14. Kundgebung der Befürworter, Donnerstag 09.12.2010, 19.30 Uhr, Kleiner Schlossplatz, Stuttgart

Der Jahresendspurt ist im vollen Gange und es stehen noch drei Kundgebungen aus. Am kommenden Donnerstag, 09.12.2010, stehen Professor Georg Fundel, der Chef des Stuttgarter Flughafens, der ehemalige Staatssekratär im Bundesverkehrsministerium Hans Jochen Henke und der Rechtsanwalt Arnulf Freiherr von Eyb auf dem Podium. Beginn ist 19.30 Uhr auf dem Kleinen Schlossplatz im Herzen von Stuttgart.

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64 Antworten zu 14. Kundgebung der Befürworter, Donnerstag 09.12.2010, 19.30 Uhr, Kleiner Schlossplatz, Stuttgart

  1. Peter C. Gerlach schreibt:

    Liebe Befürworter, lieber Christian List,

    nehmt es mir nicht übel, aber ich denke mit der letzten Veranstaltung mit Volker Kefer als „Hauptattraktion“ war der vorläufige Höhepunkt erreicht. Es wird nun ganz schwer werden, jemanden zu finden, der noch etwas neues zum Thema S21 beizutragen hat. Schon in der Vergangenheit war der eine oder andere Redner eher mit Stirnrunzeln zu ertragen, auch die Dichtungen und diversen launigen Sprüche sind Geschmackssache und bringen uns nicht wirklich voran. Mittlerweile steht auch schon die dritte Riege der Landespolitik bei Fuß und das Volk wendet sich ab.
    Die Teilnehmerzahlen sind stark rückläufig, eine kleine Spitze war am letzten Donnerstag noch zu verzeichnen, Kefer sei Dank. Seine Rede hatte ich mir zwar etwas weniger demütig vorgestellt, aber wie der Stil, so der Mensch, Herr Kefer bringt halt auch noch denen Respekt entgegen, die ihn eigentlich nicht verdienen, dafür bewundere ich ihn. Herr Rockenbauch z. B. kann sich meinen Respekt nur dadurch verdienen, daß er eine ehrliche Arbeit annimmt und Steuern zahlt, sorry, sonst wird das nichts.
    Nach der Schlichtung ist das Thema doch eigentlich für uns erledigt, man konnte doch fast ahnen nach den letzten Gesprächen, wie der Spruch lauten würde. Geißler hat noch einmal extra darauf hingewiesen, daß die Bahn ein unumstößliches Baurecht hat. Das ist nicht neu, das wußten wir. Wir haben in stundenlangen Sitzungen Stocker, Palmer, Conradi, Kretschmann, Rocky und Dahlbender ertragen, damit die Gegner ihre Sicht der Dinge darstellen konnten. Daß der Gegner einen solchen Schlichterspruch nicht akzeptieren würde, war auch klar. Daß Fakten weiterhin angezweifelt werden, Lug und Trug allerorten vermutet und behauptet werden, haben wir erwartet und wir wurden nicht enttäuscht. Die Demos gehen weiter, alle wußten es. Aber müssen wir diesen Mist auch in Zukunft mitmachen? Worum ging es eigentlich? Wir haben den blöden Spruch „wir sind das Volk“ erfolgreich widerlegt. Die Behauptung der Gegner, ganz Stuttgart und BW wäre gegen S21 haben wir ad absurdum geführt und jeder der das heute noch behauptet, sollte eigentlich rot werden. Daß wir die Zahlen der Gegner nie erreichen würden, konnte sich jeder ausrechnen, das Protestpotential ist einfach nicht da, wenn für etwas demonstriert werden soll, was bereits in trockenen Tüchern ist – ja, das war und ist S21, daran hat der Schlichterspruch nichts geändert, liebe Gegner. Die aktuellen Umfrageergebnisse zu S21 werden von den Gegnern angezweifelt; das ist ein verdammt gutes Zeichen, daß sie stimmen und sie stimmen zu unserem Gunsten, knapp, aber verdient.
    Ich stelle mir darum die Frage, was ich jetzt noch auf der Straße soll? Aus reiner Freizeitgestaltung muß ich mir keine Reden anhören, die ich so oder ähnlich schon achtmal gehört habe. Ich bin persönlich der Meinung, daß jetzt, sobald das Wetter es zuläßt, Taten folgen sollten. Bagger müssen her, Löcher entstehen, Bäume fallen…Tatsachen geschaffen werden. Wie oft wollen wir denn S21 noch herbeidemonstrieren? Wenn die Gegner es nicht lassen können, wenn sie meinen, sie müßten sich an keine Regeln halten, dann tut es mir leid, dann Wasser marsch und Gummiknüppel frei, dann muß die Polizei leider wieder die Dreckarbeit machen. Insofern stimme ich mit Volker Kefer nicht ganz überein. Er hat uns edle Befürworter in seiner Rede auch beauftragt, auf die Gegner einzuwirken, den Dialog zu suchen, Überzeugungsarbeit zu leisten. Das mag an mancher Stelle sogar gelingen, ich bin eher skeptisch. Aber wir alle wissen, daß es einen gewissen Bodensatz gibt, wie groß er genau ist, wissen wir nicht, der an einem Dialog nicht interessiert ist, der an Fakten nicht interessiert ist, der an friedlicher Auseinandersetzung nicht interessiert ist, der an dem Schlichtungsergebnis nicht interessiert ist, für den alles Lüge und Betrug ist, egal was auf den Tisch kommt. Dieser Bodensatz wird der Bahn noch lange das Bauen schwer machen, da können wir demonstrieren, soviel wir wollen, da können die Umfragen 90% Zustimmung verlauten lassen, das ist egal, bis die Cops anrücken.
    Daher bin ich für bald möglichen Baubeginn. Wer sich noch immer in den Weg stellt, hat halt Pech gehabt und soll sich eine andere Regierung wählen, wenn er eine Mehrheit findet. Demokratie ist immernoch das Primat der Mehrheit über die Minderheit, nicht umgekehrt und dabei soll es auch bleiben.

