Erfolgreiche Großkundgebung am 23.10. – 8. Lauf am Donnerstag, 28.10.2010

Die Großkundgebung auf dem Schlossplatz am vergangenen Samstag war ein voller Erfolg. Rund 10.000 Befürworter kamen dem Aufruf des Bündnisses der Befürworter zur Teilnahme nach und verfolgten die Reden von Rüdiger Grube, Erwin Teufel, Tanja Gönner, Wolfgang Drexler und anderen. Einziger Wermutstropfen war die Körperverletzung eines Ordners der Pro-Kundgebung durch einen S21-Gegner. Ansonsten verlief die Kundgebung friedlich.

Am kommenden Donnerstag, 28.10.2010 findet der 8. Lauf für Stuttgart statt. Hauptredner ist dabei Ivo Gönner, der Oberbürgermeister von Ulm. Unterstützung erhält er durch Alexander Kotz, Vizepräsident der Handwerkskammer Region Stuttgart und Bernhard Mayer, Landrat a.D. des Landkreises Böblingen. Weitere Informationen folgen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Laufen für Stuttgart veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

54 Antworten zu Erfolgreiche Großkundgebung am 23.10. – 8. Lauf am Donnerstag, 28.10.2010

  1. Daniel schreibt:

    Hallo!
    Ich finde es wichtig, dass die Teilnehmerzahlen Unserereseits und die von der Polizei sich nicht unterscheiden. Ich weiß, dass die Poliezi mal von 10.000 sprach, doch in der offiziellen Pressmitteilung steht 7.000 drin. Bitte bleiben wir bei der Wahrheit, weil die Polizei besser einschätzen kann wieviele da waren.
    Viele Grüße und weiter so!
    Daniel

  2. Gisela Martin schreibt:

    Ich war dabei! Diese Großkundgebung kam gerade noch zur richtigen Zeit. Sie hat gezeigt,dass sehr viel mehr Leute für S 21 sind, die eben am Donnerstagabend keine Zeit haben. Ich habe auch „alte“ Freunde getroffen. Danke für die Durchführung.
    Herzliche Grüße,
    Gisela Martin

  3. oben bleiben schreibt:

    vielleicht sollten alle in dem tollen „tu IHN rein-shirt“ laufen? gibt’s davon schon buttons? – weiter unten geht wohl kaum…

    • Stephan Eck schreibt:

      @oben bleiben. Das T-Shirt heißt wenn schon „Tu ihn unten rein“. Dies ist doch ein sehr gelungenes Wortspiel. ich finde es allemal besser als sich als Parkschützer darzustellen und gleichzeitig den Park niederzutrampeln und seinen Müll dort zu verbreiten.

      • Klaus 21 schreibt:

        Zitat Urban Priol

        „Sack und Kopf sind eins“

        Bei wem wohl ?

      • oben bleiben schreibt:

        ja eben, wenn es so ein gelungenes wortspiel ist, dann anziehen und loslaufen… wo ist das problem? wollte ja nur gratulieren zu so viel kreativität! nun mal nicht so bescheiden!
        good run wünsch ich!

    • joecool schreibt:

      In diesem Punkt muss ich Ihnen zustimmen.

      Es kann doch nicht angehen, dass alles so friedlich abläuft und dann so einen Unsinn!

      Ich hoffe am Donnerstag, dass dieses Ding verschwindet.
      Ansonsten war der Tag ein voller Erfolg. Nicht nur wegen der hohen Teilnehmerzahl. Sondern wegen dem Signal das gesetzt wurde.

      Stuttgart, die Region, Baden-Württemberg und Deutschland haben nun erkannt, dass die jenige, die Behaupten, sie würden „die Menschen“ vertreten, plötzlich Muffensausen bekommen

      Sittler, Palmer, Stocker, von Herrman, der Cem,…..

