Wir sind Stuttgart

Der heutige Abend war überwältigend und unsere Hoffnung wurde tatsächlich erfüllt, denn wir haben die 1.000 Teilnehmer geknackt – 10 Mal mehr als in der vergangenen Woche.

Die Schätzung der Teilnehmer ist extrem schwierig und der Presse sehr wichtig, das haben wir heute gelernt. Man lässt sich dabei recht leicht zu eine Aussage hinreisen, die die tatsächliche Zahl der Teilnehmer übertrifft. Daher werden wir uns vorerst an Schätzungen nicht mehr beteiligen und dies der Polizei überlassen.

Dennoch: Ob es nun 1.000 oder 1.500 waren – es war ein großer Schritt in die richtige Richtung. Daran müssen wir nun anknüpfen und daher die Bitte: Sagt Euren Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern, dass sie am nächsten Donnerstag dabei sein sollen, um den Gegnern des Bauprojekts zu zeigen, dass wir keine Minderheit sind. Sprecht mit den Menschen, die momentan noch gegen Stuttgart 21 oder nicht entschieden sind und versucht sie mit Euren Argumenten zu überzeugen.

Mehr zum gestrigen Lauf folgt in ein paar Stunden, jetzt ist Schlafenszeit. Gute Nacht Stuttgart.

P.S.: Schön, dass der VfB gewonnen hat. Das eint hoffentlich alle Seiten.

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47 Antworten zu Wir sind Stuttgart

  1. Köhler, Richard schreibt:

    Ich hab ne Gänsehaut bekommen, als ich las wie groß diesmal die Resonanz an Menschen war, vielleicht habe ich mit meinem „Tsunami“ doch recht.

  2. Uwe schreibt:

    Es war großartig. So eine Stimmung wie gestern vor dem Rathaus gibt es sonst nur, wenn die Nationalmannschaft gewonnen hat. Das ist Stuttgart !! Wir lassen uns keine Angst einreden von denen, die immer dagegen sind, sondern wir nehmen die Herausforderungen unserer Zeit an und sagen JA zum Stuttgart des 21. Jahrhunderts! Wir sind Stuttgart !!!

  3. Markus schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch zur 10 mal höheren Teilnehmerzahl (wenn man die Zahlen der Gegner von letzter Woche nimmt, waren es ja sogar 20 mal so viele)! Leider war es mir diese Woche nicht möglich, aber nächste Woche bin ich wieder dabei!

    Nur eine Frage: Wie waren denn die Reaktionen der Gegner diese Woche?

  4. Jens Beckmann schreibt:

    Das war ein tolles Erlebnis gestern abend – ich freue mich schon auf die nächste Woche!

  5. Nicole schreibt:

    Oh, ich freue mich sehr über den Zulauf. Endlich haben auch die Fans des Projekts ein Forum. Ich hoffe, dass ich nächsten Donnerstag Zeit habe – dann komm ich auch!

  6. Rainer Seemann schreibt:

    Liebe Läufer,

    Gratulation zu den 1.500 Teilnehmern. Auch wir Gegner wissen, dass die Polizei nicht zählen kann, also glaube ich Eure Zahlen. Wenn Ihr aber mal richtiges Gänsehaut-Feeling bekommen wollt, kommt einfach am Samstag um 15.00 Uhr in den Schlossgarten und wir zeigen Euch, wie es ist wenn man 50.000 oder mehr Menschen organisiert. Vielleicht sehr Ihr dann, was Ihr seid. Ein trauriger kleiner Haufen Ahnungslose!

    Trotzdem weiterhin viel Glück.

    Auf bald! Oben bleiben!

    Rainer Seemann

    • Sebastian Ebeling schreibt:

      Soweit ich weiß, haben die S21 Gegner mit weit weniger angefangen. Der Großteil der Menschen ist doch erst dazugekommen, als es sowieso schon zu spät war und als dagegen sein in Mode kam.
      Ich finde die Steigerung von ca. 100 auf das etwa 10-fache für die Zweite Aktion sehr gelungen.
      Und nein, ich für meinen Teil komme nicht in den Schlossgarten, weil ich euch keine höheren Zahlen gönne, als ihr eigentlich verdient.
      Ebenso das mit dem „Ahnungslose“ lasse ich mir nicht anhängen!
      Eher sehe ich es so, dass die Gegner in der Masse keine Ahnung haben, was sie für Halbwahrheiten verbreiten:

      -Nicht der ganze Bahnhof wird abgerissen, sondern nur die Seitenflügel, die nichts weiter als pure Funktionsbauten war, die vorher niemand beachtet hat.
      -Auch wird nicht der „gesamte“ Schlossgarten abgeholzt und zu einer Baustelle. Lediglich die Schneise, in der S21 gebaut wird, ist hiervon betroffen.
      Wenn es sie interessiert, kann ich ihnen gerne weitere Fakten liefern. Fragen sie mich einfach. Nur gerade habe ich nicht die Zeit hierfür.

      • Monika Brosi-Dembélé schreibt:

        Ich habe mir die Nordseite des Bahnhof nochmals genau angesehen, ehe er abgerissen wurde. Und ihn mir heute nochmals angeschaut. Was jetzt da steht, ist ein Torso – etwas, das in jeder Stadt zu finden ist. Egal aus welchem Grund der Flügel gebaut worden ist, Bonatz hatte sich offenbar genau überlegt, WIE er ihn bauen lässt. Der Nordbau war genau so beeindruckend wie die Vorderseite des Bahnhofs. Und das war wohl auch so gewollt. Wenn man alte Ansichten des Bahnhofs anschaut aus der Zeit, als der Platz davor noch ein echter Vorpolatz war, wird noch deutlicher, dass da ein Gesamtkonzept dahintersteckte. Es wirkt nicht sehr überzeugend auf mich, wenn Sie einfach die Ingenhoven-Worte von der Nutzlosigkeit der beiden Flügel nachplappern. Das muss ja wohl dieser Architekt behaupten um seine Variante als die einzig Mögliche auszugeben. Meine Frage an Sie: Wäre es tatsächlich nicht möglich gewesen, den Bahnhof tiefer zu legen ohne die Flügel abzureißen? GAb es tatsächich keine anderen Konzepte?
        Zweitens: Zum Park. Ich habe mir mal die Ausschreibungsunterlagen der Stadt Stuttgart angeschaut – und mir fiel dabei auf, dass von Anfang an der Mittlere Schlosspark als Fläche ausgewiesen war, die in das Konzept mit einbezogen werden könne. Und natürlich wird dies dann auch bei den Vorschlägen auch genutzt. Genauso gut wäre es aber möglich gewesen zu sagen: Dieser Park ist für die Frischluftversorgung von Stuttgarts Innenstadt wichtig – uns ist das wichtig – und wir bitten um Pläne, die dies berücksichtigen. Dass der Park nun zum Teil verschwinden wird, ist als keine Frage der Alternativlosigkeit sondern eine Frage des Willens. Meine Frage nun an Sie: Warum wurden solche Vorgaben nicht gemacht?