    Ich wünsche allen Befürwortern eine schöne Adventszeit, ob mit oder ohne Reden und Demos. Den Gegnern wünsche ich besinnliche Weihnachten, ich meine besinnt Euch mal wirklich und geht in Euch, fragt Euch, was alles falsch gelaufen ist…
    Baden-Württemberg geht es gut, wir brauchen keinen Regierungswechsel, falls es daran lag.

    Euer Peter C. Gerlach, der sich nun wieder dem Tagesgeschäft zuwendet.

    P.S. Sollte die Politik wortbrüchig werden und S21 nicht bauen, oder im März wider Erwarten die Regierung wechseln und versuchen zu tricksen…dann bin ich natürlich wieder dabei!

    • Peace schreibt:

      Nix da mit aufhören! Am 09.12. kann ich nicht, aber nächste Woche bin ich wieder dabei!!!

    • Simon schreibt:

      Guten Abend,
      die Meinung von P.C. Gerlach hat schon etwas für sich, muss ich sagen. Bei der letzten Kundgebung dachte ich persönlich auch, dass es für meinen Geschmack etwas zu viel Folklore war. Letzten Endes ist es ja so:
      1. Die Befürworter wissen das, was in den Reden vorgetragen wird, ohnehin schon (deswegen sind sie ja Befürworter).
      2. Die Projektskeptiker hören ohnehin nicht hin & könnten auch gar nicht mehr einlenken, weil sie dann ihr Gesicht verlieren würden (zumindest glauben sie das).
      3. Unentschiedene kommen nicht an einem eiskalten Donnerstagabend zu einer Kundgebung.
      –> Aus Gründen der Aufklärung kann muss man die Kundgebungen also nicht machen. Da sind Infostände in der Königgstraße (für die Unentschiedenen) wichtiger.
      Bliebe also noch, 4. die Frage, ob es sinnvoll ist, ein Signal zu zeigen (gegen das Dagegen). Das finde ich schon. Aber ob das in Form allwöchtenlicher Kundgebungen sein muss, ist die Frage. Vielleicht könnte man ja über andere Formen nachdenken (z.B. seltener und vielleicht in anderer Form; was auch die Organisatoren entlasten könnte, denn die haben ja „nebenbei“ noch ihre Brotberufe).
      Muss mir das aber nochmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen, das ist hier alles so ins Blaue getippt.

      Gruß,
      S.

      • Simon schreibt:

        Sorry, bin in letzter Zeit immer sehr vom Tippfehlerteufel geplagt…

      • Peter C. Gerlach schreibt:

        Moin S.,

        die vierte Frage habe ich mir natürlich auch gestellt, deswegen war ich ja hauptsächlich bei den Kundgebungen. Ich will hier natürlich niemanden davon abhalten, weiterhin seinen Willen kundzutun, das steht mir ja auch nicht zu. Ich warne nur davor, daß es irgendwann zu peinlich werden könnte, wenn
        1. kaum noch Leute hingehen, der Spruch „wir sind Stuttgart“ aber weiterhin ertönt – damit begäben wir uns auf das Niveau des Gegners
        2. die Vorträge an Inhalt verlieren, was ja jetzt schon zu beobachten ist

        Ich denke einfach, daß man aufhören sollte, wenn es am schönsten ist, man als Sieger vom Platz gehen kann, wie es bei Rocky (dem echten) immer so schön heißt, auf dem Höhepunkt, bevor es abwärts geht…und der Höhepunkt war m.E. mit der Schlichtung und Volker Kefer erreicht (streng genommen schon viel früher mit 5000Leuten auf dem Rathausplatz). Das kann natürlich jeder sehen, wie er will. Ich hatte ja betont, daß ich mich nicht zwei mal bitten lasse, wenn es wieder wichtig wird. Das kann z.B. ganz schnell gehen, wenn der nächste Polizeieinsatz ansteht. Ich nehme gerade mit einer gewissen Befriedigung zur Kenntnis, daß unsere Freunde und Helfer offensichtlich nicht mehr alles durchgehen lassen. Da wird es noch Tränen geben bei den Gegnern und große Empörung und dann ist es an uns zu zeigen, daß es auch anders geht und daß die Exekutive durchaus Unterstützer hat.
        Bis dahin kann man eigentlich nur hoffen (und dafür sorgen), daß es im März nicht zu einer grünen Regierungsbeteiligung kommt. Dafür aber ist die Kundgebung das falsche Forum.

