Keine Sieger

Gestern war ein dunkler Tag in der Stadtgeschichte. Was sich im Schlossgarten abgespielt hat, gab es in unserer Stadt noch nie. Gestern gab es keine Sieger, nur Verlierer.

Ich möchte jetzt im Detail nicht auf die Angemessenheit von der Anwendung von Pefferspray auf friedliche Sitzblockierer oder die Frage, warum Eltern Ihre Kinder zu so einer Sache mitnehmen, eingehen. Was dort passierte war schlimm, ungewöhnlich und hoffentlich einmalig.

Ich habe heute Nacht und heute Morgen mit einem Geschäftspartner, dessen Eltern in vorderster Front demonstriert haben, eine Diskussion geführt und dabei haben sich zwei Positionen ergeben:

A. Die Rechtsstaat muss die parlamentarisch gefällten Entscheidungen einer gewählten Mehrheit durchsetzen, sonst ist unser System beschädigt und aus jeder Richtung angreifbar. Das Demonstrationsrecht endet wenn die Demonstranten diese Ordnung angreifen. Die Polizei ist gezwungen diese Ordnung zu schützen.

B. Die Demonstranten haben gar keine andere Chance Ihren Standpunkt zu vertreten, wenn Sie doch davon überzeugt sind, dass das was als vermeintliches Recht durchgesetzt wird, falsch ist. Die Regierung/Politik hätte mit den Bürgern reden und innehalten müssen. Die Polizei wurde instrumentalisiert und die Demokratie mißbraucht.

Ich habe mich für A entschieden, ich habe aber auch großes Verständnis für diejenigen, deren Meinung sich in B widerspiegelt.

Jetzt ist die große Frage: Wie kommt man da wieder zusammen?

Wir müssen reden und vielleicht auch die ein oder andere hitzige Diskussion führen, wir müssen die Sache verarbeiten. Was dabei aber nicht verloren gehen darf, ist der gegenseitige Respekt, denn wir sind alle Bürger dieser Stadt. Hört sich getragen an, ist aber schlicht und einfach so. Daher bitte ich beide Seiten den Dialog zu suchen, miteinander zu sprechen und auf Aggressionen und Polemik zu verzichten, auch wenn es momentan schwer fällt. Dieser Blog ist nur eine Möglichkeit dazu.

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63 Antworten zu Keine Sieger

  1. C.Fritz schreibt:

    Denjenigen die wie ich gestern nicht direkt vor Ort ware, sich aber trotzdem ein Bild der Ereignisse machen wollen sei folgender Link empfohlen:
    http://www.fluegel.tv/
    –> unten die Aufzeichnung mit der Überschrift „Polizeigewalt“.
    Trotz des Titels ergibt sich doch ein differenzierteres Bild als heute in einigen Printmedien.
    Auch an dieser Stelle ein Dankeschön an die Macher von Flügel TV die sich obwohl erklärte K21 Befürworter immer um eine sachliche Berichterstattung bemühen.

    • Kim schreibt:

      Ich habe einen Tag nach „Tag X“ die Polizeidienststelle in Stuttgart angeschrieben, weil ich mir ein Bild davon machen wollte, was passiert ist. Die Medien berichteten natürlich sehr reißerisch und wollten das Lechzen der Masse nach „grausamen“ Bildern befriedigen. Ich fand den Polizeieinsatz einerseits ziemlich hart, andererseits aber auch vollkommen gerechtfertigt. Hier zitiere ich nun aus der Antwort-mail der Polizei – hoffentlich trägt die Schilderung dazu bei, einzusehen, dass bei einer solchen Aktion immer beide Seiten gehört werden sollten.
      „Wie der Stuttgarter Polizeipräsident bereits am vergangenen Mittwoch sagte, bedauert es die Stuttgarter Polizei zutiefst, dass es am 30. September im Rahmen der Räumung eines Teils des Stuttgarter Schlossgartens Verletzte gegeben hat. Leider zeichnen die Berichte in den öffentlichen Medien nach unserer Auffassung aber teilweise ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Ereignisse und wir wissen, dass wir uns mit einer sachlichen Argumentation gegen die „Macht der Bilder“ sehr schwer tun.

      So ist es z. B. nicht zutreffend, dass die Polizei gegen eine Schülerdemonstration vorgegangen ist. Richtig ist vielmehr, dass die ordnungsgemäß angemeldete Versammlung der Schüler in der Lautenschlager Straße beginnen und von 10.00 Uhr bis 12.00 mit einem Aufzug durch die Stuttgarter Innenstadt führen sollte. Erst ab 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr war lt. Anmeldung die Abschlusskundgebung im Stuttgarter Schlossgarten vorgesehen. Richtig ist, dass einzelne Schüler diese angemeldete Schülerdemonstration schon in der Lautenschlager Straße verlassen haben und von dort direkt in den Schlossgarten gegangen sind, offensichtlich weil sie u. a. per Mobiltelefon über die dort stattfindende Polizeiaktion informiert worden sind. Mit nur noch wenigen Teilnehmern begab sich die Versammlungsleiterin anschließend – abweichend von der ursprünglich angemeldeten Strecke -ebenfalls in Richtung Schlossgarten. Mit Erreichen des Schlossgartens, weit entfernt von der Stelle, an der anschließend Polizeifahrzeuge besetzt wurden, beendete die Versammlungsleiterin selbst ihre Versammlung per Lautsprecherdurchsage (ca. 11.15 Uhr). Die Polizei hat also die Schülerdemonstration nicht aufgelöst – dafür hätte es auch keinen Rechtsgrund geben.

      Anschließend wurden Polizeieinsatzfahrzeuge im Schlossgarten von Jugendlichen und Erwachsenen besetzt bzw. blockiert. Die Polizei versuchte zunächst, die Besetzer durch Zureden dazu zu bewegen, die Polizeifahrzeuge zu verlassen bzw. die Blockade der Polizeifahrzeuge zu beenden. Außer jugendlichen Schülern waren um diese Zeit aber bereits mehr als 1000 Personen im Schlossgarten, die teilweise die polizeilichen Einsatzmaßnahmen verhindern wollten. Zwar verließen einzelne Jugendliche die Polizeieinsatzfahrzeuge freiwillig, andere ließen sich aber durch Erwachsene leider verbal animieren, unsere Fahrzeuge weiterhin zu besetzen.

      Gerade weil die Polizei nicht sofort mit Gewalt gegen die Besetzer auf den Einsatzfahrzeugen und die vor den Fahrzeugen sitzenden Blockierer reagiert hat, dauerte es schließlich über eine halbe Stunde, die sich teilweise festklammernden Jugendlichen so sanft wie möglich von den Polizeifahrzeugen herunter zu bringen. Dabei wurde nach unseren Kenntnissen kein einziger Jugendlicher verletzt. Allerdings wuchs die Menschenmenge, die die Polizeifahrzeuge blockierte und die polizeilichen Einsatzmaßnahmen verhindern wollten permanent an. Gegen 12.45 Uhr waren bereits ca. 2000 Personen im Park. Zunächst wurden Personen, die Einsatzfahrzeuge blockierten von der Polizei einzeln weggetragen bzw. wurde versucht, die Menschenmenge abzudrängen, die die Polizeiaktion verhindern wollte. Bereits weggetragene Personen setzten sich aber anschließend wieder vor die Einsatzfahrzeuge und wurden dabei von der Menschenmenge unterstützt. Es wurde massiv versucht, die Absperrlinien der Polizei zu durchbrechen, den Aufbau von unseren Polizeigittern zu verhindern und später auch Barrikaden errichtet. Dabei wurden die Polizeibeamten auch vielfach körperlich attackiert und von einzelnen Personen mit Reizgas besprüht. Leider musste auch die Polizei Pfefferspray, Schlagstock und auch den Wasserwerfer einsetzen, um die polizeilichen Einsatzmaßnahmen durchführen zu können.

      Ich möchte betonen, dass wir den Wasserwerfereinsatz zuvor immer wieder angekündigt und versucht haben, an die Vernunft der Anwesenden zu appellieren. Die Blockierer wurden per Lautsprecher wiederholt wörtlich gebeten, den Platz „zu ihrer eigenen Sicherheit“ zu verlassen. Dies können wir anhand unserer Filmdokumentationen ausreichend belegen. Mit dem Wasserwerfer wurde außerdem nicht sofort konzentriert gestrahlt. Immer wieder wurde versucht, Blockierer durch Beregnen zum Verlassen des Platzes zu bewegen.