      • Uwe schreibt:

        Zum Kommentar von Monika Brosi-Dembelé:

        „Verschwinden“ wird kein Stück des Parks. Ein schmaler Streifen zwischen Hauptbahnhof und Planetarium wird aufgebaggert für den Tiefbahnhof, wird aber anschließend wieder begrünt. Der Park wird nach Abschluss der Bauarbeiten dort anders aussehen als jetzt, aber Grünfläche bleiben. Was man dazu wissen sollte, ist, dass speziell jener Teil des Parks seine heutige Gestalt erst zur Bundesgartenschau 1977 bekommen hat. Damals war Beton als Gartenbaustoff sehr in Mode. Dementsprechend ist der Wasserbau dort ausgefallen. Außerdem war es modern, exotische Ziergehölze zu setzen, was man rund ums Planetarium sehr schön sehen kann. Mit ökologischer Gartengestaltung hat das nichts zu tun.

        Dass Bonatz versucht hat, die Seitenflügel gut zu gestalten, nachdem er sie nun einmal bauen musste, ist verständlich. Wollte man sie erhalten, dann müsste man den Tiefbahnhof nochmal um einige Meter tiefer legen, um die Fundamente der Seitenflügel zu unterqueren, und käme dann nicht mehr über den S-Bahn-Tunnel hinweg. Außerdem wäre die geniale Beleuchtung des Tiefbahnhofs mit natürlichem Licht, mittels der Lichtaugen, nicht möglich. Die Seitenflügel würden das Licht abschatten.

    • Sumit schreibt:

      50.000 sinds nur weil die Hälfte Schaulustige sind und der Rest der Leute mit der gesamten Familie kommt weils quasi n Volksfest ist und wie schon gesagt wurde „dagegen sein in“ ist. Zumindest bei euch.

      • martin schreibt:

        @ sumit: „wie schon gesagt wurde „dagegen sein in“ ist. Zumindest bei euch.“

        Bei uns? Bei Ihnen? Ja was denn nun? Immerhin schreiben Sie über sich selbst:

        „Wenns um öffentlich angeprangerte Menschen und Projekte geht, zum Beispiel Sarrazin, Eva Herrman, längere Laufzeiten für Atomkraftwerke, Stuttgart 21, Google Street View, Facebooks Datenschutz, Googles Datensammlung, Motzereien gegen die DB, Bankmanager oder Wiedeking, dann bin ich ausnahmslos in Diskussionen immer für die Arschlochpartei. Für die Bösen. Selbst wenn ich bestimmte Dinge derjenigen die ich verteidige nicht gut oder sogar zum abkotzen finde mache ich trotzdem einen auf Pflichtverteidiger. „

      • Sumit schreibt:

        @martin: Is ganz leicht ausm Zusammenhang gerissen oder? Wenn du den kompletten Text liest erübrigt sich eine Rechtfertigung/Gegenargumentation. Siezen ist übrigens nicht nötig.

      • martin schreibt:

        Aus welchem Zusammenhang denn? Etwa aus dem hier?

        „Oft ist es so, dass ich erst den Status der Gegenpartei einnehme wenn mich jemand auf das Thema mit nem scheiß Argument anspricht.“

        „Und ich als nicht TV-Guggender Typ (Ich habe meine Gründe) -ohne Plan wer Eva Herrmann überhaupt ist- lass mir dann alles erklären, informiere mich eventuell noch etwas und ZACK(!) Gegenpartei.“

        „Eine mögliche Ursache könnte die blanke Provokationslust sein.“

        „Ich bin FÜR S21, FÜR längere Laufzeiten unsrer AKW’s, ich finde Frau Herrmann und Herr Sarrazin drücken sich etwas ungeschickt aus haben aber in vielen Dingen recht, ich mag die DB, ich würds als Banker genauso machen, ich finde die Heulerei wegen den Userdaten bei Facebook, Google & Co ist eine Mücke im Elefantenkostüm und ich esse immernoch Pizza Hawai!“

        „Aber wenn jemand versucht mich von seiner Meinung zu überzeugen reagiere ich drauf. Immer als Gegenpol. Immer… fast.“

        Dass du so unglaublich mutig bist, so ein keckes, freches Kerlchen sei dir ja zugestanden. Aber ausgerechnet du willst anderen unterstellen, dass „dagegen sein in“ sei? Und vor allem ausgerechnet du schiebst dann hinterher: „Zumindest bei Euch?“ Hallo? Mal wieder ordentlich durchlüften im Oberstübchen und dann nochmals drüber nachdenken vielleicht? Ach ne, ich vergaß, darum geht’s dir ja gar nicht: „Vielleicht sollte ich Lobbyist werden. Denn wie in ‘Thank you for smoking‘ schön verdeutlicht wird: Wenn ich die Menschen davon überzeuge dass du unrecht hast, habe ich automatisch recht. Egal was ich sage.“

        Sollte das immer noch zu wenig Zusammenhang sein, bitteschön:
        http://www.sumit-online.de/2010/sumit-der-verteidiger-der-arschlocher/#more-5608

      • Sumit schreibt:

        @martin

        Ou man…
        Wenn gesagt wird „dagegen sein ist in“ dann meine ich damit die große Mehrheit (die ihr ja zu sein scheint) die dagegen ist. Nur weil ICH derjenige bin der in Diskussionen als Gegner fungiert heißt das noch lange nicht dass ich dieser Meinung bin. Das steht auch in dem Text. Der Text war über die reine Debatierlust und nicht das ich rumrenne und Ärger möchte. Das steht dort aber auch. Der gesamte Text hat garnichts mit meiner Einstellung zu S21 zutun. Außerdem war es eine ÜBrelegung meinerseits. Ich stehe nicht morgens auf und denke mir „wogegen könnte ich heute sein“. Vorallem bin ich ja nirgends dagegen. Ich bin überall dafür 😉 Das geht halt nur nicht in die Richtung der Gegner. Standpuntksfrage würde ich sagen.