        Grüße, der Petersen.

    • Marion Furtwängler schreibt:

      Lieber Herr Gerlasch 🙂

      Genau diese Einstellung war es, die es überhaupt erst nötig machte, FÜR etwas auf die Straße zu gehen. Erstaunlich, dass es so schnell wieder vergessen wird.

      Das schlimmste, was wir jetzt machen können, ist uns wieder zurück zu lehnen, davon auszugehen, dass eh gebaut wird und den Gegnern wieder das völlig freie „Feld“ zu überlassen. Denn genau diese Gegner werden einen Teufel tun und Ruhe geben. Und ganz schnell sind es wieder nur ausschließlich diese Personen, die sich medial Gehör verschaffen. DAS dürfen wir keinesfalls zulassen.

      Wir müssen gerade jetzt Präsenz zeigen!

      Leider kann ich diesen Donnerstag nicht dabei sein, allerdings kämpfe ich „an anderer Front“ 🙂 im Pressehaus und diskutiere mit der Stuttgarter Zeitung und Gegner von S21 über das Medienverständnis und andere S21-Themen.

      Herzliche Grüße
      Marion

  2. Gisela Martin schreibt:

    Endlich getraut man sich den button offen zu tragen! Die letzten Wochen / Monate hatte ich immer Angst, mich zu S21 zu bekennen. Dies wurde mir auch von vielen anderen Beführwortern bestätigt. Die stillen Beführworter bekennen sich! An dieser Stelle möchte ich mich bei Inen allen für Ihr Engagement sehr herzlich bedanken.
    Gisela Martin (Architektin 67 Jahre jung)

    • Thomas Schmid schreibt:

      Seien sie mutig , mir ging es genau so . aber jetzt nach der Schlichtung bin ich stolz die Buttons zu tragen ,den wir sind Stuttgart und für den Fortschritt !
      Viele Grüsse an alle Beführworter tragt stolz eure Buttons.

    • Peter Dieterich schreibt:

      Ich bin davon überzeugt, daß die Demonstrationen für S21 dazu beigetragen haben, daß die Befürworter ihre Meinung deutlicher und offensiver formulieren – und das ist gut so.

      Ich halte es für wichtig, den gezielten Provokationen der Projektgegner (die nicht aufhören werden) etwas Sinnvolles entgegenzusetzen – auch weiterhin.

      Das ist im Moment natürlich schwierig, denn
      1. hat so kurz vor Weihnachten kaum jemand Zeit – wegen berufsbedingten Terminen
      2. ist das Wetter auch nicht sehr einladend
      3. haben nach der Schlichtung viele das Gefühl, daß die Sache gelaufen ist.

      Ich halte es dennoch für wünschenswert die Veranstaltungen fortzusetzen und hoffe, daß sich genügend Teilnehmer einfinden. Das könnte die Stimmung für das Projekt weiter verbessern und könnte die Menschen weiter motivieren, sich deutlicher für das Projekt auszusprechen.

      Also nochmals: die bisherigen Veranstaltungen hatten einen positiven Effekt und sie werden das auch weiterhin haben, wenn wir jetzt nicht alle zuhause bleiben !

    • Väterchen Frost schreibt:

      Den Button offen zu tragen, würde ich mir noch einmal sorgfältig überlegen. Sie geben sich damit als Unterstützer einer kriminellen Vereinigung zu erkennen.

      Das kann im Alltag und gegenüber den Strafverfolgungsbehörden zu Problemen führen.

      • C.Fritz schreibt:

        Bla bla bla S21-Mafia bla bla
        Mal ehrlich, die einzige Organisation die im Zusammenhang mit S21 zu Straftaten aufruft sind doch die Parkschützer (und die sind auch noch stolz drauf).

      • Simon schreibt:

        Haha, da fröstelt mich ja… und das nicht nur, weil es draußen kalt war. :-))

        Ich zitiere den Parkschützeranführer M. von Hermann, der dem Focus gegenüber so freimütig war zu sagen: „Wir werden auch in Zukunft zur Übertretung von Gesetzen aufrufen.“
        Erstaunlich, wie viele Leute das gut finden… *kopfschüttel*

        S.

      • joecool schreibt:

        Unterirdisch!
        Oben wurde ich gescholten, weil ich die Gegener als Sekte tituliert haben.
        Was haben Sekten und die K21er gemeinsam?
        Sie glauben an eine Verschwörung!
        Der Beweis hat „Väterchen Frost“ gerade geliefert.