      Ich persönlich halte es z. B. für unverantwortlich, wenn sich in einer solchen Situation eine Frau mit einem etwa zweijährigen Kind vor einen Wasserwerfer setzt, wie dies passiert ist. Diese Frau hielt ihr Kind in den Armen und war von anderen Personen (mit Regenschirmen) umringt. Deshalb konnte das Kind von der Besatzung des Wasserwerfers nicht wahrgenommen werden. Da die Frau unmittelbar vor dem Wasserwerfer saß, war sie wegen des möglichen Strahlwinkels dem direkten Wasserstrahl aber zu keiner Zeit ausgesetzt und wurde nur „beregnet“. Der Wasserwerfereinsatz wurde sofort eingestellt, nachdem andere eingesetzte Polizeibeamte die Frau mit ihrem Kind zwischen den anderen Personen und den Regenschirmen entdeckten. Polizeibeamten gelang es erst nach längerem Zureden, diese Frau zu bewegen, die Örtlichkeit mit ihrem Kind zu verlassen. Auch diese Situationen und das wegen des Kindes in diesem Moment zurückhaltende Vorgehen belegen unsere Filmaufnahmen, die wir den Medien gezeigt haben.

      Erst nach etwa fünf Stunden konnte die Absperrung mit Polizeigittern auf einer Länge von ca. 450 Metern abgeschlossen werden – die Menschenmenge im Schlosspark war bis zu diesem Zeitpunkt auf nahezu 3000 Personen angewachsen.

      Vielleicht kann ich Ihnen mit diesen kurzen Sequenzen näher bringen, dass die Polizei gerade nicht „blindwütig“ auf Schüler, alte Menschen und andere anwesende Personen „losgegangen“ ist und eskalieren wollte. Im Übrigen wurden auch nicht Hunderte von Kindern und alten Leuten verletzt, wie dies einzelne Medien auf der Basis von Mitteilungen der Gegner des Projekts Stuttgart 21 meldeten. Wir wissen von den Rettungsdiensten, dass leider vier Kinder im Alter zwischen 11 und 14 Jahren und drei Jugendliche (alle 16 Jahre alt), die sich in den Menschenmengen befanden, wegen Augenreizungen ambulant behandelt werden mussten. Insgesamt mussten etwa 130 Personen vor Ort vom Stuttgarter Rettungsdienstpersonal versorgt werden (überwiegend wegen Augenreizungen), dazu kommen mindestens 30 verletzte Polizeibeamte.

      Hinweisen möchte ich auch darauf, dass seit Anfang August während oder im Anschluss an Demonstrationen der Gegner des Bauprojekts Stuttgart 21 – teilweise mehrmals in der Woche über mehrere Stunden – wiederholt Verkehrsknoten und Verkehrswege blockiert wurden. Alle diese rechtswidrigen Blockaden hat die Polizei nicht gewaltsam aufgelöst bzw. geduldet, obwohl tausende von Verkehrsteilnehmer betroffen waren und dadurch sicher auch wichtige Termine (z. B. Arzttermine, Zug- oder Flugverbindungen) versäumt haben.

      Selbst im Rahmen von Versammlungen – und um eine solche handelte es sich im Schlossgarten nicht – wären entsprechende Handlungen Straftaten, insbesondere wenn sogar Polizeieinsatzfahrzeuge blockiert und Polizeiaktionen verhindert werden sollen. Dazu möchte ich auf folgende Zeitungszitate vom 6. Oktober 2010 verweisen:

      „Die Tagespost“ (Würzburg): „Zum Recht der freien Meinung gehören Demonstrationen, nicht aber Gewalt und Gewalt besteht nicht nur in Polizeiknüppeln, Tränengas und Wasserwerfern, sondern auch in Sitzblockaden und Körpereinsatz gegen die Einrichtung von Baustellen, bei dem man sich dem Recht und seinem Vollzug in den Weg stellt. Wer glaubt, in Besitz eines übergesetzlichen Notstands zu sein, der ihm erlaubt, seine Meinung auf Biegen und Brechen durchzusetzen, stellt sich höchstens neben jene, die Demokratie für verzichtbar und Parlamente für Quatschbuden halten.“

      „Weser-Kurier“ (Bremen): „Ist Stuttgart 21 also ein Lehrstück über die Grenzen der repräsentativen Demokratie? Doch Straßenproteste und Bauplatzbesetzungen als letzte Instanz, wenn Teilen der Bevölkerung rechtsstaatlich einwandfreie Entscheidungen nicht passen, sind nicht akzeptabel. Auch dann nicht, wenn der Protest von Schülern und Rentnern mitgetragen wird.“

      Wir wissen sehr wohl, dass wir die Skepsis von vielen Bürgerinnen und Bürgern vor dem Hintergrund der Berichterstattung in den Medien nur schwer ausräumen können. Deshalb empfehle ich Ihnen den Bericht auf Seite 3 der Stuttgarter Zeitung vom 1. Oktober 2010, der die Ereignisabläufe in sehr objektiver Art nachzeichnet.

      Erst gestern bin ich außerdem auf ein Internet-Video einer Privatperson aufmerksam gemacht worden, das über etwa zwei Stunden die Ereignisse im Stuttgarter Schlosspark nachzeichnet: http://www.ustream.tv/recorded/9911488 – Wenn Sie sich die Zeit nehmen wollen, dieses Video anzusehen und mit meinen Ausführungen abgleichen, dürfte dies die Aussage relativieren, dass die Polizei mit überzogener Härte eingeschritten ist. Vielmehr ist schon nach wenigen Minuten zu sehen, dass z. B. Polizeibeamte schon zu Beginn der Polizeiaktion den „geordneten Rückzug“ antreten müssen. Zu sehen ist u. a. auch, wie die jugendlichen Besetzer von den Polizeifahrzeugen herunter gebracht wurden und wie sich der in ARD/ZDF gezeigte verletzte Mann (blutende Nase – ab 7:50) zuvor aktiv in der vordersten Reihe mit Polizeibeamten auseinandersetzt. Ganz deutlich dürfte dieses Video aber zeigen, dass die Polizei zu keiner Zeit undifferenziert gegen Kinder vorgegangen ist. “

      Grüße, Kim

      • Ex-Stuttgarter schreibt:

        Hallo Kim,

        du hast tatsächlich die Polizei angeschrieben, um dir ein Bild zu machen? Was kommt als nächstes? Eine Anfrage bei George W. Bush, warum er in den Irak hat einmarschieren lassen?

      • Kim schreibt:

        Ja, habe ich.
        Warum ist das so verwunderlich ?
        In der heutigen Zeit würde ich bei KEINEM Thema den Massenmedien uneingeschränkt und ohne Nachfragen glauben. Und schon gar nicht, wenn die Vergleiche mal wieder mit der immer funktionierenden Nazikeule kommen und von Polizeistaat geredet wird.
        Diese Medien haben viel zuviel Macht und Einfluss auf jeden von uns – also warum nicht beide Seiten befragen ?
        Ich habe doch schließlich meinen eigenen Kopf, da kann ich mich informieren, beide Seiten gegeneinander abwägen und mir schließlich meine Meinung bilden.
        Würde nach meiner Auffassung nicht schaden, wenn das ein paar mehr Leute machen würden, und nicht nur der Masse hinterher laufen.

  2. Holger schreibt:

    Aufgrund der Ereignisse bin ich gestern vom Lauf fern geblieben. Ist zwar irgendwie doof, aber ich hätte nur mit meinem Sohn kommen können, und wäre ungern mit ihm zwischen die Fronten geraten. Die Sicherheit meines Sohnes war mir in der Situation einfach wichtiger.
    Ich hoffe nächste Woche hat sich alles wieder beruhigt und der Lauf kann stattfinden, ohne dass es solche Gewaltausbrüche von wem auch immer im Schlosspark kommt.

  3. Eisenmichel schreibt:

    Meine eindeutige Meinung zu den gestrigen Vorgängen ist dahingehend eindeutig, als dass dieses Vorgehen absolut verantwortungslos war und einem Angst und bange vor dem wird, was noch kommt.

