Rückblick und Zwischenstand – Nächster Lauf am 11.11.2010

Die letzten 10 Wochen waren spannend, noch nie habe ich meine Heimatstadt Stuttgart und die Region in solch einer Aufregung erlebt, noch nie hat ein Thema so polarisiert und teilweise solch verrückte Blüten getrieben. Noch nie war ein Thema durch Buttons und Aufkleber so sichtbar, noch nie war man sich so uneinig über unsere so schützenswerte Demokratie.

Da waren richtige Aufreger dabei: Der Aufbau des Bauzauns am Nordflügel Anfang August, der erste Baggerbiss und die damit verbundenen, nervenden Strassenblockaden, die über das normale Maß eines friedlichen Protests hinausgingen. Und da war natürlich der sehr unglücklich verlaufene Polizeieinsatz im Schlossgarten am 30. September, der wohl am Ende nicht vermeidbar war. Aber das wird der Untersuchungsausschuss klären.

Am Tag des ersten Baggerbisses schlug quasi meine Geburtsstunde als Aktivist. Ich war in der Stadt um meine Brille abzuholen und wurde durch lautes Schreien und Trillern zum Alten Schloß gelockt. Dieses wurde durch wütende Menschen mit hasserfüllten Blicken belagert, die „Schuster weg“, „Lügenpack“ und „Oben bleiben“ riefen. Ich habe mich etwas abseits gestellt und die Szene beobachtet. Und da kam mir dann „mein“ Schlüsselerlebnis entgegen: Eine Frau, die „Lügenpack“ rief und ein DB-Fahrrad neben sich her schob. Dieser Anblick war so widersprüchlich und der Ruf „Lügenpack“ so respektlos, dass für mich klar war, dass ich etwas tun muss. Am Abend dieses Tages wurde die Idee zum Lauf für Stuttgart geboren.

Politiker sind Politiker, das ist ein ganz spezielles Handwerk, aber Politiker sind kein Lügenpack. Man muss das mal mit schlimmen, menschenverachtenden Begriffen wie „Zigeunerpack“ oder „Ausländerpack“ in Relation stellen. Würden 30.000 Menschen bei einer Demo durch die Stuttgarter Innenstadt so etwas brüllen, dann würden viele Menschen, die jetzt „Lügenpack“ skandieren sehr erschrocken sein und zu Recht und hoffentlich dagegen protestieren. Man darf schlicht die Relation nicht verlieren, Politiker sind kein Pack –  das ist respektlos.

Politiker sind, das weiss jedes Kind, gewählte Volksvertreter, die man als Bürger in regelmäßigen Abständen aus der Bürgerschaft heraus wählen kann. Jeder hat das Recht und die Chance sich aufstellen zu lassen. Und das scheinen einige vergessen zu haben. Wir Bürger tragen eine große Verantwortung, die über ein Bleistiftkreuz nach Bauchgefühl hinausgeht, wenn man denn überhaupt wählen geht. Zu dieser Verantwortung gehört, dass man sich mit der Politik auseinandersetzt, auch im Hinblick auf Stuttgart 21. In unzähligen Wahlen wurde S21 legitimiert, es gab Planfeststellungsverfahren und Einspruchfristen und es gab Gerichtsurteile. Irgendwann ist dann eben der Zeitpunkt da, an dem mit dem Bau begonnen werden muss. Damit muss sich der Bürger dann abfinden.

Übrigens musste die Bahn noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen, sonst hätte eine neues Planfeststellungsverfahren gestartet werden müssen.

Wie gesagt, irgendwann ist dann eben der Zeitpunkt da, an dem ein Projekt zur Umsetzung gelangt. Und genau da kocht dann die Volksseele hoch und die „guten“ Politiker mit grüner und linker Gesinnung erkennen die Schande und beginnen ihren Wahlkampf einfach mal ein halbes Jahr früher als sonst, ohne sich vom Begriff „Lügenpack“ zu distanzieren. Sie reden vom Volksentscheid, wohl wissend, dass ein Volksentscheid so einfach nicht möglich ist. Es wird nie einen Volksentscheid geben, der da lautet: „S21 – Ja oder Nein“. Statt zu deeskalieren, schüren sie die Stimmung noch weiter an, reden vom berechtigten Widerstand und haben dadurch ihren Anteil an den Vorkommnissen am 30.09. im Schlossgarten. Dies nun auf die Landesregierung und die Polizei zu reduzieren ist zu einfach. Ich finde das unverantwortlich, und daran muss man sich spätestens bei der nächsten Wahl erinnern.

Apropos Wahl: Wer einen Volksentscheid braucht, der muss nur am 27. März 2011 zur Wahl gehen. Denn da kann jeder Bürger sein Kreuzchen machen und über die politische Zukunft unseres Landes entscheiden. Dieser Volksentscheid reicht mir persönlich völlig.

Es gibt natürlich auch eine Lehre aus allem, Politiker sind nicht perfekt. Hier traf ein nach „alter Schule“ geplantes Projekt auf das voll ausgebaute Internet. Noch nie war der Bürger so informiert, so überinformiert. Noch nie war der Bürger fachlich so überfordert. Noch nie konnten Botschaften, falsch oder richtig, so schnell verteilt werden. Und das hat die Politik überrascht und stellenweise auch überfordert. Daher hat der Streit um S21 auch seinen Sinn und es wird sich im Hinblick auf die Information der Bürger bei der Planung von Großprojekten einiges ändern. Da bin ich mir ganz sicher.

Es ist Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.

Es wird gerade etwas ruhiger. Mein tägliches Mailaufkommen ist von 250 auf 100 gesunken, die Zugriffszahlen unserer Webseiten steigen nicht mehr, die Facebook-Gemeinde wächst langsamer. Das liegt natürlich daran, dass die spektakulären Nachrichten glücklicherweise ausbleiben und die Schlichtung ihren Zweck erfüllt, die Gemüter zu beruhigen.

Auch die Demonstrationen der Gegner werden kleiner, am Samstag waren es gerade noch 10.000. Das freut uns natürlich. Das ist unsere Chance in der öffentlichen Wahrnehmung aufzuholen, wir dürfen jetzt nicht nachgeben, sondern müssen gleichbleibend wiederkommen, auch wenn wir die Argumente schon oft gehört haben – es geht um die schlichte Präsenz, es geht um Hartnäckigkeit, es geht um Willen.

Zeigt bitte weiterhin Flagge für Stuttgart 21!

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73 Antworten zu Rückblick und Zwischenstand – Nächster Lauf am 11.11.2010

  1. Simon schreibt:

    Hallo & danke für diesen Beitrag.
    Ich persönlich kann fast jeden Satz so unterschreiben.

    S.

  2. Richard Köhler schreibt:

    Dieser Rückblick war wie Balsam auf meine arme S-21 Befürworter-Seele

  3. Robert King schreibt:

    Herzlichen Dank für den so treffenden und gut tuenden Kommentar.
    Ich war – aus dem Kreis Rottweil – zweimal in Stuttgart beim Laufen und bei der Kundgebung mit dabei. Wie schön, dass es gleichermaßen ernst wie heiter und fröhlich zuging.
    Ich wünsche Ihnen und unserem gemeinsamen Anliegen ein gutes Durchhalten und viel Erfolg.

  4. Berufsdemonstrant schreibt:

    Hallo,

    danke für den unaufgeregten Ton des Zwischenfazits. Inhaltlich teile ich die Argumentation zwar so gut wie gar nicht, aber volle Zustimmung für den Aufruf, die Schlichtung zur Beruhigung der Gemüter zu nutzen.

    Ein großes Missverständnis ist, fürchte ich, bei Ihnen wie bei vielen Befürwortern hängen geblieben. Ich sehe keinen Widerspruch darin, gegen dieses Projekt zu sein und ein DB-Fahrrad zu benutzen. Ganz im Gegenteil: Die meisten Projektgegner, die ich kenne, sind Leute, die auf die Deutsche Bahn angewiesen sind und / oder sogar gerne mit dieser fahren. Diese sorgen sich – wie ich – darum, dass dieser Bahnhof eine Verschlimmbesserung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs bedeutet. Wenn ein Herr Schuster auf einer Donnerstags-Demo davon spricht, dass die Grünen als EINE treibende Kraft des Widerstands sich jetzt plötzlich (auch noch) gegen den Bahnverkehr aussprechen, so weiss er sicher genauso wie hoffentlich die meisten Applaudierer, dass das billige Polemik ist.