  3. Maria Tescher schreibt:

    Ihr seid echt drollig. Macht weiter so – die gegenseitige Motivation erinnert mich daran, Kindern beizubringen, daß man auch bei schlechtem Wetter mit der richtigen Kleidung nach draußen gehen kann. 😉

    • Marion Furtwängler schreibt:

      Liebe Maria,

      es ist doch immer wieder eine schöne Sache, wenn man sich gegenseitig dazu motivieren kann, das Richtige zu tun. 🙂

      Herzliche Grüße
      Marion

      • Maria Tescher schreibt:

        Eben! Deshalb ist das Verhältnis von K21-Gegner zu K21-Befürwortern ja auch ungefähr 1:20

        Liebe Grüße,
        Maria

      • Peter C. Gerlach schreibt:

        Erstens stimmt es nicht Frau Tescher, das Verhältnis ist etwa 1,3:1 bei denen, die überhaupt eine Meinung dazu abgegeben haben, der Rest ist unentschlossen und die ziehen wir mit Leichtigkeit auf unsere Seite, da wir die sympathischeren Menschen sind (wir achten Recht und Gesetz und so…), die zudem auch noch die besseren Argumente haben.
        Bei denen, die auf der Straße ihre Meinung kundtun, war das Verhältnis immer 1:10, in der letzten Zeit eher 1:5, wenn überhaupt. Diese Mehrheit bekommen Sie gern geschenkt. Masse ist nicht gleich Klasse.

  4. arkay schreibt:

    Peter C. Gerlach trifft mit seinem langen Kommentar ins Schwarze! Er hat die Chronik der letzten Monate sehr gut zusammengefasst und schätzt die Lage richtig ein. Allerdings denke auch ich dass es schnell wieder nötig werden kann für Pro S21 auf die Straße zu gehen. Geplant ist eine Winterpause die wir nutzen können um den Sinn weiterer Kundgebungen im neuen Jahr auszuloten.
    Ich wünsche allen, natürlich auch allen wütenden Gegnern, schöne Feiertage und ein gutes Silvester.

  5. Rainer Seemann schreibt:

    Also, falls es Euch motiviert, wir werden natürlich keine Ruhe geben und weiter Montags mit mindestens 10.000 Menschen gegen die Dummheit der Bahn, gegen die CDU-Politik in diesem Lande und gegen den Filz und die Korruption demonstrieren. Am kommenden Samstag werden wir sicher mehr als 30.000 werden. Da schaden auch die 500 Männlein und Weiblein auf dem kleinen Schlossplatz nicht.

    Auch Euch schöne Weihnachten und eine friedliche Adventszeit! Dass Peter Gerlach schon wieder die Wasserwerfer losschicken will ist natürlich sehr interessant! Seltsames Demokratieverständnis.

    Rainer Seemann

    • Peace schreibt:

      Letzten Montag waren es bei den Gegnern ja nur noch 3.000 Teilnehmer. 🙂

    • Peter Dieterich schreibt:

      Das Demokratieverständnis von H. Gerlach halte ich überhaupt nicht für seltsam.

      Seltsam ist das Demokratieverständnis der Berufs-Provokateure bei den Projektgegnern.

      Ich kann nur hoffen, daß diese Idioten möglichst schnell in möglichst großer Zahl zu möglichst hohen Geldstrafen verurteilt werden !!!

    • Peter C. Gerlach schreibt:

      Wir haben nichts anderes von Ihnen erwartet Herr Seemann, Sie gehören ganz sicher zu den Unbelehrbaren (siehe oben). Aber auch Ihnen fällt es schwer, die richtigen Leute in der richtige Menge auf die Straße zu bekommen. Jaja, ich weiß, die böse Polizei schätzt immer absichtlich daneben, nur bei uns nicht, da rechnet sie mit Faktor 3. Die Welt ist ungerecht.
      Es ist so, wie ich es gesagt habe, der Protest wird sich künftig auf diejenigen beschränken, die keine Fakten zur Kenntnis nehmen und sich ihre eigenen Wahrheiten zurechtbiegen. Wer tatsächlich so naiv war zu glauben, mit der Schlichtung einen Baustop zu erwirken, ist nun natürlich enttäuscht. Dagegen kann man nichts machen.
      Nach der Wahl wird das Thema zudem für die Politik uninteressant, die Unterstützung durch Grüne und Linke fällt dann auch weg.
      Sie können den Bau tatsächlich nur noch durch Blockademaßnahmen hinauszögern, verhindern läßt er sich nicht mehr, politisch schon gar nicht. Da ein Baurecht besteht, welches die Bahn auch gern ausüben möchte, sind solche Blockademaßnahmen allerdings strafbar. Die Polizei hat hier die Aufgabe, das Recht der Bahn durchzusetzen, gegen „Aktivisten“, die dem entgegenstehen. Da diese Subjekte sicher nicht freiwillig beiseite springen, wie man ja gesehen hat, ist Gewaltanwendung wahrscheinlich notwendig. Dafür sind Wasserwerfer ein legitimes Mittel. Ja, das ist mein Demokratieverständnis und ich finde es völlig in Ordnung. Die Demokratie ist mir (Ex-DDR-Bürger) sehr viel wert und die lasse ich mir von ein paar Chaoten, die sich ihre Rechte selber definieren, nicht kaputtmachen. Die Polizei hat meine volle Unterstützung (die ich auch gern wieder auf der Straße zum Ausdruck bringe, wenn es nötig ist).

      • Väterchen Frost schreibt:

        „Ex-DDR-Bürger“ – damit kann man ja vieles entschuldigen, aber nicht alles.

      • Rainer Seemann schreibt:

        Da muss ich mich aber wundern, dass ein Ex-DDR Bürger die Methoden, die die Stasi einst gegen friedliche Demonstranten eingesetzt hat, plötzlich gut findet.