    Um es klar zu sagen, meine ich damit nicht etwa das berechtigte Vorgehen unserer bemitleidenswerten Polizeibeamten, die ein in zig Instanzen demokratisch legitimiertes Projekt mit rechtsstaatlichen Mitteln durchsetzen, sondern vielmehr die Tatsache, dass die politisch motivierten Rädelsführer der seit Wochen andauernden Randale – namentlich Wölfle, Palmer und Konsorten, tatsächlich Kinder und Jugentliche dahingehend für Ihre billigen Absichten instrumentalisieren, in dem sie sie in die vorderste Reihe schicken und damit einer nicht zu verantwortenden Gefahr aussetzen…insbesondere wenn nebenbei noch geschulte Berufsrandalierer die Eskalation erst herbeiführen.

    • martin schreibt:

      Jaja, das Leben ist doch einfach und bequem, wenn man die Realität ausblendet und in seiner Schwarz-Weiß-Welt lebt.

    • untertan schreibt:

      Genau meine Meinung! Diese DRECKS RADALE MACHER!

      Knüppelt sie alle NIEDER

      http://is.gd/fGjV4
      (gegen wen wir Knüppelten in Wirklichkeit)

      Mal Spass bei Seite. Als Schläger, äh Polizist, hab ich da nicht Training soweit gehabt das ich den Unterschied zwischen einen Krüppel, Kind, Schüler, Oma und einen Steinewerfer machen kann?

      und redet ihr mir nicht von „geschulte Berufsrandalierer die Eskalation erst herbeiführen“. Ihr seit hier eine Propaganda Organ und solltet euch schämen!

      • untertan schreibt:

        Sorry, Link gebrochen, hier also nun was die Polizei verkloppte:

        http://yfrog.com/mnopfer001j

      • C.Fritz schreibt:

        Wie gut das die K21-Befürworter immer sachlich bleiben und stets zu einer Verhandlungslösung bereit sind. Wie man den Medien der letzten Tage und Wochen immer wieder entnehmen konnte:
        „Parkschützer lehnen Gespräche ab“
        „Aktionsbündniss bricht Gespräche ab“
        „NABU bricht Gespräche ab“
        „Schuster von Montagsdemo ausgeladen“

        Selbstverständlich wird auf Seiten der K21-Befürworter auch nur mit seriösen Informationen gearbeitet, ich sag nur gefälschtes Schreiben des Eisenbahn-Bundesamtes bezüglich des sofortigen Baumfällstopps. Laut Parkschützer-Sprecher 100% sicher. Nur leider wusste das Eisenbahn-Bundesamt nichts davon.

        Und schämen würde ich mich, wenn ich Menschen mit anderer Meinung im Internet wüst beschimpfen würde.

      • martin schreibt:

        @C.Fritz: Sie sollten nicht verschweigen, dass die Projektbefürworter erst seit Abrissbeginn gesprächsbereit sind. Als noch wirklich ein offener Dialog möglich gewesen wäre, nämlich bevor mit dem Abriss des Nordflügels begonnen wurde, wurde ein Gesprächsangebot der Projekt-Gegner noch abgelehnt. Aus einem Schreiben vom 18.August diesen Jahres:

        „Aus den dargelegten Gründen ist ein Spitzengespräch aus unserer Sicht nicht zielführend.

        Mit freundlichen Grüßen
        Tanja Gönner, Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr
        Dr. Wolfgang Schuster, Oberbürgermeister
        Thomas S. Bopp MdL, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart
        Dr. Volker Kefer, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG“

        Quelle: http://www.das-neue-herz-europas.de/aktuelles_termine/aktuelles/20100818_1/default.aspx

  4. Herbert schreibt:

    Wenn der Innenminister Heribert Rech erst von Steinewerfern redet und dies später zurückzieht, wenn er von vorderster Front (Kriegsvokabular) redet und gewaltfreie Sitzblokaden als Gewalt bezeichnet, dann fragt man sich von wo die Gewalt ausgeht?
    Das ein sollch massives Polizeiaufgebot Rangelleien auslöst ist selbstverständlich und hat mit Deeskalation nicht zu tun! Warum muss nachts mit den Fällarbeiten begonnen werden? Einfach etwas warten, Sie haben bis ende Februar zeit für die Fällarbeiten! Hier wird mit aller Macht provoziert. In sollch einer aufgeheitzten Stimmung muss man Ruhe einkehren lassen. Übrigens kann Sitzblokierer auch wegtragen, man muss nicht gleich mit aller Gewalt Wasserwerfer und Kampfgas einsetzen.

  5. Sumit schreibt:

    Ein guter Post chrislist. Bei mir ists ebenfalls so dass ich absolutes Verständnis für alle Leute habe die sich für B entscheiden. Ich selbst habe aber auch A gewählt. Genau wie du es schreibst sollte es nicht darum gehen die andere Seite zu überzeugen, sondern wieder EIN Stuttgart zu werden.

  6. Jürgen schreibt:

    @chrislist

    Da hast Du sicherlich recht. Ich denke es muss sehr schnell gehen, denn die Fronten verhärten sich immer mehr. Und je länger es dauert, desto schwieriger wird es für beide Seiten aufeinander zuzugehen und miteinander zu sprechen. Dennoch wird sich an den Grundforderungen beider Seiten nichts ändern- Die eine wollen den Bahnhof, die anderen nicht. Eine Zwischenlösung gibt es wohl nicht.

  7. Herr von Katz schreibt:

    man erntet, was man sät.
    so ist das immer.

    • Stefan schreibt:

      das ist sicher nicht immer so, und gestern war es auch nicht so. Die Polizei hat sich nicht vor die Demonstranten gesetzt und gewartet… Das wäre natürlich auch nicht zielführend gewesen.

      Ich bin für den neuen Bahnhof!
      Aber das hat ja mit der Frage eigentlich alles garnix zu tun.
      Was gestern dort passiert ist ging definitiv zu weit! Als ob sich Polizisten in Kampfmontur vor fliegenden Kast…anien mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Knüppeln schützen müssten… Als der Langarmbagger am Nordflügel ankam, da hat man die Demonstranten ausgetrickst, sodass es friedlich blieb. (Ein kleiner Bagger wurde vor dem erwarteten Zeitpunkt geliefert, und als niemand mehr damit rechnete kam Stunden später der „Echte“) Das fand ich (natürlich aus Befürwortersicht) intelligent. Man hätte sich auch bei der (nötigen) Baumfällaktion mehr Zeit nehmen müssen – man hätte ja schon vor Wochen (nachts) einen kleinen „Brückenkopf“ bilden und dann peu à peu ausbauen können – und nicht mit so einer Polizeiarmee da gewalttätig einmarschieren.
      So fange auch ich langsam an zu zweifeln.
      Nicht am neuen Bahnhof, aber damit hat das alles ja auch eigentlich garnix zu tun.

  8. Untertan schreibt:

    Hallo!
    Ich find es Toll das der Staat der mich beraubt eine Private Firma bezahlt getarnte Propaganda unters Volk zu schieben. Machen wir es so: Ich beleidige sie weiter und sie gehen nach hause und schämen sie sich.

    An alle Angestellten der Firma, von diesen Blog: An eueren Händen hängt Kinder blut. 😀

    Wie geil ist das denn! Propaganda in reinkultur!

    • Ammertalexpress schreibt:

      Hallo Untertan,

      man sollte manchmal tatsächlich hinter die Kulissen sehen und vielleicht auch mit den Leuten reden, bevor man sie so angreift. Aber das machen derzeit unsere gewählten Stadträte und Landtagsabgeorndeten ja vor, dann kann man es ja auch nachmachen.

      Schade dass Meinungsbildung heute nur noch mit derÜbernahme von (Sch….haus-Parolen) oder Schlagworten funktioniert und bei zu vielen leider das eigene Nachdenken aussetzt.

      Oder bist Du etwa mitgelaufen?
      Ich zwar noch nicht, aber ich habe die Bloggerfinder an ihrem Stammtisch nach dem Lauf getroffen.

      Laufen hilft gegen Sitz-blockade.

      Bis Donnerstag?

      • untertan schreibt:

        Ich wurde zugelassen. Wie geil ist das denn!

        Ok ok. Dann tun wir mal so als ob ihr keine Propaganda seit. Ich meine kann ja sein (WRONG).

        Das hat die Politik geschafft:

        Stuttgarter Demos sind nicht Berlin. Kinder Alte Schüler Renter Bürger und vorallen HIPPIS. Meine Fresse die Leute haben ihr Leben lang keinen Schlag in die Fresse bekommen noch wurden sie jemals Angeschrien!

