7. Lauf für Stuttgart

Trotz gefühltem Herbstbeginn zeigten sich am Donnerstag der Vorwoche so viele Befürworter von Stuttgart 21 wie noch nie. 5.000 Menschen sammelten sich auf dem Stuttgarter Marktplatz und hörten die besten und kontroversesten Reden, die bisher auf dem Marktplatz abgehalten wurden. Der kommenden Donnerstag ist das Vorspiel für die Großkundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz am kommenden Samstag, 23.10.2010.

„Zeit zu reden“ mit Dr. Wolfgang Schuster und Wulf Wager

Nach zwei kurzen Auftritten mit Grußworten in den vergangenen Wochen begrüßen wir in dieser Woche erstmals den Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster als Hauptredner. Unterstützung erhält er von Wulf Wager, der als einfacher Bürger seine Sicht der Dinge zu Stuttgart 21 erklären wird. Ergänzt wird das Rednerprogramm durch Christian List und Steffen Kauderer von „Laufen für Stuttgart“ und Sven Willing von der IG „Bürger für Stuttgart 21“. Durch den Ablauf führt Johannes Bräuchle von der Initiative „ProSIT Stuttgart 21“.

Am Treffpunkt der „Fußgänger“ am Schauspielhaus werden wie schon in der Vorwoche fachliche Redebeiträge die Zeit bis zum Eintreffen der Läufer verkürzen.

Wie schon in der Vorwoche zieht eine Gruppe der Teilnehmer im Anschluss an die Kundgebung an den Nordflügel des Hauptbahnhofs, um mit den Gegnern von Stuttgart 21 in den friedlichen Dialog zu treten.

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28 Antworten zu 7. Lauf für Stuttgart

  1. Horst Kehr schreibt:

    Die Initiativen für Stuttgart 21 sind lobenswert. Alle sind für das selbe Ziel.
    Leider schwächen sie sich selbst durch Zersplitterung. „Laufen für Stuttgart“, Inititative „ProSIT Stuttgart 21“, IG „Bürger für Suttgart“…
    Als ich mich im Internet als Unterstützer beteiligen wollte, verhedderte ich mich im Gestrüpp unterschiedlichster Form-Felder und Passwörtern. Am Schluss wusste ich gar nicht mehr, bei wem ich mich gerade befand und auf welchesw Passwort ich warten sollte.
    Einigt Euch bitte auf EINE schlagkräftige Organisation und Internetpräsenz bzw. Internet-Anlaufstelle.
    Zur Kundgebung am 23.10. werde ich voraussichtlich aus Oberschwaben anreisen.

    • Johny schreibt:

      Hallo Horst,
      Da hast du Recht. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Ich selbst hab mich nur einmal angemeldet und das bei Laufen für Stuttgart. Ich bin aber auch der Ansicht, dass ein Auftritt besser wäre. Man könnte ja innerhalb der einen Homepage dann Unterseiten zu den jeweiligen Initiativen haben.
      Find ich sehr gut, dass du am Samstag auch kommst. Wir müssen einfach zeigen, dass es uns gibt und dass die Gegner nicht meinen sie sprechen für die rieisge Mehrheit.

    • Simon schreibt:

      Hallo,

      ich sehe es nicht unbedingt als Schwächung an, da die verschiedenen Gruppen ja untereinander eng vernetzt sind. Ist es nicht eher so, dass es auch ein Vorteil ist, wenn man sich unter den verschiedenenen Gruppen die aussuchen kann, die einem persönlich am ehesten liegt?

      Gruß,
      Simon

    • Uwe schreibt:

      Hallo Horst,

      als Einstieg kannst Du auf jeden Fall auf http://www.wirsindstuttgart21.de gehen. Dort findest Du Links auf die Homepages der einzelnen Initiativen. Die Initiativen sind weitgehend unabhängig voneinander entstanden, jede hat ihren eigenen Ansatz, und zusammen ergänzen sie sich hervorragend. Eine einzelne Initiative könnte niemals einen solch bunten Strauß von Ideen hervorbringen.