        Aber egal, sehen wir, wie viele Menschen am Samstag kommen. Danach werden wir erst einmal den Rest der Adventszeit und Weihnachten erleben, durchatmen um dann im Januar mit Volldampf in den Wahlkampf ziehen.

        Ich wünsche Ihnen allen schöne Feiertage und ein friedliches Weihnachtsfest.

        Wir hören im Januar wieder von einander. Jetzt ist erst mal Schluss…

        Ihr Rainer Seemann

      • Kim schreibt:

        @Väterchen Frost:
        Seltsam, dass ausgerechnet Sie das sagen, wo doch Ihre Gruppe erwartet, Recht zu bekommen, nur weil sie montags demonstriert… 🙂
        Man dreht sich’s halt hin, wie man’s braucht…

      • Peter C. Gerlach schreibt:

        Herr Seemann,

        wenn zwei das gleiche machen, ist es noch lange nicht dasselbe. Oder haben Sie in der Schule Mathematik verweigert, nur weil die Nationalsozialisten auch gerechnet haben?

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  7. Maria Tescher schreibt:

    Putzig, putzig, wirklich sehr amüsant. Das wäre doch gerlascht, wenn es nicht anders käme. Auf jeden Fall ist es sehr beruhigend, das die S21 Kenntnisse der K21-Gegner mindestens so gut sind sind wie deren Kenntnisse über die K21-Befürworter. Geduld, Schwestern und Brüder, in Wackersdorf wurden auch 10 Mrd. DM versenkt und es hat 3 Jahre gedauert. Auch für K21 wird mann/frau eines Tages dankbar sein……

    • joecool schreibt:

      Ihr Optimismus in allen Ehren.
      So ist es eben bei Sektenmitgliedern. Die glauben auch an die Erlösung eines Tages

      Nein Spass bei Seite. Mich wundert es schon, dass es tatsächlich in Stuttgart und Umgebung noch Menschen gibt, die daran glauben, dass der Kopfbahnhof in 10 Jahren noch existieren wird. Bei der Schlichtung hat doch jeder feststellen können, dass K21 tatsächlich ein Phantom ist. Es liegen keine Plunungen vor. Es liegt kein Finanzierungskonzept vor. Und vorallem: Kein Verwaltungsgericht auf dieser Erde wird je K21 ein Planfestellungsverfahren genehmigen. Also was soll das Ganze?

      Ich glaube tatsächlich bei den K21ern herrscht so etwas wie Endzeitstimmung. Man verbarrikadiert sich. Man nimmt nur noch schemenhaft die Realität war. Und vorallem: die Aggresivität nimmt zu.
      Eine bedenkliche Entwicklung……

      • Ludwig Börne schreibt:

        Na, na, die Aggressivität gefällt mir gar nicht! Ich bin pro S21 und dies aus vielerlei Gründen. Nicht zuletzt, weil mich die konspirationsideologische Rhetorik der Gegner abstößt – aber was geschieht hier? Jeder Verschwörungstheorie zu eigen ist eine selektive Wahrnehmung von Wirklichkeit. Belastendes oder Indizierendes wird aufgegriffen, Entlastendes oder Widersprüchliches beiseite geschoben. Sackgrobe Fronten, was soll das?

      • joecool schreibt:

        Vielen Dank, Herr Börne, für die Replik.

        Ihr Vorwurf, dass jeder nur noch das sehen will, was ihm gefällt trifft zu. Aber warum? Wer, und da werden Sie mir sicherlich zustimmen können ist denn für diese Entwicklung in unserer Stadt verantwortlich? Nein, ich nenne jetzt keine Namen. Aber ich habe noch bei keiner Pro Kundgebungen irgend welche „Lügenpack“ Schreie vernommen.

        Ich musste im Sommer hautnah miterleben, wie Damen im Alter von 60 oder 70 eine junge Frau, die scheinbar nicht deren Meinung war, niederbrüllten (vor dem damals noch existierenden Nordflügel). Ein älterer Herr, wurde von einer bekannten Aktivistin mit unhaltbaren Hasstyraden traktiert. Frau von Stein wurde vor laufender ZDF Kamera von der selben Dame verbal attackiert. Am Bauzaun vor dem Nordflügel wurde ein Fahndungsplakat aus den frühen 70ern retuschiert, indem die Konterfeis von Herrn Bader, Raspe, Meins, Jünschke und Siegried Hausner sowie den Damen Meinhof, Ensslin und Mohnhaupt durch die Konterfeis von frei gewählten und demokratisch legitimierten Stadtoberhäupter, Parlamentarier und Ministerpräsidenten ausgetauscht wurden. Die Herren Schuster und Grube haben Morddrohungen erhalten. Die Gegner wünschen sich Herrn Mappus unter die Erde. Das wäre glatter Aufruf zum Mord!

        Ich weiß, dass nicht jeder dieser Sprüche tatsächlich auch in die Tat umgesetzt wird. Nur, das Spielen mit dem Feuer, ist gefährlich.

