Vom Umgang mit der Presse – Nächster Lauf am 14.10.2010

Diese Woche wurden die Befürworter von Stuttgart 21 von der Presse wahrgenommen – ein echter Erfolg. Die Interview-Anfragen waren zahlreich, teilweise haben wir täglich 4-5 Stunden mit Gesprächen verbracht. Ein grosses Thema war die Verstrickung dieser Webseite, bzw. der Betreiber und der Aktion „Laufen für Stuttgart“ mit der Deutschen Bahn. „Werden Sie von der Deutschen Bahn bezahlt?“ war die immer gleiche Frage, die mittlerweile bei mir, Christian List, zum Ärgernis geworden ist.

Da hat ein Angestellter der Grünen, namentlich Andreas Bühler (Link) auf seinem Blog Zusammenhänge zwischen unserem Impressum und der Kundenliste meiner Agentur sitibi (Link) hergestellt, wo sich Unternehmen wie die DB oder der Flughafen oder auch die Stadt Stuttgart finden lassen.

Die Theorie: Wenn die Agentur für DIE arbeitet, dann ist ja alles klar. Die Pro-Bewegung ist gekauft, alles Astroturfing, der Mann will doch nur seinen Kunden gefallen, der Mann wird von der DB bezahlt. Da wird aus einer absolut transparenten Sache eine Story gedichtet, die dem Begriff einer „Verschwörung“ in keinster Weise entsprechen kann, denn diese würde im Verborgenen geplant und sicherlich nicht so tölpelhaft wie in diesem vermeintlichen Falle.

Mittlerweile fühle ich mich dadurch in meiner Meinungs- und Berufsfreiheit eingeschränkt, wird mir doch im Prinzip das Recht abgestritten als Inhaber einer Agentur für Begegnungsmarketing meine professionellen Fähigkeiten, mit Erfolg wie man sieht, für meine persönliche Meinungsäusserung einzusetzen. Der Redakteur einer Zeitung meinte zu mir, damit müsste ich mich abfinden, ich tue es sicherlich nicht.

Warum stellt denn keiner einen Zusammenhang zwischen 100 Hektar neuem Stuttgart und meinem Lauf-Partner Steffen her, der einen grossen Malerbetrieb führt, denn der könnte ja auch seine Interessen haben. Oder etwas ganz anderes: Warum hinterfragt denn keiner, ob vielleicht doch jemand die Agentur der Gegner (Link) bezahlt (die ja nach eigener Aussage seit Monaten mit sieben Mann umsonst für K21 arbeitet) oder von was Andreas Bühler, Matthias von Herrmann oder Gangolf Stocker leben? Der Eine von den Grünen, die anderen Beiden nur von der Stütze, quasi ein Protest oder gar ein Wahlkampf auf Staatskosten? Steckt am Ende die Agentur für Arbeit hinter den Parkschützern? Sorry für die Polemik, aber mein Hals ist dickstens angeschwollen.

Zwei Erlebnisse mit der Presse in dieser Woche sind besonders hervorzuheben.

Nummer 1: Der Sender N-TV ruft am Mittwoch an und fragt, ob ich am Donnerstag bereit wäre mich per Webcam in die Sendung Busch@N-TV einzuschalten, da sei Rezzo Schlauch und ich könnte dann Fragen zu S21 an ihn richten. Ich antwortete, dass ich am Donnerstagabend von 17.10 Uhr bis 18.00 Uhr in den Vorbereitungen für unseren Lauf stecke und erst morgen sagen könne ob das geht, oder ob eine Vertretung zur Verfügung steht. Am Donnerstag hat sich dann Fabian Klenk, von der IG „Bürger für S21“ mit N-TV in Verbindung gesetzt und den „Job“ übernommen. Die Sendung verlief dann etwas anders als geschildert. Statt Fragen an Rezzo stellen zu dürfen, leitete ein „Experte“ einen Filmbeitrag (Link) ein, der möglichen Verstrickungen meiner Person, der Agentur und der DB, bzw. der Stadt Stuttgart beleuchtete und auch die Facebook-Seite in Frage stellte. Die Fragen durfte dann auch nicht Fabian stellen, sondern er wurde gelöchert. Meine Frage: Macht ein seriöser Fernsehsender so etwas?

Nummer 2: Am Mittwoch meldete sich ein Redakteur der TAZ, er wolle eine Reportage über die Befürworter machen und sei von Do bis So in Stuttgart. Ob er sich mit uns treffen dürfe. Wir, also Steffen, Johannes Bräuchle und ich waren dann am Do, nach dem Lauf noch mit ihm Essen. Netter Kerl, guter Zuhörer, ein interessanter Gesprächspartner. Zu Beginn des Gesprächs sagte ich ihm, dass wenn es nur um die DB/sitibi Sache ginge, dann hätte ich darauf keine Lust. Er sagte, man müsse darauf schon mal eingehen, aber es ginge ihm um die „Bewegung“ und deren Protagonisten an sich. Am Freitag besuchte er mich dann noch mal 2,5 Stunden im Büro und am Ende wurde mit dem Satz „Wir müssen aber jetzt doch noch über die eine Sache sprechen“ dann doch noch das Gespräch auf das leidige Thema gelenkt. Im Verlauf des Gesprächs, das zur Rechtfertigung gelangte bot ich ihm dann an, wir könnten ja mal in unsere Agentursoftware schauen und prüfen, ob sich da die DB fände. Das Rücken des Stuhls in Richtung Monitor kam mit dem Starten der Software gleich und mir wurde schlagartig bewusst, was ich da gerade tue. Ich lasse einen wildfremden Menschen, der eben nicht mein Bestes will, einen Blick in die vertraulichen Unterlagen meines Unternehmens werfen. Neben der Frage des Datenschutzes kam mir in den Sinn: Was ist denn, wenn sich zwischen rund 5.000 Adressen nun doch die DB finden lässt, weil wir im Rahmen einer Akquise mal mit der DB Kontakt hatten (und wenn schon). Das würde doch zu weiteren Fragen führen. Doch dann kam mir die Technik zu Hilfe: Unsere Server macht seit Mittwoch zicken und die Software lud nicht auf Anhieb. Ein peinlicher, aber ein glücklicher Zufall, der natürlich zu weiteren Spekulationen führen kann, aber der Blick ins Eingemachte war verwehrt. Im weiteren Verlauf des Restgesprächs wurde ich dann etwas ärgerlich, weil er immer weiter bohrte und wir trennten uns, der gute Mann hatte wohl genug – ich erst Recht.

Ich war aber nicht nur wegen des TAZ-Menschen ärgerlich, sondern auch auf mich selbst, da ich es zu dieser Rechtfertigungstirade habe kommen lassen.  Ich habe nichts zu verbergen und die DB zahlt uns nicht. Zudem hätte ich auch kein Problem parallel für die DB zu arbeiten, denn meine persönliche Meinung über Demokratie, Städtebau und Bahntakte hat mit der Verantwortung gegenüber meiner Familie und meinen Mitarbeitern nichts zu tun. Als Agentur sind wir naturgemäß auf Kunden angewiesen und die DB könnte einer davon sein. Und als Bürger muss ich trotzdem meine Meinung äussern dürfen, ganz unabhängig vom Berufstand. Wäre ich ein erklärter Gegner von S21 wäre ich wahrscheinlich ein Held und kein TAZ-Mitarbeiter würde sich für mich interessieren.

Aber zurück zur DB. Ich habe dann nach einem Neustart unseres Servers mal in unserer Software nachgesehen, die wir seit 2006 im Einsatz haben und tatsächlich fand sich da eine Adresse der DB, da wir diese im Zuge einer potentiellen Kundenrecherche wohl einmal eingegeben haben, sich daraus aber nie ein Kontakt ergeben hatte. Und ich habe nachgesehen, wann wir das letzte Mal für die Bahn etwas gemacht haben: Es war im Jahr 2001, ein Event. Schon ein Weilchen her. Schade!

Ich habe diese Woche viel gelernt und ich bin ein guter Schüler. Und ich werde mit Sicherheit nicht aufhören, meine Meinung zu sagen, egal welchen Kunden meine Agentur gerade betreut. Und lieber Herr Bühler, von meinem leider verstorbenen Vater, der übrigens fast 30 Jahre CDU-Gemeinderat in Stuttgart war, habe ich gelernt, dass man sich immer mindestens zwei Mal im Leben begegnet. Ich nehme die Sache, trotz aller Sportlichkeit, inzwischen persönlich. Ach ja: Um weiteren Vermutungen entgegen zu wirken sei gesagt, dass ich das Parteibuch nicht von meinem Vater geerbt habe. Das Alles schaffe ich ohne.

Jetzt ist mir wohler.

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116 Antworten zu Vom Umgang mit der Presse – Nächster Lauf am 14.10.2010

  1. Bille schreibt:

    Nur um das klarzustellen: Es geht gar nicht darum, wer diese Veranstaltung organisiert oder wer dahintersteckt (tatsächlich oder angeblich). Es geht darum, wer kommt. Selbst wenn ihr Organisatoren gekauft wärt, wären ich & die anderen Tausende von Teilnehmern nicht gekauft. Wir kommen so oder so, weil wir die Gelegenheit wahrnehmen wollen, ihre Stimme für S21 zu erheben.

    Beim nächsten Interview darfst du diesen Post gerne vorlesen.

    PS: Ich zum Beispiel komme, obwohl mir die Veranstaltung zum Teil zu CDU-lastig ist (bin bei der SPD angesiedelt). DENN ES GEHT MIR UM S21!

    • arkay schreibt:

      Dieser Kommentar hätte von mir sein können, stimme komplett zu – es geht nicht um die Meinungsäußerung der Leute die kommen, völlig egal wer das organisiert. Deshalb brauchst du dich nicht zu rechtfertigen Chris. Auf Unterstellungen ich als Läufer wäre gekauft würde ich niemals ernsthaft eingehen denn das ist absurd. Das wissen sicherlich auch alle die es unterstellen, hier geht es einfach um das Schlechtmachen von Menschen die eine andere Meinung haben, ein übles Verhalten das an Diktaturen erinnert.

      • Irmgard Bronner-Gaiser schreibt:

        Also bei allem Verständnis – ein kleines Gschmäckle / wie wir Schwaben bei gewissen Verquickungen sagen / hat die Sache mit Herrn List und seiner sitibi schon. Für mich jedenfalls. Und noch eine kurze Anmerkung: Soweit mir bekannt ist, fahren die Gegner von S 21 auf eigene Rechnung zur Demo und dann auch wieder nachhause. Da gibt es keine gecharterten Busse. Da müssen keine Ortsverbände gewisser Parteien herangekarrt werden. Die Leute kommen von alleine. Die treibt ihr mittlerweile angeeignetes Wissen, ihre Angst um. Angst davor, was dieses Projekt, das eben auch dazu gedacht ist, die Immobilie Gleisanlagen für einige Wenige zur Goldader werden zu lassen, für die Masse der Menschen an Konsequenzen bereit hält.

  2. Bille schreibt:

    Nachtrag: unsere“ Stimme wollen wir natürlich erheben, sorry, Tippfehler 🙂

    • Simon schreibt:

      Hallo Irmgard,

      ich wäre mir nicht so sicher, ob da nicht doch gewisse, ich sage mal „Veeinigungen, deren Banner vermehrt auf den Demos gesehen wurde“, Busse chartert. Immerhin kommen ja sogar manche Leute mit dem Hubschrauber aus Berlin zur Demo eingeflogen… 🙂
      Und warum sollte es ein „G’schmäckle haben, wenn Christian List mal mit der DB zusammengearbeitet hat – es gibt ja so gewisse Lobby- & Pressure-Groups (Robin Wood, BUND,…), die den S21-Protest unterstützen. Wer steht denn noch so alles auf der 21-Seite & wessen Banner taucht auf fast jedem zweiten Pressefoto von Demos auf wundersame Weise auf? Könnte man da nicht auch die Idee bekommen, hier ließen sich Zehntausende zur Staffage für einen Werbefeldzug machen? Insofern sollten die S21-Kritiker mal etwas leisertreten.

      Simon

  3. Anton Ströbele schreibt:

    Durchhalten und den Kopf oben behalten.

    Offensiv mit dem Thema umgehen und damit den „Dreck“ quasi zurückwerfen.

    Der Herr Bühler hat das Dreck werfen gelernt.

    Herr List, gehen Sie mit der Geschichte offensiv an die Presse, aufgeschrieben haben Sie sie ja schon.