    • C.Fritz schreibt:

      das T-Shirt war ohne fragen ziemlich daneben. Aber wie die K21er immer betonen: bei vielen Demonstranten gibts immer einige die über das Ziel hinausschießen (ich sag nur Platz des himmlischen Friedens, blutiger Donnerstag, Baungenozid, diverse Bemschimpfungen, weitere Beispiele am Bauzaun). Deswegen werfe derjenige den ersten Stein der ohne Schuld ist.
      Trotzdem sollten wir darauf achten, dass sowas in Zukunft nichtmehr vorkommt

    • Simon schreibt:

      Die EMMA hat das Shirt schon auf ihrer Seite (Eröffnungsseite, rechts am Rand). Text: „(…) Unterirdisch war auf jeden Fall mindestens eines der Argumente der Befürworter. Am Werbeverkaufsstand prangte dieses T-Shirt (Foto). Darauf kniet eine pinkfarbene, nackte Frau neben der Aufforderung: „Tu’ IHN unten rein! Stuttgart 21“. IHN großgeschrieben, klar. Wer in eine so tiefe Schublade beim Werbe-Shirt greift, der greift vermutlich beim ganzen Projekt zu tief. Übrigens: Auf der Pro-Veranstaltung hat auch die baden-württembergische Verkehrsministerin Tanja Gönner gesprochen. Sie scheint das Shirt nicht gestört zu haben.“ (www.emma.de)

      Na, das war wohl nix… Wenn jemand damit rumläuft, ok, kann man nichts machen. Aber dass das Teil offiziell am Stand verkauft wird, ist…
      Ich sage es mal sehr deutlich: So einen Scheiß finde ich persönlich nicht witzig (ganz abgesehen davon, dass es der Sache schadet). Wie war das nochmal: Sachlichkeit?

      Simon

  4. Stephan Eck schreibt:

    @Daniel: Ich stimm dir bei. Denke auch das wir Befürworter immer korrekt und bei der Wahrheit bleiben sollten. Nur so können wir die Lügen und die Polemik der Gegner entlarven.
    Auch ich war am Samstag auf dem Schlossplatz. An den Donnerstagsterminen war es mir bisher nicht möglich. Ich bin Bahnfahrer mit Leib und Seele, besitze gar kein Auto. Auch wenn ich am Samstag allein auf der Demo war, weiß ich von vielen Befürwortern, Kollegen, Familie. Die meisten wollen aber nicht auf eine Demo für etwas gehen, was längst beschlossen ist. Ich denke das sehr viele Befürworter daheim sitzen. Nun gilt es am Wahltag im März das Kreuzchen an der richtigen Stelle zu machen, damit endlich wieder recht einkehrt in diesem Land. Ich werde alles daran setzen, das die Befürworter die jetzt nicht zur Demo gehen, dann im März Schwarz/Gelb wählen, damit die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte im Südwesten weiter geht. Durch welche Politik sind wir denn an der Spitze aller Bundesländer? Ich habe eine Echte Angst davor das Grüne oder Linke an die Macht kommen. Mit deren idealistischen Fantasien des Lebens kann man in der heutigen globalen Welt kaum erfolgreiche Politik machen. Also weitersagen, OBEN OHNE UND WEITERBAUEN für die Zukunft.

  5. hugo hermann matz schreibt:

    Zur Teilnehmerzahl u.a.: Ich war dabei am Schloßplatz und habe mir auch die andere Demo angessehen sowie TV-Bilder gesehen. Egal was auch immer an Zahlen geschrieben und kommentiert wird: die Contra Demo war nur geringfügig größer als die Pro-Demo. Und das war ein schöner Erfolg. Danke an alle Pro Teilnehmer. Schade nur, dass gegen Schluß der Demo die sog. „friedlichen“ Demonstranten mit Rasseln, Trillerpfeifen, Buhrufen und Antisprechchören den hinteren Pro-Demoreihen das Zuhören unmöglich machten. Die Pro’s haben doch den Contras überhaupt nichts getan und dennoch dieses frenetisch-„religiöses“ Auftreten der Contras. Schon das Aufeinandertreffen dieser unterschiedlichen Demonstranten sprach schon an Äußer-lichkeiten Bände: wie Habitus, Gesichtsausdruck, Gestik, Kleidung, Ausstattung, Hilfsmittel….. Da die Ruhe selbst und die Gelassenheit, dort Aufgeregtheiten und Fanatismus. Die aufgequollene herausstechende Augen beim hitzigen Diskutieren, dieses Sprechen in Absolutheiten, dieser besessene Glaube an „ihre“ Fakten, diese Hörigkeit von Anführern machten mir klar, was ich schon immer vermutete:
    Bei vielen der Contras ist dieses Dagegensein wie eine Art Religion. Deshalb wird auch eine Schlichtung nichts bewegen können. Dennoch gut, dass es diesen Austausch gibt.
    Hermann.

