Auf geht’s – Nächster Lauf für Stuttgart am Do, 07.10.2010

Schönes Wetter, 21 Grad – diesen Donnerstag gilt es: Wir rufen zur bislang größten Demonstration PRO Stuttgart 21. Dazu bitten wir Euch: Bringt Eure Freunde, Familie und Kollegen mit. Wir müssen demonstrieren, dass sich immer mehr Befürworter für das Jahrhundertprojekt auf die Straße begeben.

„Zeit zu reden“ mit Claus Schmiedel, Susanne Offenbach und Wolfgang Reinhart

In dieser Woche stehen drei Hauptredner auf der Rathaustreppe: Claus Schmiedel, Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag Baden-Württemberg, Susanne Offenbach, Journalistin und Professor Dr. Wolfgang Reinhart, Minister für Bundes-, Europa- und internationale Angelegenheiten sowie Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund.

Ergänzt wird das Rednerprogramm durch Christian List von „Laufen für Stuttgart“ und Sven Willing von der IG „Bürger für Stuttgart 21“. Durch den Ablauf führt Johannes Bräuchle von der Initiative „ProSIT Stuttgart 21“. Als symbolischer Akt überreichen Heilbronner Bürger 50 Baum-Setzlinge an die Stadt Stuttgart.

Am Treffpunkt der „Fußgänger“ am Schauspielhaus werden wie schon in der Vorwoche fachliche Redebeiträge die Zeit bis zum Eintreffen der Läufer verkürzen.

Treffpunkt und Ablauf

Wie in der vergangenen Woche gibt es an diesem Donnerstag zwei Startpunkte für die Teilnehmer:

Jogger, Inlineskater und Fahrradfahrer treffen sich ab 18.30 Uhr an den Mineralbädern vor dem Mineralbad Leuze in Bad Cannstatt und starten um 19.00 Uhr ihren Weg durch die unteren und mittleren Anlagen bis zum Staatstheater im Park hinter dem Hotel Schlossgarten.

Am Staatstheater treffen sich ab 19.00 Uhr alle Befürworter von Stuttgart 21, die als Fußgänger teilnehmen möchten und warten dort auf die Jogger, Inliner und Fahrradfahrer. Gemeinsam ziehen dann alle Teilnehmer gegen 19.30 Uhr auf den Stuttgarter Marktplatz vor das Rathaus. Dort findet gegen 19.45 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „Zeit zu reden“ statt. Im Anschluss laufen die Jogger, Inliner und Fahrradfahrer gemeinsam zum Ausgangspunkt bei den Mineralbädern zurück.

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48 Antworten zu Auf geht’s – Nächster Lauf für Stuttgart am Do, 07.10.2010

  1. Marion Furtwängler schreibt:

    Ganz besonders freue ich mich auf Frau Offenbach!

    Herzliche Grüße
    Marion

    • Margit Hutter schreibt:

      Das Kartenhaus ist zusammengebrochen
      Die Dämlichkeit und Unverfrorenheit unserer Versager- und (legalen?) Betrüger-Eliten haben mich lange verstummen lassen. Deshalb melde ich mich erst reichlich verspätet zum Zusammenbruch des Kapitalismus. Ich bitte meine Leser um Verständnis.
      Deswegen kein Stuttgart21
      Versager und Betrüger
      Ich habe auf diesen Seiten auf die Kapitalismusfehler schon seit vielen Jahren hingewiesen und in meinem Begrüßungsvideo auf die Anfänge meiner Zweifel bereits im Jahr 1995 verwiesen. Ich habe auch auf meiner Startseite beschrieben, dass ich Angst habe vor den Versagern und (legalen?) Betrügern in unseren Chefetagen und im Politikbetrieb. Mir war immer klar, dass wer ein Schneeballsystem Staatsverschuldung betreibt, auch zu allen anderen denkbaren Schäden gegenüber der Bevölkerung fähig und skrupellos genug ist. Letztlich traue ich unseren Versagern und Betrügern auch zu, dass sie den Untergang der Erde riskieren teilweise aus Dummheit, aber auch aus Arroganz und Skrupellosigkeit, selbst wenn sie damit ihren eigenen Untergang besiegeln.