    Wenn mich jemand überzeugen könnte, dass S21 mehr Verkehr auf die Schiene bringt (Güter- und Personen-), wäre ich einer der ersten, die das politische „Lager“ wechseln. Allein, weder Pro-Demonstrationen noch Schlichtungsbeiträge konnten mich davon überzeugen.

    In diesem Sinne sportliche Grüße!

    Ein „Berufsdemonstrant“

    P.S. zu Ihrer Teilnehmerzahl-Freude: Die Freude ist übrigens ganz meinerseits, dass sich die Beteiligung der Pro-Seite innerhalb einer Woche halbiert hat (5.000->2.500). Und geviertelt seit der letzten Samstags-Demo. 😉

    • Uwe Flammer schreibt:

      Was die Zahl der Teilnehmer angeht, so kann man natürlich unterschiedliche Gründe annehmen: lag es an den Herbstferien, die viele Eltern mit ihren Kindern für einen Kurzurlaub genutzt haben? Oder lässt das Interesse an unseren Kundgebungen tatsächlich nach? Vor allem aber: wo waren die Anhänger der SPD? Immerhin sprach der Landesvorsitzende der SPD Baden-Württemberg auf dem Marktplatz. Wo waren seine Unterstützer? Wo waren all jene Stuttgarter, die sich für die Politik der SPD interessieren? Als letzte Woche Ivo Gönner, Oberbürgermeister von Ulm und ebenfalls Mitglied der SPD, auf dem Marktplatz sprach, sah es auf dem Platz noch ganz anders aus, und vor allem herrschte eine ganz andere Stimmung. Doch Ivo Gönner steht weiterhin für Stuttgart 21. Um jene Mitglieder der SPD, welche die undankbare Aufgabe haben, die offizielle Parteilinie vertreten zu müssen, scheint es hingegen sehr einsam zu werden.

      • Peter Dieterich schreibt:

        Das ist genau der Punkt.

        Ich finde es richtig, Redner unterschiedlicher Parteien einzuladen. Aber eine Sache sollten alle Redner gemeinsam haben: Sie sollten glaubwürdige und eindeutige Befürworter des Projektes sein.

        Ich bin mir sicher, dass dann auch mehr Menschen zu den Veranstaltungen kommen.

  5. Rainer Seemann schreibt:

    Lieber Herr List,

    es erschreckt mich, ehrlich gesagt, dass Sie kein Wort des Bedauerns dafür finden, dass beim Polizeieinsatz am 30.09.2010 viele Menschen verletzt wurden und dass Sie sogar noch eins drauf setzen und diesen Horror als „wahrscheinlich unvermeidlich“ bezeichnen. Das zeigt für mich wieder einmal das wahre Gesicht der Befürworter von Stuttgart 21.

    Und glauben Sie ja nicht, dass unser Widerstand gegen dieses schwachsinnige Projekt, das aus bekannten Gründen eben nicht demokratisch zustande kam, nachlassen wird. Zwar gehen derzeit weniger Menschen auf die Straße, das ist bei Ihnen ja auch so, denn auch Sie hatten gestern erheblich weniger Teilnehmer auf Ihrer Demo, viele warten eben das Ende der Schlichtung ab. Sollte die Bahn Hand an die Bäume oder den Südflügel legen, werden wir wieder 150.000 sein, die auf die Straße gehen. Und zum Thema Landtagswahl bleibt zu sagen, dass danach wohl endlich der elende Muff von 60 Jahren CDU aus dem Lande hinausgeweht wird. Ich freue mich, unabhängig vom Ausgang der S 21 Diskussionen, auf eine neue Politik, die die Menschen wieder einbindet und die Verkrustungen aufbricht. Ich denke, der CDU werden ein paar Jahre Opposition gut tun, da wäre ich mir sogar mit Ihrem Vater einig, da bin ich ziemlich sicher. Ihr Vater hat bereits in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gegen die Vetterleswirtschaft gewettert. Es ist schade, dass Sie von seinem „volksnahen“ Geist so wenig geerbt haben. Ich mochte Ihren Vater sehr und wenn wir eines gehasst haben, dann war es das „kuschen“ vor „denen da oben“.

    Demokratie bedeutet nicht, dass man nur einmal in ein paar Jahren sein Kreuzchen machen darf und dann gefälligst „sein Maul zu halten“ hat. Lebendige Demokratie ist viel mehr. Ich bin häufig in der Schweiz und erlebe dort, wie Demokratie funktionieren kann. Dort sehen sich die Gewählten als „Diener des Volkes“ und nicht als deren Herren.

    Lieber Herr List, ich wünsche Ihnen trotzdem alles Gute und Sie dürfen mir glauben, dass ich nichts gegen Sie persönlich habe. Über Ihre obigen Sätze sollten Sie jedoch noch einmal nachdenken und vielleicht auch überlegen, was Ihr großartiger Vater dazu wohl gesagt hätte.

    Liebe Grüße

    Rainer Seemann

    • Simon schreibt:

      Hallo Herr Seemann,

      nehmen Sie es mir nicht übel: Aber ich finde es unterste Kanone, dass und mit welcher Stoßrichtung Sie schon zum wiederholten Mal auf Herrn Lists Vater zu sprechen kommen.

      Das ist wirklich einfach nur abstoßend. Punkt.

      Simon

    • Markus Wesner schreibt:

      Lieber Herr Seemann,

      Sie haben Recht, jeder blaue Fleck und jede Verletzung eines unserer Mitbürger, sei es Demonstrant oder Polizist, ist zuviel und ist zu bedauern.

      Aber wird in den ganzen Berichten erwähnt, daß die Polizei 4 volle Stunden die Blockierer gebeten hat, den Schloßgarten zu räumen. 4 Stunden, das sind 240 Minuten, in dem ich als Eltern Zeit habe meine Kinder aus der Gefahrenzone zu bringen. Stattdessen werden diese ebenso wie Schüler als menschliche Schutzschilde missbraucht. So etwas ist zutiefst unverantwortlich.

      Der Einsatz der Wasserwerfer kann diskutiert werden, aber dennoch hatte jeder die Wahl und viel Zeit, diesen aus dem Weg zu gehen. Die Polizei hat deren Einsatz zig mal angekündigt, aber die Exekutive wurde einfach ignoriert.

      Weder die Schülerdemo noch irgendeine andere Demo war im Schloßgarten legitimiert, daher trifft der Begriff Demonstranten auch nicht zu. Blockierer ist der treffende Begriff.

      Was hätte denn die Polizei Ihrer Meinung nach machen sollen ? Abziehen ?
      Was würde dies für eine Zeichen setzen ?
      Dann demonstierte ich morgen vor der HypoRealEstate oder vor der IKB und verlange unser duzende Steuermiliarden, mit denen wir in jeder Großstadt S21 bauen können, wieder zurück.
      Ich werde dann deren Geschäftsabläufe blockieren und beim Eintreffen der Polizei mich auf den 30.09.2010 beziehen, da Demonstranten/Blockierer nicht mehr angetastet werden dürfen…

      => Wollen Sie diesen Staat ?

    • Tim schreibt:

      „Das wahre Gesicht der S21 Befürworter“… wenn ich das schon höre. Eine Person zählt nicht für 5000 oder Mehrere. Das müssten Sie mit ihrer Abneigung gegen repräsentative Demokratie doch wissen…

      Die Nummer mit Christian Lists Vater finde ich ebenfalls unterste Schublade. Erinnert mich etwas an die Typen, die auf den Schulhof gehen und mit pseudoscheinheiligen Argumenten versuchen die Kinder von ihren eigenen Ideologien zu überzeugen.