    • Klaus 21 schreibt:

      Das war nicht die Gegner – Demonstration !

      Das war die Bushaltestelle Schloßplatz !

    • oben bleiben schreibt:

      ja, stimmt! besonders die hilfsmittel! „Tu IHN unten rein“ – super!

      • Simone Grädig schreibt:

        schon interresant worüber sie sich aufregen können ,nun haben sie ja echte fakten ,super.
        Erstaunlich das ihnen die wortwahl bei ihren Veranstaltungen nicht auffällt wie weit da diese im vekalbereich ertönt,aber immer schön vor anderen Türen kehren nur nicht vor der eigenen.

    • Simon schreibt:

      @Klaus21 und oben bleiben: Werdet ihr von den Grünen dafür bezahlt,
      dass ihr hier rumspammt?
      🙂

    • Simon schreibt:

      @Klaus21 und oben bleiben:
      Werdet ihr von den Grünen oder von Robin Wood dafür bezahlt,
      dass ihr hier rumspamt? Oder macht ihr euch ganz ohne adäquate Gegenleistung zum Gespött?
      🙂

      • Simon schreibt:

        PS: Nur so als kleine Replik auf die dauernden „Ihr seid ja eh nur gezahlt“-Blödeleien…

      • oben bleiben schreibt:

        @simone gräding: es heißt Fäkalbereich. Bei oben ohne aber kein Wunder…

      • Simon schreibt:

        Der Rechtschreibphilister ist immer das letzte Aufgebot im gebildeten Diskurs.

        Simon

  6. Thomas Schmid schreibt:

    Es war ein super Tag am Samstag bei der Grosskundgebung auf dem Schlossplatz,leider wurde ich als Läufer von einem Gegner sehr ungehalten weg gestosen einige Zuschauer hatten dies mitangesehen ,traurig ist das wie manche Menschen sich benehmen.

    • oben bleiben schreibt:

      vielleicht hat der getorkelt, weil er auch sekt bekommen hat?

      • Simone Grädig schreibt:

        oh wohl vor neid erblassen,wenn schon was behaupten dann besser informieren ,aber sorry das ist ja leider öffters so .
        Die Sekt -Aktion war nicht wie so nett behauptet gesponsert,bzw doch und zwar von den Befürwortern die eine Sektflasche mitgebracht haben zum face-book stand,das war auf facebook auch schon tagelang zu lesen,da dort genug contras mitlesen hätten sie das wissen müssen,können.
        Es war unsere Sektfeier zum 100 000 Befürworter und es gab limitierte Buttons für eine Sektflasche mit logo die man mitbringen konnte,soviel dazu.
        Aber immer schön fakten sammeln hoffe sie habe ein T-Shirt erworben.

  7. JC schreibt:

    Also erstmal ein herzliches Dankeschön für das, was Ihr in den letzten Wochen auf die Beine gestellt habt. Ich habe die letzten zwei Donnerstagsdemos und die Großkundgebung am Samstag besucht.

    Ich finde es schade, dass die eingeladenen Gäste nur Politiker waren. Damit lassen sich keine neuen Befürworter locken, bzw. Projektgegner bekehren. Zum Einem sind es manche Leid mal wieder Lügen (was zum Teil Notlügen bzw.Halbwahrheiten sind) zu hören. Zum anderen müssen Politiker über etwas reden, von dem sie keine Ahnung haben, weil sie keine Ingenieure sind. Ich sehe nur die Möglichkeit
    Leute für S21 zu begeistern, wenn man erstens nur Wahres spricht und zweitens sachkundige Gäste einlädt, denen man vertrauen kann, weil es deren täglich Brot ist.