      Monetäre Scheinwelten
      Ich habe schon lange von monetären Schein- und Geisterwelten gesprochen. Damit waren die durch die Notenbanken und das Zinsezinssystem aufgeblähten Geldvermögen gemeint, die in der realen Welt keine Deckung haben und sich von einer Vermögensblase zur nächsten retten mussten. Die Welt der Finanzwetten hat dann dem Fass den Boden ausgeschlagen. Sie haben Werte erreicht, die locker das Zehnfache der Weltwirtschaftsleistung ausmachen können. Diese Wetten sind hauptsächlich geplatzt. Die notleidenden Hypotheken der armen amerikanischer Hauseigentümer sind niemals in der Lage gewesen, diesen weltweiten Zusammenbruch der Wirtschaft zu bewerkstelligen. Dies ist nur ein vorgeschobener Grund, um Verwirrung zu stiften. Aber das hat sich gelohnt. Die Bankenzocker haben die Regierungen genötigt mit falschen Horrormeldungen über einen Einsturz des Bankensystems, ihnen ihre Wettschulden zu ersetzen. Und dämliche Regierungen haben das getan. Und die Staaten dieser Regierungen kommen jetzt selbst in Bedrängnis wegen Überschuldung. Selbst das Eurosystem ist stark gefährdet. Es ist schon absurd, dass Regierungen eine monetäre Scheinwelt retten wollen, die nicht zu retten ist. Hätten die Regierungen mal den ehernen Grundsatz der Banken beherzigt, dann wären sie nicht auf die Banken hereingefallen. Dieser Grundsatz lautet:
      Man wirft kein gutes Geld dem schlechten hinterher.
      Die richtige Lösung ist immer noch, die Banken und andere Finanzinstitute kontrolliert bankrott gehen zu lassen. Auf diesen Seiten der Kapitalismusfehler fordern wir diesen kontrollierten Bankrott schon seit vielen Jahren. Die Notwendigkeit dieser Maßnahme ist schon seit vielen Jahren absehbar. Und sie betrifft nicht nur die Finanzbranche, sondern auch die Staatsverschuldung. Nach dem gigantischen Staatsschuldenaufbau in dieser Krise trifft das umso mehr zu. Das Bankensystem wird durch einen kontrollierten Bankrott nicht zusammenbrechen. Denn die Banken haben sich hauptsächlich selbst diese Wetten und Schrottpapiere angedreht. Auf dem Höhepunkt des Irrsinns haben die Banken versucht, sich gegenseitig zu betrügen. Ein wahrhaft makabrer Höhepunkt einer Geisterfahrt.
      Während Staaten versuchen, die monetäre Geisterwelt zu sanieren, was nicht möglich ist, werfen sie gutes Geld dem schlechten hinterher. Gleichzeitig „fehlen“ den Staaten die Mittel, um das Klima zu retten, neue Energien zu fördern und die Nahrungsmittelkrise in den Griff zu bekommen. Ist das der Höhepunkt der Geisterfahrerei oder ist ein noch schwerwiegenderes Fehlverhalten möglich?
      Schlimmer als 1929
      Ist diese Krise schlimmer als die Weltwirtschaftskrise von 1929? Meine Antwort ist eindeutig: Ja. Ich schließe dies aus einem Film über den Börsencrash 1929. In diesem Film wurde dieselbe Arroganz und Ahnungslosigkeit der damals herrschenden Clique gezeigt, wie wir das heute erleben. Weshalb es heute schlimmer ist, liegt in einem wesentlichen Unterschied. Die 1929 Verantwortlichen sind nach ihrem Versagen alle abgestraft worden. Einige haben sich selbst die Kugel gegeben oder haben sich aus den Fenstern ihrer Glaspaläste gestürzt, andere sind verurteilt worden, wurden ins Gefängnis geworfen, alle anderen haben nie mehr einen Fuß auf den Boden bekommen, sind auf Lebenszeit verachtet worden, haben meist ihr ganzes Vermögen verloren und in sind in Armut und Bitterkeit gestorben. Welch ein Unterschied zu heute. Heute sind alle Politiker, alle Chefredakteure, alle Leiter von Wirtschaftsinstituten, alle Lobbyisten, alle Polittalkmoderatoren, fast alle Manager und andere Verantwortliche für diesen Zusammenbruch noch in Amt und Würden. Und wenn jemand geschasst wurde, dann ist er mit Millionenabfindungen verabschiedet worden, die er möglichst noch unversteuert über eine Steueroase vor dem Fiskus in Sicherheit bringt. Hinzu kommt, dass nichts an den Zielen der Wirtschaft geändert wurde. Kein einziges Gesetz ist geändert worden, das zu dieser Misere beigetragen hat. Die neoliberale Ideologie soll in Reinkultur weiter betrieben werden, nachdem man dem Steuerzahler gigantische Billionen Schulden vor die Füße geschüttet hat. Danach soll alles bleiben, wie es ist. Die Reichen und Schönen wollen sich ohne Skrupel weiter auf Kosten der Bevölkerung ein schönes Leben machen.
      Die EU hat immer noch die gleichen Ziele wie vor der Krise. Die Kapitalvermehrung und die größtmöglichen Renditen sind weiterhin oberste Ziele des Wirtschaftens. Dafür wird auch in Kauf genommen, dass man diese Ziele gegen die eigene Bevölkerung und andere Staaten mit Gewalt und Militär durchsetzen muss. Demokratische Rechte sind da nur hinderlich, deshalb ist eine zunehmend undemokratischere EU, aber auch Bundesrepublik Bedingung für diesen Coup gegen die Bevölkerung. Die Versager und Betrüger haben nichts verstanden, wollen nichts verstehen. Das macht die Sache so gefährlich.
      Erbärmliche Kreaturen
      Eines darf Sie trösten. Diese erbärmlichen Kreaturen haben trotz ihrer Millionen ein erbärmliches Leben. Denn nichts kann diesen Leuten das Leben so vermiesen wie die Verachtung der Bevölkerung, ihr Eingeständnis immer wieder gescheitert zu sein. Denn die früheren masters of the universe sind zu masters of desaster geworden. Vorbei sind die Zeiten, in denen ihnen noch jemand zuhört, vorbei die Zeiten, in denen Schreiberlinge die Bevölkerung für dumm verkaufen konnten, bemitleidenswert die Fernsehdiskussionen mit Talkmastern, die immer noch die falschen Fragen stellen an Leute, die bewiesen haben, dass sie nichts verstehen, am Wohl der Bevölkerung nicht das geringste Interesse haben. Diese Veranstaltungen sind gespenstisch, haben mit der Realität nichts mehr zu tun.
      In eigener Sache
      Erbärmliche Kreaturen, Versager, Betrüger, Unverfrorenheit, Dämlichkeit etc sind nicht mein bevorzugtes Vokabular und mein Stil. Im Gegenteil, es kostet mich einige Überwindung, diese Begriffe zu verwenden. Trotzdem muss man die aktuelle Situation so beschreiben, wenn wir – die Bevölkerung – überhaupt eine Chance haben wollen, um zu überleben. Dazu gehört, dass wir denen jeden Respekt verweigern, die keinen Respekt verdienen, sondern nur verachtenswert sind. Ich beschreibe die aktuelle Situation in so drastischen Worten stellvertretend für viele, die es ähnlich empfinden, aber nicht die Möglichkeiten haben oder sehen, dem auch öffentlich Ausdruck zu verleihen. Wir müssen erreichen, dass die Versager und Verlierer jeden Einfluss auf die Öffentlichkeit und auf das reale Geschehen verlieren. Verantwortung haben diese Leute nicht übernommen, verurteilt worden sind sie auch nicht. Millionen und Milliarden wollen sie weiterhin kassieren. Nachdem ihre legalen oder kriminellen betrügerischen Geschäftsmodelle gescheitert sind, wollen die Versager und Betrüger jetzt direkt vom Steuerzahler in einer verarmenden Bevölkerung weiterhin Millionengehälter und Milliardenrenditen. Unverschämter geht es wirklich nicht. Und Sie zahlen dafür mit Jobverlust, geringen Löhnen und Gehältern, sinkenden Sozialleistungen, höherer Umsatzsteuer, Umweltzerstörung etc. Dafür sind die in diesem Kommentar gebrauchten Begriffe noch zu harmlos.
      Alles falsch gemacht
      Kann man eigentlich in einem Wirtschaftssystem alles falsch machen? Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit ist dies schwer vorstellbar. Wenn also in einem System alles falsch gemacht wird, dann muss Absicht und Zielstrebigkeit dahinter stecken. Wenn alle Maßnahmen sich zum Nachteil der Bevölkerung auswirken, dann kann das kein Zufall mehr sein. Tröstlich für Sie: Diesmal haben die masters of desaster übertrieben. Diesmal gibt es keine Rückkehr zum alten System. Dazu ist der Schaden zu groß. Richtig ist aber auch, dass die Situation sich erheblich verschlechtern wird. Wir werden dafür zu sorgen haben, dass nur die am alten System unverdient reich Gewordenen den Schaden bezahlen. Weiterhin tröstlich für Sie, das wird auch so kommen. Denn die Bevölkerung hat diese Vermögensbestände nicht, um den Schaden einigermaßen zu reparieren. Das können und werden nur die zwangsweise machen müssen, die sich am bisherigen falschen und betrügerischen System bereichert haben.

