind inzwischen Gegner des Projekts. Es gibt für mich nur 3 Gründe, denen ich kein Argument entgegensetzen kann: Gier, Neid und Profitsucht.

      • Gernot schreibt:

        Lieber Johannes, vielleicht solltest Du Dich mal wieder aus Deinem Bekanntenkreis herausbewegen. Dann würdest Du vielleicht auch mitbekommen, dass es tatsächlich eine Menge Bürger gibt, die für S21 sind. Ich jedenfalls bin so jemand und treffe auch ständig solche. Der Unterschied ist nur, die laufen nicht ständig mit Luftballons und Trillerpfeifen durch die Stadt. Und sie halten sich wahrscheinlich auch nicht am Nordflügel des Hauptbahnhofs auf, sondern laufen stattdessen durch und fahren mit der Bahn. Die gehen nämlich davon aus, dass sie das Recht auf ihrer Seite haben und verlassen sich auf demokratische Entscheidungen. Denen sofort Gier, Neid und Profitsucht zu unterstellen ist schlicht verbort. Ihr S21-Gegner verhaltet Euch so, wie Ihr es den Befürwortern unterstllt – Ihr nehmt die Realitäten nicht mehr war.

    • dominik schreibt:

      Hallo Johannes, ich bin für das Projekt, da ich an sein unglaubliches Potenzial bezüglich der Stadtentwicklung glaube. Ich bekomme kein Geld von irgendjemandem und würde mich freuen heute Abend deine Hand zu schütteln, damit Du Dich vielleicht selbst davon überzeugen kannst, dass eben nicht alles was Pro S21 ist „[…] Parteigesteuert, bzw. von Lobbyisten ins Leben gerufen [ist]“. Und von meiner Sorte gibt’s noch eine Menge anderer 😉
      Sportliche Grüße, Dominik

  8. undichsagnoch schreibt:

    Wird aber schwer sein die vielen gefälschten Mitglieder der Facebook-Gruppe „Für Stuttgart 21“ als reale Personen zum Laufen zu bringen …

    • Andy schreibt:

      Wenn Sie sich die Mühe machen die Profile der Mitglieder in der Facebook-Gruppe anzusehen, dann sehen Sie, dass die Profile schon sehr lange existieren. Es sind also real existierende Menschen. Aber Sie antworten mir jetzt sicher, dass das alles schon seit Jahren geplant und militärisch genau ausgeführt wurde…
      Hören Sie nachts auch Stimmen?

      Mehr wie 15.000 Menschen waren auch bei noch keiner Gegen-Demo. Ich wohne direkt neben dem Bahnhof, habe eine gute Sicht auf das ganze Geschehen. Wo die 65.000 herkommen, die mal irgendwo genannt wurden ist mir ein Wunder. Aber selbst bei den 15.000 werfe ich ihnen nicht vor, dass die alle gegen Bezahlung aus dem Bundesgebiet zusammengezogen wurden. Berufsdemonstranten sind es aber allemal.

      Und jetzt eine ganz ehrliche Bitte: Gegen das Projekt zu sein und sich dagegen zu engagieren kann ich ja im Grundsatz noch nachvollziehen. (Auch wenn ich nicht verstehe warum.) Aber gehen Sie zum Arzt. Den Befürworten andauernd vorzuwerfen sie seien „gekauft“ und „gefaked“ muss ja auf einem ganz krassen Realitätsverlust basieren, den man im 21. Jahrhundert sicher mit Tabletten heilen kann!

  9. Kevin Anderson schreibt:

    Ich habe für morgen ebenfalls ein paar Freunde und Stuttgart- Fans zusammengetrommelt. Wir werden kurz vor 19.00 Uhr beim Leuze aufschlagen. Ich bin davon überzeugt, dass der Lauf für Stuttgart genauso schnell wachsen wird, wie die Facebook Gruppe. Letzte Woche 100 Läufer, morgen mindestens 1.000 und kommende Woche werden wir locker die 10.000 knacken 🙂

  10. oefrim schreibt:

    Das ist eine wirklich feine Sache … Stuttgart muss sich bewegen – zuerst aufeinander zu und dann gemeinsam. Sonst steift man ein. Nicht zur körperlich, sondern auch wirtschaftlich gesehen. Es muss vorwärts gehen.

    Danke & Gruß
    oefrim

  11. Sumit schreibt:

    Ich kann zwar nicht am kompletten Lauf teilnehmen aber ich werde definitiv hinkommen und zeigen dass ich Befürworter des Projekts bin.

  12. Christof schreibt:

    WAHNSINN! Geil wars!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s