    Ich verstehe (als Bauingenieur) nicht, wieso bis jetzt kein Ingenieur eingeladen wurde und so mancheiner immer noch der Panikmache Frei Ottos Vertrauen schenkt. (Dass Architekten sich eher dem Entwerfen als dem Berechnen widmen ist wohl noch nicht überall angekommen…)
    Da müsste man einen Sobek (Bauingenieur & Architekt, Leiter der ILEK), Münzner (Prüfstatiker bei Boll&Partner), einen Schlaich (namhafter Ingenieur, dem die Stuttgarter vieles zu verdanken haben), einen Vertreter des Verbandes der Prüfingenieure BW oder jemand vom Tiefbauamt einladen, der sich zu den verschiedenen Punkten, die K21-Anhänger einem vorwerfen, außert und richtig stellt, den Leuten die Angst wegnimmt, es könne was einstürzen.
    Zu den Themen des Grundbaus und Hydrologie kann man das renommierte Ingenieurbüro smoltczyk & Partner, zum Tunnelbau das Ingenieurbüro Büro Bung oder Spiekermann vielleicht fragen.

    Wir verkaufen weltweit unser Wissen und Maschinen und wenn wir es im Ländle selber ausführen wollen, hat die Bevölkerung Angst?!! Wo kommen wir denn hin, wenn freie Maler & Schauspieler Ingenieuren ihr Handwerk erklären wollen? Diese Beiträge müssen mit der gleichen Intensität veröffentlich werden, wie es bei den Gegnern passiert. Da muss nur ein Palmer sagen „Früher bin ich ja wenigstens
    davon ausgegangen, dass der neue Bahnhof ein bisschen mehr kann als der bestehende. Aber da bin ich eines Schlechteren belehrt worden.“ und da geht ein kompletter Vortrag vom Kefer, der die Effizienz des neuen Bahnhofs aufweist, unter. Der Bürger wird sich nur Palmers Sätze merken, da während den Schlichtungsgesprächen nur Fachchinesisch geredet wird und er nur einfach kurze prägnante Aussagen sich merken kann oder will. Die Schlichtungsgespräche sollen – da ja Fakten geschaffen werden sollen – nicht auf Talkshow Kanzlerduell Niveau geführt werden, sondern sachlich und im Detail. Dass dies dann nicht für jeden verständlich ist, ist doch zu erwarten. Es sei denn jeder ist neuerdings Bauingenieur, Verkehrsexperte, Gutachter, Hydrologe usw…

    Man sollte eine Rubrik kreieren, wo man Punkt für Punkt, die von die gegnerischen Vorwürfe (z.T. aus der K21 Broschüre) abarbeitet und gegenargumentiert.
    Desweiteren sollte man doch auch der Frage nachgehen, was für ein Konzept hinter K21 steht. Ich habe vergeblich versucht auf der K21 Seite einen Enturf von dem Bahnhof zu finden. Vergebens…nur eine Skizze mit einer schönen Glaskuppel?! Die K21 Broschüre redet nur S21 schlecht, ohne ein Konzept und Zahlen für die K21 Variante zu präsentieren. Wieso startet das Aktionsbündnis ProS21 keinen
    Gegenangriff?

    Oder die Parkschützer, die sich für die wenige Platanen einsetzen (wie die auf 282 Platanen kommen, ist mir immer noch schleierhaft, im Park zwischen dem HBF und dem Planetarium kommen nur ca. 30 alte Bäume in Frage). Da wäre es doch auch angebracht den K21 Befürwortern aufzuzeigen, dass bei K21 durch die 2 hinzukommenden Gleise die komplette Platanenallee (1,5 km) dran glauben müsste (>>>280 Bäume). Oder dass bei dem Umsetzen des K21 Projektes eine bei Mettingen aufgeständerte, acht Meter breite ICE-Trasse mit 14 Meter hohen Brückenbauwerken über das Ackerland in der Breite und dann in einen
    Tunnel hinauf bis zu den Fildern führen würde. Zum Beispiel habe ich es des Öfteren erlebt, dass Freunde sich beklagt haben, dass durch S21 der Park zubetoniert wird. Das muss man doch richtig stellen. Die Betonfläche umfasst in der Breite nur die heutige Gleisfläche. Die Fläche zwischen HBF und Planetarium wird zwar untertunnelt, bleibt aber begrünt.