        Ja, es gibt auch ein paar „Punks“ und „wilde“ drunter aber wirklich das sind dutzende von 10 000senden.

        Also die Frage ist: Hätte der Staat so hart druchgreifen müssen.

        Eure Antwort JA JA JA!

        Richtige Antwort:
        NUN gebildeder Bürger: Gestern wurde ja bekannt gegeben das das Fällen der Bäume schon um 14 Uhr am Tage gesperrt wurde. Dh die Aktion am Nachmittag und in der Nacht waren nicht nur Prügel gegen Kinder sondern auch noch illigal.

        Hach liebe ich die Kinderschlagende Demokratie!

        Willkommen in Polizei Staat Deutschland!

        hmm mir Fallen keine Toletten Sprüche mehr ein. Aber keine Sorge die Polizei wird mir schon bald wieder ein paar neue Ideen für Parolen bieten!

    • Kim schreibt:

      Hallo Untertan,
      dass Sie selbst überrascht sind, dass Sie zugelassen wurden, sagt viel über Ihre Auffassung von Demokratie und Meinungsfreiheit aus.
      Ja, wir lassen auch kritische Stimmen zu, weil wir gerne in einen Dialog treten möchten. Wir sind sogar froh um jeden, der mit uns friedlich und vor allem sachlich diskutieren möchte. Leider gelingt Ihnen das genauso wenig wie den vielen anderen K21-Befürwortern, Parkschützern, etc. Lesen Sie doch bitte einfach mal die Nachrichten, die von uns Befürwortern kommen. Sehen Sie da ein gewisses Niveau ? Tut mir Leid, aber mit Äußerungen wie diesen treffen Sie genau die Vorstellung, die ich von den meisten Demonstranten gegen S21 habe.
      Frau Anette Thomas ausgenommen – ich danke Ihnen für Ihren ehrlichen Beitrag. Wenn wir wieder so miteinander umgehen könnten, habe ich Hoffnung.

  9. Annette Thomas schreibt:

    Ich bewundere euch ein bisschen. Vielleicht ist es heute für die Befürworter einfacher als für die Gegner, eine Hand auszustrecken.
    Obwohl ich gestern im Park keine der wirklich üblen Szenen selbst miterlebt habe – persönlich hatte ich zunächst den Eindruck, beide Seiten hätten den Wahnsinn zu bekämpfen versucht – wollte ich eigentlich vorerst gar nicht mehr auf diese Seite hier schauen. Ich hatte keine Lust auf Pro-Argumente, Pro-Stimmen, Pro-Bilder.

    Jetzt hab ichs doch getan, aber ich weiß nicht, was eigentlich noch gerettet werden soll.
    Ich weiß nicht, wie ohne einen längeren Baustopp, begleitet von einem Demonstrationsstopp, auch nur der Hauch von Normalität wieder erreicht werden soll.
    Ich sehe aber keinen Weg, wie die Gegner damit anfangen können. Ein Demostopp würde nicht zu einem Baustopp führen, das ist illusorisch. Der Sieg würde erklärt, fertig.
    Und ich habe keine Hoffnung, dass Mappus oder Grube den ersten Schritt machen.

    Immerhin ein kleiner Trost, dass in diesem Thread nicht auf die Gegner geballert wird… aber nur ein kleiner.

    • Michael Schneider schreibt:

      Hallo Frau Thomas,
      erst einmal danke für Ihren sachlichen Beitrag zu dieser Diskussion. Ich würde mich auch sehr darüber freuen, wenn die Stimmung in dieser Stadt wieder auf ein normales friedliches Niveau zurückkehren würde. Allerdings sehe ich genau wie Sie – nur von der anderen Seite – dasselbe Problem: Genauso wie Sie einen Demostopp als Sieg für die Befürworter befürchten, befürchten die Befürworter einen Baustopp als Sieg für die S21-Gegner bzw. hauptsächlich als Sieg der politischen Akteure i.d. S21-Gegner-Bewegung. Denn, wie lange sollte dieser Baustopp anhalten? Bis zum ersten Gespräch, bis zu einer Einigung in diesem oder weiteren Gesprächen, bis zur Landtagswahl im März 2011? Glauben Sie, dass wenn sich die Vertreter beider Lager an einen Tisch setzen und die jeweiligen Argumente der Gegenseite anhören würden, man anschließend aber keine Einigung finden könnte, für die Bahn ernsthaft die Möglichkeit bestünde, mit den Bauarbeiten wieder anzufangen? Würde das nicht sofort wieder als „Wortbruch“ und „Nicht-Ernst-meinen“ proklamiert und eine noch größere Protestwelle folgen?

      Ein weiteres Problem sehe ich außerdem darin, dass dies als Präzedenzfall gewertet werden könnte, und davor – nicht vor dem eigentlich Baustopp – haben die Verantwortlichen wohl noch viel mehr Angst. Und ich muss zugeben, dass ich diese Angst sehr gut nachvollziehen kann. Ich sehe deshalb leider auch keine Möglichkeit, dass außer einem weiteren Gesprächsangebot _ohne Vorbedingungen_ , in dem dann die Experten jeder Seite zu den gegenseitigen Vorwürfen Stellung nehmen können, nicht viel mehr von den S21-Verantwortlichen angeboten werden kann.
      Freundliche Grüße, M. Schneider

  10. Annette Thomas schreibt:

    Und nochwas möchte ich hier mal loswerden, was nach meiner Ansicht die ganze Zeit vernachlässigt wird.
    Ja, die Demonstranten haben sich gestern sehr anders verhalten als sonst, unbesonnener und aggressiver. Das ist nicht gut und hat mit zu den Ereignissen beigetragen.
    Aber bei genauerer Betrachtung liegt einer der Hauptgründe auf der Hand:

    Das erste Anrücken von Wasserwerfern geschah zeitgleich mit einer größeren genehmigten Schülerdemo. Und es ist aus der Zeit gefallen zu glauben, dass diese Schüler nicht von den Ereignissen im Park erfahren, egal ob Erwachsene es ihnen sagen oder Twitter. Genauso naiv ist es zu glauben, dass dann etwas anderes passieren kann, als dass diese Jugendlichen in den Park gehen. Man erinnere sich an die Zeit, als man selbst 14 oder 16 war – die Polizei kämpft gegen unsere Bäume? Dann sind die Fronten klar, nichts wie hin! – ich habe mit 16 so getickt.

    Jetzt haben die meisten dieser Kinder und Jugendlichen aber nicht schon viele Stunden vor dem Bahnhof verbracht, haben keine Aktionstrainings und keine Rechtsschulungen mitgemacht. Haben auch keine Vorstellung davon, was „Nötigung“ und „Rechtsbruch“ in dem Zusammenhang eigentlich bedeuten bzw. dass diese in dem Moment von ihnen selbst ausgeübt werden. Oder wie strikt Polizisten wirklich an Weisungen gebunden sind. Wie kann denn (aus kindlicher Sicht) das Sitzen auf einem Polizei-LKW böser sein als das Absägen von alten Bäumen oder der Einsatz von Schlagstöcken??
    Während ich mir also vollkommen im Klaren darüber bin, was es heißt, dreimal von der Polizei zum Weggehen aufgefordert zu werden, unter Ankündigung von Wasserwerfereinsatz, während ich mir auch klargemacht habe, wie ich dazu stehe und wie weit ich bereit bin zu gehen, werden etliche von den Jugendlichen das, was dann geschah, einfach nicht für möglich gehalten haben, nicht ernst genug genommen haben.

    Die Abfolge der Ereignisse war absolut vorhersehbar, war so, wie die Dinge standen, fast unvermeidbar. Also was hätte man tun können?
    Ganz einfach – man hätte mit dem Auffahren des Großaufgebots ca. 3 Stunden warten können. Dann wäre die Demo vorbei gewesen, die Jugendlichen zerstreut, und im Park hätte sich die übliche Mischung eingefunden.
    Es wäre sicher auch nicht ganz friedlich geblieben. Aber die Zahl der Verletzten wäre vielleicht kleiner gewesen, die Zahl der angewendeten Gewaltmittel auch, und noch etwas wäre nicht passiert: Nämlich dass viele bisher mäßig politische Jugendliche mit einem verqueren, geschädigten, lange nicht zu heilenden Bild von der Macht in diesem Staate nach Hause gegangen wären.
    Mir als Landesvater wäre das drei Stunden wert gewesen, und noch mehr.