      Sie sind abstoßend…

  6. Steffen Kauderer schreibt:

    Hallo Herr Seemann,
    da geht mir wirklich das Messer in der Tasche auf…
    Natürlich sind die Ereignisse vom 30.9. bedauerlich und wir wünschen uns alle, dass so etwas nicht mehr passiert.
    Wenn Sie jedoch nichts persönlich gegen Herrn List haben, dann lassen Sie bitte derartige Äusserungen zu seinem verstorbenen Vater.
    Das gehört hier nicht hin, was bitte kann noch persönlicher sein?
    Wir haben zumindest gezeigt, dass in Stuttgart nicht nur Gegner wohnen.
    Und es ist ein vielfaches schwerer Leute auf die Strasse für etwas zu bekommen, dass sie durch ihre Wahl schon bestätigt haben, als dagegen.
    Wenn Sie wissen wollen was mein Vater dazu meint, fragen Sie ihn bitte selbst…

    Gruß Steffen Kauderer

  7. Richard Köhler schreibt:

    Er nennt sich „Berufsdemonstrant“ , das sagt eigentlich schon alles!!!

    • Berufsdemonstrant schreibt:

      Schade, ich hatte gedacht, es würden in diesem Forum etwas mehr konstruktive Gespräche geführt.
      Ich hab mich extra bemüht, die Polemik weitestgehend aussen vor zu lassen. Aber auf meinen Diskussionsbeitrag zur Korrelation von „Bahnfreund“ und „Projektgegner“ wollte leider niemand eingehen.
      Vielleicht auch nicht verwunderlich, da man bei vielen anderen Beiträgen auch vergessen kann, dass es sich bei S21 auf dem Papier um ein Bahnprojekt handelt.

      P.S.: Das polemischste an meinem Beitrag war wahrscheinlich noch mein Nick. Falls Ihnen wirklich nicht die Ironie aufgefallen ist: Das Copyright meines Nicks liegt bei Herrn Mappus:
      http://www.n24.de/news/newsitem_6348159.html

  8. Rainer Seemann schreibt:

    Hallo Herr Kauderer,

    ich war mit Manfred List lange genug befreundet um beurteilen zu können, wie er zu diesem Polizeieinsatz stehen würde. Da muss Ihnen das Messer nicht in der Tasche aufgehen. Ihren Vater kenne ich nicht, sehe also keinen Grund, ihn nach seiner Meinung zu fragen. Was soll das? Herr List jr. hat den Einsatz eben leider nicht bedauert, sondern als „wahrscheinlich unvermeidlich“ bezeichnet. Sie sollten also nicht mich anmachen, sondern dafür sorgen, dass derartige Entgleisungen nicht mehr vorkommen. Ansonsten habe ich wirklich nichts gegen Herrn List. Er vertritt seine Meinung und ist dabei über das Ziel hinausgeschossen. Schlimm? Nein! Aber sagen muss man das schon dürfen. Und nun klappen Sie Ihr Messer in der Tasche wieder zu. Sie könnten sich sonst verletzen. 😉

    Herr Köhler, ich schreibe unter meinem Realnamen. Der Beitrag, der unter dem Nick „Berufsdemonstrant“ steht, ist nicht von mir.

    Rainer Seemann

    • Simon schreibt:

      Oh, da habe ich oben wohl vorschnell geantwortet, ich hätte es hier posten sollen. Dann wiederhole ich es einfach nochmal:

      Hallo Herr Seemann,
      nehmen Sie es mir nicht übel: Aber ich finde es unterste Kanone, dass und mit welcher Stoßrichtung Sie schon zum wiederholten Mal auf Herrn Lists Vater zu sprechen kommen.
      Das ist wirklich einfach nur abstoßend. Punkt.
      Simon

  9. Dieter Frey schreibt:

    Herzlichen Dank für den Rückblick und den Zwischenstand. Ich kann Ihnen nur gratulieren und Ihren Aussagen zustimmen. Meine Frau und ich waren gestern beim ‚Lauf für Stuttgart‘ dabei und beeindruckt ob der Nachhaltigkeit der Mitläufer. Wir müssen weiterhin Flagge zeigen und im Freundes und Bekanntenkreis für die gemeinsame Idee werben. Sicherlich wurden das Projekt ’schlecht verkauft‘, dies ist nun mal nicht mehr zu korrigieren. Wir müssen gemeinsam darauf achten, dass künftige Projekte besser ‚vermarktet‘ -ein furchtbarer Ausdruck aber leider zutreffend- werden. Wir sind am 11.11. wieder mit dabei.

  10. Dieter Wurst schreibt:

    Ich war mit Freunden auf dem Weindorf und bin am alten Schloß zwangsweise durch die „friedlichen“Demonstranten gekommen.Mit Rufen „komm raus du Arschloch“ meinten sie unseren Oberbürgermeister,ich war entsetzt.
    Leider muß ich feststellen,daß die Presse und auch unser SWR die Propaganda der Projektgegner als Aufmacher und Lückenfüller benutzen.
    Die inzwischen nicht mehr lustigen Verhönungen des Herrn Barzler in Südwest Aktuell
    an unserem Ministerpräsidenten finde ich geschmacklos.
    Die Schlichtungen zeigen( genauso die Berichterstattung),daß unseren Medien daran interessiert sind unsere Projekte und unsere Rechtsicherheit an die Wand zu fahren.
    Mit Verwirrungen und theoretischen Änderungswünschen, Juchtenkäfern, Fahrzeitminuten und sich wechselnden Personen werden wir “ gesättigt“.
    Ich hoffe, daß bis zur Wahl sich eine Vernunft durchsetzt .

  11. Väterchen Frost schreibt:

    Aber „Lügenpack“ denken darf ich noch?

    Wie hieß doch gleich der Politiker, der bei Wolff & Müller im „Beirat“ saß?
    Voll? Foll? Föll?

    Föll daneben, aus welchem Blickwinkel List das Thema S21 und den Protest dagegen angeht.

    • Markus Wesner schreibt:

      Zu feige um hier mit Realnamen zu schreiben ?

      Ich bitte die Leser des Forums solche Beitrage zu ignorieren.

      Und wenn Sie ein Problem mit Wolff & Müller haben, dann lassen Sie sich die Ausschreibungsunterlagen und die Entscheidungsbegründung für die Beauftragung dieser Firmen kommen.
      Dürfen Politiker sich jetzt nicht mehr bei der Wirtschaft engagieren ?
      Das wäre durchaus OK, aber schaunen Sie sich mal an, wie die grünen Politiker engagiert sind..
      WALTER, Jürgen: Mitglied des Rundfunkrats des Südwestrundfunks
      => Hoffe mal auf Objektivität
      MURSCHEL, Dr. Bernd:Selbstständiger Umweltberater in Leonberg. Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft regioplus, Stuttgart.
      => Seine Firma hat bestimmt keine Connections und bekommt Aufträge durch Zufall?
      …usw.
      Und auf Joschka gehe ich jetzt mal nicht ein…

      Ich habe nicht dagegen, wenn Grüne Politiker selbst aktiv in der Wirtschaft oder Medien sind. Aber vielleicht sollten Sie dies auch der anderen Seite zugestehen.

      • Väterchen Frost schreibt:

        Ich bitte die Leser des Forums ebenfalls, meine Beiträge zu ignorieren.

        Markus: Mit Wolff & Müller habe ich kein Problem. Und wenn du etwas zu meinem nicht ignorierten Beitrag schreiben willst, dann informiere dich zunächst über Herrn Föll und was er in seiner Funktion als Finanzbürgermeister Stuttgarts tun darf und was nicht.

        Und bei der Gelegenheit kannst du auch gleich ergründen, warum OB Schuster diesen Nebenjob Fölls (rechtswidrig) genehmigt hat.

  12. Steffen Kauderer schreibt:

    Ohne Worte…
    Wer macht hier wen an.
    Wenn man nicht seine Meinung sagen darf ohne sich vermeindlich gegenüber seinem verstorbenen Vater rechtferigen zu müssen.
    Wenn im Radio gemeldet wird, dass auf der A3 ein Geisterfahrer unterwegs ist un man trotzdem auf diese Autobahn fährt, wäre ein Unfall vermeidbar gewesen, soviel zum Thema “ unvermeidbar“
    SK

  13. FABIA schreibt:

    Hallo Herr List,
    zuerst einmal herzlichen Dank, dass Sie mit all den fleißigen Helfern jede Woche den „Lauf“ und die Redner organisieren. Vor allem, dass Sie die ganze Sache ins Leben gerufen haben.
    Ich könnte mir denken, dass bei all den Stänkerern in diesem Forum, die Sie vor allem sehr persönlich angreifen, was ich für eine Unverschämtheit betrachte, Sie oft an Ihrem Engagement zweifeln lässt. Aber bitte, weitermachen.
    Ich frage mich sowieso was diese Menschen damit erreichen wollen. Haben Sie Angst, dass Ihnen die Felle davon schwimmen? Eigentlich sind es diese Beiträge gar nicht wert kommentiert zu werden, denn dadurch wird ihnen nur eine Plattform gegeben Unfrieden zu stiften.
    Ihrem Rückblick und Zwischenstand kann ich nur voll zustimmen.
    F.