    Zum Thema Kosten und Gutachten Vieregg & Rössler. Was kann ich von einem Gutachten halten, das von einem Dipl. Kaufmann und Dipl. Psychologen erstellt worden ist? Das Problem ist doch, dass die
    Gehälter, Kosten für Rohstoffe und Sicherheitsvorkehrungen im Laufe der Jahre gestiegen sind. Ist bei K21 aber auch nicht anders. Des Weiteren ist eine genaue Kostenermittlung bei der Wendlingen-Ulm Strecke aber auch generell bei Tunnelbau & Böden schwer vorherzusagen, da müsste man schon Hellseher sein. Leider kann man das der Bevölkerung so nicht verklickern, weil sie sich ansonsten denkt, es wäre
    ein Fass ohne Boden.

    Letzen Donnerstag hat OB Schuster eine Rede gehalten. Sorry, mit so einer Rede kann man keine Leute für das Projekt gewinnen. Da muss ich zum Teil den Gegnern fast schon recht geben. Nach allem was vorgefallen ist, fährt er keine neue Linie. Zukunftsperspektive für Kinder usw., Stärkung des Standorts Stuttgarts… Mag ja alles stimmen, aber sorry, dass ist doch keine Antworten auf die Fragen,
    die sich tagtäglich ein Befürworter von Gegnern über sich ergehen lassen und rechtfertigen muss. Es gibt viele, die in der S&K21 Frage noch unschlüssig sind, und die sollte man sachlich von dem Nutzen S21 überzeugen können und nicht durch weitere Politikerbeiträge vergraulen.

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2682786_0_5952_-die-zukunft-stuttgarts-wandel-macht-vor-uns-nicht-halt.html?_skip=1
    http://stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2624843_0_7894_-stuttgart-21-auch-k-21-ist-ein-milliardenprojekt-.html
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2610649_0_7983_-expertenstreit-ueber-stuttgart-21-der-tiefbahnhof-ist-kein-u-boot-.html

    wertvolle Links Sobek& heimerl machens vor

    Gruß ein Stuttgarter

  8. Simon schreibt:

    Zustimmung!

  9. Tobias Bluhme schreibt:

    Heute laufen wir auch mit – die Arbeit läßt es endlich zu!

  10. C.Fritz schreibt:

    Einige kurze Bemerkungen zur heutigen Schlichtungsrunde.

    Das Beste zuerst: K21er erzwingen zügigere Bauarbeiten am Grundwassermanagement.
    Wer hätte das gedacht? Auf Druck der K21er musste Herr Kefer zusagen die Bauarbeiten schneller durchzuführen. Anstatt in Ruhe in den nächsten Wochen werden die Betonwinkel jetzt schon bis nächsten Donnerstag verbaut. Bleibt festzuhalten auch Stocker und Co. sind fürs WEITERBAUEN.

    Die Leistungsfähigkeit des neuen Bahnhofs ist erwiesener Maßen deutlich höher als die des heutigen Bahnhofs. Schon der ab 2020 vorgesehene Fahrplan bietet mehr Zugverbindungen. Wie hoch die maximale Kapazität ist werden wir nächste Woche erfahren. Boris Peinlichs groß angekündigte Sensation ist leider ausgefallen.

    Eine schlüßige Argumentation der K21er war für mich nicht erkennbar. Einerseits wird moniert, dass über Gäubahn und NBS nur sehr wenige Züge geschickt werden, auf der anderen Seite sollen die in Rohr, am Flughafen und in Wendlingen vorliegenden Kreuzungspunkte die Leistungsfähigkeit des gesamten Bahnhofs entscheidend schmälern? Was den nun? Wenige Züge oder Einschränkung der Leistungsfähigkeit?

    K21er haben Probleme mit dem Blick in die Zukunft.
    Da wird für den Fildertunnel erstmal mit ETCS geplant, weil man denken sollte, dass in 10 Jahren (oder in 8 wenn der Einbau frühestens ansteht) das System deutlich verbreiteter sein wird als heute. Ist aus K21 Sicht natürlich skandalös schließlich fährt HEUTE kaum ein Zug damit. Allerdings hoffe ich, dass bis in 10 Jahren auch der ein oder andere Regionalzug neu angeschafft wird. Davon mal abgesehen, dass bis 2020 alle ICE der ersten und zweiten Generation sowieso ersetzt werden müssen.
    Und falls das mit ETCS bis in 10 Jahren tatsächlich nichts wird ist der Einbau des heutigen Systems ja MÖGLICH. Warum also die Aufregung? Entweder fahren wir mit ETCS oder wir bauen das alte System ein. Da sehe ich keinen Mangel.

