Das Für oder Wider ist dann doch relativ – Nächster Lauf am 30.09.2010

Eine kleine Geschichte zum Wochenende: Eben kommen wir von einem schönen Abendessen aus unserem schwäbischen Lieblingsrestaurant zurück. Wir saßen am großen Wirtshaustisch zusammen mit drei Jungs aus dem Münsterland (darunter ein Architekt) und einem Oberstleutnant der Bundeswehr und haben uns über die Welt und S21 unterhalten. Hoch interessant, differenziert, anders als gedacht, sehr angenehm. Dann wurde ich von der Regierung, meiner Liebsten die neben mir saß, nach Hause beordert – unser jugendlicher Babysitter war durch die guten Gespräche über die zeitliche Vereinbarung hinaus beansprucht. Zu Hause angekommen, schwang sich der geschätzte und liebevolle Hüter unserer Kinder seine Tasche über die Schulter und darauf strahlte ein großer „Bäpper“ mit Stuttgart 21 und dem roten Strich. Ich habe ihn dann nach Hause begleitet, der Wohnstätte unserer Familie bis vor drei Monaten, und auf dem Briefkasten prangte ein für mich neuer Aufkleber „Keine Werbung FÜR Stuttgart 21. Kein DIALOG 21!“.

Und nun:

Wir waren direkte Nachbarn, die Kinder passen wie immer liebevoll auf unsere Kinder und nix passiert, trotz der unterschiedlichen Ansichten und wir haben nach wie vor das volle Vertrauen – es gibt keinen Grund daran zu zweifeln.

Das „Erschreckende“ an dieser Geschichte ist, dass der ganze Disput über Stuttgart 21 dazu führt, dass ich mir über diese Situation überhaupt Gedanken mache. Das Schöne und Beruhigende daran ist, dass es für das „normale“ Leben, wie bewiesen, am Ende keine Rolle spielt.

Eine Momentaufnahme, die wir uns in der gesamten Diskussion vor Augen halten sollten: S21 ist für viele Menschen wichtig (ob so oder so), aber so wichtig ist S21 glücklicherweise dann doch nicht.

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende. Bis zum nächsten Lauf am 30. September.

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43 Antworten zu Das Für oder Wider ist dann doch relativ – Nächster Lauf am 30.09.2010

  1. Wolfgang Kömpf schreibt:

    Hallo Christian, du hast sicher recht. Und wir müssen alle gemeinsam daran arbeiten, dass wir die Stadt wieder „befrieden.“ Ich glaube, dass dies mit Menschen, wie eurem Babysitter möglich ist. Nach unserer Demo hatte ich auch ein Gespräch mit einem S 21-Gegner, das sehr sachlich war. Zwischenzeitlich habe ich ihm eine Info (Pro S 21) per Mail zukommen lassen, für die er sich sogar bedankt hat. Auch mit diesem Mitbürger ist dies möglich. Abgesehen von diesem besonders positiven Beispiel habe ich aber leider überwiegend negative Erfahrungen mit S 21-Kritikern gemacht. Und dies macht mich sehr betroffen. Und ich halte es für wichtig, dass wir freidlich und sehr deutlich hier einen anderen Umgang miteinander einfordern müssen. Die Broschüre (www.streiflicht-online.de/protesthandbuch) von Andreas Bühler zeigt die Richtung und dies dürfen wir nicht einfach hinnehmen, sondern wir müssen mit aller Entschiedenheit (auf friedliche Art!) hier Grenzen setzen.

  2. Kim schreibt:

    Ich war am letzten Donnerstag zum ersten Mal dabei und fand die Atmosphäre sehr schön, gerade weil sie so friedlich war und keiner Angst vor einem Zusammenstoß mit den Gegnern haben musste. Dafür erstmal ein großes Kompliment an euch als Veranstalter, und an alle Demonstranten, die dabei waren. Zwei Sachen könntet ihr in euren An- oder Abkündigungen meiner Meinung nach noch erwähnen: erstens ist es bewundernswert, dass – so hab ich mir sagen lassen – bisher jedes Mal die Ulmer Fraktion dabei war; und das, obwohl sie mit der bisherigen Verbindung über eine Stunde Fahrzeit haben… 🙂 Zweitens finde ich, dass die Arbeit der Polizei gewürdigt werden sollte, denn die bekommen am Nordflügel schon Beschimpfungen genug und haben einen Super-Job gemacht (es war, von dem was ich mitbekommen habe, ein reibungsloser Ablauf nicht zuletzt auch ihretwegen). Hoffen wir, dass noch viele Leute kommen – ich bin auf jeden Fall wieder dabei !