    Nur Mut!

    Für mich ist S21 ein Infrastrukturprojekt für die Zukunft von Stuttgart, der Region und BW und erst viel später eine Frage der Parteizugehörigkeit oder Parteipräferenz.

    Ich kämpfe auch für meinen Sohn , 2 Jahre , für den Bau von S21.

    Zukunft Bauen! S 21

  4. Mamu schreibt:

    Bitte weitermachen, danke für die Arbeit. Sie müssen sich da nicht rechtfertigen. Ich sehe das wie Bille, selbst wenn die Organisatoren gekauft wären, die Teilnehmer am Lauf und an den Kundgebungen sind nicht gekauft. Bei Fragen zu diesem Thema einfach auf den von Ihnen oben veröffentlichten Artikel verweisen. Ich denke, dort steht alles drin.

  5. C.Fritz schreibt:

    Hier passt ein Zitat das ständig auf parkschuetzer.de gepostet wird:

    „Zuerst ignorieren sie dich,
    dann lachen sie über dich,
    dann bekämpfen sie dich
    und dann gewinnst du.“
    (Mahatma Gandhi)
    Nachdem es uns in der Vorstellung der S21 Gegner lange Zeit gar nicht gab, haben Sie sich erst über unseren Lauf lustig gemacht und nachdem wir trotzdem immer mehr wurden sind wir wohl bei Stufe 3 angekommen.
    Gut so, ich freu mich schon auf Stufe 4.
    An dieser Stelle nochmal ein großes Danke an alle Organisatoren und Herrn List im Besonderen.

    Jetzt mach ich mal Schluss, die Bahn bezahlt mich nur ne halbe Stunde pro Tag fürs nette Sachen über S21 schreiben *gg* (Für die Herren Seemann und Ex-Stuttgarter das war ein Scherz und kein Hinweis auf die allgegenwärtige S21-Verschwörung)

    • Bille schreibt:

      Hallo C.Fritz,
      Sie haben das Prinzip der Verschwörungstheorie nicht verstanden: Gerade die Tatsache, dass Sie sagen, dass Sie NICHT Teil der Verschwörung sind, beweist, dass Sie EBEN DOCH Teil der Verschwörung sind & dass diese Verschwörung – sagte ich schon, dass Sie deren Teil sind? – noch viiiiiiiiiel verschwörerischer ist, als die S21-Gegner bisher immer dachten. Kurz: SIE, liebe(r) C. Fritz, sind Mappus und Schuster in Personalunion & damit die Personifizierte Verschwörung (deren Teil sie übrigens sind, falls ich das noch nicht erwähnt habe).

      So läuft das… :-))

  6. Elisa Lutz schreibt:

    Lieber Herr List,

    ich muss ihnen sagen: Sie sind mehr als in Ordnung.
    Ich finde ihren Einsatz großartig. Nicht zuletzt, weil Sie sich freiwillig das Leben sehr schwer machen. Sie setzen sich für eine gute Sache ein und dieser Einsatz hat einen hohen Preis. Das müssten Sie sich sicher nicht antun.
    Ihren Ärger verstehe ich sehr gut. Ich kann so Manches, was gerade passiert selbst kaum glauben. Und ärgere mich auch zu oft. So geht es Ihnen, mir und vielen anderen auch.
    Aber bedenken Sie: der Ärger entzieht Ihnen viel Energie, die Sie an anderer Stelle dringend brauchen.
    Vielleicht ist es besser sich mit den irrwitzigen Geschichten, die Herr Bühler schreibt nicht mehr allzu detailliert zu befassen. Sie können an dem, was er schreibt, nichts ändern. Und Sie werden sich nur wieder ärgern.
    Sie sind, so wie sind Sie sind sehr authentisch und sympathisch.
    Behalten Sie das einfach bei. Die Leute werden Ihnen glauben.
    Lassen Sie sich nicht auffressen von dem ganzen Hass und den Intrigen (das scheinen mittlerweile leider die passenden Begriffe zu sein) die Ihnen entgegengebracht werden.
    Es gibt auch die vielen Menschen, die hinter Ihnen stehen, so wie ich.
    Ich bin so froh darünber, dass Sie sich für mich an die vorderste „Front“ stellen.
    Ich würde Sie definitiv nur zu gerne dafür bezahlen.

    Dem, was Bille geschrieben hat, kann ich nur eines hinzufügen:
    Es war vielleicht der größte Fehler der Bahn, nicht im richtigen Moment genug gute Werbung für S21 gemacht zu haben. Die DB sollte meiner Meinung nach zehn und noch mehr Werbeagenturen engagieren, um die Leute besser zu informieren und positive Stimmung zu machen.
    Ob Sie bezahlt werden Herr List und von wem, ist völlig egal.
    Weil Sie für ein gutes Projekt werben.

    Bitte vergessen Sie nicht, sich selbst gut genug zu schützen. Vor allem vor Ärgernissen, die sie sonst auffressen. Sie müssen vielleicht noch Monate lang genug Energie haben, um sich weiter für die Befürworter zu engagieren.
    Danke für Ihre gute Arbeit.

    • herrB schreibt:

      „Die DB sollte meiner Meinung nach zehn und noch mehr Werbeagenturen engagieren, um die Leute besser zu informieren und positive Stimmung zu machen.“

      Das ist das Grundproblem: Meinungsmache, bzw. „Werbung“ wie Sie es hier gebrauchen unterliegt leider keiner sachlichen Grundlage. Es wird etwas beworben. Der gesunde Menschenverstand, gepaart mit einer gehörigen Portion Zeit und Geduld zur eigenen Recherche, ist das einzige was heutzutage noch hilft um sich eine etwas objektivere Sicht zu verschaffen. Zumindestens bei einem aufgeklärten Menschen. Diejenigen, die sich allerdings mit RTL2 und PRO7 zufrieden geben, dürften darauf schon anspringen. Da gebe ich Ihnen recht.

      • Sumit schreibt:

        Oder man vertraut einfach mal darauf dass Ingenieure der Bahn und unabhängige Ingenieurbüros aus ganz Europa gute Arbeit machen…

  7. Manfred Kußmaul schreibt:

    Bleiben Sie Ihrer Linie treu. Kämpfen Sie weiter. Es lohnt sich.
    Es sollte kein Stuttgarter einer Partei nachlaufen, welche schon Wahlkampf betreibt. Es geht um Stuttgart 21 und um die Zukunft von Stuttgart.
    Nur dies ist wichtig. Nicht wer x % im März 2011 erhält.
    Also Kopf hoch und weiter so.

    • Peter Dieterich schreibt:

      Da bin ich nicht ganz Ihrer Meinung – dafür ist der Streit um S21 bereits jetzt viel zu bedeutsam (sogar bundesweit). Spätestens nach den gescheiterten Schlichtungsgesprächen wird sich dieser Trend verschärfen. Vergessen Sie bitte nicht, daß die zentralen Figuren in diesem Spiel Politiker sind – und die sind Wahlkämpfer. Am Ende wird es nur noch um Wahlkampf gehen und letztlich auch um die Frage, in welcher Gesellschaft wir in Baden-Württemberg in Zukunft leben wollen.

  8. Björn Burk schreibt:

    Der Beitrag bei N-TV war doch nicht echt? Oder etwa doch?
    Oh meine Güte – geht es noch schlechter?

    Christian – Kopf hoch! Wir laufen kommenden Donnerstag einfach wieder!

    • Oliver Eisele schreibt:

      Das ist ja unfassbar. Die basteln sich eine Verschwörungstheorie zurecht, dass John Grisham dagegen aussieht wie ein Waisenknabe.

      Freue mich auf den Lauf heute Abend.

  9. Clou schreibt:

    Also dieses eine Mal sage ich es: Oben bleiben. Damit meine ich deinen Kopf 🙂

    In der Politik braucht man ein dickes Fell, das ist nichts Neues. Ist trotzdem blöd, so etwas am eigenen Leib erfahren zu müssen.

  10. Schmid Rüdiger schreibt:

    KEIN RECHTFERTIGUNGSGRUND

    betr: Ihre Rundmail bezüglich der Presse…

    Ich finde nicht, dass es irgendeiner Rechtfertigung bedarf, ob man mit der Bahn zusammenarbeitet oder nicht. Jeder von uns Unterstützern hat seine Interessen und seine guten Gründe, FÜR Stuttgart-Ulm 21 zu sein.
    Das unterscheidet uns von den hohlen Protesten, die von den Grünen aus unverantwortlicher Wahlkampftaktik heraus geschürt werden.
    Selbst wenn „Laufen für Stuttgart21“ von Herrn Grube persönlich initiert worden wäre, würde ich mitmachen. Es kommt doch nur darauf an, dass irgendwer dankenswerterweise die Dinge in die Hand nimmt und den Unterstützern ein Forum bietet.
    Hoffen wir, dass die Zahl derjenigen Unterstützer noch sehr viel grösser wird, die ihre Meinung offen kund tun und damit dem Protest-hype etwas entgegensetzen!

    Bleiben Sie bitte mit der Presse in Kontakt und suchen Sie selber auch den Kontakt; das Stattfinden der Unterstützer in der Öffentlichkeit scheint mir ganz wesentlich.

  11. Ralph Diettrich schreibt:

    Mein lieber Chris List,

    ich kann mich den anderen nur anschließen!!! Ich finde Euren Einsatz ganz großartig, denn ich selber hätte den Arsch nicht hoch bekommen, mich in der Form zu engagieren wie Ihr es macht!!!
    Aber den Preis den Ihr dafür zahlt ist schon hoch…meine Herren!!! Die Gegener kämpfen offensichtlich mit allen Mitteln und ich glaube kein Verschwörungstheoretiker zu sein, wenn ich mir überlege, dass so mancher der Rädelsführer auf ein Pöstchen und hübsche Fründe nach der Wahl spekuliert. Und das beschämt mich nach 20 Jahren Stimmabgabe für die Grünen schon sehr…(aber keine Sorge, ich bin schon vor einiger Zeit G’scheid geworden)
    Was mir aber Hoffnung gibt ist die Qualität unserer Mitstreiteter. Auf dem letzten Lauf hab ich zu meiner Überraschung nicht nur meinen Chef entdeckt, sondern auch den ein oder anderen Geschäftspartner, alles Leute, die etwas bewegen können und die den Blick über den kleinen Talkessel hinausrichten können.

    Deswegen glaube ich auch fest daran, dass der Protest der Gegener seinen Zenit überschritten hat, dass die schrillen Stimmen und Aktionen wie diese absurden Verschwörungstheorien, gefakte Anzeigen und ähnliches die Glaubwürdigkeit der Protestler hinfällig machen und immer mehr Befürworter zu uns stoßen werden, auch wenn im SWR 300 Gegendemonstranten in Tübingen immer noch für den Aufmacher der Landesschau taugen 🙂

    Wir sind besser, wir werden mehr und es ist Euer Verdienst, uns alle zusammen gebracht zu haben, Menschen, die etwas bewegen wollen und auch bewegen können! Deswegen ist es gut, hier Dampf abzulassen um sich danach wieder diesen verworrenen Geistern entgegenzustellen.
    Keep on running boys !

    • karinharsch schreibt:

      Jeder kann seine Meinung zu diesem Projekt haben. Es sollte egal wie, akzeptiert werden. Aber so ein Gerde wie wir sind besser, wir werden mehr…zeigt doch nur , wie wenig Urteilsvermögen du hast und dass es nur darum geht wer gewinnnt

      • Simone Grädig schreibt:

        Es geht nicht ums gewinnen ,es geht darum das in dem Medien und bei den Gegnern immer verbreitet wird es gäbe keine Bürger die aus freien Stücken für S21 sind.Darum sagen wir es ist gut wenn wir mehr werden,
        denn egal ob 100 oder 1oo ooo ,es ist wichtig das wir uns zeigen und sagen traut euch ,wir sind nicht eine Provokation sondern auch ein Teil der Demokratie die ihr Recht von Meinung vertreten.
        Gewinnen oder verlieren ist wohl eher das Argument der Gegner ,denn ausser Forderungen kommt da für mich net gerade der Eindruck rüber das da was Sachlich geklärt und vermittelt werden soll.
        Ich hoffe Herr Geissler hat genug Gelassenheit.