      Brauchen wir ein anderes Wirtschaftssystem?
      Inzwischen ist wohl auch manchem klar geworden, dass eine verarmende Bevölkerung und ein stabiles Wirtschaftssystem nicht vereinbar sind. Nur wenn die Leute das auch kaufen können, was sie herstellen oder dienstleisten, entsteht ein Wirtschaftskreislauf, der funktioniert. Dies ist das oberste Wirtschaftsprinzip jeden Wirtschaftens, ganz gleich welchen Namen ein Wirtschaftssystem hat. Das hat schon der alte Ford vor ca. 100 Jahren gewusst, der kurzerhand die Löhne seiner Leute verdoppelte, damit sie sich auch die Autos leisten konnten, die sie herstellten.

      Ganz sicherlich brauchen wir andere Ziele des Wirtschaftens. Wir müssen das System vom Kopf auf die Füße stellen. Nicht Höchstrenditen sind zu erwirtschaften, sondern das größtmögliche Gemeinwohl. Darunter hat man sich vorzustellen, größtmöglicher Wohlstand für die große Mehrheit der Bevölkerung und nicht größtmöglicher Wohlstand für eine kleine (betrügerische?) Minderheit. Dies alles in Einklang mit der Natur und nicht unter größtmöglicher Schädigung der Natur. Allein diese Änderung bei der Zielsetzung reicht aus, um auf einen tragbaren Pfad des Wirtschaftens zurückzukehren. Also: nicht das Kapital muss sich wohlfühlen – es ist nur Diener – sondern Bevölkerung und Natur müssen sich wohlfühlen. Um zu diesen Erkenntnissen zu gelangen, ist nun wirklich nicht viel Einsicht nötig. Wenn diese Einsicht bisher nicht genutzt wurde, liegt das an der bösen Absicht der Leute, die sich bisher für Eliten hielten, in Wirklichkeit aber die masters of desaster sind.
      Börsenumsatzsteuer statt Mehrwertsteuererhöhung
      Auch in einem kranken System kann man falsche und bessere Entscheidungen treffen. Eine dieser fatalen Falschentscheidungen war die Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte von 16 auf 19 Prozent im Jahr 2007. Das war die größte Steuererhöhung aller Zeiten. Und sie ist verpufft. Und sie hat beträchtlichen Schaden angerichtet. Es ist eine der übelsten Entscheidungen der letzten Jahre auf unterstem Niveau. Zum einen trifft die Steuer die geringen und mittleren Einkommen besonders hart. Das ist wirtschaftlich unsinnig und ungerecht. Aber die große Koalition glaubte sich das leisten zu können. Ein Kaufkraftverlust von ca. 20 Milliarden Euro pro Jahr ist die Folge. Also in den beiden Jahren 2007 und 2008 ist ein damit ein Programm zum Abwürgen der Konjunktur in Höhe von 40 Milliarden Euro aufgelegt worden. Jetzt muss man mit neuen Schulden dies wieder ausgleichen. Da hat sich das Ausplündern der Bevölkerung gerächt. Wir haben einen Wirtschaftskreislauf, wo man nicht ohne Konsequenzen ständig die Bevölkerungsmehrheit belasten kann und die Reichsten ständig von der Finanzierung des Gemeinwesens freistellen kann. Die SPD hat mit dieser Aktion zum zweiten Mal ihre Seele und Glaubwürdigkeit verloren. Mit massivem Wortbruch hat sie einer Mehrwertsteuererhöhung zugesimmt, die sie im Wahlgang noch massiv abgelehnt hat. „Merkelsteuer – das wird teuer.“ Man hätte sich gewünscht, dass die scheinheilige mainstream-Presse bei diesem Wortbruch massiv dagegen gehalten hätte. Aber dieser Wortbruch passte ihr gut ins Kalkül ihrer neoliberalen Verblendung. Da selbst Großbritannien zur Ankurbelung der Konjunktur die Mehrwertsteuer gesenkt hat und schon lange eine Börsenumsatzsteuer hat, sollte das in Deutschland auch möglich sein. Also Mehrwertsteuererhöhung zurück wieder auf 16%. Börsenumsatzsteuer rauf von 0 auf 0,5%. Angst vor der Finanzindustrie muss ja nun wirklich niemand mehr haben. Dies würde ein Konjunkturprogramm von ca. 20 Milliarden Euro bedeuten und zwar ohne neue Schulden. Denn die Börsenumsatzsteuer würde ebenfalls 20 Milliarden Einnahmen bringen. Wie gesagt, auch in einem kranken Wirtschaftssystem kann man schlechte und bessere Entscheidungen treffen. Man kann die Bevölkerung stärken oder man kann die Reichen noch reicher machen. Und diese Entscheidung ist offensichtlich so schwer, dass man ständig die falsche Alternative wählt. Aber der Wirtschaftskreislauf und die Natur nehmen das sehr übel.
      Weitere Krisen
      Weitere Krisen sind entstanden bei unserer Währung Euro, bei Staatspleiten, Überschuldung, dem katastrophalen Einbruch der Wirtschaftstätigkeit, insbesondere bei den Autobauern, dem Jobabbau, und das alles im weltweiten Maßstab.

      Zinseszins und Freiwirtschaft
      Über allem thront ein fehlerhaftes Geld- und Zinssystem, das der Bevölkerung die Luft abschnürt und den Reichen Millionen und Milliarden in die Taschen spült. Wenn selbst gestandene Börsenmakler wie Dirk Müller in seinem aktuellen Buch Crashkurs das Zinseszinssystem als Crashsystem bezeichnen, das notwendigerweise zum Zusammenbruch führen muss, dann sollten alle Alarmglocken schrillen. Wenn nicht jetzt, wann dann wollen wir die Scheuklappen ablegen und – vielleicht noch nicht zu spät, ein fehlerfreies Geld- und Zinssystem einführen.

      Dirk Müller:
      „Unser Wirtschaftssystem wird kollabieren. So wie alle Systeme, die auf Zins und Zinseszins beruhen, in den vergangenen Jahrtausenden kollabieren mussten. Das ist mathematisch auch gar nicht anders möglich.“
      Seite 105 und weiter auf Seite 203:

      „Unser aktuelles Zinseszinssystem ist nicht die beste aller Welten. Ob es die Freiwirtschaft ist, vermag ich nicht zu sagen. Sie hat sicherlich bestechende Vorteile.“

      Mehr von den Krisen und dem fehlerhaftem Geldsystem in der Fortsetzung dieses Artikels.