  3. Frage schreibt:

    Kein Dialog 21? Gehört das zum „informiert sein“? Ist das nicht einfach nur ignorant?

    • Mesotron schreibt:

      Na ich würde mal sagen, dass es zu den Bürgerrechten gehört solche Postwurfsendungen abzulehnen. Man kann sie ja immerhin auch herunterladen.
      Es ist ein Unterschied ob man sich die „Information“ holt oder ob man sie aufgedrängt bekommt und dafür auch noch Steuergelder herhalten müssen. Der „Dialog 21“ sollte im Rathaus ausgelegt werden, zum Download bereitstehen oder auf Nachfrage zugeschickt werden – keinesfalls sollte der Dialog sich mit unverlangter Werbung gemein machen. Aber so wie er bisher daher kommt es er eben nichts anderes als das: Reklame, die die Nerven beansprucht. Die Aufkleber „Kein Dialog 21 einwerfen“ sind ein Beitrag zum Umwelt- und Selbstschutz.

  4. Wolf schreibt:

    Hallo ihr Lieben, ich habe diese Nachricht gelesen und bin sehr traurig darüber:
    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-21-demo-proteste-unter-regenschirmen.aa1f1511-7170-41b7-b64c-49a5b2ef534c.html

    Ich empfinde Sympathie für Bürger die auf die Strasse gehen und offen sagen was sie denken und fühlen, etwas verändern wollen, zusammenhalt spühren, austauschen. Aber der Charm dieser Bürgerbewegung hat sich bereits vor drei Wochen für mich verändert nach dem ich erfahren habe, dass eine Fotografin bei einer Demonstration von Gegnern mit einem stumpfen Gegenstand am Oberschenkel verletzt wurde. Ich erfuhr, dass ein Polizist vor ein fahrendes Auto geschubst wurde. Ich las, dass der Polizist der die Dame geohrfeigt hatte, im Parkschützer.de bei Ergreifung ein Kopfgeld ausgesetzt wurde. Ich fand einen Aufruf, auf der gleichen Seite, Informationen von Herrn Pfarrer Bräuchle gegen Ihn zu sammeln um Ihn öffentlich in den Medien anzuprangern. Oh es reicht. Um was geht es diesen Menschen. Ist es den Grünen und den Linken so wichtig eins der reichsten Bundesländer nächstes Jahr für sich zu gewinnen und das um jeden Preis. Wollen Sie die Demokratie untergraben. Der Verfassungsschutz beobachtet bereits alle Aktivitäten. Ich habe ein schlechtes Gefühl.
    Bei dem letzten Lauf kam ein älterer Herr zu mir und erklärte mir, dies alles erinnert in an das Ende der Weimarer Republik!!

    • Joh.3,16 schreibt:

      Dem kann ich nur zustimmen. Ich erschaudere bei der erlebten ignoranz und Intoleranz mancher S21-Gegner.

      Manche können offenbar eine andere Meinung nicht ertragen.

      Ich hätte um Haaresbreite von einem ganz in Schwarz gekleideten Mit-Fahrradfahrer Prügel bekommen. Ich wurde massiv bedroht und eingeschüchtert. Bin ultimativ aufgefordert worden, keine Bändchen mehr an den Laternen usw. zu entfernen (wer ist da eigentlich der Störer?) Er fuhr extra hinter mehr her. Natürlich habe ich mir nicht vorschreiben lassen, was ich zu tun un d zu lassen habe und hab weitergemacht. Hätte nicht der Allmächtige wirklich über mir gewacht, k ö n n t e i c h i m K r a n k e n h a u s liegen. Er ist derart wütend geworden – unbeschreiblich. Kurz drauf waren drei nette Polizisten auf dem Wege – aber da war der Herr Vorbild-Demokrat leider über alle Berge. Und solchen Leuten dürfen wir nicht das Feld überlassen!! Weder bei S21 noch bei der Landtagswahl!! Laßt uns unerschroccken an unserer Meinungsfreiheit festhalten und sie auch gebrauchen! Ich fahre seit einiger Zeit jetzt bewußt mit dem S21-Hemdchen durch den Park. Es gibt allerdings auch Zustimmung von Bürgern – aber ich muss schon mal kucken, wer mir hinter her fährt. Armes Deutschland! Armes Schwobalände! Jetzt erst recht: LAUFEND FÜR STUTTGART!