    Insgesamt bin ich auch nach der 2. Runde noch der Meinung das die Schlichtung keinen Gegner von S21 und keinen Befürworter von K21 überzeugen wird. Es ist einfach nicht möglich in wenigen Stunden derart komplexe Sachverhalte allgemeinverständlich darzustellen und Problempunkte von Experten klären zu lassen.
    Den Versuch ist es trotzdem wert. Und nächste Woche erfahren wir ja endlich mal wie der Planungsstand in Sachen K21 ist, ich freu mich schon drauf.

    • Simon schreibt:

      Guten Abend,

      >Insgesamt bin ich auch nach der 2. Runde noch der Meinung das die >Schlichtung keinen Gegner von S21 und keinen Befürworter von K21 >überzeugen wird.

      Das sehe ich auch so. Das liegt aber auch daran, dass niemand diese Gespräche unvoreingenommen verfolgt. Im Prinzip zieht jeder für sich das raus, was er ohnehin hören will (so wie ja bisher auch). Das war aber von Anfang an nicht anders zu erwarten. Deswegen sind diese Gespräche rein argumentativ gesehen verschwendete Zeit.
      Die S21-Befürworter wollen damit zeigen, dass man zumindest nochmal einen Versuch unternimmt, das Projekt öffentlich zu erklären. Das ist ja an sich löblich. Aber der Schuss wird nach hinten losgehen.
      Für die S21-Gegner ist es nämlich vor allem eine Gelegenheit, die DB-Experten, die in solchen Situationen, wo vom Publikum erwartet wird, dass man „Zähne zeigt“, ungeübt sind, möglichst schlecht aussehen zu lassen. Ich fand speziell in der ersten Runde ist diese Strategie bei Palmer erschreckend oft aufgegangen. Die höflichen DB-Leute hatten der palmerschen Aggression in Wort, Gestik und Mimik nichts entgegenzusetzen – was beim Publikum ganz unabhängig von inhaltlichen Aspekten als „And the winner is…Boris“ hängen geblieben sein dürfte…

      Simon

    • Peter C. Gerlach schreibt:

      Moin zusammen,

      Probleme mit der Schlichtung habe ich in erster Linie wegen der Beweislastumkehr. Palmer und Konsorten können im Prinzip behaupten, was sie wollen und die Bahn muß anschließend den Beweis dafür liefern, daß es nicht so ist. Da würde wohl jeder ins Schwimmen geraten, zumal man ja nie vorher weiß, was einem als nächstes vorgeworfen wird. Die Vertreter der Bahn haben m.E. nur die Chance, auf´s nächste mal zu vertagen, was sie ja auch tun, nur wird es gleich als Schwäche ausgelegt. Schlechtes Spiel. Herr Geissler macht hier auch keine wirklich gute Figur. Den Rundumschlag am Anfang zum Thema Friedenspflicht hätte er sich auch sparen können, er wäre auch überflüssig gewesen, wenn er sich vorher informiert hätte, was Pfarrer Bräuchle wirklich gesagt hat. Einfach übernehmen was an falschen Daten im Umlauf ist und dafür rügen ist schlechter Stil. Auch das noch: es wird beim dritten Termin noch immer über das Thema vom ersten Termin verhandelt. Die Bahn legt Zahlen vor und die Gegner sagen: „Glauben wir nicht!“ So kann man noch ewig vor sich hinwursteln und das Projekt verteuern, denn am Ende wird S21 gebaut, sonst bleibt einem wirklich nur noch auszuwandern. In einem von Palmer oder Özdemir regierten Baden-Württemberg möchte ich nicht leben – ich arbeite bei einem Sportwagenbauer!

  11. deinweckruf schreibt:

    Seit ihr von der Regierung dafür bezahlt worden, dass ihr für Stuttgart 21 lauft?