    • Johannes Schneider schreibt:

      Sehr geehrter Herr Seemann,

      Nur weil man 50 000 mobilisieren kann, heißt das noch lange nicht, dass alle mit einer anderen Meinung Ahnungslose sind. Wenn sie mir ihre Quellen für die fundierte Meinung der Gegner nennen können wäre das äußerst hilfreich für eine Diskussion. Ich denke, dass die letzten Jahre durchaus Experten alle Möglichkeiten durchgedacht haben.
      Ich denke „der Zug ist abgefahren“. Ihr seid leider mit eurer Demo 10 Jahre zu spät dran.
      Es ist beeindruckend wieviel Energie gegen ein Infrastrukturprojekt gesteckt wird und wichtige Themen der Grünen (Ausstieg aus der Atomenergie) auf der Strecke bleiben.

      viel Spaß morgen, oben ohne (seit heute passt das ja auch sprichwörtlich)

      J.Schneider

  7. Michael Schneider schreibt:

    Lieber Rainer,

    Sätze wie

    > Vielleicht sehr Ihr dann, was Ihr seid. Ein trauriger kleiner Haufen Ahnungslose!

    tragen sicherlich zu einer respektvollen Diskussion zwischen Gegnern und Befürwortern bei. Wenn nur alle Gegner diesen höflichen Umgangston pfelgen würden, fiele es vielen der Befürworter leichter, auf diese zuzugehen und zu versuchen sie von den positiven Argumenten von S21 zu überzeugen.

    Herzliche Grüße
    M. Schneider

    PS: Wir „wissen“ übrigens nicht, ob die Polizei nicht zählen kann (wenn überhaupt würden wir bei Zweifel an den Zahlen von „Vermutung“ sprechen), aber warum sollte die Polizei bei der Teilnehmerzahl einer Demonstration lügen? Damit nächstes Mal weniger Beamte zum Dienst eingeteilt werden müssen, da für weniger Demonstranten auch weniger Beamte ausreichen? Klingt logisch, ich als zum Dienst Eingeteilter würde mich sicher auch freuen, wenn ich weiß, dass meine Kollegen zuhause bleiben dürfen, da ich die geringere Anzahl von Protestlern locker alleine im Griff habe.

  8. Clou schreibt:

    sehr gute Idee, die Schätzungen der Polizei zu überlassen. Wir wollen ja nicht die gleichen Fehler wie Gegner von S21 machen.

  9. Stary Peter schreibt:

    Da ich gerne laufe, möchte ich mich beteiligen. Allerdings mit „Parkschützer“ oder „Oben bleiben“ Trikot.
    P.S.

    • Sebastian Heinel schreibt:

      Keiner ist verpflichtet das gelbe Leibchen zu tragen. Gestern waren viele mit Parkschützer-Shirt unterwegs oder mit Buttons an normalen Shirts. Ich denke niemand will hier eine uniforme Veranstaltungen. Jeder soll – nach seinem Gusto – so kommen, wie er möchte. Bunt ist besser.

  10. dominik schreibt:

    Das war eine super Sache gestern und ich freue mich schon auf nächste Woche! Ich werde sicher wieder dabei sein. Insbesondere hat mich die Stimmung gefreut, da wirklich alles sehr freundlich und besinnlich ablief. Mal sehen ob ich noch ein paar Leute aktivieren kann. Ich denke ein Ziel von 2000 Teilnehmern kann realistisch gesehen durchaus erreicht werden.
    Tausend Dank auch an die Ulmer für die tolle Unterstützung!

  11. Rainer Seemann schreibt:

    Lieber Herr Schneider,

    sorry, aber wenn ein kleiner Haufen von 1.000(Polizei) oder 1.500 (Veranstalter) Demonstranten behauptet: „Wir sind Stuttgart“, dann kommt mir die Galle hoch und ich werde vielleicht ein wenig sarkastisch. Wie ich erkennen konnte, sind Sie Polzeibeamter. Wir S 21 Gegner haben ja immer das Problem, wie die Befürworter ja auch, dass die Polizei offensichtlich die echten Zahlen nach unten rechnet. Ich habe mich neulich mit einem Ihrer Kollegen am Nordflügel über dieses Thema unterhalten. Der sagte mir wörtlich: “ Glauben Sie mir, wir wissen schon, wieviele Menschen heute auf der Demo sind. Wir dürfen es nur nicht laut sagen.“ Ihr Kollege hofft übrigens, dass er morgen zu unserer Demo in den Schloßgarten kommen kann. Eigentlich hat er frei aber er weiß halt nicht, ob es dabei bleibt. Er kommt also nicht in Uniform sondern in Zivil, weil er auch gegen das brutale Abholzen der wunderbaren jahrhunderte alten Bäume ist. Das macht mir Hoffnung.

    Trotzdem liebe Grüße

    Rainer Seemann

    • Sumit schreibt:

      Taschentuch? Kannst ja fragen ob du so nen Baum mit nach Hause nehmen darfst. Pack ihn dir in Garten und Kuschel ihn ganz fest.
      Kannst ja mal konstruktive Vorschläge machen wie man Bäume nicht „brutal“ abholzt sondern ganz… menschlich? Man könnte sie mal höflich fragen kurz beiseite zu gehen. Ich weiß ja nich…sag dus mir.

  12. Jens schreibt:

    Sehr geehrter Herr Seemann,
    ein Demonstration von 30000 Gegnern von S21 behauptet auch sie seien Stuttgart. Richtig ein Teil davon.Nämlich 5% von ca. 600000 Einwohnern. Ich bin absoluter Befürworter von S21, habe aber aus Zeitgründen noch bei keiner Veranstaltung teilgenommen und bin auch noch bei keiner sogenannten „repäsentativen“ Umfrage gefragt worden.
    Eine Frage an die Gegner: Warum wird erst jetzt so tatkräftig gegen dieses Projekt vorgegangen? Liegt es im Bereich des möglichen daß viele Ihrer Anhänger noch vor einem halben Jahr mit dem Begriff „Stuttgart21“ nichts hätten anfangen können?
    Es ist für nicht wenige, heut zu Tage nämlich Schick „dagegen“ zu sein.
    Herzliche Grüße

  13. Michael Schneider schreibt:

    Hallo Herr Seemann,

    ich bin kein Beamter, mit ‚wir‘ meinte ich die Seite der Befürworter. Warum die Aussage von „einem kleinen Haufen“ Stuttgarter <> Sie so auf die Palme bringt, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Ein solcher Ausruf klingt doch deutlich weniger beleidigend wie z.B. „Lügenpack, Lügenpack“, oder was meinen Sie?

    Ich wusste gar nicht, dass man auch ‚brutal‘ abholzen kann? Gibt es da keine schonendere Baumfällmethode (muss ich mal bei Stihl nachfragen…). Bei der Tatsache, dass für die ca. 300 zu fällenden Bäume auf zusätzlichen 20 Hektar 5000 neue geplanzt werden (zum Teil schon bis zu 12 m hoch) müsste bei jedem Umweltschützer doch eigentlich das Herz aufgehen. Ich habe übrigens auf unseren 33 Ar vor 3 Jahren selbst 12 neue Bäume gepflanzt, dafür müssen dieses Jahr ein paar alte (vlt. 2 oder 3) raus. Die Bilanz bei Stuttgart 21 sieht deutlich besser aus als meine – wollen Sie nicht auch mal zum protestieren und an-Bäume-ketten vorbeikommen?