  5. Geralt schreibt:

    Verdammte Astroturfer!

    Schreibt gefälligst vorne drauf dass ihr nur Werbegewäsch der Bahn seid und versteckt es nicht im Impressum!

    • Joh.3,16 schreibt:

      Hallo Gerald,
      Dein unqualifizierte Kommentar zeigt leider keine schöne Gesinnung. Unmöglich und intolerant. Wenn Ihr ernst genommen werden wollt, solltet Ihr Euch um Respekt bemühen. Verunglimpfung bewirkt das Gegenteil. Das tut Eurer Sache nicht gut. Es sieht aus wie es ist! Sorry

  6. H. Weber schreibt:

    Liebe Leute, ist es wahr, dass dieser Blog hier von einer PR-Firma betrieben wird?

    Mehr dazu hier: http://www.metronaut.de/?p=1630

    Das würde mich doch sehr enttäuschen!

    • M. Doerfer schreibt:

      … wer im linken Glaushaus sitzt, sollte nicht mit Pflastersteinen werfen.

      Die Seite Metronaut wird von Mogul Medien Dienst in Berlin betrieben und die Betreiber sind in der linken Chaoten-Szene als Haß-Prediger bekannt.

      • Mesotron schreibt:

        Aber stimmt es, was H.Weber fragt: Ist es wahr, dass diese Plattform von einer PR-Firma betrieben wird?

        Ich empfinde die Bezeichnung „Haß-Prediger“ übrigens diffamierend.

    • Uwe schreibt:

      Darf der Inhaber einer PR-Firma keine Meinung haben? Darf er seine Bürgerrechte nicht genauso wahrnehmen wie jeder andere Mensch auch? Und was ist mit den Berufspolitikern und Verbandsfunktionären, welche die angebliche „Bürgerbewegung“ gegen Stuttgart 21 anführen?

      • Uwe schreibt:

        Hallo Martin,

        für mich als Gewerkschafter ist es völlig normal, zusammen mit Kollegen im Bus zu einer Kundgebung zu fahren. Das gehört zur politischen Kultur unseres Landes.

        Grüßle
        Uwe

      • martin schreibt:

        Selbstverständlich ist es mitunter völlig normal mit dem Bus zu einer Kundgebung zu fahren. Aber du kannst doch nicht den Gegnern von S21 vorwerfen, dass sie von „Berufspolitikern und Verbandsfunktionären“ angeführt werden und deswegen keine Bürgerbewegung seien während gleichzeitig die CDU ihre Mitglieder mobilisiert und gratis nach Stuttgart kutschiert um dafür zu sein.

        Schonungslos führt uns der Kreisverband der CDU Böblingen auch vor Augen, für wen denn S21 kommen soll, bzw. für wen nicht: “Abfahrt des Busses (…) am alten Busbahnhof in Böblingen (gegenüber Bahnhof). Dort auch Parkplätze für Pkw.”
        Die Demonstranten, die für den Bahnhofsumbau demonstrieren wollen und/oder sollen, fahren mit dem Auto an den Bahnhof nach Böblingen, um von dort mit dem Bus nach Stuttgart zu fahren. (Kleiner Tipp: in 23 Minuten vom Bahnhof Böblingen nach Stuttgart Stadtmitte http://www.vvs.de/ Und das trotz Kopfbahnhof. Wahnsinn, oder?) Die Partei der Bahnverweigerer will also gegen den VCD, gegen PRO BAHN, gegen den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und gegen die Grünen ein Projekt durchsetzen, das angeblich dem Schienenverkehr dienen soll. Da hört’s doch auf mit der Glaubwürdigkeit.