    • Annette Thomas schreibt:

      Kurz vorweg: mich als S21-Gegner nervt es auch, wenn behauptet wird, Chris List oder gar alle Läufer würden bezahlt. Jeder der die offizielle Linie von Bahn und Landes-CDU im Auge hat, kann sich zusammenrechnen, dass ein so offenes Forum NICHT zur Strategie gehört. Und selbst wenn, wäre es eine gute und sinnvolle Sache, für die das Geld weit weniger rausgeschmissen wäre als für zwei neue, unsichtbare Sprecher.

      Aber: Zu glauben, dass taz und ntv von den Gegnern für ihre Berichte bezahlt werden, hat das nicht auch ein bisschen was von Verschwörungstheorie? ntv von den Grünen gekauft??? Von Herrmann und Stocker zahlen den taz-Mann für tendenziöse Berichterstattung??? Klingt mindestens genauso schräg.

      Medien haben insbesondere ein Interesse: Hohe Auflagen/Einschaltquoten. Bei manchen mag noch ein journalistischer Anspruch hinzukommen. Und gerade ist halt S21-Bashing gewinnträchtig, auch das Aufspüren eines generellen „Unwohlseins mit der Politik“, das dadurch verdeutlicht wird, und Verschwörungstheorien (sitibi-Bahn-connection) gehen einfach immer gut.
      Aus Gegnersicht haben die Projektverantwortlichen hier auch einfach sehr viel Inspiration geliefert durch ihre Politik, die jahrelang Bürgerinformation explizit ausgeklammert hat. Das wird hier teilweise ja auch kritisiert.

      Also: am besten gehen beide Seiten davon aus, dass mindestens 95% der Leute auf der anderen Seite aus Überzeugung sprechen und handeln und höchstens 5% „gekauft“ sind. Woraus sich die logische zweite Annahme ergibt, dass man selbst es fast ausschließlich mit Leuten zu tun hat, denen am Herzen liegt, was sie sagen. Auch wenns einem komisch vorkommt.

      • Simone Grädig schreibt:

        Nun was die jahrelangen Informationen betrifft haben sie insoweit recht ,dass uns Brügern nicht Scheibchenweise jeden Montag ein Briefchen ins Haus flog mit dem aktuellen stand von dem ganzen Bauvorhaben,hatte ich aber auch nicht erwartet denn bei anderen Grossprojekten ist das ja auch nicht so gewesen.
        Aber das man als Brüger nicht die Möglichkeit gehabt hätte sich zu informieren das stimmt un mal nicht.
        Es wurde oftgenug im Amtsblatt veröffentlicht wo wann was stattfindet ,ok das amtsblatt hat nicht jeder aber wo unser Rathaus steht wird man wohl wissen,sei es drum genau daran ist das ganze nämlich zum desaster herangewachsen,weil nur das was gehört wird das richtige sein kann,
        wir kennen doch alle noch das Kinderspiel stilles Telefon was da am ende raus kommt wissen wir ja und genau damit müssen wir nun umgehen.
        Es müssen endlich fakten diskutiert werden und nicht Behauptungen.

  12. Johny schreibt:

    Bin bisher fast jedes Mal mitgelaufen und wähle normalerweise grün. Wann kapieren es die Leute endlich, dass es um einen Bahnhof geht und nicht darum, irgendeiner Partei hinterherzulaufen.

    • martin schreibt:

      „Wann kapieren es die Leute endlich, dass es um einen Bahnhof geht und nicht darum, irgendeiner Partei hinterherzulaufen.“ Immerhin ein Aspekt, der Gegner und Befürworter eint.

    • Peter Dieterich schreibt:

      Viele Menschen sind nicht in der Lage, das zu trennen. Sie unterscheiden ja auch nicht zwischen der Frage „bin ich für oder gegen Gewalt“ und der Frage „bin ich für oder gegen ein Bauvorhaben“.

  13. Anton Ströbele schreibt:

    Wir müssen die Medien und die Abläufe in den Medien so nehmen wie sie sind.

    Die Glaubwürdigkeit der Pro-Bewegung eines Großprojekts ist extrem wichtig.

    Wenn eine oder ein führender Mitstreiter, also ein Gesicht der Volk-Pro-Bewegung auf der Gehaltsliste der Bahn stehen würde, dann hat die Bewegung ein Riesenproblem.
    Wenn der Spiegel oder die Tagesschau aufmacht mit der Schlagzeile “ Bahn bezahlt für Prodeste für S21″ dann braucht sich niemand mehr auf den Marktplatz stellen.

    Für die Medien steht dort dann nicht ein Teil der Stuttgarter oder des Volks, sondern die Bahn, der Bauherr.

    Dies ist die Wirklichkeit, ob sie einem nun gefällt oder nicht.

    Wir dürfen nicht träumen, wir müssen die Medienwelt nehmen, wie sie ist.

    Also offensiv mit dem Thema umgehen, dann ist es bald kein Thema mehr.

    Herr List, wir stehen hinter Ihnen und am Donnerstag wieder auf dem Marktplatz.

    Noch eine Bitte an alle Mitstreiter:
    Schreibt an alle Medien, zeigt, daß es uns gibt, fordert eine faire Berichterstattung, weist auf unsere Veranstaltung hin.

    • arkay schreibt:

      Da widerspreche ich vehement. So ist die Medienwelt tatsächlich nicht. Was bedeutet es denn wenn Fernsehsender verkünden 4000 Menschen wären von der Bahn gekauft um für das Projekt zu jubeln? Nur eine kleine naive Minderheit würde das glauben denn die meisten haben ein gutes Bauchgefühl dafür dass es nicht stimmt. Wie bezahlt die Bahn diese Menschen? Bar oder per Überweisung? Wie ist geregelt wie lange man auf dem Platz stehen muss? Welche Leute nehmen daran teil? Ist jemand für das Projekt ist die Meinung ja echt und nicht gekauft, ist jemand dagegen macht er nicht mit. Das genauere Nachdenken über diese Vorwürfe hilft um sie richtig einzuordnen. Nochmals, egal wer organisiert, wenn Menschen in einem demokratischen Staat für etwas auf der Straße demonstrieren ist das eine Meinungsäußerung die auch in der heutigen Zeit alle Medien in richtiger Weise ernstnehmen.

  14. Anette Kenntner schreibt:

    Hi Chris,
    als altkluge PR-Frau kann ich nur sagen: Das hatte ich mir fast so gedacht. Vor allem die TAZ ist ein ideologisches Blättchen und mitnichten an der Wahrheit interessiert. Denen geht es darum, ihre Leser in ihrem Weltbild zu bestätigen. Und die Leser der TAZ wollen nun mal nicht hören, dass sich jemand ernsthaft und ohne Hintergedanken für S21 engagiert.

    Mich würde übrigens auch mal interessieren, wer diesen Widerstand bezahlt. Nicht nur die Lebenshaltungskosten von Stocker und Co, sondern auch die unzähligen Flugblätter und den ganzen anderen Werbeaufwand. Darüber wird merkwürdigerweise nie gesprochen.

    Bleib bei deiner Haltung. Hut ab davor, dass Du Dir das antust!

    Ansonsten möchte ich hier als ehemalige Projektleiterin für die Events am Flughafen Stuttgart kundtun, dass der Flughafen Stuttgart deshalb auf Deiner Kundenliste steht, weil Du vor Jahren einige gut gelungene Night-Life-Events dort gestaltet hast. Diese Partys hatten nichts, aber auch gar nichts mit S21 zu tun.

    • Annette Thomas schreibt:

      Liebe Frau Kenntner,

      was das Gehalt von Herrn Stocker angeht, bin ich nicht informiert. Nach meinem Dafürhalten könnte er schon in einem Alter sein, der ihn zu einem Lebensunterhalt auf Steuerzahlerkosten berechtigt – als Rentner nämlich. Ich mag mich aber irren.
      Was aber die Flugblätter und Luftballons angeht: So unglaublich es klingen mag – es sind wohl Spenden. Wer einen K21-Button kauft oder einen Luftballon, und wer eine Butterstulle an der Mahnwache isst, der tut Geld in ein Kästle. Als gemeinnützig anerkannt ist das nicht, von der Steuer absetzbar auch nicht. Es scheint aber zu funktionieren.
      Möglicherweise unterstützt der BUND nicht nur organisatorisch, das weiß ich nicht, wüsste aber auch nicht, ob da rechtlich etwas dagegen spräche.
      Und, ach ja: alle unsere Flyer werden zum Download ins Netz gestellt. Und Leute wie ich oder der Herr im Anzug oder die Tante im Kunstpelzmantel drucken davon 100 Stück aus, schneiden sie zurecht und verteilen sie. Einfach, aber genial, und ganz ohne Verschwörung.

      Gruß,
      Annette Thomas

      • Simon schreibt:

        Liebe Frau Thomas,
        es ehrt Sie ja, dass Sie hier mit so viel Engegement gegen (ernst oder nicht ernst gemeinte) Verdächtigungen gegen die S21-Connection vorgehen. Ich wüsste nur gerne, ob Sie bei den K21-/GegenS21-Leuten auch so deutliche Worte finden? Haben Sie sich mal angesehen, was seit Monaten im Internet abgeht an Verschwörungstheorien gegen S21 und seine Befürworter?
        Das geht los bei Zivilpolizisten, die angeblich die SChüler in den Schlosspark lockten, um sie dann verdreschen zu können (wir wissen zwischenzeitlich alle, dass es der SMS-Dienst der Parkwächter war);
        es geht weiter mit Agenten von Mappus, die mit Pfefferspray hantierten, um den Polizeieinsatz so richtig in Schwung zu bringen;
        dann kommen düstere Mafiosi, die die Morddrohungen an Grube faken (mit dessen Wissen; Ziel: Mitleid erregen und den „Widerstand“ dikreditieren);
        dann kommen Behauptungen, dass die CDU den gefälschten Offenen Brief, der am 6.Oktober erschien, selbst gefälscht hätte, damit man denkt, dass die CDU denkt, dass man denkt, dass…;
        und dann gibt es da noch die freakige Idee, dass das auf facebook von S21-Gegnern gestreute Gerücht, bei der Demo seien Menschen totgeprügelt worden, in Wahrheit von den S21-Befürwortern in Umlauf gebracht worden sei (warum sie das hätten tun sollen, ist ja egal);
        nicht zu vergessen die Spätzle-Connection, die überall wie die Illuminaten ihre Hände im Spiel hat;
        und nicht zuletzt die lustige Idee, dass wir S21-Befürworter gekauft sind (Heißt das, dass ich ab jetzt bezahlt werde?).

        Ganz ehrlich: Da ist das bisschen, was hier als (zumeist nicht mal ernstgemeinte) Reaktion auf diese Verschwörungswahnsinn läuft, nur ein laues Lüftchen.

        Nichts für ungut,

        Simon

      • Anette Kenntner schreibt:

        Liebe Frau Thomas,
        von Verschwörung habe ich übrigens in meinem Beitrag nicht gesprochen, diese auch nicht unterstellt. Ich glaube Ihnen auch, dass sich der Protest inzwischen selbst trägt. Aber wie war das all die Jahre davor? Ich beschäftige mich nun schon seit rund 12 Jahren mit dem Projekt und habe mich auf vielen Veranstaltungen informiert. In den vergangenen Jahren traf ich dort jedoch fast immer auf die „üblichen Verdächtigen“, den harten Kern oder die Initiatoren der Protestbewegung. Ich hatte nicht den Eindruck, dass das Leute von der Halbhöhe sind oder gar von der Höhe, die mal locker ein paar Tausender für Aufkleber ausgeben können. Und selbst wenn hinterher Spenden in die Kasse kommen, Werbemittel muss man ja vorher finanzieren. Also, zurück zur Frage:
        Wie hat der „harte Kern“ der Protestbewegung die Anfänge finanziert? Dass das alles kein Geld gekostet haben soll, entspricht nicht meinen Erfahrungen.

        Wenn Sie, liebe Frau Thomas, das in Erfahrung bringen könnten – mich würde das wirklich interessieren.

  15. Dani Schmidt schreibt:

    Hey Chris,
    ich wollte nur mal sagen – Respekt! Nicht nur dafür das du so viel Zeit in die Bewegung für S21 steckst, sondern auch für deine offene Art uns alle an deinen Erfahrungen in dem Zusammenhang teilhaben zu lassen!

    was die TAZ, n-TV und alle, die da noch mit solch dummen Fragen daherkommen, angeht, wie sagt man so schön: Getroffene Hunde bellen! Wer es nötig hat, mit derartigen Fragen vermeintlich konstruktive Interviews zu führen, weiß das er keine besseren Argumente und Fragen hat, den Interviewpartner in die Enge zu treiben!

    also Kopf hoch und zur Not tief durchatmen und bis 10 zählen 😉

    • Marion Furtwängler schreibt:

      Hallo Chris 🙂

      Nimm es als das, was es ist: Anerkennung!