      Dr. Horst Boettcher, 3. März 2009

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  2. Rainer Seemann schreibt:

    Ich zitiere aus einem Leserbrief an die Stuttgarter Zeitungen, der im Blog der Parkschützer veröffentlicht wurde:

    Ulrich Scheuffele »

    nachfolgender Leserbrief ging heute von mir an diverse Zeitungen:

    Johannes Bräuchle ein Pfarrer für Stuttgart 21

    Johannes Bräuchle entwickelt sich so langsam zum Medienstar und wird als aufrechter Kämpfer für Stuttgart 21 gefeiert. Aber wer ist dieser Johannes Bräuchle?
    Den Menschen im Landkreis Ludwigsburg ist Bräuchle wohlbekannt, war er doch von 1993 bis 1997 Stadtpfarrer in Markgröningen. Vor dieser Stelle war er Pfarrer in Stuttgart-Freiberg.
    Bräuchle hat es verstanden in Markgröningen innerhalb kurzer Zeit einen Streit innerhalb der Gemeinde anzuzetteln und die Gemeinde zu spalten, man kann den Zustand fast als offenen Krieg zwischen den Gemeindemitgliedern bezeichnen. Der Riss ging mitten durch den Kirchengemeinderat. Die Zustände waren so schlimm, dass sogar in der überregionalen Presse darüber berichtet wurde. Der Kirchenführung blieb nichts anderes übrig, als Bräuchle von der Gemeinde abzuziehen. Er hat dann keine richtige Gemeinde mehr bekommen. Markgröningen hat Jahre gebraucht, um sich von dieser Katastrophe zu erholen. Bräuchle hatte bis vor Kurzem Hausverbot an der Bartholomäuskirche. Aber auch in Stuttgart-Freiberg hat er Trümmer hinterlassen, so hat mir ein Gemeindemitglied von dort mitgeteilt, dass Bräuchle von der Kanzel mit Beschimpfungen über eine Frau aus der Gemeinde hergefallen ist, die kurz vorher Selbstmord begangen hatte um noch eins darauf zu setzen, hat er dann noch eine Tonbandaufnahme seiner Predigt an die Tochter der Verstorbenen geschickt.
    Bräuchle war der Auslöser für mich, dass ich 1994 aus der evangelischen Kirche ausgetreten bin.
    Zitat Ende.

    Man sollte wissen, wer da für S 21 spricht.

    mit freundlichen Grüßen

    Rainer Seemann

    • Marion Furtwängler schreibt:

      „Diskutiere mit Dummen, denn erst ziehen sie dich auf ihr Niveau um dich dort mit ihren Mitteln zu schlagen“

      Mehr fällt mir zu dieser Diffamierung echt nicht ein. Es ist eine Schande, zu welchen Mitteln sich einzelne „Gegner“ bemüßigt sehen zu greifen. Der angebliche Herr Scheufele sollte sich in Grund und Boden schämen! Das gilt auch für diejenigen, die einen solchen Unfug weiterleiten. Auch SIE, Herr Seemann, sind wahrlich kein Aushängeschild für die gesamte „K21-Initiative“. Gott sei Dank ist die Mehrzahl der an dem Disput Beteiligten auf einem anderen Niveau als Sie ansässig.

      • Rainer Seemann schreibt:

        Sehr geehrte Frau Furtwängler,

        eine Diffamierung besteht dann, wenn man die Unwahrheit verbreitet. Das Verbreiten von Wahrheiten jedoch nennt man Information. Sie können sich bei betroffenen Gemeindemitgliedern rückversichern, dass das alles so srtimmt, wie es oben beschrieben wird.

        Wer wie Sie einen so hochgeachteten Namen trägt, sollte sich dafür nicht zu schade sein.

        Mit freundlichen Grüßen
        Rainer Seemann

  3. Eppler Andreas schreibt:

    Kann man diese Läufe vielleicht auch mal auf das Wochenende verlegen? Ich würde ja gerne kommen und mitlaufen aber es reicht mir Zeitlich nicht.

    Grüße vom See

  4. Sine schreibt:

    Sehr geehrter Herr Seemann,
    da Sie „nur“ einen Leserbrief eines anderen weiterleiten, können Sie sich ja getrost die Hände in Unschuld waschen. Sie haben ja nur Fakten wiedergegeben. Haben Sie sich bei betroffenen Gemeindeglieder rückversichert? Haben Sie einen Überblick über die damaligen Auseinandersetzungen, der auch nur im mindesten objektiv genannt werden könnte? Ich vermute mal ganz stark, dass dies nicht der Fall ist.
    Aber immer schön Propaganda betreiben, gell!

    • Rainer Seemann schreibt:

      Liebe(r) Sine,

      egal, was Sie denken. Gehen Sie davon aus, dass ich immer nur Dinge schreibe, hinter denen ich uneingeschränkt stehe. Aber ich sollte froh sein. So lange Herr Bräuchle die Gallionsfigur der Pro Leute ist, werden immer mehr Menschen zu uns, den S 21 Gegnern überlaufen.
      Sage mir, wer Deine Freunde sind und ich sage Dir, wer Du bist!

      Rainer Seemann

      • chrislist schreibt:

        Hallo Herr Seemann!

        Sagen Sie, kennen Sie Johannes Bräuchle eigentlich persönlich?

        Beste Grüße

        Christian List

      • Gabriele Herrmann schreibt:

        Irrtum!
        Machen Sie nur so unfair weiter. Das paßt genau!
        Ich stelle neuerdings fest, daß vielen, auch bisher neutral denkenden Menschen, diese Art der Demonstration und Propaganda zu weit geht. Vorsicht! Das Ganze schwenkt allmählich um. Ich für meine Person werde morgen das 1. x in meinem Leben demonstrieren gehen und zwar FÜR Stuttgart21. Noch vor 14 Tagen hätte ich nicht im Traum daran gedacht.

        Gabriele Herrmann

      • Sumit schreibt:

        Ich gehe heute ebenfalls das erste mal demonstrieren. Und dann auch noch für etwas dass schon beschlossen ist: strange!
        HAbe gestern aufm Wasen mit einem älteren ( um die 70 ) Pärchen geredet: Sie sind ebenfalls für S21 und sagten: „Pssst, das darf man nicht so laut sagen“. Die waren sehr darauf bedacht dass es nicht zufällig ein Gegner hört. Wir alle wissen wieso. Das ist peinlich und deshalb sollten sich Leute wie Mr. Alles-Wisser Seemann der Leute aufgrund ihrer Meinung niedermacht in Grund und Boden schämen.
        Klingt schon fast wie ein Sektenführer.