      Viele Grüße aus Stuttgart nach Oberschwaben!
      Uwe

  2. Bille schreibt:

    War wieder eine gute Sache gestrn, schön auch, dass es jetzt Plakate für Samstag gibt!

  3. Annette Thomas schreibt:

    Wie viele wart ihr denn gestern eigentlich?

  4. Simon schreibt:

    Puh, habe mir jetzt den ganzen Abend nonstop die erste Schlichtungsrunde im Internet angesehen. Mein Köpfle brummt, obwohl es eigentlich nicht viel Neues gab in dieser Runde. Im Prinzip waren die Argumente bis hierher bekannt. Von den S21-Skeptikern hat mir Wölfle gut gefallen, er war besonnen und höflich. Palmer kam hingegen (meine subjektive Wahrnehmung) brutal unsympathisch rüber. Sehr aggressiv und arrogant. Kein Vergleich mehr zu damals, als ich ihn mehrfach im OB-Wahlkampf in TÜ erlebt habe… Stocker ist ein Phänomen auf seine Art: der sieht manchmal so bleich und schwächlich aus, als falle er gleich vom Stuhl, ist dann aber (auch das wieder auf seine Art…) wieder voll da, wenn es gilt.
    Kefer und seine DB-Fachleute fand ich rhetorisch und vom Auftreten her richtig gut. Sachlich, kompetent. Allerdings können die in Sachen „pointierte Zuspitzung“ z.T. noch etwas von den Politikern auf der anderen Seite lernen. Viele wirklich gute Argumente & Aussagen sind vermutlich etwas untergegangen, weil es nicht klar herausgestrichen wurde. Frau Starke (NVBW) war verdammt unsicher, was dadurch, dass Geißler sie zweimal so angefahren hat, nicht besser wurde. Da hat es mir imponiert, dass Frau Gönner ihr so entschieden „zu Hilfe“ gekommen ist (denn Geißlers Kritik war – gemessen an dem, was er zuvor an anderer Stelle an Fachbegriffen hat durchgehen lassen – überzogen). Ich glaube, Frau Gönner war ab einem bestimmten Punkt ohnehin kurz vorm verbalen Rundumschlag 🙂

    Fazit:
    1. Ich glaube, man kann festhalten, das Angreifen (zumindest in der Rhetorik) einfacher ist als Verteidigen.
    2. Ich fand das Zusehen /Zuhören sehr anstrengend & ich zweifle dran, dass sich das viele Leute bei den nächsten Runden antun werden.

    S.

    • Simon schreibt:

      Nachtrag: Und Bräuchles Eingriff in die Debatte war natürlich rhetorisch sehr geschickt – er hat damit quasi die Strategie Palmers & Co. mit deren eigenen Mitteln ausgehebelt, indem er sich ganz frech das letzte Wort in der Leistungsfrage „geholt“ hat. Freunde hat er sich damit hörbar (Palmers genervtes Aufstöhnen…) nicht gemacht… 🙂

      S.

  5. C.Fritz schreibt:

    Nach der gelungenen Veranstaltung heute eine Gegenüberstellung der Aktionen der K21er mit unserer Demo:

    Oben-bleiber:
    Ab 15.00 Uhr kamen rund 16 000 Menschen am Kurt-Georg-Kiesinger-Platz und auf
    der Heilbronner Straße zusammen, die mit Rede- und Musikbeiträgen ihre Meinung
    gegen das Bahnprojekt kund taten. Die Veranstaltung endete gegen 16.00 Uhr.
    Nach der Veranstaltung sammelten sich in einer nichtangemeldeten Aktion mehrere
    Tausend Gegner auf der Schillerstraße und zogen zum Gebhard-Müller-Platz. Von
    dort zogen zirka 2 000 Menschen über die Willy-Brandt-Straße und die Neckarstraße
    zum Funkhaus des Südwestrundfunks. Der Verkehr wurde am Neckartor zeitweise
    blockiert. Teile der Gruppe umrundeten das Gebäude. Zirka 200 Gegner versuchten
    über den Haupteingang in das Funkhaus zu gelangen. Der Eingang war geschlossen
    und die Aktivisten trommelten gegen die Glasfront. Nach einigen Redebeiträgen
    über Megaphon verließen sie den Eingangsbereich und gingen in unterschiedliche
    Richtungen weg.
    Rund 5 000 Menschen behinderten den Verkehr bei ihrem nicht angemeldeten
    Marsch vom Gerhard-Müller-Platz in Richtung Landtag, über den Rotebühlplatz und
    den City-Ring zurück zum Hauptbahnhof.
    Gegen 16.15 Uhr versammelten sich mehrere Hundert Projektgegner
    am Schlossplatz und störten zeitweise die Veranstaltung der Befürworter durch
    Sprechchöre, Buh-Rufe und Pfiffe. Des Weiteren kam es während der Versammlung
    zwischen einem S21-Gegner und einem Ordner der Befürworter zu einer
    Körperverletzung. Bei dem S21-Gegner fanden die Beamten zwei Messer und ein
    Feuerwerkskörper. Die Polizei hat ein Verfahren wegen Körperverletzung und
    Verstoß gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet. Ob er auch wegen Verstoßes
    gegen das Waffengesetz angezeigt wird, wird derzeit geprüft.

    Runter-geher:
    Gegen 14.30 Uhr trafen sich 100 Läufer und 10 Radfahrer in den Unteren
    Schlossgartenanlagen im Bereich Leuze und liefen durch den Mittleren
    Schlossgarten zum Schlossplatz, auf dem eine Kundgebung der Befürworter des
    Bahnprojekts Stuttgart 21 stattfand. Im Bereich des Ferdinand-Leitner-Stegs
    schlossen sich viele weitere Menschen dem Lauf an.
    Ab 15.00 Uhr waren schließlich rund 7000 Befürworter bei der Kundgebung am
    Schlossplatz. Die Kundgebung endete gegen 17.30 Uhr.
    (Quelle: Pressemitteilung der Polizeipräsidium Stuttgart, 23.10.10 19.00Uhr)

    Es mache sich jeder selbst ein Bild wer mit seinem Demonstrationsrecht verantwortungsbewusster umgeht.
    Manche denken wohl, nur weil sie auch ne grüne Plakette tragen dürfen sie auch auf der Straße laufen.

  6. C.Fritz schreibt:

    Die armen armen armen, Straßen und häuserbesetzenden K21. Als ich auf parkschuetzer.de den Brief von Herrn Sittler las kamen mir fast die Tränen (dann hab ich mich doch fürs Kopfschütteln entschieden).

    Meiner Leserbrief an Spiegel online heute abend:
    Sehr geehrte Damen und Herren, sie berichten freundlicherweise über die Proteste in für K21 und für S21. In Ihrer Bildergalerie findet sich allerdings nur ein einziges Bild von der Demonstration der Befürworter von K21 die zugleich die Gegner von S21 sind. Den Befürworter von S21 räumen Sie gleich vier Bilder ein und schreiben, als ob es so gewesen wäre, dass beide Seiten Tausende auf die Straße gebracht haben. Sie wissen sehr wohl, dass die offiziellen Stellen in Stuttgart seit Monaten die Gegner kriminalisieren und versuchen zu marginalisieren. Bei den Polizeiangaben zu den Zahlen der jeweiligen Teilnehmer werden die Zahlen der K21 Befürworter regelmäßig nach unten korrigiert, bei den Befürwortern von S21 regelmäßig nach oben geschönt. Beweise können Sie gerne von uns bekommen. Dass Ihre Zeitung sich jetzt auch noch tendenziös daran beteiligt verwundert mich sehr. Welche Meinung Sie zu dem Thema haben ist Ihnen selbstverständlich überlassen, aber zu suggerieren, dass Gegner und Befürworter von S21 gleichauf lägen, zudem einer Seite so viel mehr Platz einzuräumen finde ich vom journalistischen Standpunkt aus nicht in Ordnung. Sie müssen wahrlich nichts größer oder kleiner machen, aber wenigstens versuchen die wahren Zahlen zu nennen. Dass Sie dann auch noch das einzige MLPD Plakat mittig ins Bild stellen, anstatt die unglaubliche Vielfalt wenigstens ansatzweise zu dokumentieren ist fast schon beschämend. Damit befinden Sie sich fast auf einer Ebene mit Herrn Mappus und Herrn Rech, die mit erwiesenen Unwahrheiten versuchen die Bewegung, bei der es schon längst nicht mehr um einen regionalen Bahnhof geht, zu diskreditieren – und sie assistieren noch dabei. Sie müssen den Demonstranten für K21 nicht helfen, das können wir schon selber, aber warum versuchen Sie Ihnen zu schaden?
    Mit freundlichem Gruß
    Walter Sittler