    Herzliche Grüße
    M. Schneider

  14. Michael Schneider schreibt:

    …in den <> sollte eigentlich „Wir sind Stuttgart“ erscheinen. Hat das Formular verschluckt…

  15. Rainer Seemann schreibt:

    Lieber Herr Schneider,

    als die Botaniker der Wilhelma von dem wunderbaren Märchen der 5.000 neuen Bäume hörten, konnten sie nur die Köpfe schütteln.

    Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, lesen Sie doch den entsprechenden Artikel in den Stuttgarter Nachrichten.

    http://content.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/2240966?_skip=0

    Wie immer wird von den Projektverantwortlichen gelogen und getrickst.

    An Jens. Ich denke, dass ich mich sehr intensiv mit dem Projekt befasst habe. Vor einem halben Jahr hat die Bahn behauptet, dass bei 4,5 Milliarden Kosten die „Sollbruchstelle“ für das Projekt liegt. Als dann selbst die Fachleute der Bahn auf Kosten von 5 Milliarden kamen, hat man mal eben die Tunnelwände verdünnt, weniger Notausstiege eingeplant und mit sonstigen Tricksereien die Kosten wieder auf 4,1 Nilliarden herunter gerechnet. Das ist die „seriöse“ Planung der Bahn. Nach den letzten Umfragen sind 67 % der Stuttgarter gegen das Projekt und auch auf ganz BW bezogen sind es auf jeden Fall mehr als die Hälfte. Das zu Ihren Prozentzahlen.

    An Sumit: Tut mir leid, auf Ihren Beitrag antworte ich nichts. Wenn Ihnen ein sachliches Argument einfällt, melden Sie sich noch einmal.

    Rainer Seemann

    • Johannes schreibt:

      Ich kann ihnen leider nicht ganz folgen. Wenn ich den Bericht der SN lese, dann wird gesagt, dass das zuviele Bäume sind die gepflanzt werden sollen. Wie jetzt, Was wollen sie denn sagen? Dann demonstrieren sie doch mal endlich dafür, dass weniger Bäume gepflanzt werden.
      Wenn Wände“verdünnt werden“ (was immer verdünnen hier sein mag) ist es nichts, wenn zuviel Bäume gepflanzt werden ist das auch nichts. Naja so richtig wissen sie glaub nicht was sie wollen. Aber dagegen sind sie ja schon, gegen was eigentlich nochmal?
      Finden sie eigentlcih das Gleisvorfeld schön? soll das die nächsten 100 Jahre so bleiben?

    • Sumit schreibt:

      Auch hier nochmal: Siezen ist im Internet und in Bloggerkreisen ungebräuchlich, deshalb bin ich mal so frech und lass es von vornerein.

      Tunnelwände verdünnen und Gleisabstände verringern sind keine „Tricksereien“ sondern Möglichkeiten die man durch ingenieurstechnische Planung hat. Wenn du der DB nicht traust – sprich dir leicht was rausrutscht wenn du in Zukunft durch einen der neuen Tunnel fährst – fahr doch lieber mit dem Auto. Ich bin sicher du kennst alle Daten der Tunnel die du befährst. Ist ja auch gut so. Was wäre ein Leben ohne Paranoia…
      Die Züge stoßen dann auch zusammen und ein Haufen Menschen sterben. Die Bahn wird verklagt und du kannst dich hier nochmal mit den Worten „Ich habs euch ja gesagt“ melden. Sounds like a plan?
      Bitte rechne uns ansonsten doch eine Alternative vor (K21?). Kostet bestimmt nur 2 Monate und Zwansisch Mark ne?

      Auf ganz BW bezogen sind mehr als die Hälfte gegen S21? Bei ner Umfrage die im Schwabenland durchgeführt wird? Du weißt für was das „B“ in „BW“ steht oder? Selbst wenn 50.000 Leute bei der Umfrage befragt würden (was ich bezweifle) wäre das alles andere als repräsentativ. Also bitte…
      Taschentuchangebot steht übrigens immernoch 😉
      Falls du keins brauchst geb ich dir nach der nächsten Demo ein Bier aus, als Entschuldigung weil ich so ein frecher Rüpel bin.

      Ansonsten würd ich mal sagen es gibt 1000 Dinge für und gegen S21. Jeder kann sich seine Seite aussuchen und aktuell wird aus Sturheit sowieso niemand mehr vom Gegenteil überzeugt. Egal ob pro oder contra. Deshalb bin ich froh über jeden Teilnehmer (egal welcher Partei) der seine Meinung vertritt und trotzdem mit den Gegnern klarkommt. Verschiedene Meinungen über EIN Thema sind in meinen Augen kein Grund für Verachtung und Pfeifkonzerte…
      Ich bin Pro und meine besten Freunde allesamt gegen S21. Und ich lebe noch.
      Nächste Woche werd ich mit dem „I HERZ S21“ Shirt an den Bauzaun gehen. Alleine. Ob ich dann noch lebe kann ich nicht versprechen ;-O

      hdgdl und so
      Grüßle

  16. Oliver schreibt:

    Manche glauben, sie hätten die Straße, den Protest gepachtet.

    Für viele, wie für mich war es erschreckend, wie die S21-Gegner mit einer unglaublichen Polemik und einem sehr guten, sehr modernen Marketing die Meinungsfüherschaft erringen konnten.

    Es wird demonstriert/diskutiert, als ginge es um die Einführung der Todesstrafe, um Krieg – es geht alleine um einen Bahnhof.

    Und jetzt schlägt langsam aber sicher das Establishment zurück, die Deutungshoheit zurück zu gewinnen. Das führt logischerweise zu einer Verschärfung des Diskurses, doch den Gegnern bleibt da nur die Flucht in noch höhere polemische Potemkinsche Dörfer, die aus Verschwörungstheorien erbaut sind und noch kruderen Methoden, wie das Einzäunen und Umtanzen von Bäumen.

    Dies wird dazu führen, dass sich mehr und mehr gesellschaftlichen Schichten von der Anti-S21-Bewegung absetzen wird.

    Doch bis es soweit kommt, gilt es wachsam zu sein und versuchen die Kreativität der S21-Gegner zu übertreffen.