    • chrislist schreibt:

      Statt hier Emails zu schreiben, sprich doch einfach den Stadtverband Herrenberg an und frage, warum Sie nicht mit der S-Bahn fahren. Vielleicht holt ja der Bus erst Mal Leute in Herrenberg ab und dann trifft man sich in Böblingen. Bring sie doch freundlich zum nachdenken, statt hier anzuklagen.

      • martin schreibt:

        Hab ich doch glatt gemacht. Ich habe in der StZ wohl gelesen, dass der Parteivorsitzende an die Adresse der Grünen gefordert hat, „Die müssen auch mal sagen, wie man sich in Zukunft fortbewegen soll“, mir war aber nicht klar, dass man ihnen auch sagen muss, wie man sich heute schon fortbewegen soll.

  7. joecool schreibt:

    Was mich bei den Gegnern wundert:

    Das Logo der Parkschützer:
    Ein zur Faust stilisierter Baum. Wozu das denn?
    Wem wollen die Gewalt androhen?

    Wir strecken den Gegenern die Hand entgegen und sagen:
    Kommt mit uns ins neue Jahrhundert und gestaltet mit uns die frei werdenden Flächen von Stuttgart.

    Miteinander in die Zukunft, statt gegeneinander in der Gegenwart verharren.

    Dagegen war gestern.

  8. Trixi schreibt:

    Nachdenkliches
    Niemand, der ein bisschen Verantwortung im Bauch fühlt, möchte dass diese Auseinandersetzung auf Zustände, wie in der Weimarer Republik hinausläuft.
    Jeder der realistisch denkt, weiß aber auch, dass die Auseinandersetzungen zunehmen werden, sobald die ersten Bäume gefällt werden.
    Selbst bei Fußballspielen gibt es unschöne Szenen am Rande… Auch Pöbeleien sind bei wichtigen Fussballspielen bei einigen wenigen an der Tagesordnung, besonders wenn jemand mit dem falschen Schal in eine Fangruppe hineinläuft. Manche Menschen sind so, und dass werden wir nicht ändern können.
    Was aber die vernünftigen Befürworter und Gegner eint, ist doch folgendes:
    Sie wollen beide das Beste für diese Stadt!
    Nur die Auffassungen darüber, was das Beste ist, sind unterschiedlich. Und die Vernünftigen auf beiden Seiten wollen nicht, dass das hier auf bürgerkriegsähnliche Zustände hinausläuft, etwa mit Tränengaseinsätzen der Polizei.
    Die SPD, bei denen der Riss quer durch die eigenen Reihen verläuft , hat darum eine Volksabstimmung vorgeschlagen und einen Baustopp bis zur Entscheidung, damit wieder Frieden einkehren kann in dieser Stadt. Leute, es geht nur um einen Bahnhof! Selbst auf die Gefahr hin, dass bei dieser Abstimmung die Gegner gewinnen, was wäre denn die Alternative, wenn der Tiefbahnhof gebaut wird?
    Weiterer Hass, Schlägereien, Bürger, die sich nicht ernst genommen fühlen, die links wählen, weil sie sich bei CDU und FDP nicht mehr vertreten sehen. Ist es das wirklich wert? Der Klügere gibt nach!

    • M. Doerfer schreibt:

      Kann man mit dieser Kuschel-Rhetorik und durch die Aufgabe des Legalitätsprinzips noch zukünftig verläßliche Politik gestalten?

    • Michael schreibt:

      Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt. Willst Du das?

      • Trixi schreibt:

        In Demokratien regieren diejenigen, die gewählt wurden. In der Regel sind es die Klugen, die spüren, was das Volk will. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

    • philippe schreibt:

      Ich höre kaum noch Argumente gegen S21! Baustaub, zuviele Rolltreppen, selbst hohe Kosten sind unvermeidlich, wenn der Zuglärm in den langen Tunneln verschwinden soll. Wir wollen doch alle gern schneller und sauberer mit der Bahn fahren, und weniger Intercityflüge. Dass ICE’s schneller vor und rückwärts durch Kopfbahnhöfe fahren, glaubt keiner. Ich freue mich schon auf die Zeitersparnis von Paris nach München und auch darüber, dass es sich die EU u.a. für die Bürger etwas kosten lassen. Im Gegensatz zum vollverglasten, milliardenschweren, aber sonst langweiligem Berliner Hauptbahnhof ist S21 ein ökologisches + architektonisches Vorzeigemodell! Für die Grünen ist es inzwischen gegen ihre Grundpositionen eine willkommene Machtprobe, um sich gegen Schwarz-Gelb zu profilieren, für die SPD der Strohhalm im eigenen Untergang! Liebe Trixi: Die Gewaltbereiten sind wenige, wenn Gabriel und Roth und deren Sensationsjournalisten zum Straßenkampf aufrufen. Bisher hat die Polizei glücklicherweise besonnen reagiert, um gegen Sturheit und Irrationalität den Wünschen der Mehrheit Geltung zu verschaffen.

  9. Ingrid Spengler schreibt:

    Leider wohne ich in Düsseldorf, sonst würde ich jeden Donnerstag mit Ihnen für
    Stuttgart 21 laufen. Unsere Stadt wird zur Zeit „gründlich“ umgekrempelt.
    Ubahn-Bau Kö-Bogen, Abriss des Tausendfüßlers. Im Hofgarten wurden Bäume
    gefällt, alles für die „Zukunft“ unserer Stadt. Kein Mensch regt sich darüber auf.
    Wir sehen das alles mit den Augen unserer Kinder, also in der Hauptsache
    für die nachfolgende Generation. Sind die Stuttgarter weniger aufgeschlossen, wie
    wir Rheinländer. Mich wundert das. Stuttgart und Baden-Württemberg sind doch
    die Wirtschaftsmetropole.

    • Sebastian Heinel schreibt:

      Ich glaube nicht Ingrid,

      aber bei den Befürwortern ist jetzt erst das Erwachen voll in Gang gekommen. Vor ein paar Monaten hätte keiner von uns geglaubt FÜR etwas, das beschlossen wurde, demonstrieren zu müssen.

  10. Marion Weigt schreibt:

    Michael (26. September 2010 um 13:25 Uhr) spricht mir aus dem Herzen.
    Eigentlich habe ich eher Scheu vor Demos . Ich kann nun aber doch nicht anders, als an den Donnerstagen immer bei den Befürwortrn der Vernunft dabei zu sein. Sonst entsteht andern Orts womöglich noch der Eindruck, die S21-Gegen-Demonstranten verkörpern wirklich Stuttgart.
    Ich freue mich über den friedlichen Verlauf unserer Demos. Sehr Schade nur, dass uns ein großes Polizeiaufgebot schützen muss.

    • Jan Löchte schreibt:

      Liebe Marion,

      ich bin ja nur auf den Demonstrationen gegen Stuttgart 21, aber das Gefühl kenne ich nur zu gut. Alles ist friedlich und dennoch wird man von einem äußert großen Polizeiaufgebot beschützt.
      Aber die Polizisten sind ja meistens sehr freundlich und besonnen und verstehen die Motivationen aller Seiten.
      Übrigens freut es mich, dass wir uns inzwischen auf beiden Seiten für unsere Überzeugung auf die Straße stellen. Ehrliches Kompliment dafür! Außerdem können wir uns dann die weiter steigenden Kosten für die Polizeieinsätze teilen, auch ein Anfang zur Befriedung der Stadt.
      Wünsche Euch allen fröhliches Laufen. Genießt die Strecke durch den Park, solange die Bäume noch stehen. Die nächsten Jahre wird es wohl gesünder und schöner, sich eine andere Laufstrecke zu suchen.
      Viele Grüße,

      Jan

    • Michael schreibt:

      Hallo Marion,
      danke für die Zustimmung. Ich bin eigentlich auch nicht der klassische „Demo-Typ“, um ehrlich zu sein ist es das erste Mal, dass ich überhaupt „für“ etwas auf die Straße gehe (genauso, wie es viele Gegner auch von sich behaupten). Der einzige Grund für meine Teilnahme: ich will zeigen, dass es auch andere Meinungen in dieser Stadt und diesem Bundesland zu S21 gibt. Leider zählt in unserer Gesellschaft Quantität mehr als Qualität. Da können noch so viele mehrfach promovierte Fachleute (z.B. http://is.gd/fuy9t) Klarstellungen herausgeben, das zählt heutzutage leider alles nichts mehr. Stattdessen läuft man lieber Leuten wie Gangolf Stocker (http://is.gd/fuybw) und dessen Argumenten hinterher. Traurig aber wahr.
      Mach’s gut und bis Donnerstag auf der Demo. PS: ich bin der Typ mit dem „I love S21 Button“ 😉

  11. Helmut Schrubbelwubbel schreibt:

    Was ein Schwachsinn, nur gefakte Kommentare mit unglaubwürdigen Namen hier drin.