  14. Gisela Martin schreibt:

    Die DEMO´s verlagern sich jetzt an den Rand von Stuttgart! Ich wohne in OF-Scharnhauser Park und lese in der StadtRundschau:
    „Widerstand gegen das Milliardengrab Stuttgart 21“
    u.a. Hiergegen machen wir uns einmal pro Woche lautstark bemerkbar und werden damit unseren Protest dauerhaft etablieren! Und wie machen wir das? Wir machen gemeinsam Lärm! Aktionsbündnis:ATTAC Ostfildern,Naturfreunde Sillenbuch-OF,Die Grünen OF, Die LinkenOF
    Wir haben hier genug Probleme mit Migrationseingliederung. Als älterer Mensch bekommt man Angst bei so einer Ankündigung. Ich freu´mich auf nächsten Donnerstag. Wir sind inzwischen zu viert!! Danke und weiterso.
    Gisela Martin

  15. Väterchen Frost schreibt:

    Es ist doch nicht schwer zu erkennen, warum Herr Seemann List sen. ins Spiel gebracht hat. Es geht um die „Vetterleswirtschaft“. Diese hat Manfred List anscheinend schon vor -zig Jahren bedauert.

    Anstatt dazu Stellung zu beziehen, werden hier Stilfragen diskutiert.

    Habt ihr euch mit der Vetterleswirtschaft abgefunden? Oder seid ihr selber Profiteure dieser Zustände?

    • Rainer Seemann schreibt:

      Danke für die Klarstellung. Leider hab ich hier auch immer noch kein Wort des Bedauerns über den Polizeieinsatz am 30.09.2010 gehört.

      Aber Herr Bräuchle will uns ja aus dem Land jagen…..

      Nochmal: Ich war mit Manfred List viele Jahre befreundet und nehme mir das Recht heraus über unsere Gemeinsamkeiten zu schreiben. Etwas „Abstoßendes“ kann ich darin nicht erkennen. Basta!

      An Frau Martin: Haben Sie keine Angst. Wir sind friedlich und beissen keinen. Angst sollten Sie eher vor Herrn (Pfarrer) Bräuchle haben.

      • Simon schreibt:

        Sie können es auch meinetwegen „unanständig“ nennen, wenn Ihnen „abstoßend“ nicht gefällt. Das ist mir gleich, ich bin da kein Wortklauber.

        S.

      • Peter Dieterich schreibt:

        Hallo Herr Seemann,

        nach meiner Beobachtung sind die S21-Gegner keinesfalls immer friedlich.

        Das ist ja gerade der entscheidende Unterschied zu den S21-Befürwortern, die ihr Demonstrationsrecht so ausüben wie es unser Rechtssystem (richtigerweise) vorsieht.

        Bei allem Bedauern über die Folgen des Polizeieinsatzes darf man eines nicht vergessen: ohne das Fehlverhalten der Demonstranten hätte es – nach meiner Überzeugung – niemals zu dieser Eskalation kommen können.

        Die „Scharfmacher“ unter den Demonstranten sind ebenso über das Ziel hinausgeschossen wie die Polizeikräfte. Das hat im Ergebnis zu einer Situation geführt, die weder die Demonstranten noch die Polizeikräfte in dieser Form für möglich gehalten (oder gar erhofft) hätten.

        (Das gilt selbstverständlich auch für H. Mappus.)

        Etwas anderes zu behaupten ist nach meiner Meinung nichts als blanker Unsinn und Wahlkampf unterhalb jeder Gürtellinie.

        Man muss sich wirklich fragen, wie weit das Niveau der politischen Auseinandersetzung in diesem Land eigentlich noch sinken soll !?

      • Bernd schreibt:

        Ich bin sofort bereit zu glauben, dass Herr List sen. ein netter Kerl war (ich kannte ihn übrigens nicht), trotzdem muss man sich fragen was das mit unserem eigentlichen Anliegen zu tun hat, Herr Seemann?! Es geht um ein Verkehrsinfrastrukturprojekt und nicht um die Meinung, die der verstorbene Vater eines Initiators einer S21-Befürworterbewegung eventuell gehabt hätte – was Sie wiederum so gut wissen müssen, weil Sie mit ihm befreundet waren. Das ist vollkommen belanglos und soll wohl so eine Art Psychoterror gegen Christian List sein. Wie abstoßend!
        Das Bedauern für die Eskalation des Polizeieinsatzes vom 30.09.10 wurde hier schon mehrfach zum Ausdruck gebracht – was Sie anscheinend gekonnt überlesen haben. Nichts desto trotz glaube auch ich, dass ein Platzverweis und ein anrückender Wasserwerfer ein ausreichend deutliches Warnsignal und ein Grund für einen geordneten Rückzug sind. Schließlich ist die Polizei gegenüber zivilem Ungehorsam (hoffentlich auch in Zukunft) nicht machtlos!

      • joecool schreibt:

        @Rainer Seemann

        Mit ihren unsäglichen Kommentaren disqualifizieren Sie sich als ernstzunehmender Gesprächspartner. Wenn sie sich gegen das Projekt stemmen wollen, dann ist es Ihre Sache. Andere wollen, dass dieses Projekt realisiert wird. So ist es eben. Das scheint für Sie unerträglich zu sein.

        Ob die sog. Parkschützer so friedlich sind wie sie angeben zu sein, stelle ich in Frage. Ich selbst wurde eines sonntags im Park bedroht. Herrn Pfarrer Bräuchle Gewalttätigkeit zu unterstellen ist nicht nur unzutreffend, sondern grenzt an Rufmord.

        Zum 30.09.2010: Ja, es ist sehr bedauerlich, dass Herr Wagner auf einem Auge blind sein wird. Mit Erschrecken habe ich allerdings ein Polizeivideo im Internet gesehen. Auf diesem Viedo ist die Vorgeschichte zu diesem tragischen Ereignis zu sehen. Auf dem Video ist ein fanatisch agierender Mann zu sehen (Schild um den Hals, Luftpumpe in der Jacke). Der stellt sich frontal in den Strahl des Wasserwerfers. Hier dem Wasserwerferführer Absicht zu unterstellen ist fehl am Platze. Und was die politische Verantwortung angeht. Dafür gibt es ein Untersuchungsausschuss!

  16. Dätsch, Manfred, alias Ernestino schreibt:

    Stimme vollinhaltlich zu. Ihre Ausführungen sind ausgezeichnet und wohltuend auch für meine Befindlichkeit. Am Samstag war ich auf dem Stuttgarter Marktplatz beim Wochenmarkt. Neben einigen Gegnern mit ihren „Oben bleiben“- und „Parkschützer“-Buttons (ältere Frauen und grimmig drein schauende Männer zwischen 40 und 60 Jahren) sah ich viele freundliche Stuttgart-21-Befürworter. Auch dies hat mich froher gestimmt, als wenn ich Leute sehe, die das Demonstrationsrecht mit der Ausübung von Straftaten verwechseln und den mittleren Schlossgarten zur Kloake verkommen lassen.

    Auf dem Nachhauseweg sah ich noch den alten Hopfenzitz in seinem Vorgarten am Boden kauern und Rosen schneiden. Da frage ich mich, was einen Beamten auf Lebenszeit umtreibt, dass er von guter Staatspension in einer billigen Wohnung lebt, sich aber nicht sehr für Regeln der Demokratie und das Grundgesetz einsetzen mag, denen er ja seinen wohverdienten Ruhestand verdankt.