    Wenn seine Gefolgschaft die überwältigende Mehrheit der Baden-Württemberger darstellen würde, wie er immer behauptet, sollte ihm doch eigentlich egal sein, wenn der Spiegel in einem Artikel mehr Fotos von S21 als von K21 zeigt. Ach übrigens der Titel des Artikels lautet: „Stuttgart-21-Fans mobilisieren Tausende“. Und wenn Sittler es nicht extra geschrieben hätte wäre keinem aufgefallen, dass das Transparent von der MLPD war. Überraschend auch, dass sich Herr Sittler für Teile seiner Trillerpfeifenkumpanen zu schämen scheint oder warum will er kein MLPD Plakat in den Medien sehen? Im Übrigen kann er ja froh sein, dass der Spiegel nicht von dem Angriff auf den S21-Ordner berichtet hat.
    Naja getroffene Hunde bellen.

    Bis Donnerstag, WEITERBAUEN

    • joecool schreibt:

      Wie heißt es doch so schön im Zauberlehrling von Goethe:

      „…
      Die ich rief, die Geister,
      Werd ich nun nicht los. “

      Tja, Herr Sittler, wer hätte das noch im August gedacht? 😉

    • Marion Furtwängler schreibt:

      DAS hat der Sittler wirklich geschrieben?????

      Ohje, Ohje…da hat sich dann aber jemand der absoluten Lächerlichkeit preisgegeben. Beleidigt zu reagieren, weil mal etwas anders dargestellt wird, als gewünscht und das dann auch noch öffentlich zu machen, ist so dermaßen kindisch und albern, dass man wirklich nur den Kopf schütteln kann. Es sind nicht nur die gerufenen Geister, die er nun nimmer loswird…es ist vor allen Dingen eine unglaubliche Selbstüberschätzung, die da zu Tage tritt.

      Aber es zeigt vor allen Dingen eines: Nämlich den nichtvorhandenen Realitätsbezug eines Herrn Sittler und seiner Mannen. Peinlich, der Mann…einfach nur noch peinlich!

      Herzliche Grüße
      Marion

      • Peter C. Gerlach schreibt:

        Die ganze Diskussion um geschönte und nach welchen Himmelsrichtungen auch immer korrigierte Teilnehmerzahlen, die nach jeder Demonstration, anstelle inhaltlicher Stellungnahmen aufflammt, zeigt, zumal sie ausschließlich von der Gegnerseite geführt wird, folgendes: Es darf unter keinen Umständen einen Volksentscheid geben. Abgesehen von den Gründen, die sowieso dagegen sprechen und hier bereits ausführlich diskutiert wurden, ist die Gegnerseite inzwischen derartig von der Unredlichkeit sämtlicher Entscheidungsträger unseres Landes überzeugt, ja geradezu traumatisiert, daß ein Bürgerentscheid Pro S21, von dem ich einfach mal ausgehe, sofort von Verschwörungstheoretikern aufgegriffen würde und letztendlich zu nicht enden wollenden Demonstrationen und, da bin ich sicher, auch zu Gewaltausbrüchen führen muss. Gekränkte Volksseele mit dem richtigen (charismatischen) Führer vornweg sind extrem unberechenbar. Ich war der Meinung, dieses „ätsch, wir bringen aber mehr Leute auf die Straße“ und „Grein, die Zeitungen haben Euch mehr lieb als uns“ käme aus einem zu vernachlässigenden Bodensatz der Protestbewegung, die in erster Linie mit sich selbst nicht im Reinen sind. Nach Sittlers Brief muß ich feststellen, daß dieses Niveau offenbar durchgängig herrscht, quasi gruppenimmanent zu sein scheint.
        Liebe S-21-Gegner, seid Ihr wirklich so? Glaubt Ihr, daß die Medien Euch absichtlich benachteiligen? Oder ist es vielmehr so, daß Medien grundsätzlich an neuen Nachrichten interessiert sind, Ihr aber einfach nichts mehr zu bieten habt? Jeder Spruch, jedes noch so schöne Event nutzt sich durch permanente Wiederholung ab, das werden wir auch noch erfahren müssen. Aber anders als Ihr rechnen wir damit und beschweren uns nicht. Ihr seid dagegen wie kleine Kinder, denen zu wenig Aufmerksamkeit zuteil wird. Sittlers Pamphlet ist an Infantilität kaum zu überbieten.
        Glaubt Ihr ferner, daß die Polizei irgendein Interesse daran hat, Zahlen zu verfälschen und wenn ja, warum glaubt Ihr, sollten sie es tun? Mir erschließt sich einfach kein Grund. Vielleicht mögen sie uns lieber, weil wir weniger Ärger machen und wir für unsere Demos kaum eine Handvoll von ihnen benötigen, während der Rest sich von den Scharmützeln und Katz- und Mausspielen mit Euch erholen kann. Das wissen die nämlich zu schätzen und ich kann es ihnen nicht verdenken. Ich habe mich am Samstag persönlich bei einem von ihnen bedankt und er meinte: „Gern geschehen!“ Das klang komischerweise überhaupt nicht ironisch.
        Glaubt Ihr außerdem, daß unser OB nicht Euer OB ist, nur weil er zu uns spricht und zu Euch nicht? Seid Ihr gekränkt, weil er nicht zu Euren Demos kommt, um sich auspfeifen zu lassen? Würdet Ihr das tun? Ganz ehrlich…wohl eher nicht, zumal dann nicht, wenn man zweimal wieder ausgeladen wurde. Ihr würdet auch dorthin gehen, wo man Euch zuhört. Und nein, wir sind keine Jubelperser, schon gar keine bestellten. Mich hat niemand bestellt, mich bezahlt auch niemand, außer meinem Arbeitgeber. Ich bin auch kein profitierender Bauunternehmer, sondern Automechaniker und ich habe Kollegen, die Pro-Buttons bei mir bestellen. Alle gekauft, welch ein Sumpf an Korruption, Verblödung, Manipulation und wahrscheinlich auch Prostitution.
        Ich denke, daß die Pro-S21-Bewegung nicht mehr groß wachsen wird, vielleicht auf 10000 Teilnehmer, mehr nicht, aber das hat für mich keine Bedeutung. Wer ein paarmal auf Kundgebungen war, wird wissen, daß alles gesagt wurde. Wir haben gezeigt, daß es auch noch andere Stuttgarter gibt und daß man auch mit Anstand und Reife demonstrieren kann, das war es wert. Es ging nicht darum „für einen Bahnhof“ zu streiten, sondern der Demokratie zu huldigen. Ein paar müssen es ja tun, auch für den guten Ruf der Stuttgarter und Baden-Württemberger. Ziel erreicht.
        Die Schlichtung wird auch keine neuen Erkenntnisse bringen, darum geht es auch nicht. Es geht darum, den Gegnern das Gefühl zu geben, ernst genommen zu werden, es ist ein Medienspektakel zur Beruhigung der Volksseele. Herr Grube hat seit langem erklärt, daß K21 keine Altenative ist und daher für die Bahn nie zur Diskussion steht. Ohne die Bahn baut aber niemand. Die Schlichtung ist eine letzte Chance für die Grünen, sauber aus der Sackgasse herauszukommen, in die sie sich wahlkämpfend hineinmanövriert haben. Sie sollten sie nutzen.
        Euch liebe Gegner empfehle ich, den eigenen Nabel nicht für den Mittelpunkt der Welt zu halten. Ihr hattet Eure Chance – vor 15Jahren bis heute- und habt sie verschlafen. Ihr hattet eine Weile Aufmerksamkeit und bekommt Euren Fünfzeiler in der Geschichte der Stadt Stuttgart. Jetzt laßt die Erwachsenen weitermachen. Himmel hilf, bin ich wieder arrogant, aber ich liebe Euch doch alle und es geschieht nur zu Eurem besten.