    Naja, wie auch immer, ich wollte euch mal fragen, ob ihr für einen Volksentscheid bezüglich Stuttgart 21 gewesen wärt oder nicht, denn wie sich ja jetzt herausgestellt hat wurde ein Volksentscheid, trotz Versprechen des OB Schuster, vom Parlament abgelehnt:

    http://deinweckruf.wordpress.com/2010/10/29/stuttgart-21-landtag-lehnt-einen-volksentscheid-ab-was-fur-eine-uberraschung/

    Würde mich über eine Antwort freuen, Gruß

    • Simon schreibt:

      Guten Abend,

      wer sich so:

      „Seit ihr von der Regierung dafür bezahlt worden, dass ihr für Stuttgart 21 lauft?“

      hier vorstellt, wird eine Antwort nicht ernsthaft erwarten.

      Viel Spaß noch mit der „Revolution“ *lach*

      Simon

    • arkay schreibt:

      Ich bin von der Regierung gekauft worden und werde pro Kilometer mit S21 Fähnchen bezahlt. Ein Doppelklatscher bringt zusätzlich 50 Cent. Der Volksentscheid wäre keine gute Entscheidung gewesen, nicht nur rechtlich. Stellen wir uns doch die Frage wer gefragt wird, alle Wahlberechtigten in Baden Württemberg oder nur Stuttgarter? Würde ein Bürger in Kressbronn tatsächlich alle Aspekte im Blickwinkel haben wenn er eine Stimme hätte? Bei einer Mehrheit von 51 Prozent für eine Seite, Konflikt gelöst? Wenn der Bau gestoppt werden würde, was sagt man den unzähligen Menschen die sich auf S21 freuen? Die Gegner finden ein Bauen doch unerträglich wenn viele tausend Menschen protestieren (obwohl schon seit Jahren immer wieder entschieden wurde), wäre der Protest der Befürworter egal oder müsste man wieder versuchen zu einer neuen Lösung zu kommen? Die repräsentative Demokratie hat sich mehr als bewährt, Deutschland hat aus der Weimarer Republik gelernt und steht glänzend da.
      Kritisch zu hinterfragen ist wichtig aber ebenso wichtig ist es anzunehmen dass es Entscheidungen gibt die nur Leute treffen sollten die sich mit bestimmten komplexen Sachverhalten besonders intensiv beschäftigt haben.

    • joecool schreibt:

      Ich laufe zwar nicht, aber ich bin selbstverständlich auch von der Regierung bezahlt. Zumindest behaupten es die K21er felsenfest. Und die müssen es ja wissen. Die wissen sowieso alles besser.

      Leider habe ich noch kein Geld erhalten. Ich hoffe das kommt noch.

      Gegenfrage: Warum drohen Sie uns mit einer Faust? Was haben wir Ihnen angetan?

  12. deinweckruf schreibt:

    Naja, von der Regierung war vielleicht etwas überspitzt ausgedrückt, aber auf NTV bei der Sendung „Das Duell“ (ist schon etwas länger her…) hat man von einer gekauften Pro-Stuttgart 21 – Bewegung gesprochen, und auch das Netz ist voll davon…

    http://www.metronaut.de/politik/stuttgart-21-mit-pr-agenturen-gegen-demonstranten/

    Achso, und „Die Faust“ sollte doch eigentlich bekannt sein, zumindest für Menschen, die sich mit Politik beschäftigen…

    • joecool schreibt:

      Rot Front, Herr Genosse!

      • Berufsdemonstrant schreibt:

        @joecool:
        Danke für Ihre informativen Beiträge.

        @Arkay:
        „Die repräsentative Demokratie hat sich mehr als bewährt, Deutschland hat aus der Weimarer Republik gelernt und steht glänzend da.“

        Hab ich im Geschichtsunterricht was verpasst? Was hat die Weimarer Republik mit Volksentscheiden zu tun?

      • joecool schreibt:

        @Berufsdemonstrant

        Die Waimarer Republik hat nichts mit Volksentscheiden zu tun. Aber mit dem Ignorieren von demokratischen Beschlüssen und demokratisch legitimierten Parlamenten.

        Stichwort: Politik von und auf der Straße.