  5. Peter C. Gerlach schreibt:

    Hallo Herr List,

    ich war beim letzten Lauf erstmals dabei und fand die ganze Sache sehr eindrucksvoll. Das beste Signal an die Gegner (ja, ich nenne sie weiterhin so, wie sie sich selbst auch nennen) war, gemessen an den Ereignissen des Tages, daß unser Lauf wirklich mit einer Hand voll Polizisten auskommt, die in erster Linie den Verkehr für uns regeln. Tolle Sache. Die Bereitschaftspolizisten auf dem Marktplatz werden den Abend wie eine verdiente Erholung empfunden haben. Gut, daß es so etwas in dieser Stadt auch noch gibt.
    Kleine Anmerkung noch: Auf dem Rückweg waren wir vielleicht noch 50 Läufer, da die meisten Mitdemonstranten sich nach der Kundgebung zerstreut hatten. Die Strecke zurück zum Leuze, nachdem man erst mal ausgekühlt ist, muten sich nur noch sehr wenige zu. Trotzdem hat die Polizei die B14 halbseitig und einige wichtige Kreuzungen für uns gesperrt. Jeder weiß, wie ärgerlich so etwas für Autofahrer ist, auch wenn die meisten inzwischen auf unserer Seite stehen. Wir sollten vielleicht in Zukunft darauf verzichten und alternative Routen abseits der Hauptstraßen wählen. Zum Schutz vor übereifrigen Demokraten genügt dann sicher ein Pferd mit Sheriff obendrauf. 😉

    Grüße und bis morgen,

    Der Petersen

  6. C.Fritz schreibt:

    Herr Stocker hat versehentlich bemerkt er sei zu Gesprächen bereit. Darauf folgt natürlich gleich das Dementi inklusive der Forderungsliste des Aktionsbündnisses für „bedingungslose“ Gespräche:

    „Sehr geehrte Damen und Herren,
    angesichts eines Interviews von Gangolf Socker im SWR möchte ich nach Rücksprache mit den Grünen und mit dem BUND die Position des Aktionsbündnisses zu möglichen Gesprächen unter der Leitung von Heiner Geißler klarstellen.
    Das Aktionsbündnis macht einen Bau-, Vergabe- und Abrissstopp sowie den Stopp sämtlicher Baumfällarbeiten im Hinblick auf Stuttgart 21 zur Grundbedingung für Gespräche.Insbesondere müssen die Bauarbeiten am Grundwassermanagement sofort eingestellt werden, da dies eine Gefahr für den Schlossgarten und seinen jahrhundertealten Baumbestand darstellt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Fritz Mielert“

    • Rainer Seemann schreibt:

      Ja, so ist es! Ohne Bau- und Vergabestopp machen Gespräche keinen Sinn. Über was, zum Teufel, sollen wir reden, wenn die Spätzle Connection immer weitere Tatsachen schafft?

      Überlegen Sie mal!

      Rainer Seemann

      • Michael Schneider schreibt:

        Über was wollen Sie denn sprechen? Wie und bis wann das Projekt komplett gestoppt werden kann? Ich wundere mich echt, dass nicht schon als Bedingung für Gespräche der unumkehrbare Baustopp, die Rückabwicklung sämtlicher Verträge, die Auflösung des aktuellen Landtags und anschließend die absolute Mehrheit der Grünen in selbigem gefordert wird.

        Ich hoffe die S21-Verantwortlichen lassen sich nicht auf solch eine Erpressung ein. Vielleicht sollte man den Spieß umdrehen: wenn die Gegner nicht innerhalb von 2 Wochen unter den bereits jetzt schon erfolgten Zugeständnis (Abrissstopp, keine weiteren Baumfällungen) zu Gesprächen bereit sind, wird der Südflügel noch im Oktober abgerissen und werden die restlichen Bäume im November gefällt. Was halten Sie davon, Herr Seemann? Überlegen Sie mal!

    • Marion Furtwängler schreibt:

      Ich finde ja, dass diese Forderungsliste deutlich aufzeigt, an welcher Selbstüberschätzung man inzwischen leidet. Und das nur, weil man eine Minderheit auf der Straße hinter sich glaubt.

      Da fühlt sich der Eine oder Andere offenbar sichtlich wohl in seiner vermeintlichen Machtposition.

      Warum man sich mit dieser Vorgehensweise selbst jeglicher Option beraubt will sich mir nicht erschließen.

      • martin schreibt:

        Mir will sich nicht erschliessen, welcher Option man sich denn überhaupt berauben kann, wenn Bahn, Bund und Land immer wieder aufs Neue betonen, dass Stuttgart21 ohne wenn und aber kommen wird.

      • Sumit schreibt:

        @martin:

        Die Leute wollen dass doch nicht GEGEN jeden Willen durchsetzen. Die Gespräche sollen vorallem dafür dienen die Leute aufzuklären und über eure Kritikpunkte zu diskutieren. Mit den Leuten die das sagen haben. Ihr könnt nur hoffen dass ihr einige von Ihnen vom Gegenteil überzeugt und die S21-Befürworter hingegen hoffen, dass sie euch vom Sinn des Projektes überzeugen können. Dafür sind Diskussionen ja da.
        Also sollen die Grünen aufhören rumzuheulen und da hingehn. Sie tun sich keinen Gefallen dass jetzt auszuschlagen und vorallem nach letztem Donnerstag sollten alle Parteien endlich zum Dialog finden anstatt sich hinter Vorderungen zu verschanzen.

      • martin schreibt:

        Endlich zum Dialog finden, das wäre tatsächlich schön, nachdem das seit knapp 15 Jahren nicht möglich war. Allerdings mache ich mir nach der Mappus’schen Erklärung wenig Hoffnungen, der Kommentar in der StZ auch nicht: „Denn Dialog bedeutet wechselweise beidseitiges Reden und Zuhören mit der möglichen Konsequenz, dass beide Seiten ihr Handeln ändern müssen. Dafür, dass es soweit kommen könnte, hat Mappus am Mittwoch aber keine Andeutungen gemacht.“
        http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2659268_0_9223_-kommentar-nichts-neues-von-mappus.html

        Worüber der Herr Ministerpräsident zu reden gedenkt hat er in seiner ‚Regierungserklärung‘ (http://www.baden-wuerttemberg.de/fm7/2028/101006_Regierungserklaerung_Mappus_S21_Protokollfassung.pdf) auch deutlich gemacht:
        „Sprechen wir ganz konkret über die Architektur im Rosensteinviertel! (…) Sprechen wir ganz konkret über die neuen Bäume im vergrößerten Schlossgarten! Sprechen wir ganz konkret über die Nutzerfreundlichkeit des neuen Bahnhofs!“ Aber darüber, ob S21 ‚Sinn macht‘ möchte der Herr Ministerpräsident dann doch nicht sprechen – es könnte sich ja erweisen, dass dem nicht so ist.