      Man muss eine wahnsinnge Angst vor Dir und Deinen Fähigkeiten haben, wenn man zu derlei schmutzigen Tricks greifen muss.
      Wenn es auch ein paar Bekloppte gibt, die diesen Müll glauben, ist es doch für den Großteil der Menschen mit Verstand nichts anderes als ein Versuch, Dich in ein schlechtes Licht zu rücken, um dich unglaubwürdig zu machen. Und DAS ist erbärmlich.
      Darüber hinaus muss ich ganz ehrlich gestehen, dass ich auf Personen, die diesen Unfug als a) wahr und b) Skandal annehmen, in meinem Leben verzichten kann.

      Lass Dich nicht unterkriegen, WIR stehen hinter Dir!

      „Es sind die Schwachen, die grausam sind. Freundlichkeit und Güte dürfen wir nur von den Starken erwarten.“
      (Leo Calvin Rosten)

      Herzliche Grüße
      Marion

      • Marion Furtwängler schreibt:

        Ich habe da noch ein Zitat, die ich Dir auf den mit auf den Weg geben möchte:

        „Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann.“
        Leo N. Tolstoi

        Glaub mir, Gelassenheit kann man lernen. ICH weiß, wovon ich spreche und ich weiß auch um Dein Bedürfnis, diese Diffamierungen richtigstellen zu wollen. Ich weiß um das Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber Unfairness.
        Seit Dir gewiss: Solange Du aber um Antworten bemüht bist, wird das nicht aufhören, denn Du gibst damit immer wieder neuen Nährboden.

        Herzliche Grüße
        Marion

  16. Gisela Martin schreibt:

    Hallo Herr Christian List,
    es ist immer wieder erfrischend und auch bewundernswert Ihre Kommentare zu lesen! Weiter so. Ich war jetzt das dritte Mal auf der Demo am Donnerstag und fühle mich gut aufgehoben. Schön ist für mich (67 Jahre jung, Architektin), dass sehr viele junge Menschen eine Zukunft in S 21 sehen. Ich selbst habe mein Wissen in Form von Pro-Stuttgart 21-Stammtisch mit Uwe Stuckenbrock oder Erlebnisrundgang im Hauptbahnhof erweitert. Das sollten vielleicht auch die Gegner von S21 tun!!!An Weitblick fehlt es da……
    Ich freue mich auf nächsten Donnerstag.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Gisela Martin

  17. M. Doerfer schreibt:

    Wenn man sich die Personen und Firmen hinter ‚fluegel.tv‘ anschaut, dann führt die Spur zu einer Agentur, die auf ihrer Referenzliste u.a. Kunden aufführt: Mercedes-Benz und Neoplan aufführt.

    Die Gegner von S21 werden offensichtlich von der Auto-Lobby unterstützt. Denn eine moderne schienengebundene Infrastruktur gefährdet ihre Geschäfte. Über diese unheilige Allianz findet sich seltsamerweise nichts in der einschlägigen Anarcho-Presse.

    Außerdem: ‚fluegel.tv‘ filmt seit Wochen, und seit kurzem mit weiteren fest installierten Kameras, rechtswidrig Tag und Nacht rund um den Hauptbahnhof – mitten in den öffentlichen Raum hinein. Dagegen ist ja Google Street View Kinderkram. Nur eine weitere der vielen Rechtsbrüche dieser grünen Links-Populisten.

  18. Philipp Lampel schreibt:

    Hallo Chris,
    sehr gut geschriebene Email! Mal ne Frage, müsste diese Sendung keine Gegendarstellung dir dann bringen? War eigentlich eine Behauptung die nicht korrekt ist (§11 Landespressegesetz BW, steht leider nur was von Drucksachen, aber TV müsste nach meinem Rechtsempfinden genauso sein..vlt. kann das mal ein RA erörtern).
    Grüße
    Philipp

  19. Thilo schreibt:

    Lieber M. Doerfer,

    mit Verlaub, aber dass die S21-Gegener von der Autoindustrie finanziert werden ist genauso absurd, wie der Vorwurf „Laufen für Stuttgart“ sei von der Bahn finanziert.
    Tatsächlich ist Daimler-Benz eine der wenigen mutigen Firmen, welche sich in der StZ vorbehaltlos als Unterstützer von S21 bekannt haben.

    Lassen Sie uns bitte vom Niveau und der Qualität der Argumente nicht auf das bisweilen zweifelhafte Niveau der Gegner herabsteigen.
    Letztendlich wäre dies unserem Anliegen sehr schädlich.

    Mit freundlichem Gruß und in der Hoffnug die „Belehrung“ wird nicht als
    persönliche Beleidigung misverstanden,

    Thilo

    PS . Weiter so, Chris. Ich bin am Donnerstag wieder dabei.

  20. M. Doerfer schreibt:

    … ich werde nächstes Mal das stilistische Mittel der Hyperbel für rhetorisch Ungeübte besser kennzeichnen müssen.

  21. Simone Grädig schreibt:

    Nuja ,das „bad news ,good news “ sind ist ja allen bekannt ,darum sollte uns das auch nicht mehr wundern,die Berichterstattung ist doch schon von Anfang an sehr einseitig und genau darum ist es wichtig das wir weiter laufen,nicht müde werden zu informieren ,Gespäche führen.
    Was habe ich auf irgendeiner Seite gelesen es ist viel leichter gegen etwas auf die Strasse zu gehen und einer Herde hinterher zu rennen wie für etwas auf die Strasse zu gehen und den eigenen Weg zu finden.
    Das es anscheinend unvorstellbar ist das man unbezahlt für S21 sein kann ,zeigt doch nur ,wie sehr laufen für S21 denen zu schaffen macht ,wird doch der ganzen Welt suggeriert es wären alle dagegen.
    Darum weiter laufen und was ich noch wichtiger fände ,
    traut euch zu kommen.
    Über vorhandene neue kurz Filme vom letzten Lauf wäre ich sehr erfreut.

    wieter so grüssle simone

  22. Jun.-Prof. Dr. Jörg Tremmel schreibt:

    Parteipolitische Neutralität ist wichtig
    Ich hätte ehrlich gesagt kein Problem damit, wenn die Pro-Initiativen von Firmen oder Parteien Geld oder Manpower bekommen würden. Was ich aber wichtig finde, ist parteipolitische Neutralität. Letzten Do war ich erstmals dabei und fand die Reden sehr gut – bis auf vereinzelte Versuche, Werbung für die CDU zu machen (In den Ruf „Unser OB ist Schuster“ stimmte zum Glück fast niemand ein). Ich finde es wichtig, dass dies eine Veranstaltung der Stuttgart21-Anhänger bleibt, egal, ob sie CDU, SPD, FDP oder sogar die Grünen wählen. Ich würde nicht mehr kommen, wenn Sprechchöre für einzelne Parteien angestimmt würden oder mir gar ein Aufnahmeantrag unter die Nase gehalten würde.
    Viele Grüße
    Jörg Tremmel
    Uni Tübingen

    • Simon schreibt:

      Lieber Herr Tremmel,

      ich bin mir sicher, dass das nicht mehr passieren wird. Sie sind nicht der Einzige, dem das etwas bitter aufgestoßen ist.
      Es geht um das Projekt, nicht um Parteipolitik! Den Wahlkampf sollten wir den Grünen überlassen, die sind schon mittendrin…

      Also kommen Sie wieder 🙂

      Simon

  23. Rainer Seemann schreibt:

    Lieber Herr List,

    es geht Ihnen nicht alleine so. Auch ich bin Unternehmer und werde von vielen meiner Unternehmerkollegen „angegiftet“, weil ich gegen Stuttgart 21 bin und weil ich nicht aufhöre auf den Filz der „Spätzle Connection“ hinzuweisen. Ich bin Zwangsmitglied der IHK, die noch nie die Interessen der kleinen Unternehmen in der Region vertreten hat und muss meinen Beitrag zahlen, ob ich will oder nicht. Man hat mir von Kundenseite aus gedroht, dass ich keine Aufträge mehr bekomme, wenn ich mich weiterhin öffentlich gegen Stuttgart 21 ausspreche. Dafür kamen aber andere Unternehmer, die den Unsinn Stuttgart 21 auch so sehen und die mir gerade deswegen, weil ich dagegen bin, wieder Unterstützung und Aufträge geben. Wir haben jetzt eine Gruppe „Unternehmer gegen Stuttgart 21“ gegründet. Wir rechneten mit 10 oder 20 Leuten, es kamen aber 130, so dass der gemietete Saal in der Kronprinzstraße nicht ausreichte. Bei der Demo am Samstag war unsere Gruppe bereits 150 Unternehmer stark, darunter einige sehr angesehene Mittelständler aus der Region. Es ist leider so, dass der Riss, der mitten durch unsere Gesellschaft geht, auch in Zukunft nur schwer zu kitten sein wird. Ich habe heute oft an Ihren Vater gedacht, mit dem mich in den 1970er Jahren eine tiefe Freundschaft verband und der zu der Zeit immer Querdenker war, sehr zum Leidwesen der damaligen CDU-Spitze.

    Wie auch immer, wir werden weiter kämpfen, jeder auf seiner Seite, bzw. auf der Seite, die er für die Richtige hält. Und diejenigen, die uns keine Aufträge mehr geben, weil wir auf der einen oder anderen Seite stehen, die können mir den Buckel runterrutschen 😉

    Der Stern hat wieder einmal sehr schön beschrieben, wie die IHK in Stuttgart agiert und Sie und ich finanzieren diese Schweinerei mit, mit unseren Beiträgen.

    http://www.stern.de/politik/deutschland/medien-und-stuttgart-21-fahrt-auf-schwaebischem-filz-1611232.html

    Ich wünsche noch einen schönen Restsonntag. Ich war heute stundenlang im Schönbuch, der sich herrlich in allen Herbstfarben zeigt. Das hat meinen Kopf frei gemacht und mich friedlich gestimmt.

    Liebe Grüße

    Rainer Seemann

    • Sumit schreibt:

      Bravo Herr Seemann,

      Der erste Kommentar von Ihnen der mir ein zufriedenes Gesicht aufgedrückt hat, weil ich meine rausgelesen zu haben dass Sie unsere Meinung und die Gründe dafür akzeptieren. Das ist positiv gemeint. Sie können ja doch auch mal ganz rational und menschlich… thumbs up!

  24. Sumit schreibt:

    Nicht unterkriegen lassen Chris! sensationsgeile Medien wollen nunmal lieber Verschwöhrungen aufdecken als über langweiliges, ehrliches Engagement berichten 😉
    Bis Donnerstag!

  25. Maja schreibt:

    Herr List, lassen Sie sich bitte nicht entmutigen. Kompliment auch für Ihre Glückwünsche.
    Viele Grüße
    Maja

  26. T. schreibt:

    Lassen Sie sich nicht unterkriegen! Am Donnerstag kommen 5 weitere neue Teilnehmer die mittlerweile das unsachliche emotionale Gegeifer satt haben vors Rathaus! Bis dahin!

  27. Jürgen Sarfert schreibt:

    Lassen Sie sich nicht einschüchtern! Bleiben Sie wahr, fair und sachlich! 10.10.2010

  28. Ex-Stuttgarter schreibt:

    Hallo Chris,

    was erwartest du? Der Umgang mit dir und deiner Agentur orientiert sich eben an dem, was man in den letzten Jahrzehnten im Ländle erfahren musste:
    Amigo-Wirtschaft und Filz.

    In dem oben verlinkten Text ist es so schön formuliert: — Im „Weinberghäuschen“ säßen jene, die es geschafft hätten, dass das Bahnprojekt Stuttgart 21 „zu einer Metapher für eine kaltschnäuzige Cliquenwirtschaft geworden ist. —

    Es ist auch eine Tatsache, dass die Bahn 2007 Astroturfing finanziert hat ( http://www.lobbycontrol.de/blog/wp-content/uploads/die-verdeckte-einflussnahme-der-deutschen-bahn.pdf ).

    Da schaut man jetzt halt genauer hin. Mit Unterstellungen sollte man sich zurückhalten, aber das Misstrauen ist da.