        Bis Donnerstag, liebe Mitstreiter.

  7. Simon schreibt:

    Guten Morgen,

    mit Sittler gehen wohl langsam die Nerven durch, was sich beweisen lässt an diesem Zitat:

    „…als ob es so gewesen wäre, dass beide Seiten Tausende auf die Straße gebracht haben.“

    Ähm, so war es doch auch zweifellos. Die Gegner waren ein paar mehr, aber es waren definitiv auf beiden Seiten „Tausende“. Sittler wird zum Opfer seiner eigenen Propaganda…

    S.

    PS: Und 1 zu 4 Bilder ist natürlich skandalös… :-))

  8. Lola_rennt schreibt:

    Hier das Fazit aus dem Vortrag von Frau Starke bei den Schlichtungsgesprächen:

    „Mit der neuen Infrastruktur können Akzente für eine attraktive und qualitativ hochwertige Mobilität im landesweiten Regionalverkehr gesetzt werden.“

    Quelle: Originaldokumente von Frau Starke, kann jeder, der das Schlichtungsgespräch nicht verfolgt hat, bei Phoenix einsehen

    Mit dem Milliardenprojekt können „Akzente“ gesetzt werden. Die Milliarden sind also gut angelegt, sehr gut angelegt.

    • C.Fritz schreibt:

      Na wenn ich mir nicht nur die letzte Seite sondern auch die 12 Seiten vorher anschaue komme ich zum dem Schluss, dass das Geld wirklich sehr gut angelegt sind. Ob die deutliche Verbesserung der Attraktivität durch das Wort Akzente richtig wiedergegeben wird sei mal dahingestellt. Damit kann ich leben, wenn auf unserer Seite weiterhin Fachleute an der Diskussion teilnehmen und nicht nur Politiker die fachliche Mängel durch Redekunst wettmachen wollen.
      Eins (eigentlich mehr aber dieser Punkt besonders) ist mir auf der K21 Seite am Freitag nicht ganz klar geworden. Da wird dauernd gesagt der Zeitgewinn (im Fernverkehr) beruhe nur auf der NBS und könne auch mit K21 erreicht werden. Später wird dann die NBS auch verteufelt und abgelehnt. Will man jetzt K21 mit NBS wegen der unbestrittenen Vorteile (so z.B. Pro-Bahn)? Oder lieber K21 ohne NBS und ohne Vorteile? Das wissen die wohl selbst nicht genau. Ich freu mich schon auf die NBS Diskussion nächste Woche und natürlich auf die K21 Besprechung im übernächsten Treffen.

      • lola_rennt schreibt:

        Dazu bitte mal dem unten stehenden Link folgen – offizielle Seite der Projekt-Verantwortlichen – und mit wachem Verstand die Antwort von Herrn Kefer beurteilen.