        Die Schlichtung hat doch folgendes gezeigt: Sachlich über das Thema reden, bringt mehr als jede Woche aufs Neue durch die Stadt zu ziehen und „Lügenpack“ zu brüllen. Die Schlichtung ist nun zu Ende. Einige verfallen aber wieder in den Trott von vor der Schlichtung. Ich habe den Eindruck, und dafür dürfen Sie mich jetzt wieder schelten, haben gar kein Interesse an einer sachlichen Auseinandersetzung.
        Und daher wiederhole ich auch meine Vermutung, dass es sich bei der Gegnerschaft tatsächlich um eine sektenartige Bewegung handelt. Alle Anzeichen deuten m.E. darauf hin.

  8. Maria Tescher schreibt:

    Gruß an S21: Es ist nicht notwendig ein sinnloses Risiko einzugehen, wenn man das bessere auch noch billiger und ohne Risiko haben kann.
    So einfach ist das. Und doch von 98% hier einfach ignoriert. Vielleicht hilft ja das Christkind über die Feiertage 😉

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.millionensanierung-als-gruss-an-stuttgart-21.2ba825ba-f4ba-41c0-830b-95e6137f3e00.html

    • Väterchen Frost schreibt:

      Aber Frau Tescher … was der 80jährige Frei Otto sagt, das hat keine Relevanz. Frei Otto wurde von den S21†-Prolern für senil erklärt.

      Nicht aber der 75jährige Dr. Wittke, der Experte für Tunnelbau auf der Proler-Seite. Wenn der sagt, das geht, dann geht das. Scheiß auf den Engelbergtunnel.

      • Peace schreibt:

        Wer immer noch diese Horrorszenarien heraufbeschwört, hat die Schlichtung, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, nicht gesehen.

      • Väterchen Frost schreibt:

        Zitat Basler Zeitung vom 12.10.2010:
        „Ein Flug zum Mond erscheint einfacher als ein Tunnelbau durch Juragestein. Der Bau des Adlertunnels verzögert und verteuert sich ein weiteres Mal.“

        http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/baselland/baselbiet/adlertunnel-erst-ab-juli-2011-wieder-zweispurig-100543886

        Auf den Adler-Tunnel wurde auch in der Schlichtung verwiesen. Weil: Vergleichbares Gestein.

        Was haben wir noch bei der Schlichtung gelernt? Die Bahn hält die geologischen Gutachten so weit wie möglich geheim. Geißlers Forderung, die Dokumente öffentlich zu machen, wurde ignoriert.

      • Simon schreibt:

        Hallo Väterchen Frost,

        wovon genau sprechen Sie gerade (habe irgendwie den Faden verloren). Von der NBS? Oder vom Bahnhof? Sie sprechen einerseits vom Engelbergtunnel, dann wieder von Jura. Der Engelbergtunnel (und der Bahnhof) haben aber nichts mit Jura zu tun, da geht es um den so genannten „Gipskeuper“. Der gehört aber in die Trias, nicht in den Jura. Die NBS wird es mit Jura zu tun bekommen. Und „der Jura“ wiederum ist lithologisch sehr unterschiedlich ausgeprägt (je nach konkreter Schicht, das geht von Tonen und Mergeln bis zum „boggelharten“ Kalkstein). Bei den geologischen Themen ist Vorsicht angezeigt, da kursiert das wildeste Halbwissen, glaube ich.

        S.

      • joecool schreibt:

        @Väterchen Frost
        Sie haben wohl bei der Schlichtung nicht sonderlich aufgepasst. Und dabei war gerade der Samstag Vormittag, in dem das Thema Geologie behandelt wurde sehr lehrreich.
        Insbesondere, wie Herr Dr. Sierig eine Lehrstunde durch Herrn Prof. Dr. Wittke über sich erhehen hat lassen müssen. Das war ulkig. Da half auch der sonst so wortgewandte B. Palmer nicht mehr. Auch Herrn Geißler wurde es zu bunt. Hier wird doch ständig mit Angst gearbeitet. Falsche Skizzen sollen angeblich beweisen, dass Häuser einstürzen werden. Dieses Horrormärchen von Herrn Dr. Sierig und Herrn Stocker glaubt doch kein Mensch mehr.

      • Väterchen Frost schreibt:

        Hallo Simon,

        da Sie dem geposteten Link offenbar nicht folgen konnten, hier ein Zitat aus dem Text:

        „Die Sohle des zweigleisigen, 5,3 Kilometer langen Tunnels zwischen Muttenz und Liestal habe sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2000 auf einer Länge von rund 40 Metern um bis zu sieben Zentimeter angehoben. Grund für den Druck von unten sei so genannter «Gipskeuper», der bei Kontakt mit Wasser aufquillt und an Volumen gewinnt.“

        Also, wir sind nach wie vor beim Thema.

        Grüße.

      • Väterchen Frost schreibt:

        @ joecool

        Wer sich auf die Fakten konzentriert und nicht auf das Ego eines eitlen Professors, kann auch Angstmacherei von echten Risiken unterscheiden. Extra für Sie hier noch einmal ein Auszug aus der Basler Zeitung zum Thema Adlertunnel: „Bei jedem neuen Juradurchstich warnen die Geologen vor dem Gipskeuper, während die Ingenieure erklären, inzwischen habe man das Problem im Griff. Das war auch beim 5,3 Kilometer langen Adlertunnel so.“ Willkommen im Club, Dr. Wittke.