    Und da ich schon die Schülerdemo zum Thema habe: Es kann allgemein keine Rede davon sein, dass hier „die Kinder vorgeschickt werden“. Das ist Humbug. Bei absolut jeder der bisherigen Demos konnte man gefahrlos Kinder und Babys jeden Alters mitnehmen, vorausgesetzt sie hatten einen ordentlichen Hörschutz. Kein einziger Elternteil konnte wirklich ahnen, dass gestern der große Tag der Wasserwerfer kommen würde. Also wieso hätte man seinem Kind die Teilnahme – aus Gefahrengründen – verbieten sollen? Kann man das, bei 16jährigen?
    Nein, vorgeschickt wurde hier niemand. Bis auf vier Wasserwerfer vielleicht.

    • Michael Schneider schreibt:

      Auch zu diesem Beitrag möchte ich Ihnen kurz antworten: ich stimme Ihnen vollkommen zu, dass es eine sehr schlechte Idee war, am selben Tag der geplanten Absperrmaßnahmen für die Bauarbeiten im Schlosspark eine Schülerdemonstration „in der Innenstadt“ ( http://is.gd/fF1Ol ) zu genehmigen. Aber selbst wenn man mit der Räumung des Schlossparks 3 Stunden gewartet hätte, wäre die Info über die geplante Räumung wohl trotzdem über Twitter oder Mundpropaganda zu den Schülern gelangt. Und ob diese dann nach einem schulfreien Vormittag – den sie unter Umständen ohne Genehmigung Ihrer Eltern in der Stadt verbracht haben – nach Hause gegangen wären, darüber kann spekuliert werden.

      Dass einige oder vielleicht auch viele der Schüler sich ihres Handels und den daraus folgenden Konsequenzen nicht im Klaren waren, halte ich ebenfalls für sehr gut möglich. Allerdings hätte ich mir von den anwesenden Erwachsenen, welche die Situation aufgrund anrückender Hundertschaften und auffahrender Wasserwerfer anscheinend einschätzen konnten, gewünscht, dass gerade sie Aktionen wie das Entern von Einsatzfahrzeugen nicht beklatschen sondern eher versuchen die Schüler vom Ernst der Situation in Kenntnis zu setzen oder besser noch, gemeinsam mit Ihnen den Park zu verlassen. Dies ist aber entweder nicht erfolgt, nicht gelungen, oder es wurde von Seiten der S21-Gegner billigend in Kauf genommen, dass auch Jugendliche bei dem anstehenden Polizeieinsatz zu Schaden kommen könnten. Von Seiten der Veranstalter wurde übrigens sogar noch dazu aufgerufen, trotz der sich abzeichnenden Polizeioffensive in den Park zu kommen ( http://is.gd/fF27B und http://is.gd/fF2gf ).

      Wenn man sich dann wieder vor Augen hält, dass es hier nicht um die Schaffung demokratischer Grundrechte oder die Wiedervereinigung eines geteilten Landes geht, sondern um einen Bahnhof, frage ich mich wirklich: ist es das wert?

      • walker schreibt:

        Hallo und guten Abend

        seit einiger Zeit lese ich auf beiden Seiten die sich für oder gegen dieses Projekt stark machen.
        Traurig und fassungslos über den unverhältnismäßigen Polizeieinsatz frage ich mich auch …Ist Stuttgart der Nabel der Welt?
        Stuttgart ist und bleibt, auch wenn ihrs nicht gerne hören wollt eine Provinzhauptstadt
        Einiges ist hier gewaltig aus dem Ruder gelaufen und es ist an der Zeit sich auf wirkliche Werte zu besinnen.
        Aber das ihr lauft finde ich an sich eurer Gesundheit willen sehr lobenswert
        vielleicht sollten die Menschen überhaupt mehr auf die Straße gehn um seinen Unmut oder sein Einverständnis zu bekunden

        aber man sollte immer bedenken….es ist nicht alles Gold was glänzt

        in diesem Sinne
        Politik ja…aber nicht zum davonlaufen…:-))

  11. Ammertalexpress schreibt:

    Tja wie kommt man wieder etwas zur Ruhe.

    Das Wichtigste wär doch mal ganz einfach, dass die Wähler, also wir alle, unsere paar Hundert „Politiker“ die hier beteiligt sind, einfach damit abstrafen zu sagen:

    Halt!
    Jetzt lösen wir uns vom 01. Oktober 2010 und beamen uns in den April 2011.
    Alle Politiker sind gewählt und können alleine die Regierung in BW stellen.
    Was tun jeder einzelne und im Besonderen mit dem Thema Stuttgart 21?

    Kündigen die Grünen den Vertrag als Landesregierung?
    Da es keine „Geheimverträge“ wie beim Atomausstieg gibt, können die also die Katze aus dem Sack lassen.
    Wie wollen Sie das was dann kommt finanzieren?
    Was ist, wenn K21 auch mit Preissteigerungen und Machbarkeitsproblemen einschl. Problemen bei der Durchführung der Baumaßnahme kämpfen muss, wenn zum Beispiel der ICE dann notgedrungen vielleicht in Untertürkheim oder gar in Stuttgart-Münster abgefertigt werden muss, weil er gar nicht erst mehr in den Hauptbahnhof einfahren kann,…..
    Was wenn jemand erklärt, so wie man von Herrn Kretschman ja lesen konnte, die Gelder dann nicht mal mehr für eine K21-Lösung zur Verfügung stehen

    Was machen die Grünen wenn der Volksentscheid kommt und sie doch verlieren?

    Was machen die übrigen Parteien?

    Weitere Fragestellung können beliebig hinzugefügt werden – und das nicht nur, wie in meinem Beispiel für die Grünen.

    Bisher haben wir doch in der Kenntnis 1/2 Jahr vor der Wahl doch nur Wünsche, Gedankenspiele und Träume, aber auch die Feinbilder – Rambos zum Beispiel-, auch wenn der Begriff für Mappus jetzt durch einen Priester geprägt wurde- der betreffenden Politiker.

    Fakten sind zwar auch die Wasserwerfer und die Polizeiaufgebote, aber Fakt sind auch die geschlossenen gültigen Verträge. Es wird für die Bahn sicher besser sein als für die Atomlobby, oder?

    Gut dass manche der jugendlichen Demonstranten gestern doch schon wußten, dass die 5.Mrd. € oder auch mehr, wenn sie nicht in Stuttgart investiert werden, auch nicht in die Schulen oder Unis, für die sie sich ja eingesetzt haben fließen werden, sondern sonst wohin,…..

    Was passiert mit den jetzt aktiven Wählern, wenn Ihre Stimme am 27.März zwar eine starke Grüne Mannschaft schafft, aber die Regierungsmehrheit wo anders liegt.
    Dann rekamiert man zwar als Wahlsieger vielleicht die Regierung stellen zu wollen, aber ist vielleicht auch froh die Bürde nicht tragen zu müssen. Gestehen die
    Kretschmanns und Wölfles dies dann ein?

    Kommt dann anschließend das Signal zurück, dass es dann gut ist?
    Dass man mit den anderen dann noch reden kann – denn ich glaube nicht, dass bei einem weiteren und durchaus auch vorhandenen Steigerungspotential der verbalen immer mehr ausufernden Beleidigungen und Drohungen, dies bis zum Wahltag ausbleiben wird.

    Was machen die enttäuschten Wähler dann?

    Der Apell von Chris ist gut und richtig.
    Und genau die Vorkämpfer, Politiker, Parkschützer und wie sie sich alle nennen, sollten Ihre Wortwahl wieder ohne das „Pfefferspray“ treffen.

    Aber das ist, wie man gerade wieder live in fluegel.tv vom Schlossgarten hören und sehen kann nicht der Fall.

    Schade.

  12. Uwe schreibt:

    Wer sich wundert, warum in einem demokratischem Staat wie dem unseren die Polizei ab und an – Gott sei Dank sehr selten, aber ab und zu eben doch – mit Gewalt zuschlägt, sollte daran denken, dass die Bundesrepublik Deutschland der zweite Versuch ist, in Deutschland einen demokratischen Staat aufzubauen und zu erhalten. Der erste Versuch – die Weimarer Repubik der Jahre 1919 bis 1933 – scheiterte kläglich, weil ab Ende der zwanziger Jahre niemand mehr bereit war, aktiv für diese Demokratie einzustehen und sie gegen jene zu verteidigen, welche die Spielregeln eines demokratischen Staates entweder nicht beachteten oder sogar gezielt ausnutzten, um die Demokratie zu unterminieren und schließlich zu stürzen.