  17. jogy schreibt:

    hallo Herr Seemann
    ich verfolge diesen Gedankenaustausch schon längere Zeit und frage mich wie ein intelligenter Mensch wie Sie, so hartneckig unsinnige Beiträge ablassen kann an die er sicherlich selbst nicht glaubt, andere Schreiber provoziert und sogar beleidigt.
    Die Antwort ist so naheliegend und fällt mir wie Schuppen von den Augen:
    Sie arbeiten für die Bahn, sollen diesen Blog am laufen halten und die Befürworter dazu motivieren verstärkt weiter zu demonstrieren, was Ihnen auch sehr gut gelingt. Vielen Dank dafür, aber da Sie nun enttarnt sind wird Sie keiner mehr ernst nehmen.
    Sorry, Gruß jogy

  18. Anton Ströbele schreibt:

    Herr Seemann,

    hat in den letzten Monaten noch keinen vernünftigen Satz geschrieben.

    Einfach nicht beachten.

    Herr List, ein guter Kommentar!

    Wir sehen uns alle am Donnerstag

  19. Marion Furtwängler schreibt:

    Guten Morgen 🙂

    Nunja, es wäre doch in der Tat interessant zu wissen, wie es im Land Baden-Württemberg aussehen würde nach vier Jahren der Grünen-Regierung. Es mag ja sein, dass seit Jahrzehnten die CDU dieses Land regiert, allein schlecht haben sie ihren Job nicht gemacht. Schaut man sich um im Ländle stellt man fest, dass es nach wie vor ganz oben steht mit seiner Wirtschaftskraft.
    Nimmt man sich hingegen die Zeit und schaut auf das Land Nordrhein-Westfalen und dessen Entwicklung unter einer rot-grünen Regierung und NACH einer jahrzehntelangen SPD-Regierung kommt man zu dem Schluss, dass es NICHTS Schlimmeres geben kann, als eine Grüne Regierungsbeteiligung.
    Wobei….mit WEM möchten denn eigentlich die Grünen das Ländle regieren?

    Herzliche Grüße
    Marion

    • Peter C. Gerlach schreibt:

      Hallo Frau Furtwängler,

      malen Sie bloß nicht den Teufel an die Wand, ich mag gar nicht daran denken. Andererseits ist die Wirtschaft sehr flexibel, das Land hat schließlich auch einige Jahre Rot-Grün im Bund (Schwarz-Rot war nicht wirklich besser) überlebt, mit Blessuren zwar, aber immerhin. Außer Dosenpfand und Homoehe ist Gott sei Dank nicht viel geblieben von Grüner Idylle, das zeigt, daß selbst diese Ökospinner auf die Füße fallen, wenn es ernst wird und um die Macht geht. Ehrlich gesagt liegt eine gewisse Faszination darin zu sehen, wie die Grünen in BW regieren könnten, um dann für lange Zeit (vor allem wenn Palmer und Kretschmann höchstpersönlich den Grundstein für S 21 legen müssen) von der Bildfläche zu verschwinden. Ich glaube, die Bionadetrinker in Halbhöhenlage wissen noch nicht, was ihnen blüht, aber die Erkenntnis kommt schnell, spätestens wenn der Porsche nicht mehr in die Innenstadt darf und die Kinder in der Gesamtschule verblöden.

      • Väterchen Frost schreibt:

        Alles klar, wer so schreibt glaubt eben auch, dass S21 etwas für BW bringt.

        Verblendet oder zugenagelt, egal, wie man es nennt …

    • Berufsdemonstrant schreibt:

      Wo Sie schon NRW erwähnen:

      Das Beispiel zeigt, dass KEINE jahrzehntelange Alleinregierung eines politischen Lagers gut fürs Land ist. Hoffentlich führt auch Stuttgart 21 (und der Protest dagegen) dazu, dass die CDU endlich mal Kraft in der Opposition schöpfen kann und ihre Verfilzungen auflöst.

      Aber bitte beschweren Sie sich nicht bei den S21-Gegnern, wenn es soweit kommt: Sie haben es so gewollt. Schließlich wollen Sie ja keinen echten Volksentscheid. So bleibts halt DAS Landtagswahlkampfthema.

  20. oben bleiben schreibt:

    Guten Morgen, ehrenwerte Gesellschaft, heute (9.11.2010) schon die STZ gelesen?

    „Unterdessen hat sich herausgestellt, dass die T-Shirts mit frauenfeindlichen … die am Rande der Demonstrationen für Stuttgart 21 verteilt worden sind, nicht von den Projektgegenern stammen, sondern von einem Befürworter.“

    Mein Gott Herr List, wie peinlich ist das denn? Man konnte allerdings schon am 4.11. mit wenigen Mausklicks in Erfahrung bringen, wer die Shirts in Umlauf brachte. Und Sie tönen lauthals in das Facebook-Dingsbumms dass das die K21 waren… – PR-Gau! Wir dürfen gespannt sein, was uns da künftig noch an Eigentoren präsentiert wird.
    Mit amüsierten Grüßen
    oben bleiben!

    • Marion Furtwängler schreibt:

      Aha…und woher hat die STZ ihre Informationen?

      Unabhängig davon ist es mir – und DAS als Frau – in keinster Weise wichtig, Wer Wo Wann Welches Bekleidungsstück mit beliebigem Aufdruck Wo auch immer verteilt hat. Erstaunlich, dass ein solches Ereignis derartige Aufmerksamkeit auf Gegnerseite erregt. Erbärmlich ist es, wenn man sich wie die Geier auf das Aas auf so etwas stürzt.
      Ein bisschen mehr Humor würde manch einem wirklich gut tun!
      Der Humor hört bei mir übrigens auf, wenn ich Statements am Bauzaun lese, die eindeutig zur Gewalt aufrufen oder involvierten Befürwortern den Tod wünschen. DAS ist wirklich bedenklich. Der Humor hört bei auch auf, wenn ich zur Zeit durch den Schlosspark spazieren gehen möchte. Die dortigen Zustände sind nicht nur bedenklich, die sind höchst abstoßend.

      Hören Sie also auf mit Steinen zu werfen und kümmern Sie sich erstmal um ihre eigenen Unzulänglichkeiten. Wir Befürworter haben ein derlei niedriges Niveau nicht nötig!

      Herzliche Grüße
      Marion

      • oben bleiben schreibt:

        Liebe Frau Furtwängler, ich vermute ja, dass die StZ ab und an recherchiert. Eine kleine Presseschau von heute :
        „Mich macht diese Aggressivität selbst aggressiv. Ich glaube, wenn mir einer vor das Auto sitzt, dann fahr ich den um“, fährt er fort. Auf Anfrage hat Hill diese Formulierung am Montag bedauert, sie sei ihm so herausgerutscht: „Vor mir braucht keiner Angst haben, ich werde niemanden umfahren.“ Unterdessen hat sich herausgestellt, dass die T-Shirts mit frauenfeindlichen Sprüchen und Bildern, die am Rande der Demonstrationen für Stuttgart 21 verteilt worden sind, nicht von Projektgegnern stammen, sondern von einem Befürworter. Der Inhaber einer Ulmer Firma für T-Shirtdruck hat im Internet zahlreiche Motive „weit unter Stuttgarts Gürtellinie“ im Angebot. Der Firmenchef ist in der Facebookgruppe „Für Stuttgart 21“ registriert und hat dort schon Beiträge eingestellt.

        Er war am Montag nicht zu sprechen. Pfarrer Johannes Bräuchle, der die sexistischen Shirts zunächst den Projektgegnern zugeschrieben hatte, erklärte das Ganze zur „leidigen Sache“. Zitat StZ Ende.

    • Peter C. Gerlach schreibt:

      Was für eine Nachricht. Einfach entlarvend. Das erfordert m.E. einen sofortigen Baustop.
      Mal im Ernst, Befürworter gibt es viele, ja sogar mehr als Gegner. Vielleicht sogar ein paar Trittbrettfahrer, die soll es ja auf der anderen Seite auch geben. Mir fällt da spontan der Name Palmer ein. Oder Özdemir. Sei´s drum, da hat ein Copyshopbetreiber ein paar T-Shirts vertickt und versucht, am Rande ein wenig Werbung zu machen. Geschenkt. Die StZ strickt eine Story daraus. Auch geschenkt. Am Ende wird ein neuer Bahnhof gebaut, die Gleise verschwinden unter die Erde, Schlichtung hin oder her. Darum geht es, nicht um verbale Entgleisungen. Kehren Sie mal schön vor der eigenen Tür, da liegt genug Müll herum.
      Btw, haben Sie, ehrenwerter „Obenbleiber“ schon die StZ von heute (9.Nov.) gelesen? Die Montagsdemos sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Aber noch besser, schauen Sie mal in die Kommentarspalten. Seit Wochen tobt nur noch ein wüster Streit um die wahren Teilnehmerzahlen, inhaltlich gibt es offenbar nichts zu berichten. Wie armselig ist denn das Gegreine, die Polizei würde absichtlich die Zahlen drücken? Nehmt Euch gefälligst ein Beispiel an uns, wir übernehmen die Zahlen einfach und überlassen die Spekulationen dem Gegner. Schaut hin und lernt.