  17. Jens schreibt:

    Hallo Herr Seemann.
    Als erstes möchte ich mich für Ihre Antwort bedanken. Es würde mich aber interessieren wo so eine Umfrage durchgeführte wird? Um 15.00Uhr auf der Königstraße? Ich möcht den Leuten die sich um diese Uhrzeit auf der Königstraße oder vor dem Nordflügel aufhalten bei weitem nicht Ihre Kompetenz absprechen, aber es kann dann schon ein etwas einseitiges Meinungsbild entstehen.
    Eine Kostensteigerung zu der ursprünglichen Planung ist nun wirklich nichts ungewöhnliches. Vor 15 Jahren bestand bei Tunneln z.B. die Pflicht alle 1000m einen Notausgang zu bauen, heute muss es alle 500m einen geben.
    Zeigen Sie mir bitte den Häuslesbauer der mit seiner ersten Finanzplanung auskommt und nicht mindestens einmal nachfinanzieren muss. Der Standpunkt Ihrer Interessengemeinschaft zur Bebauung des Neckartales für den Fall von K21 würde mich noch brennend interessieren wie sieht es da mit Umweltschutz aus.
    Grüße Jens

  18. Rainer Seemann schreibt:

    Also, zuerst an Johannes

    Sie haben meinen Beitrag nicht gelesen oder ihn nicht verstanden. Es geht darum, dass die Bahn keine neuen Bäume pflanzen wird, da sie dafür überhaupt nicht zuständig ist, es geht weiter darum, dass die Zahl „5000“ völlig aus der Luft gegriffen ist und es geht darum, dass die Stadt das dafür notwendige Geld nicht hat. Weiter geht es darum, dass diese Bäume (erst mal egal wie viele) vielleicht in 15 oder 20 Jahren gepflanzt werden, die im mittleren Schlossgarten aber schon heute zerstört werden. Wir (auch Sie) werden also wieder einmal belogen und getäuscht. Der Unterschied zwischen uns ist der, dass Sie wohl alles glauben, was Ihnen von der Bahn und deren politischen Vasallen gesagt wird, ich hingegen nehme mir das Recht heraus diese Aussagen kritisch zu hinterfragen.

    An Oliver: Ich denke, Sie werden Ihren Irrtum, was die Abwendung der „gesellschaftlichen Schichten“ betrifft, schon bald bemerken, wenn nicht mehr 60.- oder 70.000 Menschen, sondern 100.000 oder mehr auf die Straße gehen. Wenn die Bäume im Schlossgarten fallen, werden Sie einen Sturm der Entrüstung erleben, dagegen sind die heutigen Demonstrationen nur laue Lüftchen. Der Schlossgarten hat selbst den harten Kriegswinter 1942/43 überlebt, als die Stuttgarter frieren mussten. Doch keiner hat gewagt, Hand an diese Bäume zu legen. Und im Übrigen habe ich nichts gegen Ihre Demonstrationen. Ganz im Gegenteil. Ich nehme sie allerdings erst ernst, wenn es Ihnen gelingt mal 50, 60.000 Menschen auf die Straße zu bringen. Bis dahin ist mir vor Ihrem Gegenprotestchen nicht bange. Radeln und laufen Sie ruhig weiter. Der Park ist für alle da.

    Und nun noch für Jens.
    Ich möchte mich auch bei Ihnen für die Diskussion bedanken. Die Umfragen wurden von infratest Dimap im Auftrag des SWR repräsentativ durchgeführt und keineswegs auf der Königstraße. Andere Umfragen des Stern brachten ähnliche Ergebnisse. In beiden Umfragen stellten die Befürworter mit ca. 30 % die Minderheit. Etwa 15-20% waren neutral oder unentschlossen und jeweils über 50 % dagegen. Die Zahlen bezogen sich auf ganz Baden Württemberg. In Stuttgart waren etwa 67% gegen das Projekt und auch ca. 30 % dafür. Nur ein kleiner Teil war unentschlossen oder neutral.

    Was nun die Planungen des Kopfbahnhofs 21 betrifft, so bitte ich Sie, sich damit einmal ernstlich zu befassen. Da kursieren ebenso viele (verbreitet von Frau Gönner) Lügen. Die von den Befürwortern angesprochene „aufgeständerte“ Trasse durch die Neckarvororte gibt es in der aktuellen Planung nicht mehr. Auch die Behauptung für die Gleiszuführung bei K 21 müssten im unteren Schlossgarten Bäume gefällt werden, ist aus der Luft gegriffen. Kein einziger Baum müsste geopfert werden.

    Alle Infos dazu: http://www.kopfbahnhof-21.de/

    Sind Sie mir nicht böse. Aber bei allen Diskussionen mit den Befürwortern sehe ich immer eines. Sie haben sich nur unvollständig oder gar nicht über die Alternativen informiert und sie haben außer Polemik nichts zu bieten. Das ist nicht böse gemeint aber ich würde eben lieber mit den Befürwortern diskutieren, wenn die wüssten, worüber sie sprechen.

    Heute Nachmittag werden wir im mittleren Schlossgarten wieder Flagge zeigen. Kommen Sie doch auch!

    Liebe Grüße

    Rainer Seemann

    • joecool schreibt:

      Hallo Herr Seemann,
      das Problem an K21 ist: es gibt derzeit überhaupt keine seriöse Planungen. Ich, als Bad-Cannstatter würde mich ja gerne mit dem Phantomprojekt auseinandersetzten. Leider gibt es außer ein paar Pamphlete am Gegenerstand und einer mauen Internetseite vom VCR keine Dokus. Ich fürchte allerdings, da wird auch nicht mehr rauskommen, als das was Herr Stocker in der SWR Fernsehdiskussion von sich gegeben hat.

      Eine Frage habe ich trotzdem an die K21-Jünger: Wie soll K21 vollständig verwirklicht werden können, ohne die Schnellbahntrasse Ulm-Wendlingen? Warum versuchen die Grünen (W. Herrmann) mit aller Gewalt die SBT zu verhindern, wenn es doch zentraler Bestandteil des Projektes K21 sein soll? Ist die Gegnerschaft etwa in sich zerstritten? Das einzige was sie zu einen scheint ist die Abneigung gegen S21. So nach dem Motto: Wir verhindern erst mal S21 und dann können wir uns ja immer noch um die (mögliche) Alternativen kloppen.

      Und n0ch eines zu Ihren geistigen Ergüssen. Ihre feindselige Haltung ist offensichtlich. Für Sie bedeutet wohl Demokratie: Alle die meiner Meinungs sind, sind Demokraten, alle anderen sind Fasch…..

      Aber so ist es eben bei den Gegner. Wer keine sachlichen Argumente mehr hat, der muss eben zu Beleidigungen greifen. Sie können es wahrscheinlich nicht ertragen, dass es doch noch ein paar Bürger in Stuttgart gibt, die dieser K21-Sekte von Herrn Stocker und Herrn Sittler noch nicht beigetreten sind und nach deren lauen Fernsehauftritten auch nicht mehr beitreten wird. Da hilft auch kein öffentliches Sittler-Gelöbnis.