    Tja, und nun?
    Zuerst würde ich „Laufen für S…“ noch einmal hinterfragen – welche Interessen werden mit S21 verfolgt?
    Könnte man die Milliarden nicht vielleicht doch besser einsetzen?
    Zum Beispiel für Bahnprojekte, die den Güterverkehr von der STRAßE AUF DIE SCHIENE verlagern, um nur mal ein Beispiel zu nennen.

    Vielleicht im März für andere Mehrheiten stimmen?

    Oder der Tradition folgen und gegen Veränderungen stimmen. Dann sollte man sich als Geschäftsmann aber auch frühzeitig einen passend besetzten „Beirat“ einrichten, sonst wird das auf Dauer nichts.

    • Simon schreibt:

      Hallo,

      „Oder der Tradition folgen und gegen Veränderungen stimmen.“

      Ehrlich gesagt halte ich dieses „Gegen-Veränderungen-Stimmen“ für das treibende Motiv von geschätzen 80% der S21-Kritiker. Ex-Stuttgarter, Sie mögen ja vielleicht andere Motive/Argumente haben, aber überschätzen Sie mal nicht die Ihrer Mitstreiter. Steckt hinter vielem nicht eine irrationale Zukunftsangst & das Unbehagen, die Dinge nicht mehr zu durchschauen? S21 ist doch für viele derer, die jetzt auf die Straße gehen und Rebell spielen, nur das Ventil für ganz andere Dinge. Das sehe ich persönlich an so manchem Bekannten, der erst gegen S21 war – und sich dann im Anschluss daran auf den Demos seine Argumente „angeeignet“ hat. Eigentlich sollte es doch andersrum sein, nicht wahr? Und man sieht es an den unglaublichen Verschwörungstheorien, die unter Projektskeptikern die Runde machen.
      Aber wie gesagt, ich möchte Ihnen das nicht unterstellen, mir geht es um Beobachtungen, die ich anderweitig gemacht habe (bei Leuten, die ich kenne, was ja bei Ihnen nicht der Fall ist, weswegen ich mir da keine Meinung anmaßen würde).

      In diesem Sinne allen eine gute Nacht.
      Simon

      • Rainer Seemann schreibt:

        Es gibt auch andere Unternehmer:

        http://www.unternehmer-gegen-s21.de/
        aber die gehören halt nicht zur Weinberghäusle- und Spätzleconnection, sondern verdienen auf reelle und saubere Weise ihr Geld und zahlen Steuern und (unfreiwillig) auch IHK Beiträge

      • Sumit schreibt:

        ne Unternehmensliste wär mal toll. Ne Zahl kann jeder raushauen. Viele interessieren sich welche Unternehmen da dagegen sind.

  29. Uwe schreibt:

    Good news are no news, so lautet ein alter Spruch der angelsächsischen Presseleute. Dementsprechend schwer ist es für uns, in die Presse zu kommen. Der nette Mensch von der TAZ, der so gut zuhören konnte, hat sich innerlich wohl schon wie ein kleiner Bob Woodward gefühlt in der Hoffnung, ein „Spätzlesgate“ aufdecken zu können. Hätte er es geschafft, so wäre ihm eine Rekordauflage sicher gewesen. So reicht es halt nur zu einem Bericht über einen Kreis von engagierten Menschen, die sich aufgemacht haben, die politische Kultur unserer Stadt gegen ein Heer von Dummschwätzern zu verteidigen. So wichtig das für die Zukunft Stuttgarts ist, so wenig interessiert das die Leser der TAZ. Die wollen zum Frühstück andere Nachrichten serviert bekommen.

    Immerhin ist die TAZ noch nicht so weit herunter gekommen wie der „Stern“, der einst die führende Illustrierte Deutschlands war. Pech für den „Stern“, dass die große Zeit der Illustrierten vorbei ist. Es gibt Nachrichtenmagazine, es gibt Fachzeitschriften und es gibt die Yellow Press, und genau dort ist der „Stern“ schon vor vielen Jahren gelandet. „Bild“-Zeitung für Leute, die einmal in der Woche schöne Farbfotos sehen wollen.

    Wehklagen nützt nichts, wir müssen weitermachen, weiterlaufen für Stuttgart. Politik ist ein hartes Geschäft. Politik zu machen bedeuted, viel eigene Zeit und eigenes Geld zu investieren, in der Hoffnung, den eigenen Überzeugungen irgendwann zum Durchbruch zu verhelfen. Bekommen tut man in der Regel nichts dafür, zumindest nichts Materielles, es sei denn, man gehört zu jenem kleinen Kreis der Berufspolitiker, die nicht nur für die Politik, sondern auch von der Politik leben. Es ist bei uns Mode geworden, über diese Leute zu schimpfen und sie für alle Übel unserer Gesellschaft verantwortlich zu machen. Dabei können wir froh sein, dass es diese Leute gibt. Sie verschaffen uns durch ihre Arbeit den Freiraum, um unser Leben so leben zu können, wie wir uns das vorstellen, inklusive der Freiheit, uns nicht mit Politik befassen zu müssen, wenn wir das nicht wollen. Auch diese Freiheit gilt es zu verteidigen. Ich bin gerne bereit, ab und an für eine gute Sache auf die Straße zu gehen, aber ich habe keine Lust, meine gesamte Freizeit dort zu verbringen.

    Wir sehen uns wieder am kommenden Donnerstag!
    Keep on running!

  30. Peter C. Gerlach schreibt:

    Viel Feind, viel Ehr.

  31. Sehr geehrter Herr List,
    Ihre offenen Worte zum Umgang mit den Medien treffen den Kern: Es gibt aus all diesen Gründen auch eine Politiker-Verdrossenheit bzw. die Entscheidung vieler engagierter Menschen, nicht ins Politikleben einzutreten. Und dennoch ist es ricjhtig, dass die Medien „tief bohren“, damit sie bei der Beschreibung z.B. der Befürworter S21 nicht irgendwelchen Scharlatanen oder Strohmännern aufsitzen. Deshalb haben Sie völlig richtig reagiert: Größtmögliche Offenheit schafft Vertrauen. Und danach sind Sie akzeptiert. Kompliment!
    Ihre Corinna Werwigk-Hertneck
    (Justizministerin a.D., Rechtsanwältin)

    • Rainer Seemann schreibt:

      Liebe Frau Werwigk-Hertneck,

      ja, dass die Presse nachbohrt ist gut. Das Handelsblatt hat dies getan und interessante Details hervor gebracht:

      http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/interessenkonflikt-bei-cdu-ministerin-mappus-stuttgart-21-und-die-spaetzle-connection;2670355

      Interessant, oder?

      Ihr Rainer Seemann

      • Marion Furtwängler schreibt:

        Guten Morgen Herr Seemann,

        in der Tat ein interessanter Artikel. Frau Gönner sollte ihre Position überdenken und die Konsequenzen ziehen.

        Und dann?

        By the way…Was gedenken die Projektgegner eigentlich zu tun, sollte der geforderte Baustopp erfolgen? Geht da nicht plötzlich eine Menge Protest-Substanz verloren?
        Von daher fände ich es eine gelungene Sache, wenn der Forderung nach einem Baustopp nachgegeben wird.

        Was mich noch interessieren würde: Wie viele von Ihren Unternehmern gegen den Bahnhofsneubau sind denn an den Ausschreibungen gescheitert? Und ganz expliziet: Welchen Branchen gehören diese Unternehmer an und Warum lehnen die das Projekt ab?

        Herzliche Grüße
        Marion

      • Michael Schneider schreibt:

        Da hat das Handelsblatt ja echt nachgebohrt was das Zeug hält. Ich zitiere mal Kommentar Nr. 18 ‚Journalistische Glanzleistung‘ unter dem Artikel: „Dieser Artikel zeugt einmal mehr von journalistischer Glanzleistung. Jeder der will kann auf der Webseite der Stiftung Lebendige Stadt nachlesen, wer alles im Stiftungsrat sitzt, übrigens Politiker des gesamten politischen Spektrums. “ Und noch Kommentar Nr. 16 von Ronald Geiger: „Die Geschichte klingt schlüssig, hat aber einen Haken: Das geplante Einkaufszentrum wird auf Bahngelände gebaut, das schon heute zur Verfügung steht. Die Bebauung startet schon weit vor Stuttgart 21 und das Einkaufszentrum kann auch mit Kopfbahnhof gebaut werden. Also: Grüne Nebelkerzen und journalistisch schlecht recherchiert.“
        Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

      • Maja schreibt:

        Sehr geehrter Herr Seemann,
        sehr tief zu bohren hat es das Handelsblatt wohl nicht nötig gehabt. Die „Enthüllungen“ sind auf der Web-Seite der Stiftung für Jegermann ersichtlich: http://www.lebendige-stadt.de/web/template2neu.asp?sid=176&nid=&cof=172.
        Auch den von Ihnen vorgeschlagenen Stern-Artikel habe ich gelesen. Hierzu nur eine Frage: Sollte K21 realisiert werden, wird es dann gemeinnützig errichtet werden?
        Viele Grüße

      • Maja schreibt:

        Und noch etwas, Herr Seemann,
        da Sie uns hier mit interessanten Lektüren versorgen, wäre das hier vielleicht eine lesenswerte Lektüre für Sie?
        http://www.faz.net/s/RubAB001F8C99BB43319228DCC26EF52B47/Doc~E2268919EE7BC4940AFF7974090919439~ATpl~Ecommon~Scontent.html
        Viele Grüße

      • Simone Grädig schreibt:

        Oh wie erfreulich da wird sich doch nicht ein nicht S21 bezahlter Jornalist die gleichen fragen gestellt haben wie ich oder wir.
        Schön auch mal sollte Artikel zu lesen.super Maja.

    • martin schreibt:

      @Corinna Werwigk-Hertneck:
      „Ihre offenen Worte zum Umgang mit den Medien treffen den Kern: Es gibt aus all diesen Gründen auch eine Politiker-Verdrossenheit(…)“ schreiben Sie. Meines Erachtens hat die Politiker-Verdrossenheit hierzulande eher damit zu tun, dass häufig der Eindruck entsteht, dass die Politiker weniger die Interessen des Volkes vertreten, als vielmehr die Interessen von Lobbyisten, Parteispendern und was sich sonst so im Dunstkreis der Regierenden bewegt. Die Medien tragen m.E. zur Politiker-Verdrossenheit insofern bei, dass es ihnen ab und an gelingt, diese Verstrickungen, die Kumpanei und den Filz nicht nur zu vermuten sondern sogar nachzuweisen.

      Die Politiker-Verdrossenheit haben deshalb m.E. in erster Linie die Politiker selbst zu verantworten, wenn ich beispielsweise an die Traumschiff-Affäre (http://de.wikipedia.org/wiki/Traumschiff-Affäre ) denke, wenn ich an den FlowTex-Skandal denke (http://de.wikipedia.org/wiki/FlowTex ), wenn ich an die Beiratsmandate z.B. von Herrn Fleischer (http://de.wikipedia.org/wiki/Gundolf_Fleischer ) oder des Herrn Föll (http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/stuttgart/stuttgart/Artikel586003.cfm ) denke, wenn ich daran denke, dass Herr Oettinger bereits am 25. Juli 2007 (und zwar bevor der Landtag S21 zugestimmt hat und damit lange bevor überhaupt Gewerke ausgeschrieben wurden) wusste, dass am Albaufstieg “die Firma Herrenknecht mit ihren Maschinen” tätig sein wird (http://www.landtag-bw.de/wp14/plp/14_0029_25072007.pdf ).

      • Uwe schreibt:

        Zum Thema Tunnelbohrmaschinen:
        http://de.wikipedia.org/wiki/Tunnelbohrmaschine

        Fazit: allzuviele Alternativen zu Herrenknecht scheint es nicht zu geben.

      • Alexander Rostert schreibt:

        Nein, Herrenknecht ist unumstrittener Weltmarkt- und Welttechnologieführer bei Tunnelbohrmaschinen. Und eine Firma aus dem Land. Ich wüsste daher verflucht nochmal nicht, weshalb eine Tunnelbaumaßnahme nicht auch Herrenknecht zugute kommen sollte. Aber einige S21-Gegner, denen es bei ihrem Protest vielleicht weit weniger um das Wohl Baden-Württembergs geht, als sie jemals zugeben würden und als ihre naiven „Mitstreiter“ ahnen, haben auch kein Problem damit, diese Perle der heimischen Wirtschaft durch ihren Schmutz zu ziehen.