    Und dafür bezahlt die Bahn wieder Millionen, dass solche Astroturf-Blogs von Medienagenturen eingerichtet werden eingerichtet werden.

    • Uwe schreibt:

      Wenn das Einrichten eines simplen Blogs schon Millionen kosten soll, dann müssen die Stuttgart-21-Gegner ja unbegrenzte Geldmittel zur Verfügung haben. Ich frage mich nur, warum sie sich dann über die Baukosten für das Projekt aufregen?

  12. Helmut Schrubbelwubbel schreibt:

    Ekelhaft seid ihr.

  13. magnus schreibt:

    Dito! Hoffentlich schließen sich noch viele Menschen den Befürwortern an!

  14. stuttgarterin schreibt:

    Auf die Idee, das ein Spalierlauf mit brennenden Fackeln und das herabwürdigen Andersdenkender ein Gschmäckle hat ist hier wohl noch keiner gekommen.
    Ich fand es auch nett zu beobachten, wie ca. 30 Läufer auf dem nach Hause weg von ihrer Versammlung extra nochmal durch den Park sind und ganz unglücklich schauten, weil sich niemand für sie interessiert hat, außer der armen Polizei, die durch die Stadt hinterher hetzen mußte.
    Aber verschleudert nur weiter unsere Steuergelder für ich glaube jetzt die 4. Werbeagentur, ach halt, jetzt sind ja Eventagenturen am Werk.

  15. Kand.in.Sky schreibt:

    Ach Leute… das könnt ihr nur mit Krauts machen.

    #k.

  16. Nickschonweg schreibt:

    Ich finde es fantsatisch, dass sich die Befürworter auf ihren Runden noch einmal den (noch) schönen Park angucken können. Ist ja nicht mehr lange so. Danach fahren alle wieder mit ihren Dreckschleudern nach Hause und glauben etwas für diese Stadt getan zu haben. Aber nicht hinterher beschweren wir hätten es euch nicht gesagt!

    oben-bleiben!

    • Marion Furtwängler schreibt:

      Wo ist der Park denn noch schön? Bei den zertrampelten Rasenflächen will sich mir das nicht erschließen. Abgesehen davon ist eine Baustelle immer eine endliche Geschichte und ich freue mich auf das neue Gesicht des Parks. Warum die K21-Befürworter davon ausgehen, dass der Park beim Bau eines Kopfbahnhofs so bleibt wie er ist, kann ich nicht nachvollziehen. Das Gleisvorfeld wird erweitert werden müssen, wo zum Geier soll denn der Platz dafür herkommen? Und irgendwo müssen die Baufahrzeuge und -materialien nunmal untergebracht werden.
      Von allergrößtem Interesse wäre es für mich zu wissen, woher diese felsenfeste Überzeugung kommt, dass Die Bahn einen Kopfbahnhof realisieren würde? Die werden der Stadt Stuttgart einen Vogel zeigen, die nötigen Sanierungsmaßnahmen durchführen, dem Bahnhof – so wie er ist – einen neuen Anstrich verpassen und dann elegant entschwinden. Die bereitgestellten, finanziellen Mittel gehen zurück nach Berlin und werden in andere, bundeseigene Baumaßnahmen gesteckt; aber ganz bestimmt nicht dafür verwendet, um in Stuttgart neue Kindergärten zu bauen. Die finanziellen Mittel der Stadt Stuttgart müssen dann – wie schon seit Jahren – wieder in den Länderfinanzausgleich gesteckt werden, um dann indirekt irgendein Großbauprojekt der Bahn und des Bundes zu finanzieren.
      Mensch, wacht doch endlich mal auf! Die Bahn wird einen Teufel tun und einen Bahnhof bauen, den sie überhaupt nicht bauen will.

      Herzliche Grüße
      Marion

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