    • Knoetgaard schreibt:

      Ich habe auf der Seite von K21 keine Aufzählung darüber gefunden welche Baumaßnahmen zum Projekt gehören und was die im Einzelnen kosten sollen. Bei den Argumenten pro K21 steht nur, was K21 alles mal können soll und wieviel besser als S21 es dann sein wird. Wie genau aber Vieregg & Rössler darauf kommen, dass K21 zu einem Drittel bis zu einem Viertel des Preises von S21 (also nur S21 ohne NBS Ulm-Wendlingen) gebaut werden kann, wird auf der Seite nicht näher erläutert. Vielleicht hab ich ja nicht gründlich genug gesucht. Herr Seemann?

      • Sumit schreibt:

        wird niemals günstiger sein. Würd schließlich nochmal 5 Jahre Planung und Gutachten in Anspruch nehmen und zum Schluss wahrscheinlich noch als „nicht lohnenswert“ abgehackt. Davon profiteren natürlich alle.

    • Sebastian Heinel schreibt:

      „Alle Infos dazu: http://www.kopfbahnhof-21.de/

      Die Infos sind veraltet, tut mir Leid. Die aktuellsten Aussagen, die ich gefunden habe, musste ich einer Broschüre aus dem Jahre 2006/2007 entnehmen.

      Die Informationen sind darüber hinaus wage: Wo zum Beispiel sollen ide zwei neuen Zulaufgleise der Zulaufstrecke Hauptbahnhof-Bad Cannstatt bei einer Ertüchtigung des Gleisvorfelds verlegt werden. Stichwort: Platanenallee.

      Wie gravierend sind die Eingriffe in den laufenden Bahnverkehr durch eine Ertüchtigung des Bahnhofs bei laufendem Verkehr.

      Welche Lösung wird im Neckartal gesucht? Stichwort Hochbrücke, Standort Deponie Einöd oder Pliensau. Welcher Boden herrscht beim anschließenden Tunnel nach Denkendorf vor.

      Soll das Scharnhauser Dreieck unterirdisch gebaut werden? Welche Bodenverhältnisse liegen dort vor. Inwieweit kommt der Bau eines unterirdischen Gleisdreiecks mit den eimaligen Wasserverhältnissen im Bereich Scharnhausen/Scharnhauser Park klar?
      Werden bauzeitliche oder projektbezogene EIngriffe in die dortigen Landschaftsschutzgebiete nötig? Welche Sicherung bei Bauarbeiten im Scharnhauser Dreieck sind gegenüber dem Biotop Körschtal/Körsch vorgesehen.

      Diese Liste ist unendlich lang. Nichts greifbares findet man auf der Seite K21. Jede Informationsbrochschüre zu K21 besteht zu einem Großteil aus der Kritik an S21 ohne detailliert auf das eigene Projekt einzugehen.

      Beim Versuch ein für den Bereich Stuttgart planfestgestelltes Projekt S21 mit einer Konzeptions-Idee zu vergleichen, muss man einfach scheitern. Ich möchte von ihnen keinen allgemeinen Link auf die Projektseite von K21, sondern Butter bei die Fische – zuerst zu den oben genannten Fragen (keine Sorge) ich habe jede Menge in petto – aber bevor bei K21 nicht alle aktuellen Fakten (Stand 2009+) auf den Tisch gelegt werden, können wir auch Äpfel mit Birnen vergleichen.

  19. joecool schreibt:

    Die S21 Gegener behaupten felsenfest, für S21 müssen ca. 250 Bäume, deren Alter 200 Jahre beträgt, gefällt werden. Dazu Folgendes:

    1) Die Fläche der Stuttgarter Grünanlagen die von S21 (während der Bauzeit) betroffen ist beträgt ca. 5-10%.
    Stuttgarts Grünanlagen reichen vom Killesberg über den Rosensteinpark bis zum Landtag/Neues Schloss (Uhlandshöhe und Bobser nicht eingerechnet).
    Nach dem Bau des Bahnhofs können diese Flächen wieder begrünt werden. (Zutreffenderweise könne keine Bäume mit tiefliegenden Wurzeln gepflanzt wereden)

    2) Nur wenige Bäume haben tatsächlich ein betagtes Alter.
    Viele Bäume wurden erst zur Bundes- oder Landesgartenschau 1977 geplanzt. Es sind nur wenige Platanen die eine stattlichen Durchmesser aufweisen und somit auf ein hohes Alter schließen lassen. Daneben existieren viele zierliche, dünne Bäumchen mit einem Durchmesser von nicht einmal 50 cm.

    3) Naherholungsgebiet verlagert sich richtung Mineralbäder.
    Während der Bauzeit werden die Stuttgarter nicht auf Ihren Sonntagsnachmittagsausflug im Grünen verzichten müssen. Der weitaus größte Teil der Parkanlagen bleibt von S21 völlig unberührt. Auch der Biergarten von Frau Renz (Eichbaum) kann bestimmt an anderer Stelle betrieben werden (bspw. Haltestelle Mineralbäder).

    4) Die meisten Baumriesen stehen wo anders.
    Die weitaus größere Masse an Baumriesen stehen nördlich des Rosensteinmuseums im Rosensreinpark. Die stehen weitab von der S21 Baustelle. Die Pappel-Alee an den noch vorhanden Schienen bleibt vollständig erhalten, müsste aber wegen K21 weichen! Wenn die Schienen erst mal wege sind werden sie ihre volle Pracht entfalten können! Das kann für Stuttgart eine neues Naturdenkmal werden!

    5) Bäume werden auch ohne S21 gefällt
    Einige Bäume wurden in der Vergangenheit und werden in der Zukunft auch ohne S21 gefällt werden. Manche Bäume sind ab einem best. Alter krank oder vom Pilz befallen und müssen daher gefällt werden. Einige Bäume im S21 bereich müssen jetzt schon gestützt werden, damit sie keine Gefahr für die Menschen darstellen

    6) Autobahnbau kostet weitaus mehr Bäume.
    Der Ausbau der Bundes- und Landesstraßen verursacht weitaus mehr gefällte Bäume als S21. Bei jeder noch so kurzen Umgehungsstraße um unsere Städte werden Streuobstwiesenbäume und andere Naturbäume gefällt. Bis jetzt habe ich noch keine Ankettungsaktionen von Gegnern erlebt. Wahrscheinlich sind sie ja dort Umgehungsstrßenberführworter, aber wenns zur Demo nach Gschdoargard geht, dann sind sie plötzlich Baumschützer.

    7) Vergrößerung des Parkes
    Ja, neugepflanzte Bäume können nur ein bestimmtes kurzes Alter vorweisen. Nur in 100 Jahren sind die Bäume eben dann 110 Jahre alt. Das wird natürlch keiner der Gegener und Beführworter heute erleben. Aber die Kinder und Kindeskinder der Gegner und Beführworter. Die Grüne Lunge von Stuttgart wächst aber, das ist unstrittig. Mehr Sauerstoff kann dadurch produziert werden. Wer sich diesem Argument versperrt, versündigt sich an der Zukunft!
    Ich als Jogger aus Bad-Cannstatt freue mich jetzt schon über die erweiterte Fläche. Vielleicht kann dann der Stuttgart-Lauf komplett im Grünen abgehalten werden.