  32. Simon schreibt:

    Ach, und zum Thema „Umgang mit der Presse“ zitiere ich mal spontan aus den Stuttgarter Nachrichten (9.Oktober, S. 5). Da wird Fritz Mieler (oder Mielert?) von den Parkschützern wie folgt wiedergegeben:

    „Ich habe keine persönlichen Gründe gegen dieses Projekt. Ich habe mich in Stuttgart immer heimatlos gefühlt – der Widerstand dagegen hat Stuttgart zu meiner Heimat gemacht.“

    Auf gut Deutsch heißt das nichts anderes als: Ich habe keinen Grund, gegen S21 zu sein, bin aber trotzdem dagegen, weil das Gemeinschaftsgefühl bei uns Projektgegnern so heimelig ist.

    DAS ist mal eine sehr ehrliche Aussage, würde ich sagen… Ihm gebürt unser aller Respekt für diese Ehrlichkeit – auch wenn seine ParkNICHTerweiterer-Kollegen das anders sehen werden.
    🙂

    Gruß,
    Simon
    (der zugegebenermaßen gerade etwas garstig ist…)

  33. Duden schreibt:

    Wenn schon ein Lauf (oder auch mehr), dann bitte mit richtigen „Leibchen“:
    >S21 hat Sinn<

    "Sinn machen" ist ein Übersetzungsfehler aus der englischen Sprache und im Deutschen nicht vorgesehen!

    Wenn schon demonstrieren, dann bitte richtig … 😉

    • C.Fritz schreibt:

      Das „Sinn machen“ falsch sei, ist Sprachwissenschaftlich eine gewagte Behauptung (aber was will man machen, wenns sonst nix auszusetzen gibt).
      Bei „Sinn machen“ handelt es sich um eine Lehnübersetzung aus dem Englischen. Zwar findet die Formulierung seit Beginn der 1990er Jahre immer häufiger Verwendung, schriftliche Nachweise sind aber schon für die 1860er Jahre vorhanden.
      Egal ob S21 jetzt Sinn macht oder Sinn ergibt, auf jeden Fall machen wir keinen Unsinn. wie die „friedlichen, gesprächsbereiten“ K21er die gerade die Liederhalle belagern.

      • Simone Grädig schreibt:

        Und ich möchte da aus den aktuellen Nachrichten noch hinzu fügen,
        dass ich es als Sachbeschädigung sehe ,wenn mir reihenweise S21 gegner Aufkleber aufs Auto geklebt werden würde ,wie das heute Abend den Unternehmern die in der Liderhalle waren passiert ist.
        Soviel auch zum Respekt für die freie Meinungsfreiheit und zur Einhaltung von Gesetzen.

      • Simon schreibt:

        Liebe(r) Herr/Frau Fritz,

        der Sprachphilister ist eben immer das letzte Aufgebot einer gescheiterten Argumentation. Ich habe, während ich das schreibe, den „bürgerbrief“ des S21-Kritikers Peter Grohmann vor mir liegen. Den könnten wir jetzt genüsslich auf Grammatik und Orthografie untersuchen – es gäbe viel zu beantstanden. Aber auf dieses Niveau lassen wir uns eben nicht herab.

        Freundliche Grüße,
        Simon

      • Simon schreibt:

        Denn wie steht so schön in der Bibel: „Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein“. Das gilt auch für Sprache etc. 😉

  34. Peter Dieterich schreibt:

    Danke für Ihre Initiative und Ihr Engagement.

    Natürlich kann ich Ihre Verärgerung verstehen, aber das Wichtigste – wenn man angegriffen wird – ist: ruhig zu bleiben.

    Je mehr Sie sich ärgern und je wortreicher Sie sich verteidigen, desto unglaubwürdiger werden Sie wirken. Das haben Sie gar nicht nötig.

    Eine einzige ruhig und freundlich formulierte Gegenfrage nach dem Motto: Wollen Sie damit andeuten, daß die 4.000 Menschen, die letzten Donnerstag auf dem Marktplatz waren, gekaufte Statisten sind ?“ würde jedem Fragesteller sofort den Wind aus den Segeln nehmen.

  35. Patrick Duffner schreibt:

    Hallo Christian,

    halte durch und lass Dich nicht von unser Links unterwanderten Presse ins Boxhorn jagen… ich selbst arbeite im Vertrieb und hab inzwischen bei vielen gesprächen erfahren wie viele schweigend für das Bahnhofprojekt sind… am Do. kommen mind. 5 Neue mit zur Demo ! Die Verschwörungstheoretiker der Rückwärtsgewanden schlagen um sich und machen alle Schlecht (Tanja Gönner haben se jetzt auch am Wickel) – allein deswegen musst Du, müssen Wir durchhalten… und wir werden durchhalten!

  36. SunshineMike schreibt:

    Endlich mal ein richtig guter recht objektiver Artikel eines Senders:
    http://www.n-tv.de/politik/Mehr-als-nur-ein-Bahnhof-article1693976.html

    • martin schreibt:

      Ein richtig guter Artikel? Ein guter Artikel würde wohl kaum erst behaupten, dass die SPD die Proteste angestachelt hätte, um zwei Absätze weiter gegenteilig (dafür schon näher an der Wahrheit) darauf zu verweisen, dass die SPD bis vor kurzem selbst für S21 war. Ein objektiver Artikel würde wohl kaum den Oppositionsparteien allein die Schuld daran geben, dass S21 zum Wahlkampfthema wird, nachdem doch die Kanzlerin höchstselbst genau das proklamiert hat.

      Eine mögliche Erklärung ist, dass es sich beim erwähnten „Artikel eines Senders“ gar nicht um einen Artikel eines Senders, sondern um den Kommentar eines Börsenjournalisten handelt.

    • Marion Furtwängler schreibt:

      Ach, lieber Ex-Stuttgarter….

      können wir diesen Kinderkram nicht endlich mal lassen? Wir Befürworter sind uns der Begleiterscheinungen einer großen Baumaßnahme bewusst.

      Und ich als ehemalige Kölnerin allemal. Dort gehören diese Rohre inzwischen zum Stadtbild wie der Dom. Komisch nur, dass sich dort NIEMAND darüber aufregt. Was daran liegen mag, dass der Kölner ansich nicht alles im Leben zu wichtig nimmt und Veränderungen überaus gelassen entgegen sieht.

      Herzliche Grüße
      Marion

      • Ex-Stuttgarter schreibt:

        Nach dem achten Kölsch sieht man alles etwas gelassener.

        Deine Überleitung greife ich aber gerne auf. Und zitiere aus Wikipedia einen Abschnitt zu den Ursachen des Stadtarchiv-Einsturzes:

        „Im Laufe der Untersuchungen zum Einsturz ergaben sich neben den unmittelbaren Schäden erhebliche Unregelmäßigkeiten beim gesamten Bau der Nord-Süd-Bahn, u. a. unzureichende Kontrolle der Grundwasserförderung (es wurde weitaus mehr Grundwasser abgepumpt als genehmigt), Errichtung 19 illegaler Brunnen in der Baugrube zur Grundwasserkontrolle, gefälschte Messprotokolle, umfangreiche Diebstähle von Armierungseisen für die Schlitzwände und eine offenbar unzureichende Bauaufsicht durch den Bauherrn KVB kamen ans Licht.“
        Anmerkung: KVB = Kölner Verkehrsbetriebe
        (http://de.wikipedia.org/wiki/Historisches_Archiv_der_Stadt_K%C3%B6ln#Einsturz_des_Archivs)

        In Köln ging es nur um eine U-Bahn-Linie. Kinderkram könnte man sagen.

    • Simon schreibt:

      Betreff: verlinkter Artikel

      Äh, und jetzt…?

  37. Alexander Rostert schreibt:

    Oh ja, ich kenne das, es ist ja auch die „Spätzlemafia“ am Werk, egal, ob die Magistrale für Europa von Paris nach Wien vor 20 Jahren von der EU beschlossen wurde. Der Einfluss der Maultaschenconnection reichte dann halt damals schon bis Brüssel.

    Mit solchen Unterstellungen muss man sich leider abfinden, irgendeine Verbindung lässt sich immer behaupten. Auch viele Bauingenieuren müssen sich damit abfinden: Ich kenne keinen einzigen Kollegen, der gegen S21 wäre. Ihre vorhandene Kompetenz, S21 hinsichtlich verkehrsplanerischer, bautechnischer und finanzieller Aspekte qualifiziert beurteilen zu können, und allein damit zur richtigen Überzeugung gekommen zu sein, hilft ihnen nicht weiter. Im Gegenteil. Ihnen wird bei jeglicher Diskussion nicht etwa gesteigerte Aufmerksamkeit zuteil, sondern günstigstenfalls der Vorwurf der Arroganz, schlimmstenfalls der der bewussten Lüge und einer nicht näher definierten Interessenverquickung gemacht.

    So einfach ist die Welt für S21-Gegner: Wer Ahnung von einer Sache hat, weil er Profi ist, wird für befangen erklärt, weil er Profi ist. Zu beweisen braucht der Verleumder seine hysterischen Unterstellungen ja nicht, irgendwas wird schon hängen bleiben.

    Ich ging bisher davon aus, dass man mit Fachargumenten und Äußerungen im Web allein etwas bewirkt, aber nächsten Donnerstag werde ich mit einigen Kollegen zum erstenmal vor Ort sein. Es kann nicht sein, dass die öffentliche Wahrnehmung der Debatte allein von den montäglichen Auftritten einiger Demagogen und Agitatoren bestimmt wird und von den leider vielen Leuten, die ihnen auf dem Leim gehen .

    • Ex-Stuttgarter schreibt:

      Da man die Magistrale ohne München 21 bauen kann, kann man sie auch ohne Stuttgart 21 bauen.
      Du bist anderer Meinung? Dann liefere bitte ein paar „Fachargumente“.

      • Sumit schreibt:

        Es gibt Staatsverträge in denen sich Deutschland verpflichtet hat seinen Beitrag dazu zu bauen. Und da ist S21 nötig.

      • Marion Furtwängler schreibt:

        Das stimmt sogar, man kann diese Strecke in der Tat ohne Stuttgart bauen.

        Was wäre das Ergebnis? Die Konsequenz?

        Nunja, erstmal würde die in Frage stehende Strecke von Paris über Italien (Lombardei) nach Bratislava führen, also weit an Deutschland vorbei. Der wirtschaftliche Schaden wäre langfristig nicht absehbar, vom „Imageverlust“ ganz zu schweigen. Züge aus dem europäischen Ausländ würden nicht mehr durch Süddeutschland fahren (aber man kann ja dann nach Köln fahren, dort fährt er dann noch, der Thalys).

        Das zeigt aber auch, dass ein umfangreicher Umbau des Stuttgarter Bahnhofs für den Bauherrn, (und DAS ist nunmal die Bahn) überhaupt keinen Sinn machen würde. Warum auch sollte er einen in die Bedeutungslosigkeit abgerutschten Bahnhof aufwendig sanieren? Nö, die Bahn wird pflichtgemäß die Schienen sanieren, neue Farbe an die Wände klatschen, die entstande Baustelle herrichten und sich freundlich für die gut gemachten Geschäfte bedanken.

        DAS ist es übrigens, lieber Ex-Stuttgarter, was ich allen K21-Befürwortern vorwerfe: Das völlige Ausblenden der realen Konsequenzen. Dieses Ausblenden ist egoistisch und verantwortungslos.

        Fazit: Entweder gibt es S21 oder eben….GAR NICHTS. Oder auch: Egal, was kommt…aber die K21-Befürworter werden nichts, aber auch gar nichts dabei gewinnen, aber sie werden viel, viel verlieren und dafür die Verantwortung übernehmen müssen.

        Herzliche Grüße
        Marion

      • Simon schreibt:

        Lieber Ex-Stuttgater,

        Sie fordern mal wieder „Fachargumente“ bleiben diese selbst aber schuldig. Ich würde zum Beispiel mal gerne „Fachargumente“ hören für die These, dass K21 Vorteile gegenüber S21 bringt. Und mit“Fachargumenten“ meine ich nicht die zum Teil in sich widersprüchlichen Wischi-Waschi-Aussagen auf der K21-Homepage. Mich würde z.B. mal interessieren, warum die K21-Macher noch immer an ihrer Kostenschätzung von „1 bis maximal 1,5 Milliarden“ festhalten. Diese Kostenschätzung ist von 2008 – in der Zwischenzeit wurde das K21-Konzept massiv erweitert (ich neige eher zu dem Begriff „verschlimmbessert“), so dass diese Schätzung nicht mehr stimmen kann. Warum aber klammert man sich noch an Zahlen von 2008? Könnte es sein, dass die K21-Macher genau das tun, was sie der Bahn vorwerfen – nämlich Kosten verschweigen?