  7. Niels Goyke schreibt:

    An alle sogenannten friedlichen Parkschützer die sich auch hier im Forum die Beiträge durchlesen.
    Wenn man sich eure Homepage ansieht fällt einem die unterschiedliche Kategorisierung der jeweiligen Parkschützer ins Auge.
    Die Parkschützer welche sich z.B. zur Kategorie rot zählen, bestätigten damit automatisch auch folgenden Aufruf der Organisatoren, Originaltext:

    Wenn sich genügend weitere Parkschützer anschließen, werde ich mich äußerstenfalls auch den Baufahrzeugen in den Weg stellen oder an Bäume ketten!

    Da darf man sich dann auch nicht wundern wenn ein aggresives Klima entsteht obwohl doch alle nur friedlich und miteinander demonstrieren wollen wie es so schön heißt.
    Liebe Organisatoren solcher Aufrufe; merkt Ihr denn gar nicht dass Ihr eure Mitglieder auhetzt und verheizt wenn Ihr Ihnen solche „Auszeichnungen“ verpasst. Ihr verschärft doch damit die Situation nur noch weiter, was hat das noch mit der Sache zu tun ? Glaubt Ihr denn das es einem Polizisten Spaß bereitet wenn er euch wegtragen, vom Fahrzeug oder Baum runterholen muss ?
    Bleibt friedlich, Aggression erzeugt auch immer Gegenaggression und hilft leider keinem weiter, auch euch nicht.

    • Rainer Seemann schreibt:

      Lieber Nils,

      wir waren immer friedlich aber danke, dass Sie uns daran erinnern, es zu bleiben.

      Ihr Rainer Seemann

      • Sine schreibt:

        Was versprechen Sie sich eigentlich mit Ihren Posts hier, auf einer S21-Befürworterseite?? Dass Sie irgendjemanden von Ihrer Weltsicht überzeugen? Hört Ihnen denn sonst keiner zu?

      • C.Fritz schreibt:

        Nur ne kurze Anmerkung zum Thema friedlich:
        Das Anketten an Bäume verwirklicht den Tatbestand der Nötigung. Wer ankündigt Straftaten begehen zu wollen ist in meinen Augen nicht gerade friedlich.

      • Karl L. schreibt:

        Obwohl ich mit den Beiträgen von Rainer Seemann inhaltlich regelmäßig nicht übereinstimme, bin ich allerdings der Meinung, dass er in diesem Blog ein wertvolles Mitglied ist.
        Erstens verwendet er eine Sprache, die diese Bezeichnung verdient, was man leider von vielen seiner Gesinnungsgenossen nicht behaupten kann.
        Zweitens liefert Rainer Seemann regelmäßig den Beweis, dass dieser Blog keine Propagandaveranstaltung ist, wie es andere hier mit großer Ausdauer behaupten, sondern im Gegensatz dazu eine Plattform, die sowohl Projektbefürwortern als auch -gegnern die Möglichkeit zum gegenseitigen Meinungsaustausch bietet.

        So soll es sein.

      • Sumit schreibt:

        @Seemann
        Behaupten Sie das nur weiter. Wir alle, inklusive Ihnen, wissen dass das nicht so ist. Zum Beweis gibt es genügend Bildmaterial.

    • Bille schreibt:

      Hi Nils,

      dann höre dir erstmal das „Glöbnis“ an, das W. Sittler gerne aufsagen lässt („Ich gelobe mit aller Kraft jeden einzelnen Baum blabla“). DAS ist mal seltsam & verursacht bei mir ein seltsames Gefühl in der agengegend. Es richt nach Fanatismus & so etwas mag ich gar nicht.

      Es gehen seltsame Dinge vor & ich bin gespannt, was Historiker in einigen Jahrzehnten über dieses Jahr 2010 schreiben werden. Ich vermute fast, dass in dieser relativen nahen Zukunft plötzlich keiner mehr Parkschützer gewesen sein will. 🙂

      Bille

  8. Bernhard klier CDU schreibt:

    Gibt es für den Treffpunkt Marktplatz eine Navigations Adresse für Schwerbehinderte?

    Gruß Bernhard

  9. skep1l schreibt:

    Da ich heute oder spätestens nächste Woche auch mitlaufen möchte, aber nicht der sportlichste Mensch bin meine Frage: Kommen auch Leute mit beim Lauf die etwas weniger Kondition und Geschwindigkeit besitzen? Also wie ist das allgemeine Tempo?

  10. Rainer Seemann schreibt:

    Michael Schneider schreibt:

    Ich hoffe die S21-Verantwortlichen lassen sich nicht auf solch eine Erpressung ein. Vielleicht sollte man den Spieß umdrehen: wenn die Gegner nicht innerhalb von 2 Wochen unter den bereits jetzt schon erfolgten Zugeständnis (Abrissstopp, keine weiteren Baumfällungen) zu Gesprächen bereit sind, wird der Südflügel noch im Oktober abgerissen und werden die restlichen Bäume im November gefällt. Was halten Sie davon, Herr Seemann? Überlegen Sie mal!

    Sehr geehrter Herr Schneider,

    genau diese Politik verfolgen Landesregierung und Bahn doch. Das muss nicht neu erfunden werden. Dass der Südflügel jetzt nicht abgerissen wird, liegt daran, dass das im Bauzeitenplan nicht vorgesehen ist. Daraus ein Entgegenkommen der Bauherren abzuleiten ist schlicht falsch. Herr Geissler fordert eine „Friedenspflicht“ während der Mediation. Okay, gerne! Wir protestieren nicht und die Bahn legt einen Baustopp ein. Das wäre in meinen Augen eine Basis.

    @sine: Es hören mir viele Menschen zu. Ich schreibe hier, weil ich auf den Seiten der Parkschützer oder anderer Seiten der Gegner niemand mehr überzeugen muss. Vielleicht findet sich aber hier noch jemand, der sich mit den Fakten vertraut macht, statt einfach nur nachzuplappern, was Herr Mappus und Frau Gönner vorplappern. Wer weiß?

    @chrislist: Ich habe Ihre Frage bezüglich Pfarrer Bräuchle mit einer Mail an die Mailadresse des hiesigen Impressums beantwortet.

    @ Karl L.: Danke, das sehe ich auch so!