      • joecool schreibt:

        @ Väterchen Frost
        langweilig, langweilig, langweilig.
        Der Adlertunnel ist durch. Der hat mit S21 nichts zu tun.
        Das Thema Geoligie und S21 ist geklärt! Herr Sierig hat auf voller Linie versagt. Verzeihung, Hr. Dr. Sierig ist Geologe im Bereich Geothermie. Sein Unternehmen hat selbst in Stuttgart Geothermieborungen durchgefürht. Er ist nicht Geologe im Bereich Bau.
        Die Diffamirungen gegnüber Hr. Prof. Dr. Wittke sind auch geklärt. Hr. Conradi war kurz vor der Verläumdungsklage wegen der Kölner Geschichte. Herr Geißler hat Herrn Prof. Dr. Wittke in Eindrucksvollerweise den Rücken gestärkt und ihn von der Verantwortung des Einsturzes des Kölner Stadtarchives feigesprochen. Damit ist seine Reputation zweifelsfrei hergestellt!!!!!!!!
        Ich kann Ihnen nur eines raten: Überlassen Sie bitte das Thema Geologie den Experten. Solange Sie mir nicht ein Diplom in Geologie bzw. eine Promotion im Gipskeuper vorlegen behandle ich Sie wie ich mich: als Laien!

        Over and out!

      • joecool schreibt:

        @ Väterchen Frost
        Noch eines, sorry habe ich vergesen.
        Bitte zittieren sie nicht irgendwelche Zeitungen. Ob Basler Zeitung, die New York Times oder die New Vision aus Kampala/Uganda. Das interessiert hier keine ……
        Journalisten sind mit Sicherheit gebildetet Leute. Im Zweifel haben die Journalisten aber Germanistik, Philosophie, Anglistik, Soziologie oder Wirtschaftswissenschaften studiert. Aber mit Sicherheit nicht Geologie, Geographie oder Mineralogie.

      • Simon schreibt:

        Guten Morgen Väterchen Frost,

        was mich irritiert hat, ist die von Ihnen zitierte Unterüberschrift „Ein Flug zum Mond erscheint einfacher als ein Tunnelbau durch Juragestein.“ Weil Gipskeuper eben nicht im Jura ansteht. Wenn ich das richtig gelernt habe, dann entspricht das, was man mit dem veralteten Begriff „Gipskeuper“ bezeichnet, der Grabfeldfomation unterhalb der Stuttgarter Formation. Und damit eben nicht Jura, sondern mittlere Trias.
        Daher die Verwirrrung.

        Gruß,
        Simon

      • Väterchen Frost schreibt:

        @ joecool

        Ihre Aussage „Herr Sierig hat auf voller Linie versagt“ kann man noch mit subjektiver Wahrnehmung erklären, mit der Aussage „Conradi war kurz vor der Verläumdungsklage wegen der Kölner Geschichte“ reihen Sie sich in das Lügenpack ein (und in die Gruppe der Personen mit Rechtschreibschwäche).
        Gratuliere.

      • joecool schreibt:

        Danke schön 😉
        Darauf ein Lügenpack-Brüllerchen!

  9. Ludwig Börne schreibt:

    Lieber Joecool,

    Dich hatte ich nicht gemeint. Als alter Sack komme ich hier mit den unterfütterten „Antworten“ oder ohne diesen Vermerk nicht klar. Mir ging es mehr um „Rambo“ Gerlach. Mit dem was Du hier äußerst oder auch ein gewisser Simon komme ich grosso modo klar. In der Tat, was Du sektiererisch nennst, halte ich für bedenkliche, antirationalistische Verschwörungstheorien. Ob Väterchen Frost oder Rainer Seemann, einerlei.

    • Peter C. Gerlach schreibt:

      Moin Herr Börne,

      o.k., Rambo…fühle mich geschmeichelt, bin ein Kind der 80er und natürlich ein großer Fan von John J. Rambo und auch Rocky Balboa. Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, ich will natürlich nicht bei der erstbesten Gelegenheit auf alles schießen, was sich bewegt und schon gar nicht sehne ich diese Gelegenheit herbei. Mir wäre natürlich am liebsten, wenn die Gegner ein Einsehen hätten und sich künftig einfach sauber verhalten, wozu für mich gehört, das Baurecht der Bahn zu akzeptieren. Leider ist dies wohl ein frommer Wunsch, die Gewaltandrohungen gingen nie von der Befürworterseite aus und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Ich sage ausdrücklich leider. Als Rambo (dessen Schuhe mir allerdings viel zu groß sind, als daß ich sie mir anziehen könnte) habe ich aber auch keine Lust, jedesmal die andere Wange auch noch hinzuhalten und mir die nächsten zehn Jahre von einer linken Chaotentruppe die Rechte vorlesen zu lassen. Bürgerlich ist dieser Protest nämlich schon lange nicht mehr.

      Grüße aus Cannstatt und schönes Wochenende,

      Der Petersen.