        Das wäre ja äußerst amüsant.

        Nichts für ungut,
        Simon

  38. Andreas Rothe schreibt:

    Nächstes mal werden sich sicher wieder mehr am Pro21-Lauf beteiligen, aber annähernd die Anzahl der S21-Gegner erreichen zu wollen ist natürlich illusorisch. Für mich, und sicher für viele andere S21-Befürworter, ist Stuttgart 21 nicht das wichtigste auf der Welt. Das Thema schafft es nicht mal in meine Top10. Für viele Gegner ist es aber aktuell bestimmt unter ihren Top5 oder gar Top3. __ Schön wäre es doch eigentlich, den Stuttgart21-Lauf mit einem guten Zweck zu verbinden. Zum Beispiel mit einer Spendensammlung für die Olgäle Stiftung oder SOS Kinderdörfer … – Einfach um ein Zeichen gegen Engstirnigkeit und Realitätsverlust zu setzen. So viel Energie wird verschwendet beim unsinnigen Kampf gegen NICHTS. NICHTS im Vergleich zu all dem Leid auf der Welt. NICHTS im Vergleich zu den wahrhaft großen globalen oder nationalen Problemen. Nur ein Bahnhof, ( … mit seinen einmaligen positiven Möglichkeiten der Stadtentwicklung.)

    • Simon schreibt:

      Hallo Andreas,

      ich denke, Ihre Analyse trifft es ganz gut.

      Nur denke ich, dass man zwischenzeitlich als Befürworter seine eher gelassene Einstellung überdenken sollte. Für mich zumindest ist zwischenzeitlich gar nicht mehr so klar, unter welchen verschlimmbesserten Bedingungen S21 kommt, wenn nicht auch mal signalisiert wird, dass die Dagegen-Fraktion nicht der Nabel der Welt ist.

      Außerdem gilt es, ein Zeichen gegen den Meinugsterror zu setzen, dem wir durch diese permanente Dagegen-Propaganda (man kann es ja tatsächlich nicht mehr anders nennen) ausgesetzt sind.

      Grüße,
      Simon

      • Andreas Rothe schreibt:

        Ja, Simon, als Befürworter sollte man sich in aller Deutlichkeit und Bestimmtheit zum Projekt S21 bekennen und dies auch offen zeigen. Aber mit einer gewissen Gelassenheit könnte man sich auch vom Fanatismus der Gegner distanzieren und seriöser wahrgenommen werden.

        Gruß,
        Andreas

      • Simon schreibt:

        Ja, da stimme ich zu.
        Simon

    • Uwe schreibt:

      So schlecht sind wir zahlenmäßig nicht. Wir hatten letzten Donnerstag laut Polizeiangaben 4000 Teilnehmer, die Gegner am letzten Montag laut Polizeiausgaben 10000. Das heißt: wir stoßen so langsam in die Dimensionen vor, welche die Gegner auf die Straße bringen. Und dies nach gerade mal 5 Wochen öffentlicher Präsenz!

  39. M. Doerfer schreibt:

    Die Schwäbisch-Tea-Party-Bewegung K(ein Bahnhof)21 und Co strickt an neuen Verschwörungstheorien: die bösen S21-Befürworter löschen auf Youtube Dutzende ‚Beweisvideos‘. Nachzulesen auf deren Sudel-Blogs.

    • Simon schreibt:

      Hallo,
      jaja, die bösen S21-Illuminaten, mit ihren krakenartigen Tentakln, die bis in den kleinsten Winkel reichen… ; – )
      Der wahre Grund für die Löschungen dürfte eher der sein, dass die Demonstranten, die auf den Videos zu sehen sind, selbst kein Interesse daran haben, dass ihr Chef, ihr Kind, ihr Was-weiß-ich sie beim Straßenkampf sieht. Denn die Videos warfen – trotz sorgfältiger Vorauswahl – nicht immer ein gutes Bild auf den „friedlichen“ Protest. Die Videos, auf denen eindeutige Gewalt durch Demonstranten zu sehen war, sind ja schon wenige Stunden, nachdem sie eingestellt wurden, wieder rausgenommen worden… Sollte ja nicht in falsche Hände geraten (es hätte das Medienecho in die „Falsche“ Richtung lenken können).

      Es ist eine einzige Provinzposse, was hier abgeht.

      Simon

  40. Thomas schreibt:

    Lieber Christian List,
    „ermutigt“ bleiben! Danke für Ihren Einsatz – Ich finde es Klasse, wie Sie sich engagieren. Seit 4 Wochen bin ich jeden Donnerstag dabei, zuerst nur mit meinem Sohn, seit 3 Wochen mit meinem Sohn und meiner Tochter und meiner Frau – wir bleiben dran.
    Die Einschüchterungsversuche und Verleumdungen zeigen wie schon lange das „wahre Gesicht“ der Gegner. Mir graut davor, wenn solche Menschen an die Macht kommen würden….
    Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen: Hoffentlich bekommen Sie Aufträge von der Bahn – Ja dieses Projekt S-21 ist ein Wirtschaftsmotor erster Güte! Viele 100 Mio. Euro jährliche Kaufkraft werden vielen Menschen Brot und Arbeit bringen und unser Land entscheidend nach vorne bringen – wer da dabei sein kann ist nicht suspekt, sondern einer der Schwaben, die unser schönes Bundesland nach vorne gebracht haben und nach vorne bringen – Leute wie Sie!
    Weitermachen…

  41. Uwe schreibt:

    Nachdem wir uns in den letzten Tagen nicht immer freundlich über die Presse geäußert haben, hier mal etwas Positives. Die Stuttgarter Zeitung hat einen sehr lesenswerten Essay zum Thema Volksabstimmungen ins Netz gestellt:
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/2667743

    • SunshineMike schreibt:

      Dies entspricht auch meinem Demokratie-Verständnis und hat sich – ohne Frage – bewährt. Wir werden oft in der Welt darum beneidet. Das Problem ist nur, dass in unserer Gesellschaft „das gegen alles und jeden zu sein“ sehr verwurzelt ist. Leider ist auch das „ich geh nicht wählen“ eher IN als wenn ich sage, ich war heute wählen…

    • Peter C. Gerlach schreibt:

      Der Artikel ist in der Tat sehr lesenswert. Noch vor nicht allzu langer Zeit hätte ich darüber den Kopf geschüttelt (ich gebe es ehrlich zu) und geschlußfolgert: „Aha, das Volk ist also zu blöd und Politiker viel schlauer, das wollte ich schon immer mal hören!“ Spätestens seit der Eskalation des Protestes um S21 bin ich ein Fan der repräsentativen Demokratie, ich denke jeder kann verstehen warum.
      Leider – und das ist der Wermutstropfen dabei – bedarf es dazu des politischen Engagements wirklich geradliniger Menschen, die Überzeugungen und Visionen haben und dafür auch eintreten. Diese kann ich, mit wenigen Ausnahmen, in keiner Partei an wirklich wichtigen Schalthebeln erkennen, ja nicht mal mehr auf Kreisverbandsebene. Ich bin selbst vor zwei Jahren Mitglied einer Partei geworden, weil ich bis zum Mauerfall im Osten aufgewachsen bin und mit Erschrecken die Reanimierung des Sozialismus in allen Lebensbereichen unserer Gesellschaft mit ansehen mußte. Der Osten hatte auf den Westen abgefärbt, nicht umgekehrt – und tut es bis heute. Was da alles schiefläuft…ich will es hier nicht auswalzen, dazu ist dieses Forum nicht da. Aber ich hatte ehrliche Gründe mich zu engagieren und hatte Ziele, wollte Veränderung, die Menschen in meinem Umfeld von einer freiheitlichen Bürgergesellschaft begeistern. Ich mußte als erstes erkennen, daß liberale Demokraten in „meiner“ Partei auch nicht dichter gesät sind, als in anderen, obwohl der Name dafür stehen sollte und daß nur wenige Mitglieder Hayek und Mises gelesen, geschweige denn verstanden hatten. Ich war begeisterter Wahlkämpfer, hatte Ideen, habe versucht in die Köpfe der Wähler zu blicken und sah teilweise erschreckendes, habe getan, was ich tun konnte um Vorurteile abzubauen, mit denen meine Partei reichlich gesegnet war. Die Wahl kam, wir gewannen die Regierungsbeteiligung, die Freude war groß, ich war mir sicher, es würde ein Ruck durch das Land gehen. Gemeinsam mit einer Partei, die, so schien es, endlich die Fesseln der Großen Koalition abgelegt hatte, würden wir das Land schon wieder auf Vordermann bringen, Reformen einleiten, die den Namen auch verdienten und nicht nur frisches Geld in marode Systeme leiteten. Inzwischen hat mich die Realität eingeholt und ich fange an zu glauben, daß die Vorurteile zu recht bestanden. So blöd kann man sich nicht anstellen, da muß System dahinterstecken. Das System heißt Machterhaltung. Ich hatte da weniger Illusionen, daß es ganz ohne funktionieren würde, aber daß man so offensichtlich derart überflüssige Entscheidungen absegnet, nur um nicht sagen zu müssen: „Tut uns leid Angie, den Blödsinn mußt Du mit jemand anderem machen.“ ? Ich hätte da mehr erwartet. Seitdem schaue ich mir sehr genau an, wem man im Wahlkampf zur Macht verhilft und bezüglich der Landtagswahl sehe ich niemanden, der mich wirklich überzeugt.
      Fazit: Repräsentative Demokratie ist etwas tolles, solange man den Repräsentanten vertraut und davon ausgehen kann, daß sie für die Überzeugungen einstehen, für die sie gewählt wurden. Ein Fähnchen im Wind kann niemand brauchen, Verläßlichkeit muß schon sein.
      Dem Souverän vertraue ich allerdings noch weniger. Wie S21 zeigt, ist anscheinend auch das sog. Bildungsbürgertum (wie auch immer man das definiert) nicht vor Rattenfängern gefeit, wobei ich immernoch glaube, daß der vielzitierte Arzt oder Rechtsanwalt oder gar Ingenieur in der Masse der Demonstranten allenfalls in Spurenelementen vorkommt, auch wenn dieselben immer in den Vordergrund gerückt werden. Eine Schwalbe macht eben noch keinen Sommer.
      In Deutschland muß noch viel passieren, bis Volksentscheide auf großer Ebene denkbar sind, die Bürger müssen interessierter werden, besser reflektieren, eigene Meinungen bilden und auch vertreten, Fakten von Emotionen unterscheiden, Schwarz-Weiß-Denken ablegen….es gibt viel zu tun für Aufklärer (und S21-Befürworter). Bis dahin hoffe ich, daß ein Wunder geschieht, daß unsere Politiker über Nacht ehrlich werden und ich freue mich darüber, gegenüber der Diktatur des Pöbels das kleinere Übel erwischt zu haben.

      „Demokratie ist die schlimmste Staatsform, abgesehen von allen übrigen!“
      (Winston Churchill)

  42. Simone Grädig schreibt:

    im SWR3 ist gerade ne nette Diskusion,fällt sofort auf wer in welche richtig leicht befangen ist ,vorallem die nette dame der Runde.

  43. Ex-Stuttgarter schreibt:

    Fachargumente? Moment, mein Beitrag war eine Antwort auf Alexander Rostert. Und was schrieb er? Er hätte so tolle Argumente, die Gegner keine – hat aber kein Argument genannt.

    Zwischenzeitlich haben sich Sumit und Marion mit Argumenten versucht.

    Sumit: In welchem Staatsvertrag steht etwas von Stuttgart 21? Das ist frei erfunden.

    Und Marion, wieviel Kölsch hattest du denn schon intus, als du dein Szenario entwickelt hast? („Züge aus dem europäischen Ausländ würden nicht mehr durch Süddeutschland fahren (aber man kann ja dann nach Köln fahren, dort fährt er dann noch, der Thalys“)

    Ausblenden von Realitäten und Konsequenzen? Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs mit zwei Toten war sehr real. Das macht man sich auch Gedanken über die Konsequenzen.