    @ c. Fritz: Das Anketten an Bäume erfüllt keineswegs den Tatbestand der Nötigung. Ebensowenig wie Sitzblockaden. Auch, wenn Herr Stumpf dies gebetsmühlenartig wiederholt. Es gibt dazu ein entsprechendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Und Gewalt daraus abzulesen, das finde ich schon bedenklich. Wenn sich jemand an einen Baum kettet, begeht er doch keine Gewalt, oder. Es ist die friedlichste Art des gewaltfreien Widerstands, die mir einfällt.

    @ Frau Furtwängler: Fast 57% der Bürger in Baden Württemberg sind laut verschiedenen Umfragen von verschiedenen Instituten gegen das Projekt. Nur etwa 30% sind dafür. Woraus leiten Sie die Meinung ab, wir wären eine Minderheit?

    und @ Frau Herrmann: Es ist ihr gutes Recht zu demonstrieren. Auch ich war vor S 21 seit 1968 nicht mehr auf Demonstrationen. Damals habe ich dagegen protestiert, dass Benno Ohnesorg von einem Polizisten in den Rücken geschossen wurde und daran verstarb. Gleichzeitig habe ich gegen die unsägliche Polizeigewalt gegen Demonstranten, die gegen des Besuchs des persischen Kaisers auf die Straße gingen, protestiert. Den Schah von Persien gibt es nicht mehr, Persien in seiner damaligen Form gibt es nicht mehr aber die Polizeigewalt ist geblieben.

    Ich hoffe, ich habe nieanden vergessen…

    Rainer Seemann

    • C.Fritz schreibt:

      Sehr geehrter Herr Seemann,
      selbstverständlich gibt es ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, dass eindeutig aussagt, dass Sitzblockaden den Nötigungstatbestaand nicht erfüllen( Entscheidung vom 10.01.1995).
      Dies gilt aber nur für Sitzblockaden die auf ein so genanntes „politisches Nahziel“ gerichtet sind, also zum Beispiel während einer Demonstration stattfinden.
      Zum Fall des Ankettens hat das Bundesverfassungsgericht am 24.10.2001 entschieden, dass es keinen Verstoß gegen Grundrechte darstellt, wenn der Tatbestand der Nötigung auf Fälle angewendet wird, in denen
      „die Teilnehmer über die durch ihre körperliche Anwesenheit verursachte psychische Einwirkung hinaus eine physische Barriere errichten.“
      Zweck des Ankettens ist jedoch gerade die Errichtung einer solchen Barriere.

      Vielleicht schicken Sie ihren Parkschützerfreunden das Urteil damit sich jeder bewusst ist, was er tut wenn er sich ankettet.

    • Sumit schreibt:

      Umfragen die im „Widerstands-Newsletter“ rumgehen sind natürlich die verlässlichste Quelle und SO repräsentativ.

    • Marion Furtwängler schreibt:

      Herr Seemann, wenn von 600.000 Bürgern 60.000 auf die Straße gehen, dann ist das in meinen Augen sogar eine ziemliche Minderheit. Wobei die Demonstrierenden durchaus zu unterscheiden sind zwischen denjenigen, die wirklich gegen Stuttgart21 sind und denjenigen, die ihren Unmut über den unverhältnismäßigen Polizeieinsatz kundtun.

      Umfrage-Ergebnisse, wie auch Statistiken und Gutachten betrachte ich grundsätzlich skeptisch. Zu leicht können hier Ergebnisse durch geschickte, mitunter manipulative Fragestellungen beeinflusst werden.

      Und jetzt freue ich mich auf heute Abend,

      herzliche Grüße
      Marion

  11. Ex-Stuttgarter schreibt:

    Hallo zusammen,

    bevor ihr euch heute abend wieder verausgabt: Wollt ihr nicht noch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für S21 basierend auf aktuellen Zahlen vorlegen oder verlinken?

    Und bitte daran denken: Damit Stuttgart 21 in Betrieb gehen kann, muss auch die Neubaustrecke in Betrieb sein. Bis auf den letzten Meter.

    Und dann hätte ich noch ein paar Fragen, aber jetzt warte ich mal ab.

    • Fux schreibt:

      Es muss etwas getan werden und nach aktuellen Schätzungen der Sachverständigen kostet uns
      S21 4,1 Mrd €, aber im Gegensatz dazu
      K21 3,7 Mrd € .
      Und dann gibt es keine neuen Grünflächen, keine verbundene Stadt, keine verringerte Lärmbelastung und keinen flexiblen und modernen Bahnhof. Es ist doch die Differenz, die zählt und ich finde 400 Millionen für mehr Park, einen modernen Bahnhof und die Beseitigung der Barriere zwischen Nord und Ost nicht zu teuer.
      Und die Neubaustrecke ist für K21 genauso notwendig wie für S21.
      Das ist jetzt wahrscheinlich nicht die Wirtschaftlichkeitsberechnung, die du dir vorgestellt hast, aber ich wollts einfach mal loswerden.

      • Ex-Stuttgarter schreibt:

        Hallo Fux,

        bitte noch einmal nachdenken:
        – Modernisierung eines Kopfbahnhofs soll x Mrd kosten
        – Neubau eines Durchgangs-Tiefbahnhofs mit 20 Tunnelkilometern (Stadtgebiet) soll nur 11 % mehr kosten?

        Zur Einordnung der Größenordnung folgende Hilfestellung:
        „Die DB AG hat die Aufträge für den Umbau des Gleisvorfelds im Stuttgarter Hauptbahnhof kürzlich vergeben, ohne dass über die Gesamtkosten von Stuttgart 21 Klarheit besteht. Das Gleis­vorfeld soll komplett umgebaut werden, damit die Bahn­steige um 120 Meter vorverlegt werden können. Die Arbeiten werden unter rollendem Rad erfolgen und werden mindestens 18 Monate dauern. Für diesen Umbau ist auch ein neues Stellwerk erforderlich. Faktisch entspricht der Umbau den Renovierungen, die auch beim Kopfbahnhof 21(K21)-Konzept vorgesehen sind. Nach Fertigstellung des Tunnelbahnhofs sollen diese Anlagen jedoch alle wieder abgerissen werden.“
        Quelle: VCD

        Über die Kosten der Neubaustrecke können wir uns ja noch einmal gesondert unterhalten.