    Es waren Deutsche im Exil während der Nazizeit, die das Konzept einer „wehrhaften“ bzw. „streitbaren Demokratie“ entwickelten, welches in der Bundesrepublik Deutschland verwirklicht wurde. Diesem Konzept haben wir es letztlich zu verdanken, dass wir nun seit über 60 Jahren in Frieden und Freiheit leben.

    Mehr dazu hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrhafte_Demokratie

    Also, liebe Stuttgart-21-Gegner, denkt daran: wenn die Polizei Euch auffordert, den Platz zu verlassen, geht es zwar zunächst um Euch, um einen Bahnhof, um ein paar Bäume – aber eben nicht nur. Es geht auch um unsere Freiheit.

    • Ex-Stuttgarter schreibt:

      Uwe, ein kurzer Hinweis: Deutschland führt gerade KRIEG in Afghanistan.
      Diese Verquickung von Demokratie, Frieden, Freiheit und Polizeigewalt ist so unerhört dämlich, dass er auf keinen Fall hätte freigeschaltet werden dürfen.

  13. Ralph schreibt:

    Ja, wir müssen reden, aber ich habe immer mehr den Eindruck, dass auf Seiten der Gegner keine Bereitschaft besteht.
    Ich fahre jeden Tag mit dem Radl durch den Park zur Arbeit nach Cannstatt und werde regelmäßig angesprochen. Aber jeder „Abwerbeversuch“ hat bislang gleich geendet: Sobald ich mich als Befürworter bekenne, wird jede Diskussion mit dem Hinweis abgebrochen, dann könne man mit mir nicht mehr sprechen.
    Im Geschäft haben wir auch Gegener und es wird natürlich auch viel darüber gesprochen, aber sachliche Gegenargumente werden mit Holzhammerargumenten erwidert, die jeder Sachlichkeit entbehren. Da werden dann Polizeistaat, Spekulanten und Seilschaften bemüht. Und die Politik macht es vor: Was soll man denn dem Abgeordneten Wölfle noch entgegensetzen, wenn er die 5000 neuen Bäume zu einem „Reklamewäldchen“ diskreditiert. Da wird doch ganz deutlich, dass hier die Stimmung gemacht wird, dass hier die Spalter sitzen, die dann aber am lautesten fordern, dass es keine Spaltung geben dürfe… Und die viele Gegener plappern das alles unreflektiert in quasireligiöser Gefolgschaft nach.
    Ich frage mich wirklich, wie ich dagegen noch anreden kann, wie ein Dialog mit Betonköpfen zu führen ist, die sich im Besitz der absoluten Wahrheit glauben und nicht davor zurückschrecken mit“ reinem Herzen“ das Recht zu beugen und unsere demokratischen Grundrechte umzuformen…

  14. Peter Nester schreibt:

    Sicher will niemand, dass Bürger verletzt werden. Aber wer sich rechtsstaatlichen getroffenen Entscheidungen mit Gewalt widersetzt, der muss mit Konsequenzen rechnen. Im Gegensatz zu den Demonstranten kündigt die Polizei jeglichen Einsatz von Zwangsmitteln drei Mal an. Da bleibt genug Zeit sich zu entfernen. Und ich empfinde es als Vater unverantwortlich, wenn hier Eltern mit ihren Kindern in „forderste Front“ gehen. Was meiner Meinung aber noch zur weiteren Eskalation beiträgt sind die Kommentare von Herrn Schmid (SPD) und Herrn Kretschmann (Grüne). Während sich Herr Schmiedel (SPD) in der Regionalversammlung am Mittwoch klar für Stuttgart 21 ausspricht – prangert Herr Schmid die „wahltaktische Entscheidung“ des Ministerpräsidenten an. Was sind das für Leute? Im Übrigen kann es doch nicht so sein in unserem Land, dass man wie die Grünen auf allen politischen Ebenen überstimmt wird, man hinterher mit Demonstrationen versucht sich doch noch durchzusetzen und dann auch noch die Polizei angreift, wenn diese das Recht durchsetzt und sich der gegen sie gerichteten Gewalt erwehrt. Herrn Kretschmann möchte ich nicht als Innenminister sehen, aber auch nicht in einem sonstigen Amt.

  15. Helmut Sautter schreibt:

    Was da am Donnerstag geschah ist zweifelsohne sehr bedauerlich. Etwas mehr Fingerspitzengefühl sollte man der Polizei wünschen. Andererseits kann ich nicht nachvollziehen, wie man Schüler in diese völlig irrational gewordene Demonstrationshysterie hineinziehen kann. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie vorher umfassend un unparteiisch informiert worden sind.
    Wir haben jetzt leider das Problem, das unsere Demo fast völlig unterging. Ich fand die Berichterstattung heute sehr einseitig. Man sollte vielleicht die Medien in Zukunft noch mehr auf ihre Pflicht zur ausgewogenen Berichterstattung hinweisen.
    Auf jeden Fall sollte jeder von uns dafür sorgen, dass beim nächsten Lauf noch mehr Teilnehmer dabei sind und dass er mehr Resonanz in den Medien findet.

  16. Sumit schreibt:

    Heute war schönes Wetter in Stuttgart 🙂

  17. Ex-Stuttgarter schreibt:

    Hallo zusammen,

    wäre den Befürworten nicht wohler, wenn das Projekt demokratisch legitimiert wäre? Denn eins ist doch völlig klar und da werdet ihr auch nicht widersprechen: Die Zahlen bezüglich der Kosten sind längst überholt.
    Und wer sagt: Die Kosten spielen keine Rolle, bewegt sich außerhalb des Rechtsstaates.

    • Uwe schreibt:

      Das Projekt ist demokratisch legitimiert. Kostenkalkulationen gelten immer nur für das Jahr, in dem sie erstellt werden. Meine Kollegen vom Bau wollen schließlich – genauso wie ich auch – einmal pro Jahr Tariferhöhung. Und die steht ihnen auch zu. Außerdem müssen Änderungen entsprechend des technischen Fortschritts erlaubt sein.

      • Ex-Stuttgarter schreibt:

        Uwe, heute in den Nachrichten:
        ———–
        Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Behörden hätten bei der Genehmigung von Stuttgart 21 mit geschönten Zahlen gearbeitet. „Ich weiß, dass nicht mit falschen Fakten gearbeitet worden ist“, sagte der CSU-Politiker am Montag im Bayerischen Rundfunk. „Wenn dem so wäre, dann wären alle Beschlüsse und Genehmigungen hinfällig.“
        ————-

  18. Wenn die Mehrheit entscheidet dass man Kinder und Rollstuhlfahrer von professionellen Schlägern in Uniform zerknüppeln lassen soll, ist es ok? Mit dieser Aktion habe ich mein letztes Vertrauen in die Institution Demokratie verloren.

    Demokratie ist die Gewaltherrschaft der Mehrheit! Demokratie ist brutal, unmenschlich und nicht zu rechtfertigen. Wenn demnächst ein S21-Protestler in Selbstverteidigung einen Polizisten tötet, hat er mein vollstes moralisches Verständnis.

    • chrislist schreibt:

      Ich habe mir gerade überlegt, ob ich diesen Beitrag freischalte… Soll sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Unfassbar!

      • Holger Engels schreibt:

        Wer diese Meinung vertritt oder gutheißt, hat die Möglichkeit ein äußerst demokratisches Mittel zu wählen: „Freie Reisemöglichkeit“ und somit die Möglichkeit dieses so undemokratische Land zu verlassen!

      • Markus schreibt:

        @ thomas

        Diese Einstellung kann von keinem wahren S21-Gegner kommen.
        Es wird immer solche geben, die auf Gewalt bei den Demos sind. Denen geht es aber nicht um den Grundgedanken einer solchen Aktion.
        Ich bin Parkschützer und kann solche Kommentare nicht verstehen und auch nicht vertreten.

        Was am Donnerstag im Park geschah, war verantwortungslos.
        Jedoch nicht von den Polizeibeamten, denn die erhalten nur ihre Anweisungen. Sie sind nur die Mittel zum Zweck.

        Man kann darüber streiten, ob es in Ordung war, dass Jugendliche und Kinder im Park waren, aber ist es nicht auch im Sinne der Demokratie, dass sich Jugendliche auch ihre Meinung dazu bilden dürfen? Ich sage dazu ja.