    Ich kann die Gegener nur höflichst bitten sich diesen Argumenten nicht zu verschließen. Stuttgart pfrofitiert aus infrastuktureller Sich und ökologischer Sicht von Stuttgart 21. Kein EUR mehr oder weniger wird mit oder ohne S21 in die sog. Bildung fließen. K21 kann infrastrukturell und ökologisch nicht das bieten was S21 bringen wird. Das gesemte Neckartal würde wegen K21 verschandelt werden.

    Daher, Schienen gehören unter die Erde,
    Menschen gehören ans Licht.

    Oben ohne!

  20. jogy schreibt:

    hallo alle,
    ich bin kein stuttgarter, verstehe aber die s21 gegner beim besten willen nicht. ich hab mir ausgibig die argumente beider seiten angehört und darüber gelesen und bin zu dem schluss gekommen, dass die seite der anhänger überzeugendere und nach der langen vorbereitungszeit mit sicherheit auch fundiertere argumente hat. wobei die gegnenseite, so ist mein eindruck, sehr viel mit den ängsten der bürger zu punkten versucht und so manches gegenargument ziemlich an den haaren herbeigezogen ist.
    wenn behauptet wird durch den bau (könnten) häuser einstürtzen, das stuttgarter mineralwasser wird abgegraben, das gleisfeld sei wichtig fürs stuttgarter klima(aussage von herrn stocker im swr), usw. wie kann man so was glauben, die planer sind doch nicht blöd.
    also, die stuttgarter bekommen einen neuen bahnhof, einen größeren zusammenhängenden stadtpark, einen neuen stadtteil, ohne grünflächen zu vernichten, eine viel schnellere zugverbindung nach ulm und viele führen sich auf als wollte jemand atommüll in der stadt vergraben, muß man das verstehen?
    da fehlt nur noch das schwabenargument: da wird sinnlos mein steuergeld vergraben, lieber steuerzahler, deine steuergelder siehst du e nie wieder, auch bei einem baustopp, das geld verschwindet irgendwo, beim weiterbau hat jeder stuttgarter irgenwas davon und wenn auch nur ein besucher ihn um diesen modernen bahnhof beneidet, es wird sehr viel steuergeld für sinnloseres verschwendet.
    also stuttgart 21, ich freu mich drauf!

  21. Rainer Seemann schreibt:

    Lieber cooler Joe,

    da Sie mir eine „feindselige“ Haltung unterstellen, mich gar bezichtigen, ich würde beleidigen, ziehe ich mich gerne aus diesem Forum zurück. Es macht keinen Sinn, wenn Sie nicht auf meine sachlichen Argumente eingehen. Ich habe bislang auf jedes Argument eine sachliche Antwort gegeben.

    Ich bin eben auf unserer Großdemo gewesen. Nach Polizeiangaben waren wir 35.000, nach Angaben des Veranstalters waren es 56.000.

    Dort wurden wieder einmal alle Lügen der Herren Mappus und Grube und von Frau Gönner widerlegt. Sie sollten sich die Mühe machen, sich zu informieren, statt den Unsinn zu glauben, der Ihnen von der Politik aufgetischt werden. Ich glaube auch, dass alle Arfumente ausgetauscht sind und ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr, diese unendlich zu wiederholen.

    Ich bin sicher, dass wir dieses unsinngste aller Projekte kippen können auch wenn wöchentlich ein paar Hundert Läufer durch den Park traben. Ich wünsche Ihnen viel Spaß. Wir werden dafür sorgen, dass auch Ihre Kinder noch etwas von diesem Park haben.

    Liebe Grüße

    Rainer Seemann

    • joecool schreibt:

      Hallo Herr Seemann,

      es ist nicht das Problem, dass sie ein andere Haltung haben. Das ist in einer Demokratie so, das ist ja auch in Ordnung. Sie können sich auch gernen gegen das Projekt stemmen.

      Es ist eben wie sie selbst erneut unter Beweis stellen. Pro Argumeten werden pauschal als „Lügen“ abqualifiziert. Wie soll denn hier noch ein vernünftiger Diskurs stattfinden? Im übrigen wurde der Diskurs 15 Jahre lang geführt und ausgetragen. Die Parlamente haben demokratisch entschieden. Die Gerichte haben diese Entscheidung bestätigt. Sie und die Gegener zweifeln diese Entscheidungen an, bleiben aber jeden Beweis für die Unrechtäßigkeit schuldig.

      Auch bei einem Projekt K21, sollte es je zur Debatte stehe, was sicherlich nicht innerhalb von 10 – 20 Jahren der Fall sein wrid, wird es Beführworter und Gegener geben. Ich bin mir nicht sicher auf welcher Seite dann Herr Stocker, Herr Sittler oder Sie stehen werden. Dann werden auch dort die Kosten genauer feststehen. Sicherlich werden sie nur marginal niedriger sein als bei S21, die umweltzerstörerische Wirkung des Schienenausbaus im Neckartal aber enorm.

      Ich bedaure im übrigen sehr, dass Sie nicht auf meine Frage – Zusammenhang von K21 und Neubautrasse Ulm-Wendlingen – eingegangen sind . Müssen Sie aber auch nicht.

      Ich hoffe Sie hatten heute eine schönen, friedlichen Tag bei Herrn Stocker und Herrn Sittler erlebt. Wie ich erfahren habe war auch Herr Bsirske dabei. Ich hoffe er ist mit dem Fahrrad angereist, alles andere wäre ökoligisch zweifelhaft.

      Viele Grüße

      P.S.: in Foren wie diesem ist es üblichh Nicknames zu verwenden. Es gehört sich allerdings auch nicht, andere Nicknames zu diffamieren.

  22. Sumit schreibt:

    beschimpft mich ruhig als inkompetent und planlos aber warum rufen die Gegner eigentlich (immernoch) „OBEN BLEIBEN“ ??? Was soll oben bleiben? Der Bahnhofsflügel? Die Typen vom Abrissbeginn aufm Dach? Die Errektion der Demotouris? Ernste Frage… ich weiß es echt nicht.
    Neben der verbalen Steinigung bitte nicht vergessen mir die Frage zu beantworten 🙂

    • martin schreibt:

      Vielleicht schlicht und einfach der Bahnhof? Und zwar im Sinne der umgangssprachlichen Definition, wie sie auf wikipedia zu finden ist: „Umgangssprachlich ist ein Bahnhof eine Anlage, an der Reisende Züge besteigen oder verlassen dürfen, Güter auf Züge ver- oder von diesen entladen oder Züge neu zusammengestellt oder umgruppiert werden.“

      • Rainer Seemann schreibt:

        Lieber Martin,

        geben Sie es auf. Die Unwissenheit der Pro-Leute in diesem Forum ist unendlich! Es gibt pro-Foren, wo man durchaus auf sachlicher Ebene diskutieren kann. Hier schein mir die „Bild Zeitungs Fraktion“ in der Mehrzahl. Das kann man an der wirklich dümmlichen Frage dieses Sumit leicht ablesen.