  12. Kurt Berber schreibt:

    Ist diese Diskussion nicht ein perfektes Exampel für die Vernunft (der Befürworter) und die Bereitschaft, sich mit den Themen sachlich auseinander zu setzen, für eine Bevölkerungsschicht, die sich unserer demokratischen und werteorientierten Gesellschaftsordnung verpflichtet sieht?
    Sie werden nicht müde, sich mit den teils unhaltbaren Argumenten, den Beleidigungen und der Form her unangemessenen Beiträgen eines Herrn Seemann auseinander zu setzen. Ohne selbst auf diese Schiene zu fallen.
    So muss ein Dialog aussehen. Und wenn auch die ‚Gegner’seite zu einer solchen Diskussionskultur gefunden hätte oder noch finden würde, dann gäbe es keine Notwendigkeit für Blockaden, Proteste, einen stinkenden, zugemüllten, verwüsteten Schlossgarten, Polizeieinsätze und Verletzte.

    Herr Seemann, das muss Sie doch schwer beeindrucken. Nehmen Sie sich ein Beispiel. Lernen Sie aus 68 – wenn nicht bisher, dann spätestens jetzt. Einen Polizeistaat gibt es hier nicht. Gottlob nicht! Wenn Sie aber so weiter machen, wird es sich für Sie immer mehr so anfühlen (müssen). Denn alle anderen in diesem Land wollen friedlich und sachlich in einer demokratisch-freiheitlichen Ordnung leben. Und das ist bekanntlich die bestmögliche Lebensform auf Erden.

  13. Rainer Seemann schreibt:

    Lieber Herr Mohn,

    ich danke sehr für den Link zum Beitrag des Schweizer Fernsehens. Würde der SWR, die ARD und das ZDF so neutral berichten, wäre vielleicht auch Herr Berber ein Gegner von S 21 und wüsste, dass die Gewalt in Stuttgart von den Polizei ausging. In der Schweiz gäbe es zudem kein Stuttgart 21 weil man das Volk befragt hätte und nicht statt Argumenten Polizeiknüppel einsetzen müsste.

    Liebe Grüße

    Rainer Seemann

    • Fux schreibt:

      Das Volk hat über 16 Jahre die Vertreter auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene gewählt, die dieses Projekt verabschiedet haben. Was für ein Vertrauensbruch gegenüber dem Bürger wäre es, wenn man jetzt das Projekt in der Bauphase (!) abschiessen würde.
      Und wenn sie jetzt den Polizeieinsatzes als Argument gegen S21 benutzen, dann haben sie leider jeglichen Bezug verloren.
      In Wien protestiert im übrigen kein einziger gegen den neuen Durchgangsbahnhof.

  14. Rainer Seemann schreibt:

    Soeben wird mir berichtet, dass die Bahn fleissig weiter den Südflügel entkernt (also innen abreisst). Schon wieder also müssen wir feststellen, dass gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Ihr macht Euch zum Werkzeug dieser Lügner.

    • SimoneGrädig schreibt:

      Seit Tagen verfolge ich diese Seite und irgentwie haben sie wohl immer was zu kritiseiern,egal wieviel Mühe sich die Anderen hier geben um zu informieren.
      Ich bin doch immer wieder erstaunt in wie weit derzeit Aussagen und Bilder interprätiert werden können.
      Nur weil, bad news good news sind ,muss nicht alles Richtig sein,weil es nur von einer Seite beleuchtet wird und vorallem gezeigt.
      Das Glas kann halb voll oder halb leer sein wie man das sehen will.
      Was ich an ihnen vermisse ist die Toleranz ,die Demokratie von der so viel gesprochen wird.Warum sind bitte Befürworter schlechtere Bürger wie Gegner,warum ist der Botten oben ohne oder Pro S21 Provokation aber ein oben bleiben Botten ganz supi.
      Warum muss ich mich als Lügenpack beschimpfen lassen ,weil ich meine Meinung vertrete aber sie auf ihr Demonstrationsrecht pochen.
      Seltsame Einstellung find ich .Ich bin froh das die Befürworter dieser Seite , auch von ihren weiterhin zu erwartenden Komentaren ,nicht ärgern lassen und gerne weiterhin mit ihnen diskutieren.
      Denn wir Befürworter haben nichts gegen freie Meinungsäusserung.

  15. Carlo schreibt:

    Kann man nicht auch mal an anderen Tagen (z.B. am Samstag) eine Aktion pro S21 in Stuttgart abhalten? Ich muss unter der Woche arbeiten und habe es etwas länger bis nach Stuttgart in die Stadt. Ich denke, dass dann sicher mehrere 10.000 (auch aus der Umgebung Stuttgarts) dabei sein werden.

  16. Denn alle anderen in diesem Land wollen friedlich und sachlich in einer demokratisch-freiheitlichen Ordnung leben. Und das ist bekanntlich die bestmögliche Lebensform auf Erden.

    Wenn also alle anderen in der demokratisch-„freiheitlichen“ Ordnung leben wollen, muss ich mit machen? Was ist daran bitte freiheitlich? Das ist das Recht des Stärkeren. Würden Sie in einer Monarchie mitmachen wenn der Rest der Bevölkerung dafür wäre? In einer Diktatur?

    Was unmoralisch ist bleibt unmoralisch, auch wenn es die Mehrheit will. Demokratie ist nicht die bestmögliche Lebensform auf Erden, es ist bloss die neue Gottesherrschaft. Und diesmal heisst der Gott eben „Das Wohl der Gemeinheit“. Und genau wie der letzte Gott existiert dieser auch nur in den Köpfen der Fanatiker. Und mit Fanatiker meine ich Leute wie Sie, die Unschuldige gegen ihren Willen zwingen, in ihrer „freiheitlichen“-demokratischen Ordnung mit zu machen.

  17. Bille schreibt:

    Hallo,
    wir wie seit heute alle wissen, ist der „Offene Brief gegen Mappus“, der am 6.10. in verschiedenen Zeitung veröffentlicht wurde & angeblich von Daimler, RWE, Vattenfall,… initiiert und finanziert wurde, eine Fälschung. Siehe dazu z.B. http://www.stuttgarter-stadtanzeiger.de/news/index.php/in-eigener-sache und die Gegendarstellungen der angeblich beteiligten Firmen.

    Es ist schäbig, zu welchen Mitteln der Propaganda (davon muss man ja jetzt wirklich sprechen) manche S21-Gegner zu greifen bereit sind.
    Die betroffenen Zeitungen müssen sich – immerhin wurden sie und das Vertrauen ihrer Leser afs Schändlichste missbraucht- deutlich davon distanzieren.

    Wir sollten den Redaktionen schreiben & sie ermutigen, dies rictigzzustellen & hier deutliche Worte zu finden:
    impressum(at)sstaz.de, redaktion(at)sstaz.de (Stuttgarter Stadtanzeiger)
    m.gaebisch(at)amz-verlag.de (Filder Extra)
    redaktion(at)luwo.de (Ludwigsburger Stadtanzeiger)
    (at) durch @ ersetzen

    Gruß,
    Bille

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