      • Väterchen Frost schreibt:

        Ihr solltet mal wieder laufen gehen, damit das Hirn Sauerstoff bekommt. Palmer ein „Trittbrettfahrer“?

      • Peter C. Gerlach schreibt:

        Was denn sonst? Es geht um seine politische Zukunft und die der Grünen. Der Bahnhof ist nur Mittel zum Zweck und Ihr seid nützliche Idioten im Leninschen Sinne. Sagen Sie bloß, das wußten Sie nicht! Vielleicht brauchen Sie ja mal einen Tapetenwechsel? Kommen Sie zu uns, wir sind alles nette Leute, wir randalieren auch nicht und so…

      • Väterchen Frost schreibt:

        Der Bahnhof ist nur „Mittel zum Zweck“? Nein, das wusste ich nicht.
        Palmer ist OB in Tübingen und wie würden Sie, Peter C. Gerlach, seine politische Zukunft im Vergleich zu der von Schuster oder Mappus beurteilen?

        Wie gesagt: Geht laufen, macht Gehirn-Jogging oder verzichtet wenigstens auf die Drogen …

      • Peter C. Gerlach schreibt:

        Hochmut kommt vor dem Fall, das fällt mir zu Palmers politischer Zukunft ein.

    • Sumit schreibt:

      Das T-Shirt ist frauenfreindlich? Hab ich garnich mitbekommen…

      • Peter C. Gerlach schreibt:

        Sagt Alice Schwarzer. Dann wird´s schon stimmen.

      • Peter C. Gerlach schreibt:

        Und da die Dame nicht weiß ist, sondern farbig, ist es wahrscheinlich auch rassistisch. Mindestens aber zynisch und menschenverachtend. Claudia Roth, übernehmen Sie !

    • C.Fritz schreibt:

      Da hat sich die StZ ja mal tüchtig ins Zeug gelegt und intensiv ermittelt. Hier der schlagkräftige Beweis dafür, dass die Befürworter hinter der T-Shirt Aktion stecken:
      „Der Firmenchef ist in der Facebookgruppe „Für Stuttgart 21″ registriert und hat dort schon Beiträge eingestellt.“ (Leider hat der oben-bleiber diesen Satz vergessen zu zitieren.

      Aber was ist da Ursache und was die Wirkung?
      Wenn ich T-Shirts an Befürworter verkaufen wollte wäre ich auch als erstes in deren Gruppe.
      Noch habe ich niemanden in so einem T-Shirt auf der Pro-Demo gesehen, deshalb scheint mir das Ganze im Moment eher eine Scheindiskussion zu sein.
      Achja falls jemand mag kann er/sie ja mal bei ebay nach „T-Shirt oben bleiben“ suchen und sich überraschenlassen.

    • joecool schreibt:

      Leute mach Euch keine Sorgen!
      Die T-Shirts sind ein für alle mal weg vom Fenster. Das ist das Wichtigste. Der Unterschied zwischen den Projektgegenern und den Projektbefürwortern ist die interne Selbsthygiene. Das klare Statement zu diesen T-Shirts (Herr List, Herr Kauderer) am Donnerstag sagt alles.
      Wenn für die zum Teil gewaltätigen Aktionen der Gegener von den Herren Sittler, Lösch, Stocker und von Herrmann so viel Distanzierung zu höhren gewesen wäre, dann könnte man ja geneigt sein um zu sagen, naja, da stecken hehre Ziele dahinter. Über Herrn Rockenbauch möchte ich mich nicht mehr äußern.

      An alle StZ-Leser:
      Samstagsausgabe: Parkschützer attakieren Bauarbeiter!

      So lieber @Berufsdemonstrant, @oben bleiben @Rainer Seemann @Matze und @Dein Weckruf:
      Wo bleibt Ihre Distanzierung? Wo bleibt Ihr Bedauern?

      Die ach so edel agierenden Projektgegner.
      …. und die Erde ist eine Scheibe……

      • Berufsdemonstrant schreibt:

        Hallo?
        Habe ich Sie persönlich angeklagt wegen dieser T-Shirt Geschichte? Nein!
        Warum soll ich mich dann für jeden einzelnen Schwachmaten unter den Gegnern distanzieren?
        Mir wäre eine sachliche Auseinandersetzung lieber. Lesen Sie erstmal meine Posts und äußern sich bitte über deren Inhalte, wenn Sie mich anklagen wollen.

        Mein Gott, was seid IHR ein intoleranter Haufen. Ja, ihr alle. Hier herrscht ja schließlich Gesinnungshaft.

        (Wers mal wieder nicht kapiert. Der vorletzte Satz war eine ironische Replik auf die Anklage meines Vorredners. Sowas muss man hier wohl jedesmal betonen. Und nochmal auch für Sie: Falls Sie mein Nick so aggressiv macht: Bedanken Sie sich bei Herrn Mappus. Der hat „mich“ so genannt. Von wegen Gesinnungshaft…)

        „…. und die Erde ist eine Scheibe……“
        … Und Stuttgart 21 ist rentabel…

      • Simon schreibt:

        „Berufsdemonstrant“,

        Sie verlieren Ihre Haltung. Das ist unschön.
        Simon

        PS: Übrigens hat Mappus nie gesagt, dass Sie persönlich ein Berufsdemonstrant sind (nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich glaube nicht, dass Herr Mappus Sie persönlich für so wichtig hält). Er sagte auch nicht, dass „alle“ S21-Gegner Berufsdemonstranten sind. Das wollte man in Ihren Kreisen aus propagandistischen Gründen nur so verstehen.

  21. Markus Hofherr schreibt:

    Hallo Chris,
    gerne komme ich wieder zu der nächsten Veranstaltung.
    Bedenken habe ich beim Namen „Wir sind Stuttgart 21“. S21 steht im Bundesgebiet
    für „gegen den Bau des Bahnhofs“. Dieser Begriff ist negativ besetzt.
    Wir sollten uns “ Wir sind für die Zukunft Stuttgart, oder für das neue Stuttgart“nennen.
    Denkt mal darüber nach.
    Vielen Dank für eure tolle Arbeit.
    Markus Hofherr

    • Simon schreibt:

      Guten Abend,

      das sehe ich nicht ganz so eng. Der Lauf heißt ja weiterhin „Lauf für Stuttgart“. Damit ist das, was Sie (prinzipiell zurecht) anmahnen, ja im Prinzip schon umgesetzt. Und „Wir sind S21“ könnte ja auch helfen, die negative Belegung von „S21“ aufzubrechen.

      S.

  22. Joachim schreibt:

    Ich möchte einmal eine offensichtlich notwendige Aufklärung zum vielkritisierten Begriff Lügenpack leisten. Damit meinen wir S21-Gegner keineswegs alle Andersdenkenden. Vielmehr geht dieser Begriff auf den Wortbruch des OB gegenüber Herrn Palmer bezüglich des versprochenen Volksentscheides für den Fall einer (dann auch eingetretenen) bestimmten Kostensteigerung des Projektes zurück. Herr Schuster unterschrieb damals (2007) ohne Not so frühzeitig Verträge, dass aufgrund der so geschaffenen Verpflichtungen der von Schuster zugesagte Volksentscheid gerichtlich untersagt wurde. Insofern halte ich den Begriff für Herrn Schuster und ggf. andere Lügner (die Ergebnisse des Untersuchungsausschusses zum 30.9. bleiben abzuwarten) durchaus für angebracht, selbstverständlich jedoch nicht für die Gesamtheit der Befürworter.

    • chrislist schreibt:

      Hallo Joachim!