        Zum Thema Bahnhof:
        dass unser Bahnhof nicht gerade zu den schönsten gehört, bestreite ich nicht und eine Modernisierung ist auch schon lange notwendig, aber doch nicht so.
        Es hätte mit Sicherheit auch andere Lösungen gegeben.

        Dass es sich hier um viele Gelder handelt kann sich jeder selbst denken, ob dafür oder dagegen, und dass diese vielleicht auch in so manche private Tasche fliessen. Aber da muß ich sagen, es ist vollkommen egal, wer im Landtag das sagen hat, einer hält immer die Hand auf.

        Ich verstehe auch die pro-S21er, die für einen unterirdischen Bahnhof sind. Es sollte aber nicht in einem Kampf zwischen Fürsprecher und Gegnern enden, dass ist nicht der Sinn und Zweck.

        Gemeinsam sind wir ein Volk.

        Warum nicht ein Volksentscheid? Ich weiß, jetzt sagt gleich wieder einer, die Verträge sind doch beschlossen.

        Aber mal Hand auf´s Herz. Damals als das ganze „mal“ im Gespräch war, hat es keiner so wirklich ernst genommen. Und als es dann die meisten mitbekamen, war es schon besrochene Sache. Man könnte jetzt auch böse sein und sagen: schnell die Verträge unterzeichnen, bevor welche sich dagegen wehren. Und die, die sich dagegen wehren in Form von Unterschriftensammlungen und sonstigen Widersprüchen ignorieren wir einfach. Vertrag ist Vertrag….

        Was auch immer in den nächsten Wochen geschieht, es muß gewaltfrei sein.

      • Thomas W. Fakenfeld schreibt:

        @Markus

        „Die Polizeibeamten tun nur ihren Job“ – das erlöst sie nicht von der persönlichen Verantwortung. Die SS hat auch nur ihren Job getan. Und bevor jetzt „OOoooh Nazikeule!“ kommt, der Vergleich ist einfach treffend. Befehle können auch falsch sein. Wer sie durchführt, trägt persönliche Verantwortung dafür. Egal ob er eine Uniform trägt.

        Und was hat es mit diesem „gemeinsam sind wir ein Volk“ auf sich?! Ich will nicht in einem Volk mit ihnen sein. Wieso halten sie mich als Geisel?

    • Kim schreibt:

      Tja, ich bin bisher immer sachlich geblieben, aber das finde ich nun wirklich unzumutbar. Deshalb auch meine – sarkastisch gemeinte – Bemerkung: wem die Demokratie nicht gefällt, der kann ja gehen ! Was hält Sie noch hier in diesem – wie Sie sagen – brutalen und unmenschlichen Deutschland, Herr Fakenfeld ???
      Es geht um ein BAUPROJEKT, um Gottes Willen !
      Da kann man ja nur noch den Kopf schütteln und traurig werden.
      @Chris: ich bin erst seit ca. 1 Woche aktiv dabei und bin schon fertig mit den Nerven. Wie hältst Du das aus, so sachlich und fair zu bleiben wie in Deinem sehr guten heute veröffentlichen Beitrag „Ein paar Glückwünsche“ ? Meinen Respekt hast Du sicher.

  19. Wieso sollte ich Deutschland verlassen, nur weil mir die Regierung nicht gefällt? Ich verlasse auch nicht meine Heimat, wenn ich mein Zeitungsabo kündige. Oder meinen Friseur wechsele. Wieso kann man den „Volksdienern“ nicht einfach kündigen?

    Übrigens ist die gesamte Laufen-Für-Stuttgart-Seite gekaufte Propaganda von einer Werbefirma, Details hier: http://www.bei-abriss-aufstand.de/2010/09/15/ist-laufen-fur-stuttgart-21-bezahlter-anti-protest/

    • Kim schreibt:

      Das wusste ich ja noch gar nicht ! Da habe ich wohl die letzten zwei Mal am Donnerstag den „Zahlmeister“ verpasst, der mir das Geld aushändigt…
      Oh Mann – ist es wirklich so schwer vorzustellen, dass wir (doch anscheinend genau wie Sie, oder stimmt da was nicht?) aus Überzeugung auf die Straße gehen ?
      Oder versuchen Sie die Aktion in den Dreck zu ziehen aus Angst, dass wir mehr werden ? Denn das werden wir… keine Sorge.
      Ich komme sogar unbezahlt – einfach nur, weil ich den Park erweitert haben möchte. 🙂
      Und übrigens: Sie haben in Ihrem ersten Kommentar bei Weitem nicht geschrieben, dass Ihnen „nur“ die Regierung „nicht gefällt“ – diese Meinung können Sie kundtun, ohne dass Sie Kopfschütteln ernten. Das, was Sie von sich gegeben haben, geht weit darüber hinaus. Hoffentlich sind Sie sich dessen bewusst ?

    • Ammertalexpress schreibt:

      Wie immer:
      Verdacht aussprechen und der verdächtigte soll seine Unschuld beweisen?
      Oder was.

      Wie schnell wird dann dem Leserbrief in der StZ von heute Widersprochen, dass Gangolf Stocker heute noch Kommunist ist und den Umsturz des demokratischen Systems will?

      Bei Parollen wie „Bei Abriss Aufstand“ und scheint es ja auch nicht um die Sache zu gehen.

    • Ralph schreibt:

      …und ich will meinen 10er fürs Leiberl zurück wenn das so ist 🙂
      Wie gut, das hinter K21 keine Werbeagentur steht, die die Gegner immer mit hübschen Buttons, Aufklebern und Parolen versorgt. Nachzulesen im Wirtschaftsteil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von vor zwei Wochen. Leider hab ich keinen Link dazu. Und in der Agentur hält man die Proteste für die beste Kampagne, die man jemals gemacht hat.
      Der Kommentar macht wieder sehr deutlich, auf welcher Ebene versucht wird, jede sachliche Diskussion im Keim zu ersticken. Ich habe heute auf dem s21 forum des swr als einigermaßen neutralen Plattform ein neues Thema gestartet, um auf einer sachlichen Ebene zu diskutieren. die ersten Antworten, die gekommen sind sprechen Bände.. http://www.swr.de/forum/read.php?12,54311

  20. @Kim

    Der Bahnhof an sich ist mir völlig egal. Daran zeigt sich nur das wahre Gesicht des Staates: Gewalt. Volksherrschaft ist genauso schlecht wie Monarchie oder Diktatur.

    Mir ist klar dass ich nicht „nur“ die Regierung kritisiere. Ich kritisiere das gesamte politische System. Politik bedeutet Zwang. Sie sind durch Diebstahl (Steuern) finanziert.

    Wenn ein Mensch einen anderen angreift und verletzt, muss er dafür geradestehen. Der Angegriffene darf sich verteidigen, in letzter Instanz mit tödlicher Gewalt. Dadurch dass der Angreifer eine Uniform trägt, wird sein Angriff nicht legitimiert.

    Worüber genau schütteln Sie denn Ihren Kopf?

    • Uwe schreibt:

      Sehr geehrter Hr. Fake-nfeld,

      speziell für Leute Ihres Schlages wurde die „wehrhafte Demokratie“ erfunden. Falls Sie Ihre Ansichten in die Praxis umsetzen wollen, hat man in Stammheim sicher noch ein Zimmer für Sie frei, in dem Sie von mir aus gerne auf Lebenszeit Aufenthalt nehmen können.

      • untertan schreibt:

        WHUUU
        Wehrhaft gegen Krüppel und Kinder!

        WIR SIND FRIEDLICH WAS SEIT IHR!

        wir wollen nur aleine gelassen werden! Sie kommen mit Wasserwerfern und Schlägern in unsere Friedlichen Park.

        WIR SIND FRIEDLICH WAS SEIT IHR!

        drecks Gewaltdemokraten!

        PS wir sehen uns in Zivil

    • Kim schreibt:

      Na, dann interessiert mich jetzt aber Ihr rettendes gesellschaftliches Modell. Wie soll unser Staat aussehen – Ihrer Meinung nach ? Demokratie, Monarchie, Diktatur haben Sie ausgeschlossen.
      Mmmh, mal überlegen.
      Ach ja, die „viel gerühmte“ Anarchie… Jetzt kann ich Ihren Beitrag etwas gelassener lesen, denn ich nehme ihn nicht mehr so ernst wie vorher.
      Ihr erster Satz bestätigt das Bild, das ich mir von Ihnen gemacht habe: „Der Bahnhof an sich ist mir völlig egal“. Wusste ich es doch, dass es nicht mehr um die Sache an sich geht. Schade.