        Daher auch meine, zugegeben, „polemische“ Kommentare auf die geballte Faust.
        Ich dachte, wir sind im Jahre 2010 über diese Symbolik hinweg.

      • Simon schreibt:

        @Berufsdemonstrant

        Hallo,
        Sie fragten:

        >Hab ich im Geschichtsunterricht was verpasst? Was hat die >Weimarer Republik mit Volksentscheiden zu tun?

        Der Hintergrund ist: Es gibt Historiker, die der Ansicht sind, dass die plebiszitären Elemente der Weimarer Verfassung zur Destabilisierung dieser ersten Demokratie auf deutschem Boden (und damit zum Aufstieg Hitlers) maßgeblich beigetragen haben. Theodor Heuss schrieb z.B. aufgrund seiner Erfahrungen als Politiker und Publizist in der WR, Plebiszite seien „eine Prämie für jeden Demagogen“. Aus der Erfahrung heraus hat man im GG plebiszitäre Elemente eingeschränkt.

        Gruß,
        S.

    • Simon schreibt:

      Hallo deinweckruf,

      >aber auf NTV bei der Sendung “Das Duell” (ist schon etwas länger her…) hat >man von einer gekauften Pro-Stuttgart 21 – Bewegung gesprochen, und >auch das Netz ist voll davon

      Für jemanden, der den Anspruch erhebt, ander „wecken“ zu wollen, sind Sie den Medien gegenüber ganz schön leichtgläubig …

      S.

  13. Stephan Eck schreibt:

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2692847_0_9223_-die-zukunft-stuttgarts-im-stuttgarter-kessel-laermt-es.html?_skip=0

    Dazu meine Antwort:
    Ein kurzer Blick auf den Fahrplan der DB und schon sieht man das die Zeiten von Stuttgart nach Straßburg nicht stimmen, der Zug braucht nicht über 2 Stunden, sondern nur 1 Stunde 21 Minuten. Also mit Gegnern die nichtmal so einfache Zeiten recherchieren können kann und will ich nicht reden und schon gar nicht möchte ich von solchen Leuten regiert werden.
    Antworten

    • C.Fritz schreibt:

      Und tatsächlich braucht man mit dem TGV auch nicht 4h 24min sondern 3 h 40 min. Wenn man natürlich erst mit dem IRE nach Karlsruhe von da mit dem ICE nach Offenburg, von Offenburg mit der OSB nach Strasburg und von da endlich mit dem TGV nach Paris fährt, braucht man tatsächlich 4h 35 min. Aber wer macht denn sowas?

  14. S21 schreibt:

    Danke für die interessanten Texte, die hier veröffentlicht werden.

  15. Klara Verstand schreibt:

    Jetzt wurde ja bei der Schlichtung klar und sehr deutlich, dass unser Kopfbahnhof bereits im heutigen Zustand so gut ist wie der unterirdische niemals werden kann und trotzdem lernt das S21 uninformierte oder träumende Volk nicht darauß und bleibt nac wie vor bei seinen falschen Behauptungen. Wie kann man nur so unreal sein?
    Oder was steckt sonst dahinter?

    • Simon schreibt:

      Hallo,

      >Jetzt wurde ja bei der Schlichtung klar und sehr deutlich, dass unser >Kopfbahnhof bereits im heutigen Zustand so gut ist wie der unterirdische >niemals werden kann

      Welche Schlichtung haben Sie denn gesehen? Oder anders gefragt: wie viel davon haben Sie gesehen? Nur die Ausschnitte, die die Parkschützer in youtube eingestellt haben?

      >das S21 uninformierte oder träumende Volk nicht darauß und bleibt nac wie
      >vor bei seinen falschen Behauptungen.

      Hm, vielleicht sind diese Behauptungen ja gar nicht falsch? Vielleicht sind die, die sie für falsch halten ja selbst schlecht und einseitig informiert? Zum Beispiel weil sie ihre Infos nur aus den eigenen, natürlich einseitigen Quellen beziehen? So mancher hängt sich vielleicht an Nebensächlichkeiten auf, weil er das große Ganze nicht überblickt?

      Man weiß es nicht und so bleiben nach dem Lesen Ihres Posts Fragen über Fragen…

      S.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s