        Vielleicht kann auch einer der Befürworter – also die Läufer hier – den letzten Teil der zugrundeliegenden Frage beantworten. Die Antwort ist Herr Kefer schuldig geblieben.

        http://www.direktzu.de/stuttgart21/messages/27750#id_answer_28701

      • C.Fritz schreibt:

        Der unbefangene Beobachter könnte auf die Idee kommen, dass das daran liegt, dass die Frage an sich schon falsch ist.
        Hierzu ein paar Zahlen die jeder bei einer kurzen Wikipedia-Recherche nachprüfen kann.

        Die NBS Nürnberg-Ingolstadt kostete 3,6 Mrd.€, für 77km Strecke davon 27km im Tunnel.
        Die NBS Wendlingen-Ulm wird derzeit mit 2,89 Mrd.€ geplant. Die Länge beträgt 58km davon 30km im Tunnel.

        Die NBS Wendlinge-Ulm scheint mit der von Nürnberg-Ingolstadt in Bezug auf Länge und Tunnelkilometer in etwa vergleichbar. Die Kosten bewegen sich auch in derselben Größenordnung.
        Der Fragesteller unterstellt aber(wie bei K21 scheinbar üblich ohne Begründung), dass die Kosten Wendlingen-Ulm 4 mal höher sein werden als die von Nürnberg-Ingoldstadt. Was sollte Kefer dazu schon sagen? Er kann ja schlecht *kopfschüttel* unter seine Antwort schreiben.

      • Lola_rennt schreibt:

        Hallo C.Fritz,

        Herr Kefer hätte wenigstens den Versuch einer sachlich fundierten Antwort unternehmen können. So wie Sie. Allerdings ist es bei Ihnen ebenfalls beim Versuch geblieben. Und das wissen sie doch auch, oder?
        Sachlich fundiert heißt:
        Berücksichtigung der Fertigstellungstermine und der damit verbundenen Preissteigerungen
        Berücksichtigung der Tunnelanteile
        Berücksichtigung der Geologie
        Berücksichtigung der neuen europäischen Tunnelbaurichtlinien die zwei EINZELRÖHREN erfordern

        Der Fragesteller hat dieses Wissen bei Herrn Dr. Kefer vorausgesetzt. Es gibt auf Seiten von Herrn Dr. Kefer keinen Grund für *kopfschüttel*.

        Aber vielleicht möchte sich noch einer der Befürworter aus diesem Forum an einer Antwort versuchen?

      • Marion Furtwängler schreibt:

        Liebe Lola-rennt,

        es scheint Ihnen ganz offensichtlich entgangen zu sein, dass auch die Umsetzung von K21 den Bau der Bahntrasse Wendlingen-Ulm vorsieht. Dies allerdings nicht untertunnelt, sondern mit die Landschaft verschandelnden, von Betonklotzen und die Natur zerstörenden Brücken.

        Und noch einmal: Der Stuttgarter Bahnhof wird nur dann umfangreich umgebaut, wenn die Neubaustrecke realisiert wird. Denn der Bau dieser Strecke ist der Grund für die Sanierung des Bahnhofs. Warum DAS immer wieder von Gegnerseite ignoriert wird, will mir nicht in den Kopf.

        Die folgende Frage habe ich schon oft an die Gegner-Seite gestellt, aber außer irgendwelchem Gelaber noch keinerlei fundierte Antworten bekommen: Was für Konsequenzen sehen Sie, wenn S21 nicht realisiert wird?
        Hinweis: Ich meine hier nicht Alternativen, sondern die wirklichen Konsequenzen!

        Herzliche Grüße
        Marion

      • C.Fritz schreibt:

        Liebe rennende Lola,
        ob die veranschlagten Kosten für die NBS Wendlingen-Ulm zutreffen kann ich fachlich wahrscheinlich genausowenig beurteilen wie Sie oder der Fragesteller bei direktzu.de, dafür gibt es ja Fachleute.
        Die Aussage meines Beitrages, dass die Frage Unsinn ist wird davon jedoch überhaupt nicht berührt. Hier nochmal die strittige Passage:
        „Warum entsprechen die derzeit zugegebenen Kosten (2,9 Mrd. EUR) nur 1/4 der entsprechenden Kosten der bereits abgerechneten Kosten der NBS Nürnberg/Ingolstadt?“
        Abgerechnet wurden für NBS Nürnber-Ingolstadt 3,6 Mrd. €.
        Wie man unschwer auch ohne Taschenrechner erkennen kann, sind 2,9Mrd. deutlich mehr als 1/4 von 3,6 Mrd. (das währen nämlich 0,9Mrd.). Das tatsächliche Verhältnis beträgt ungefähr 8/10.
        Wenn falsche Fragen gestellt werden, kann man sich natürlich immer über (vermeindlich) unvollständige Antworten beschweren.

  9. Paulchen schreibt:

    Die schweigende Mehrheit……

    • joecool schreibt:

      Und jetzt?
      Ist aber seltsam, dass bei der Gegendemo bei Sonnenschein nicht mehr da sind, als bei Regen. Ist das Mobilisierungspotential der Gegendemonstranten erschöpft?
      Sind schon ein paar Sittler-K21-Fans abgesprungen?
      Nein ich hab`s. Die sind letzte Woche, trotz Regen, wegen C. Wecker da gewesen. Da war ja ein Konzert.

    • Simon schreibt:

      Hallole,
      finde ich toll, dass du uns den Link gibst. Sende ihn lieber an Herrn Sittler, damit er sich freut. Der Arme ist ja ziemlich durcheinander, weil er plötzlich nicht mehr Herr im Ring ist. Am Freitag durfte der Walter nicht mit zur Schlichtungsrunde, statt seiner durfte ja der Boris Palmer ganz viel reden. Manno. Und am Samstag sind dann plötzlich auch noch Leute in der Stadt, die nicht auf den Walter hören wollen. Auch blöd.
      Deswegen: Sende ihm den Link. Es wird ihn aufheitern.

      Und ich hätte dann doch noch eine Frage: Warum sieht es auf dem rechten Bild so aus, als sei Scheißwetter? Dabei war es am Samstag doch echt schön. Wäre ich einer von euch, würde ich jetzt eine Verschöwung wittern. Dann würde ich z.B. sagen, dass das Foto vormittags oder abends gemacht wurde und nicht um 15 Uhr. Aber keine Sorge, so etwas würde ich nie behaupten…

      S.

      • Marion Furtwängler schreibt:

        Guten Morgen Simon,

        in der Tat, das Bild würde ihn wirklich aufheitern. Allerdings nur, bis er auf die verschiedenen Datumsanzeigen schaut. Da ist ein Unterschied von einer Woche. Gab es keine Bilder der K21-Befürworter von Samstag?

        Ansonsten finde ich die alberne Diskussion um Medienpräsenz und Teilnehmerzahlen ziemlich armselig. Denn DAS ist nicht das Thema. Nach wie vor geht es den Befürwortern allein um den Inhalt des Projekts und nicht um das von Profilierungssucht getragene WischiWaschi-Wir-sind-die-Größten-Gelaber.

        Achja….gestern Abend am Flughafen gab es im allgegenwärtigen Newsticker zu den Kundgebungen vom Samstag folgende Schlagzeile: „20.000 Menschen nahmen an den Demonstrationen Für UND Gegen Stuttgart21 teil“. Fand ich gut, dieses Zusammenlegen von allen engagierten Menschen.

        Herzliche Grüße
        Marion

  10. Stephan Eck schreibt:

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2692847_0_9223_-die-zukunft-stuttgarts-im-stuttgarter-kessel-laermt-es.html?_skip=0

    Dazu meine Antwort:
    Ein kurzer Blick auf den Fahrplan der DB und schon sieht man das die Zeiten von Stuttgart nach Straßburg nicht stimmen, der Zug braucht nicht über 2 Stunden, sondern nur 1 Stunde 21 Minuten. Also mit Gegnern die nichtmal so einfache Zeiten recherchieren können kann und will ich nicht reden und schon gar nicht möchte ich von solchen Leuten regiert werden.
    Antworten

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