        Oh Herr, schmeiß Hirn ra!

        Rainer Seemann

      • Sumit schreibt:

        @martin
        Danke für die Antwort

        @Rainer
        Danke für die Steinigung

  23. Jens schreibt:

    Hallo Herr Seemann,
    es ist auch für uns Befürworter nicht gerade einfach auch nur ansatzweise zu verstehen wie man gegen dieses Projekt sein kann.
    Denn wir haben uns auch informiert und sind der Meinung das es sehr viele Vorteile für Stadt und Region bringt. Sie werfen uns „Obrigkeits Hörigkeit“ vor.
    Woher beziehen Sie denn Ihre Informationen?
    Sind Sie Architekt,Bauingenieur,Finanzwissenschaftler, Umwelt- und Forstexperte, Geologe und Transport-Sachverständiger in einem? Also dann sind Sie uns wirklich um einiges vorraus,wenn Sie das alles beherrschen.
    Die Menscheit baut Tunnel durch das Gotthart-Massiv und unter dem Englischen Kanal und nur wir Schwaben schaffen es nicht ein paar Quellen zu umgehen?
    Sie wiederholen Ihre Informationen und wir unsere. Es wird wohl kaum möglich sein Sie von unseren und uns von Ihren Argumenten zu Überzeugen. Sie sollten uns allerdings zustimmen in den Tatsachen daß wir diese Fördermittel nur bekommen wenn wir dieses Projekt bauen, daß wir Arbeitsplätze besser hier vor unserer Haustüre schaffen sollten als irgentwo auf dieser Welt, daß die Kalkulation 15 Jahre alt ist und wenn man nur die Inflation und Rohstoffpreise mit angleicht das sich dann eine Preissteigerung nicht vermeiden lässt.

  24. Uwe schreibt:

    An der Argumentation von Hrn. Seemann kann man sehr schön sehen, wie die Politik – leider viel zu häufig – funktioniert. Er will uns erst ernst nehmen, wenn wir 50.000 bis 60.000 Menschen organisieren. Das heißt: Argumente in der Sache sind nichts wert, nur die Kopfzahl ist interessant. Der einzelne Mensch ist nichts, die große, anonyme, organisierte Masse ist alles. Und natürlich ist man nicht bereit, das Projekt ganzheitlich zu sehen, sondern reduziert es auf einige, wenige, griffige Symbole, in diesem Fall auf Bäume. Bäume sind ein populäres Thema, damit kann man alles begründen. Und die verantwortlichen Politiker sowie der Bahnchef werden pauschal als „Lügner“ abgestempelt. Damit kann man an jedem Stammtisch punkten.

    In einem hat er freilich recht: Politik zu machen heißt, Mehrheiten zu bilden und diese Mehrheiten auch öffentlich darzustellen. Und das kann man nur auf der Straße. Deswegen müssen wir laufen, laufen für Stuttgart, solange, bis den Projektgegenern die Luft wegbleibt und sie von ihrer billigen Polemik wieder zu einer sachlichen Diskussion zurückkommen müssen, wenn sie noch ernst genommen werden wollen. Wir müssen sichtbar werden, wir müssen Gesicht zeigen, wir müssen klarmachen, dass die Gegner nicht „die Bürger“ sind, sondern dass es eine riesige Menge von Bürgern gibt, die für Stuttgart 21 stehen. Der letzte Donnerstag war großartig, doch er kann nur ein Anfang sein. Wir müssen dran bleiben, wir müssen immer mehr werden, wir müssen laufen für die Zukunft unserer Stadt.

    Keep on running !!!

  25. Raff Lothar schreibt:

    Technikverklemmt
    Zu den Demonstrationen gegen Stuttgart 21
    Die Grünen sind nach der letzten Bundestagswahl eine Partei unter 11%. Diese kleine Partei verkündet „wir sind das Volk“ und will mit Sitzblockaden und ihren Demos auf der Straße verhindern, dass Stuttgart 21 gebaut wird. Die Verträge für das Projekt Stuttgart 21 sind aber mit großer Mehrheit demokratisch legitim zustande gekommen und das müssen auch die Grünen endlich akzeptieren.
    Die Verbindungswege über Bahn und auch Autobahn zwischen den 2 größten Industrie-Städten Stuttgart und München sind in einem miserablen Zustand. Kein Bundesland in Deutschland hat solche schlechte und alte Verkehrswege. Da sind Erneuerungen längst überfällig.
    Die Grünen sind technikverklemmte Träumer und wollen keine Verbesserungen und keinerlei Fortschritt. Wenn es nach denen ginge würden wir heute noch mit der Dampfwalze oder mit der Pferdekutsche auf den Straßen herumfahren. Sie schreien, dass die Kosten in Höhe von 7 Milliarden für Stuttgart 21 zu hoch sind. Haben diese Grünen eigentlich vergessen was wir Steuerzahler für die Banken ausgegeben haben. Für die IKB-Bank mussten wir 10 Milliarden aufbringen und danach wurde diese Bank für läppische 100 Millionen verschenkt. Für die HRE-Bank mussten wir Steuerzahler sogar 103 Milliarden bezahlen, ein Geld das wir nie wieder sehen. Da sind im Vergleich die 7 Milliarden für Stuttgart 21 ein kleiner Betrag, der für ein Projekt gut angelegt ist und von dem man nachher etwas sieht und von dem man einen großen Nutzen hat.
    Wie sagte doch der OB Gönner von Ulm. Wenn Stuttgart den Geldzuschuss von der Bahn, von dem Bund und von der EU nicht will, dann bekommen es andere Verkehrsprojekte. Die Städte wie z.B. Bremen, Düsseldorf, Frankfurt oder Karlsruhe warten schon darauf. Die Stadt Stuttgart muss sich nur mit 238 Millionen beteiligen und hat aber nachher den größten Profit, denn sie bekommen von dem überbauten 100 ha Land und den zusätzlichen 30000 Einwohnern eine Einkommenssteuer und Grundsteuer. Die Grünen sollen doch zufrieden und glücklich sein, denn Stuttgart 21 bringt zusätzlich 30 ha mehr Grünfläche und 5000 mehr Bäume als heute. Bei der Verlegung der S- und U-Bahn unter die Erde quer durch ganz Stuttgart gab es in den 80-iger Jahren auch viele Proteste und heute können wir froh sein, dass die damaligen Baumaßnahmen durchgeführt wurden.

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