      • Thomas W. Fakenfeld schreibt:

        Genau richtig – meiner Meinung nach ist die Existenz eines Staates an sich schon ungerecht. Der Staat kann nicht ohne Gewalt existieren. S21 zeigt das ja gut. Erstens wird S21 vollständig aus Diebesgut bezahlt (http://steuernsinddiebstahl.de/stuttgart-21-eine-sachliche-diskussion). Zweitens wird über die Köpfe der Grundstücksbesitzer (Bürger) hinweg entschieden.

        Demokratie ist eine Farce. Wer sie unterstützt, unterstützt die Diktatur der Mehrheit und derer, die sich als Vertreter der Mehrheit wähnen.

        Es kann überhaupt nicht um den Bahnhof an sich gehen. Selbst wenn er eine geniale Idee ist – er wird mit Steuern, d.h. Diebstahl und Gewalt bezahlt. Selbst die beste Idee der Welt ist das nicht wert.

        Wenn man AIDS mit dem Blut von Jungfrauen heilen könnte, würden sie zur „sachlichen Diskussion“ aufrufen, „schade dass es nicht mehr um die Sache an sich geht“? Wenn die Sache durch urböses Verhalten durchgesetzt wird verkommt sie zur Nebensache.

  21. Sie wollen mich wegsperren weil ich anders denke als Sie? Sind Sie es, Herr Mappus?

  22. Felix schreibt:

    Hey ihr 🙂
    konnte beim letzten lauf leider nicht dabei sein…
    wieviele waren den da?

  23. Manfred schreibt:

    Lieber Herr Fakenfeld,

    ob Sie als überzeugter Anarchist (das meine ich jetzt ernsthaft wertneutral) den Gegnern von Stuttgart 21 wirklich helfen können oder sogar schaden? Ich glaube Sie nehmen da an einer Sache teil um Ihre Ansichten publik zu machen und nutzen dazu die Publikationsmöglichkeiten und eine Öffentlichkeit, die Ihnen ohne eine staatliche Struktur nicht zur Verfügung stünden. Die Mehrheit der Bürger ist sicher für eine wie auch immer geartete Demokratie mit oder ohne Volksentscheid – egal ob pro oder contra S21. Nur wenige können sich ein Zusammenleben ohne organisierte Strukturen vorstellen – hat ja in der Geschichte auch nie lange und nur in ganz kleinen Einheiten funktioniert.
    Als Info: Ich gehöre zu den Leuten die Pro S21 sind und hoffe, dass wir alle (Pros und Contras) aus dem ganzen Schlammassel heil heraus kommen, indem wir jetzt nicht vermeintlich Schuldige suchen, sondern ein paar Leute finden, die im stillen Kämmerlein sich gegenseitig die Meinung sagen, ohne vor der Öffentlichkeit ständig das eigene Lager schützen zu müssen und dann Lösungsvorschläge ausarbeiten können. Beide Seiten haben m.E. das Recht ohne Gesichtsverlust aus der Sache herauszukommen, egal wie sie letztendlich ausgeht. Dazu Bedarf es keiner Vorankündigung in der Presse oder eines hochrangigen Moderators. Sucht doch bitte Leute aus, die nicht an der Pressefront stehen und deshalb nicht offen mit dem Gegener diskutieren können ohne ihrem eigenen Anliegen in der Öffentlichkeit zu schaden.

  24. Thomas W. Fakenfeld schreibt:

    Wie sie richtig erkennen geht es mir nicht um den Bahnhof an sich, das schrieb ich ja bereits. Ich nutze bloss diese Gewaltdemonstration des Staates um die Leute darauf hinzuweisen, dass Staat immer durch Gewalt geprägt ist. Es geht nicht anders. Die Demokratie ist eine Gewaltherrschaft, kein friedliches Märchenwunderland. Normalerweise bleibt der Schlagstock in der Tasche, da ja alle „Bürger“ friedlich bezahlen. Aber sobald mal einer aufmuckt kommt der Schlagstock raus und der Staat zeigt sein wahres Gesicht: Gewalt.

  25. untertan schreibt:

    Wie weit ihr mit euer Propaganda nun schon gegangen seit ist doch Klar. Anarchisten sind sauer weil ihr Gewalt verherlicht!

    Hier das beste Beispiel:
    http://steuernsinddiebstahl.de/stuttgart-21-eine-sachliche-diskussion

    Ich meine die Verantwortlichen im Präsidium sollten dieser Werbefirma die Mittel kürzen und sofort diesen Blog einstellen lassen.

    Statt einen natürliche Heilung zuzulassen, so das aus K und S ein 21 wird hat dieser Blog nur radikale Gruppen angezogen die eigentlich kaum mehr Sachlich diskutieren werden.

    ABER

    IHR SEIT PROPAGANDA! Ihr diskutiert nie Sachlich. Das ist ja das Problem. Deswegen bin ich hier. Um euch zu stoppen. Damit K21 Gegner nicht sich mit Abschaum wie diesen Blog abgeben müsst.

    PS: Ich habt meine Parkbank auf den Gewissen! Meine schöne Bank ist nun im Sperrgebiet und ich kann mich nicht mehr hinsetzten. Toll gemacht!

    Untertan

    • Kim schreibt:

      Okay, heute können sich meine Nerven wieder etwas beruhigen. Denn die Kommentare von Herrn Fakenfeld und Untertan kann man einfach nicht mehr ernsthaft beantworten, dazu ist mir meine Zeit und euer Platz zu schade. Deshalb: keine Erwiderungen mehr von meiner Seite – ich denke mir meinen Teil.
      Natürlich wird jetzt gleich kommen: „Ah ja, keine Argumente mehr“, aber damit kann ich leben. 🙂
      Herr Fakenfelds Äußerungen finde ich zwar unfassbar, aber wenigstens bleibt er einigermaßen niveauvoll. Bei Untertan hingegen kann ich inzwischen sogar einen Mundwinkel nach oben verziehen: er kommt mir vor, wie ein trotziges Kind, das mit dem Fuß aufstampft und immer dieselben Worte schreit.
      Macht euch keine Mühe mehr, auf so etwas zu antworten. Mit ihren Antworten disqualifizieren sich die beiden selbst.

      Bis Donnerstag !

      • untertan schreibt:

        @Kim Deine Mutter ist disqualifiziert.

        Wusstet ihr das zu jeder gegeben Stunde mehr Leute im Park sind als ihr jemals zum laufen bringt?

        Keine Sorge da ihr nun entarnt habt müssen wir wohl weitere Freunde finden.

        Denn das hier ist REINSTE PROPAGANDA.

        PS wir sehen uns beide noch in Zivil

  26. Thomas W. Fakenfeld schreibt:

    Ah ja, keine Argumente mehr. Wenn ich auch nur ein einziges Argument gehört hätte, wäre ich auch überrascht gewesen. Ist auch viel leichter sich in seine Fantasiewelt zurückzuziehen, in der alles gut und der Staat brav ist..

  27. Pingback: Stuttgart 21: Und die Menge teilt sich | inkl Linksammlung | Sumits Blog

  28. Simon schreibt:

    Hallo,

    zu jener Demonstration empfehle ich den aktuellen Focus. Den mochte ich ja bisher nicht so, weil er doch arg viele Bilder hat (im Vergleich zum Text). Aber gerade diese Bilder sind in der aktuellen Ausgabe sehenswert. Sie relativieren doch so manches, was man über „friedliche Demonstration“ vs. „grundlos prügelnde Polizei“ gelesen hat. Ich halte den Polizeieinsatz zwar immer noch für teilweise überzogen & für politisch absolut dumm, aber dass er nicht grundlos erfolgte, ist für mich spätestens jetzt klar. Übrigens gerade auch in Hinblick auf Herrn Wagner (den Mann mit den blutenden Augen). Dass der sich nicht als Märtyrer eignet, dürfte schon das bald nach der Demo in den StN veröffentlichte Foto angedeutet haben, die (zumindest für mich) neuen Bilder aus dem Focus sind aber noch eine Spur eindeutiger. Von wegen „habe mich ganz friedlich nur schützend vor Jugendliche gestellt…“

    Das musste ich jetzt doch mal loswerden, obwohl das hier ein alter Diskussionsfaden ist…

    S.

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