      Dann würde ja auch Lügner reichen, da es ja nur um eine Einzelperson geht. Von einem „Pack“ zu reden hat schon eine andere Qualität.

      Viele Grüße

      Chris

      • Joachim schreibt:

        Ich hatte gesagt, dass der Begriff auf den Wortbruch von Herrn Schuster „zurückgeht“. Will sagen, dies war der URSPRUNG dieses Begriffes, der in einem erweiterten Sinne m. E. auch sowohl für die diversen Fehlbehauptungen der Bahnseite, die im Rahmen der Schlichtung nun reihenweise zutage treten, verwendet werden darf, als auch für das Gesamtverhalten der BW-Regierung in den letzten 12 Monaten, das nicht nur mein jahrzehntelanges Vertrauen in die sie tragenden Parteien tief erschüttert hat. Darüberhinaus sind für solche „Schlachtrufe“ andere Differenzierungsmaßstäbe anzulegen als bspw. an eine Rede des Bundespräsidenten. Dies beweisen nicht zuletzt Ihre Donnerstagsdemos, wo ein Redner sogar den S21-Protest mit den Nazi-Aufmärschen vor der Machtergreifung verglichen hat! Wer sich von solchen Ungeheuerlichkeiten nicht auf der Stelle und vollumfänglich distanziert, sondern diesen – wie geschehen – noch applaudiert, hat m. E. keinen Grund, den von den Gegnern verwendeten Begriffen mit übertriebener Sensibilität zu begegnen.

    • Simon schreibt:

      Unabhängig davon, dass ich persönlich nun nicht unbedingt zu den Fans von Herrn Schuster gehöre, möchte ich doch anmerken, dass die Version Palmers & der genaue Wortlaut der damaligen Absprache umstritten ist. Es gibt zwei Versionen & nichts Schriftliches – außer einem „Gedächtnisprotokoll“, dass 2010 ersmals von Palmer veröffentlicht wurde. Für mich sieht das Ganzem eher so aus, als habe sich Palmer vom alten Fuchs Schuster durch eine unbestimmte Zusage („Steigerung im deutlich – was heißt das? – dreistelligen Bereich“) nur zu leicht ausmanövrieren lassen. Das mag nicht fein gewesen sein von Schuster, aber letzten Endes gehören zwei dazu, nämlich einer der taktiert und einer, der sich ausmanövrieren lässt. 🙂 Könnte es sein, dass diese Erfahrung an Palmer gehörig nagt?

      S.

    • joecool schreibt:

      zu Schuster:

      wo liegt das Problem? Der Mann tritt entweder 2012 noch mal an oder lässt es sein. Sie, wenn sie Stuttgarter sind, können dann Herrn Schuster Ihre Stimme geben oder jemandem anderen. Das ist Ihr demokratisch legitimiertes Recht.

      Das ist aber kein Grund mit „Lügenpack-Hasstyraden“ durch die Gegend zu ziehen. RAF-Fahndungsplakate zu entwerfen und sie an den Bauzaun zu hängen. Morddrohungen aussprechen und Ähnliches (Mappus unter die Erde). Sowas gehört sich nicht!

      Wenn ich diesen Maßstab anlegen würde, dann säße niemand mehr im Bundes- Land- oder sonst irgendeinem Parlament.

      Haben die Grünen nicht in den 80er Jahren als Radikalpazifisten den Austritt aus der Nato propagiert? Was haben sie gemacht: Deutsche Soldaten haben eine Brücke mit Zivilisten in Belgrad abgeschossen, sind in Afghanistan und im Kongo einmarschiert. Und das alles unter Rot-Grünem Obergerkommando! Wo waren dort die Lügenpack-Brüller?

      Und eines noch: Die Grünen werden alles tun, nur eines nicht: S21 verhindern!

  23. E. Ellinger schreibt:

    @ Joachim: Dass mit „Lügenpack“ nur Schuster gemeint sein soll, ist mir – und sicher auch vielen Gegen-S21-Demonstranten – neu.
    Was den Volksentscheid angeht, gibt es ein Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart. Wenn ich mich nicht irre, steht da sogar drin, dass ein Volksentscheid bereits seit 2001 nicht mehr zulässig war. Herr Schuster hätte also so viele Volksentscheide versprechen können, wie er will. Sie wären ihm letztendlich von den Projektbetreibern um die Ohren gehauen worden. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, falls das nicht stimmen sollte. Im Übrigen hat nicht das Gericht den Volksentscheid untersagt, sondern der Gemeinderat hat ihn mehrheitlich abgelehnt. Das finde ich doch einen kleinen, aber feinen Unterschied.

    • Joachim schreibt:

      Zum Begriff Lügenpack siehe meine Antwort an chrislist.

      Die Verurteilung des Wortbruchs von Herr Schuster ggü. Herrn Palmer als menschlich verwerfliches Fehlverhalten ist völlig unabhängig von einer gleichzeitig bestehenden rechtlichen Situation.

      • E. Ellinger schreibt:

        Das sehe ich etwas anders. Ich denke schon, dass die rechtliche Situation eine Rolle spielt.
        Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass Herrn Schusters „Versprechen“ ohne vorherige genaue juristische Prüfung nicht hilfreich war (um es mal gaaanz vorsichtig auszudrücken).
        Vielleicht können wir uns auch darauf einigen, dass Herr Schuster über seine gesamte Amtszeit gesehen viel Positives für die Stadt erreicht hat.

  24. Joachim schreibt:

    Ich habe noch eine Verständnisfrage zu Ihrem Rückblick. Was fanden Sie an dem Anblick der protestierenden Frau mit dem DB-Mietfahrrad widersprüchlich? –
    Ist Ihnen wirklich noch nicht aufgefallen, dass praktisch alle Organisationen, die tendenziell FÜR das Bahnfahren und seine sinnvolle Weiterentwicklung sind (wie z. B. auch ich als absolut begeisterter und häufiger Nutzer des Bahn-Fernverkehrs), gegen S21 sind? Sicher wollen auch Sie diesen nicht durchgehend kollektive Dummheit unterstellen. Wieviele – insbesondere der prominenten – Dienstwagen fahrenden Befürworter wie z. B. lokale Politiker, (Tunnel-) Bauunternehmer, für Konkurrenzprodukte Verantwortliche (Zetsche/Daimler), ECE-Verwaltungsratsmitglieder, Bundeskanzlerinnen und andere Profiteure dagegen einen ICE von innen kennen, lasse ich mal dahingestellt. Allein an dieser allgemeinen Situation (ich bestreite weder Ausnahmen noch die Existenz bahnfahrender Befürworter) wird doch deutlich, dass S21 Verschiedenem und Verschiedenen dienst, aber i. W. nicht dem Bahnverkehr.

    • Berufsdemonstrant schreibt:

      Danke, dass Sie es nochmal versuchen.
      Ich hatte schon die gleiche Frage gestellt, aber leider keine inhaltliche Antwort darauf bekommen.
      Daher: Volle Zustimmung zu Ihrem Beitrag und ich bin gespannt auf weitere Kommentare…

      • Marion Furtwängler schreibt:

        Guten Morgen!

        Sie hatten vergessen, Herrn Özdemir von den Grünen zu erwähnen. Der fährt weder Bahn noch Auto…der fliegt mit dem Helikopter und/oder Flugzeugen (wobei er sich dann hier auch noch die Bonusmeilen gutschreiben lässt.). Auch Frau Künast bevorzugt einen Audi.

        Wenn denn lieber ein Auto benutzt wird, als die Bahn, dann einzig und allein deshalb, weil es schlicht keine schnellen Zugverbindungen gibt. Sie mögen es ja nicht glauben, aber all diesen schwer beschäftigten Menschen ist Zeit so kostbar wie eine goldene Perle (dies gilt natürlich auch für Herrn Özdemir und Frau Künast). Ergo: Sobald es die Schnellfahrt-Strecken gibt, wird der Zug primär genutzt werden.

        Ich persönlich fahre regelmäßig mit der Bahn von Stuttgart nach Köln und bin eine große Befürworterin von S21. Hier das Auto zu benutzen wäre glatter Unfug, der Sprinter ist eine echte Erhöhung der Lebensqualität.