    Auch real: Die Reaktion von Bahnchef Grube in der Liederhalle zu der Tatsache, dass der Planfeststellungsabschnitt 1.3 noch in der Planung, also noch gar nicht genehmigt ist, sinngemäß meinte er: Oh, da haben Sie mich auf dem falschen Fuß erwischt, da muss ich noch mal nachschauen.

    Dazu ein Zitat – man könnte es auch Argument nennen:
    „Derzeit prüft das Eisenbahnbundesamt die eingereichten Unterlagen. Der nächste Schritt in dem laufenden Planfeststellungsverfahren ist die öffentliche Auslegung der Unterlagen. Die Bekanntgabe der Auslegung wird durch das Regierungspräsidium Stuttgart erfolgen.“
    Quelle: http://www.das-neue-herz-europas.de/das_bahnprojekt/von_stuttgart_nach_ulm/umbau_bahnknoten_stuttgart/das_bahnprojekt/von_stuttgart_nach_ulm/flughafen_messe/default.aspx

    Prosit21

    • Peter C. Gerlach schreibt:

      Moin Ex-Stuttgarter (jetzt Magdeburger oder was?)

      1. Wir kennen inzwischen Ihre Standpunkte und akzeptieren sie alle. Wir sind des Lesens mächtig und nicht begriffsstutzig. Weitere Wiederholungen bringen keine neuen Erkenntnisse. Es ist auch lästig, jedesmal darauf zu einer Antwort genötigt zu werden. Genauso lästig, wie die nicht enden wollenden Demonstrationen, die genauso wenig sinnvoll sind.
      2. Sie machen sich unglaubwürdig, wenn Sie Ständig Köln und Stuttgart vergleichen. Moment mal, vergleichen können Sie alles, auch Äpfel mit Birnen, aber Sie setzen gleich, das ist der Fehler. In Köln waren organisierte Kriminelle am Werk, Verbrecher. Es wurde Material geplant, aber nicht verbaut, weil es zuvor gestohlen und dann vertuscht wurde, von ein- und denselben Leuten. Wenn für S21 das Fundament aus gestampftem Lehm gelegt wird, statt aus Beton, sind auch weder die Planer, noch der Bauherr schuld. Wenn dann etwas passiert, können Sie vergleichen, ich meine Parallelen ziehen. Alles andere zeugt nur von Ihrer religiösen Verbohrtheit. Mit Leuten, die überall nur Risiken statt Chancen sehen, kann man keinen Staat machen. Wenn das der Daimler wüßte, wie „seine“ Stuttgarter sich anstellen.

      • Marion Furtwängler schreibt:

        Achje…lieber Ex-Stuttgarter…das von Ihnen betretene Niveau ist nicht Meins.

        Es gibt da ein treffliches Zitat:

        „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten“

        Herzliche Grüße
        Marion

      • Ex-Stuttgarter schreibt:

        Das ist aber auch unangenehm, wenn nicht alle deiner Meinung sind. Richtig unverschämt so was. Frag mal den Herrn Rech, ob er dir helfen kann.

        Kernaussage meines „Stadtarchiv-Beitrags“ war: Grundwasser ist anscheinend auch bei einem deutschen 500-Millionen-€-Bauprojekt in einer deutschen Millionenstadt nicht so leicht zu beherrschen. Egal, ob einer Armiereisen klaut oder illegal Brunnen gebaut werden.

      • Simone Grädig schreibt:

        @ex-stuttgarter
        was soll das dumme Komentar denn schon wieder,ich als Frau hätte mir den Gang heute Abend an den Bauzaun auch nicht getraut ,nicht weil ich möchte das alle meine Meinung vertreten, sondern weil meine Erfahrungen mit Gegnern von S21 bis jetzt im RL nicht unbedingt so friedlich war wie das leider seit wochen auch in den Medien immer dargestellt wird,und was Herr Rech und unsere armen Polizisten betrifft die seit Wochen Doppelschichten fahren dürfen um sich dann noch dumm anmachenlassen zu müssen ,das nervt mich echt an.
        Ich dachte wir wären uns alle einig das es bedauerlich ist ,das es Verletzte gab ,aber wenn ich mich über Gesetze hinwegsetze muss ich auch mit Konsequenzen rechnen.
        Das lernt eigentlich jedes Kind.

  44. Alexander Rostert schreibt:

    Hallo zusammen,

    beruflich bedingt war ich heute wieder mal in (hört, hört) Köln. Schön war es, mit dem ICE in gut zwei (statt früher vier) Stunden von der Domstadt nach Stuttgart gefahren zu sein über eine Strecke, an der die eigene Firma mitgebaut hat. Und vorhin eingetroffen kann ich nun zwei Dinge zu der Diskussion beitragen, die ja in der Zwischenzeit offensichtlich rege fortgeführt wurde:

    1. an Ex-Stuttgarter: Richtig ist, dass man am Kopfbahnhof mit erheblichem baulichem Aufwand (und sehr teuer, da unter laufendem Betrieb) im Gleisvorfeld zwei bis drei weitere Zu- und Abfahrtsgleise unterbringen würde. (Verbreitern lässt er sich ja leider nicht, ohne den Mittleren Schlossgarten zu opfern.)

    Das Problem des Stuttgarter Kopfbahnhofs bleibt, dass er damit längst nicht die Leistungsfähigkeit etwa von Frankfurt am Main Hauptbahnhof oder München Hauptbahnhof erreichen kann. Diese Bahnhöfe werden ja immer als Beleg dafür angeführt, dass ein Kopfbahnhof stets auch modernen Verkehrserfordernissen genügt.

    In den genannten Städten mag das auch so sein. Denn in Frankfurt liegen 25 Bahnsteiggleise, die über 12 Zulaufgleise erschlossen werden. Und in München werden 32 Bahnsteiggleise über 14 Zulaufgleise bedient. In Stuttgart werden demgegenüber die Züge auf 16+1 Kopfgleisen über sechs Zulaufgleise abgefertigt. Stuttgart ist als Kopfbahnhof also ungefähr halb so groß.

    Hinzu kommen hier zwar zweimal zwei S-Bahn-Gleise aus Zuffenhausen und Cannstatt. Aber im Berufsverkehr sind dort bei einer Belegung mit je drei Linien Zugfolgezeiten von zum Teil nur drei Minuten üblich. Noch dazu sind das relativ langsame, da von häufigen Halts unterbrochene Zugfahrten. Da lassen sich zwischen zwei aufeinander folgenden S-Bahnen gerade in den Zeiten hoher Verkehrsnachfrage kaum Fern- oder auch nur Regionalzüge eintakten. Fachargumente genug als Antwort auf Ihren simplen Hinweis auf München?

    2. an alle: Ich war nun (nicht ganz zufällig) im Frühjahr beteiligt an internen Ermittlungen des Kölner Baukonsortiums betreffend die Vorwürfe, die damals durch die Presse gingen. Ich kann und will hier keine Ergebnisse ausplaudern, aber kann Ihnen allen nur den Tipp geben, die Kölner Nord-Süd-Stadtbahn nicht mit Stuttgart 21 in Verbindung zu bringen und die (maßlos übertriebenen) Vorwürfe von diesem Frühjahr auch nicht mit dem Archiveinsturz. Nicht nur, weil dies dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse entspricht, sondern auch, weil hier der gleiche Grundsatz wie für die Diskussion um S21 gilt: Nicht von Dingen reden, über die man nicht genau Bescheid weiß, sonst kommt irgendwann einer, der Bescheid weiß – und blamiert einen.

    • Uwe schreibt:

      Zu der Anzahl der Gleise zwei interessante Informationen. Der zukünftige Stuttgarter Hauptbahnhof soll ja 8 Gleise bekommen, was von den Gegenern als zu wenig kritisiert wird. Auf der neuen Frage- und Antwortseite der DB „direktzu Stuttgart 21“ hat nun der Technikvorstand der DB bestätigt, dass Platzreserven für einen Ausbau auf 10 Gleise vorgesehen sind:
      http://www.direktzu.de/stuttgart21/messages/27724#id_answer_28079

      Nun bleibt natürlich die Frage, ob diese Gleisanzahl die Anforderungen an einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt tatsächlich abdeckt. Dazu hilft ein Vergleich mit einem anderen wichtigen Bahnhof in Deutschland, dem Hamburger Hauptbahnhof:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg_Hauptbahnhof

      So leistungsfähig kann ein Durchgangsbahnhof mit gerade mal 8 Fernbahngleisen sein!

      Also: Schluss mit der Panikmache – freuen wir uns auf Stuttgart 21!

      • SunshineMike schreibt:

        Noch ein Beispiel:
        Der unterirdische Zentralbahnhof „Châtelet Les Halles” in Paris hat ebenfalls acht Durchgangsgleise. Er ist das Herz des Zugverkehrs der Ile de France. Über ihn fahren heute bereits täglich ca. doppelt so viele Züge wie im künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof.
        Ich war erst vor ca. nem Jahr dort und habe mir das mal angesehen und mich informiert. Ca. 740000 Pendler (davon ca. 490000 im Nahverkehr) nutzen den Bahnhof. Also mehr als das doppelte als bei S21 prognostiziert (350000)!
        Auch habe ich mir sagen lassen, dass der Bahnhof an sich sehr selten Verspätungen verursacht.
        Die DB würde sich ja ins eigene Fleisch schneiden wenn sie hier ein Nadelöhr schaffen würde. Vor allem im Hinblick auf die Pünktlichkeitsoffensive.
        Also „unten fahren – oben leben und arbeiten“…

    • Ex-Stuttgarter schreibt:

      Hallo Alexander,

      nein, zwar schreibst du Fakten, aber kein Argument für S21.
      Denn du vergleichst die Kapazitäten von Kopfbahnhof-Frankfurt und Kopfbahnhof-München mit modernisiertem Kopfbahnhof-Stuttgart.

      Es geht aber um den Vergleich: Modernisierter Kopfbahnhof Stuttgart – Durchgangsbahnhof Stuttgart.

      Und der Durchgangsbahnhof soll die bessere Lösung sein? Hoffen wir, dass auch diese Frage in den anstehenden Gesprächen geklärt wird.

      Schönen Abend.

      • Simon schreibt:

        Keine Sorge, sie wird geklärt werden. Denn dass K21 nur ein PR-Gag ist, erkennt man ja schon daran, wenn man mal vergleicht, wie dieses „Alternativmodell“ noch vor einigen Monaten aussah & was man daran in den letzten Monaten rumgepfuscht hat. Da was dazu, da was weg. Ergebnis: eine Chimäre. Ironischerweise ist das der Grund, warum so viele von K21 „überzeugt“ sind: hinter der Widersprüchlichkeit dieses Ungeheuers glauben die Leute Fachkompetenz zu erkennen. 🙂

        Simon

  45. Holger schreibt:

    Ich habe mir auf Youtube die NTV-Diskussion angeschaut. Erschreckend, wie wenig neutral unsere Medien berichten. Gibt es eigentlich noch guten Journalismus? Es passiert mir oft, dass wenn ich von einem Thema wirklich Ahnung habe, ich erhebliche Fehlinformationen/Falschinformationen in einer Reportage/ einem Bericht feststelle. Was und wem kann man heutzutage noch glauben? Wahrscheinlich ist die Wahrheit einfach zu langweilig und fördert nicht den Absatz.
    Ich habe mir überlegt NTV von meiner Senderliste zu streichen, aber wenn ich das konsequent durchziehen würde, dann hätte ich bald keinen Sender mehr gespeichert. Jemand Stern TV am 6.10. gesehen? Der weiß wovon ich rede.

    • Alexander Rostert schreibt:

      Wenn man sich vor Augen hält, dass ein Journalist jeden Tag seiner Zeitung 300 Druckzeilen abliefern muss und ein Reporter seine 90 Sekunden Beitrag, und zwar über täglich andere Themen, dann dürfte wohl klar sein, dass die inhaltliche Qualität massiv darunter leiden muss.

      Ich glaube seit Jahren prinzipiell nichts mehr unbesehen, was in Tageszeitungen steht und im Fernsehen kommt.

  46. Simone Grädig schreibt:

    Stuttgart 21: Die wegdemonstrierte Zukunft – „Stuttgart 21“ – Politik – FAZ.NET

    finde das ist doch ein gut gelungener Artikel

  47. Adi schreibt:

    Ein guter Eintrag, danke. Über solche Themen sollte man öfters nachdenken.

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