        Ja, es wird sicherlich Behinderungen und Unannehmlichkeiten im Rahmen des Baumaßnahmen geben. Das ist so, wenn man Dinge verändert. Diese sind endlich und von daher kann man das gelassen ertragen. Eben diese Gelassenheit vermisse ich doch sehr bei einer Vielzahl der Gegner dieses visionären Projekts.

        Eine Frage hätte ich an die hiesigen Gegner von S21: Ist Ihnen eigentlich wirklich bewusst, WEM Sie da „hinterherlaufen“? Ist Ihnen klar, dass Sie Ihr Engagement an die PDS-Nachfolgepartei „Die Linke“ hängen und eine Partei, die ausschließlich ihre Machtgeilheit im Auge hat, nämlich Die Grünen?

        Gespannt wartend auf die Antworten wünsche ich allen bereits jetzt ein zauberhaftes Wochenende,

        herzliche Grüße
        Marion

      • Berufsdemonstrant schreibt:

        Hallo Marion Furtwängler,

        nur ganz kurz – schließlich gibt es auch S21-Gegner, die einen „ordentlichen“ Beruf haben und eigentlich gerade arbeiten…
        Erstmal vielen Dank für eine inhaltliche Antwort. Ist wirklich interessant zu erfahren, dass es jemanden gibt, der sich für diesen Bahnhof einsetzt und gleichzeitig hin und wieder Bahn fährt. Und das mein ich zur Abwechslung mal völlig ironiefrei.

        Bei mir persönlich ist die Entscheidung für die Bahn (und komplett gegen das Auto, das nur mal so nebenbei) vor Jahren nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus ökologischen Gründen gefallen. Und bisher fühl ich mich gut dabei. Das einzige, was stört, ist der Autoverkehr, wenn man in Stuttgart als Fußgänger oder Radfahrer unterwegs ist.

        Die erwähnte ICE-Strecke nach Köln kenne ich nur zu gut, bin jahrelang selber auf ihr gefahren wegen einer Wochenend-Beziehung. Ich wäre wie Sie nie auf die Idee gekommen, auf dieser Strecke ein Auto (und sei es als Mitfahrer)regelmäßig zu benutzen. Ihr Plädoyer für noch mehr Schnellstrecken in allen Ehren. Für mich ist so eine NBS, der ich nicht so vollständig abgeneigt gegenüberstehe wie dem Tiefbahnhof, ein „Zuckerl“. Was will ich schon regelmäßig in Ulm bzw. Bratislava, dass mir eine Zeitersparnis von 20-30 Minuten so wichtig wäre. Ganz anders sieht es auf einigen Nahverkehrsverbindungen hier im Ländle aus. Kennen Sie zum Beispiel den IRE nach Tübingen, der mittlerweile weitgehend abgeschafft wurde, da die Bahn meint, ihr Geld besser im ICE-Verkehr verdienen zu können? Das ist eins von vielen Beispielen, was passiert, wenn man Verkehrspolitik nach Investitionssummen ausrichtet. (nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten wage ich nach den neuesten Gutachten nun wirklich nicht mehr zu sagen)

        Ja, ich bin für einen Ausbau des Bahnverkehrs. Im Güterverkehr, im Nahverkehr und, wo es Sinn „macht“, auch im Fernverkehr. (wie gesagt, vor allem aus ökologischen Gründen, die „zufälligerweise“ meist gleichzeitig auch ökonomische Gründe sind)

        Und ja, genau deshalb oute ich mich hier mal als Anhänger der Grünen. Ich kann es ja wagen, selbst im Ländle ist man damit ja weiss Gott kein Radikaler mehr. Schauen Sie sich mal Umfragen in Bund und Land an.
        Aber um Ihre Angst ein wenig zu dämpfen: Es ist mit einer Koalitionsbeteiligung der Grünen schon in so vielen Bundesländern und ja auch im Bund gut gegangen – jedenfalls besser als es derzeit in Bund und vor allem im Land geht.
        Keine Angst, die Welt wird im März nicht untergehen, vielmehr bin ich mir sicher, dass ein Ende der Vetterleswirtschaft und einer Politik der verbrannten Erde sowie eine Besinnungszeit der CDU diesem Land gut tun wird. Wir werden sehen.

        Ups, jetzt ist es doch sehr lang geworden. Bevor mein Arbeitgeber noch darauf aufmerksam wird (auch so ein S21er ;)), mach ich mal Schluss und verzichte auf die Textkorrektur. Ich bitte ggfs. unverständliches Geschwurbel in meiner Antwort zu entschuldigen.

        Kopf hoch in den nächsten Monaten!

        P.S.: Schaun Sie sich mal die Zusammensetzung der Demonstrantengruppen an. Das Schöne ist, dass unter den S21-Gegnern längst nicht nur Linken und Grünen-Anhänger vertreten sind.
        Ich hoffe für Ihre Bewegung und denke auch, dass gleiches bei Ihnen der Fall ist. Ich werfe Ihnen jedenfalls nicht vor, allesamt CDU-Stammwähler zu sein.

      • joecool schreibt:

        Da es ja auch genügend Grüne unter den S21 Befürwortern gibt, würde ich die Parteizugehörigkeit nich ganz so hoch hängen.

        Zum anderen sollte man Folgendes beachten:

        1) Landtagswahl im März
        Egal wie die Wahl ausgeht, eines ist klar: Die grünen werden mit Sicherheit nicht stärkste Partei. Also sie brauchen einen Koalitionspartner. Ich gehe davon aus, dass es für Rot-Grün nicht reichen wird. Nicht wegen den Grünen, sondern wegen der SPD.

        2) S21
        Warum sollten die Grünen S21 verhindern wollen? Die Kosten eines Ausstieges werden so immens, dass sich kein Grüner Minister es sich leisten kann, auf sein Haushaltsbudget zu verzichten, nur um S21 zu verhindern.

        3) Stadtentwicklung
        Warum sollten die Grünen auf die Chance, die S21 für die Satdt Stuttgart bietet verzichten wollen?

        Also wir können uns getrost auf S21 freuen….

      • Lola_rennt schreibt:

        @ Marion

        In Anbetracht dessen, dass seit 1994 Werbung für S21 gemacht wird, können Sie sicher sein, dass sich gerade die Gegner selbst eine Meinung gebildet haben.

  25. Joachim schreibt:

    @Marion Furtwängler, @chrislist:
    Auch ich nutze – bei entsprechender Möglichkeit – gerne vorgefertigte Textbausteine; sie eignen sich aber nur bedingt zur Beantwortung konkreter Fragen und laufen zudem Gefahr, bereits Bekanntes ohne Informationsnutzen für die Leser wiederzukäuen.
    Meine wesentliche Frage ist am Anfang meines Posts formuliert und eigentlich an den Artikelverfasser chrislist gerichtet. Über Ihre Antwort, chrislist, würde ich mich daher besonders freuen.

    • Marion Furtwängler schreibt:

      Vehrter Joachim!

      Tja, und meine wesentliche Frage ist an das Ende MEINES eigenständigen Kommentars gehängt. Zu feige, um zu antworten? Oder ist es die Unfähigkeit, die Sie ja gerne allen Befürwortern unterstellen, die Sie an einer Antwort hindert?

      Übrigens nutze ich keine Textbausteine, mein Intellekt ist ausreichend genug, eigene Formulierungen zu nutzen.

      Herzliche Grüße
      Marion

      • Joachim schreibt:

        Auf dem Niveau Ihres vostehenden Posts, Marion Furtwängler, diskutiere ich nicht, zumal ich Sie auch gar nicht gefragt hatte, und nach diesen abgedroschenen Argumenten schon gar nicht.

        Sondern gefragt hatte ich @chrislist – über dessen Antwort auf meine Frage, was an einer S21-Gegnerin mit DB-Mietfahrrad widersprüchlich ist, ich mich nach wie vor freuen würde!

  26. Joachim schreibt:

    Nachtrag zum Thema Berechtigung des Begriffs Lügenpack:
    Aktuelle Pressemeldungen zu Ramsauer und BRH!

    DEMO HEUTE 18 UHR AUF DEM ARNULF-KLETT-PLATZ!
    Aber diesmal bitte etwas lauter als bsiher LÜGENPACK! rufen!

    OBEN BLEIBEN!!!

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