    • Väterchen Frost schreibt:

      Hallo Herr Börne, Sie Traumtänzer, für eine Verschwörungstheorie braucht es kriminelle, verdeckte Machenschaften. Im Zusammenhang mit S21† wird aber ohne jede Scham öffentlich gelogen und betrogen.

      Um dies zu erkennen, reicht es aus, Zeitung zu lesen – mittlerweile reicht es sogar, in ein Blatt wie die StZ zu schauen.

      • Ludwig Börne schreibt:

        Hi Frosty,

        Konspirationsideologien „erschaffen“ sich eine in sich konsistente und „rationale“ Theorie, da passen dann die Mosaiksteine zusammen, ganz ohne Rand. „Kriminelle, verdeckte Machenschaften“ sind objektiv keine Voraussetzung -das ist ja die Crux. Das schlecht gemachte, naive Rocky-Horror-Video der beiden Stuttgarter Linken-Repräsentantinnen ist geradezu ein Musterexemplar. Die Folge sind hochmoralische Selbstgewissheiten. Da gibt es auch Peinlichkeiten auf der S21-Seite. Passt doch gut zur derzeitig verfahrenen Situation und Bigschlichter Geißler hat versucht diese Soße einzukochen. Dass „ohne jede Scham öffentlich gelogen und betrogen“ wird? Meinen sie jetzt durchaus mögliche Mappus-Seilschaften oder das langjährige, komplexe und von vielen sonst so gar nicht miteinander „grünen“ Menschen gemeinsam auf den Weg gebrachte S21-Konzept? Alles Traumtänzer und Marionetten? Alles Lug und Trug, alles unter der Dominanz von Immobilienhaien und abhängig von mafiosen Strukturen? Zeitung lesen? Ja, auch, die Damen und Herren machen übrigens einen guten Job und wer nicht ganz blind ist, weiss, dass in den Redaktionsstuben der regionalen Zeitungen nicht mehr der konservative Verlegerpatriarch hockt. Sorry, aber bei aller diskussionswürdigen Kritik, bei Ihnen obwaltet letztlich doch ein dominantes „Verschwörungsgen“, das sich rhetorisch liebend gern als pars pro toto geriert.

      • Väterchen Frost schreibt:

        Hallo Börni,

        was das öffentliche Lügen und Betrügen angeht, verweise ich beispielhaft auf diese Presseerklärung des VCD (aus dem Jahr 2000!). Das beschriebene Vorhaben des Landes wurde dann auch umgesetzt.

        http://www.vcd-bw.de/presse/2000/03-2000/index.html

        Daran anschließend ein Denkanstoß zur Qualität der regionalen Presse, die 2010 einen dpa-Artikel zum selben Thema abdruckt, der sich wiederum auf einen Spiegel-Beitrag bezieht:

        http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2592865_0_6458_-grossauftrag-fuer-die-bahn-das-land-soll-s21-erkauft-haben.html

        P.S.: Meine Gene haben sich ca. 1988 entschieden, den Mächtigen in unserem Land mit Misstrauen zu begegnen. Das Misstrauen hat sich bisher noch immer als begründet erwiesen.
        P.P.S.: Können Sie mir erklären, warum MP Mappus 4,7 Mrd. für die EnBW ausgegeben hat, wenn er anschließend erklärt, er wolle auf die Geschäftspolitik keinen Einfluss nehmen? Könnte man sagen, er spekuliert an der Börse? Mit unseren Steuergeldern?

  10. Thomas Schmid schreibt:

    War das heute wieder ein Narrenumzug , die Obernarren vorne drann.
    Ach Herr Palmer, da müssen sie Demonstranten aus Berlin und anderen Bundesländer einladen ,wie krass ist dass denn? Das hat nichts mehr mit S21 zu tun, es ist Wahlkampf angesagt ,das ganze wird immer mehr Politisch .

    • joecool schreibt:

      Herr Schmid,
      das war doch die Beerdigungsveranstaltung von K21! Daher soviele Teilnehmer.

    • Joachim schreibt:

      Genau! Reiner Wahlkampf! Böse und verwerfich gar … in 100 Jahren käme die (C)DU nicht im Entferntesten darauf, zentrale, weite Bevölkerungsteile bewegende Fragen für ihre Wahlkampfzwecke zu thematisieren!

    • Philipp schreibt:

      Stimmt genau, bei der letzten Demo der Gegner am Samstag wurde wieder einmal deutlich, daß es den Gegnern überhaupt nicht um S21 geht. Es wurde bundesweit mobilisiert nach dem Motto “Stuttgart ist überall – für eine Demokratie der Bürger”, die große Mehrheit der Demonstranten kam vermutlich nicht aus Baden-Württemberg, geschweige denn aus Stuttgart. Es geht darum, die Mechanismen des demokratischen Staats auszuhebeln und die Herrschaft der Straße zu etablieren. Was ist daran demokratisch? Die Mehrheit (der Baden-Württemberger) will übrigens etwas anderes: Sie ist FÜR S21!

  11. Michael schreibt:

    Wenn ich mir hier die Kommentare anschaue, muss ich sagen: Was für eine Hengstbeisserei! Irgendwie können die Parteien nicht auf einer Weide grasen. Ich rate dringend, die Dinge nicht so verbissen anzugehen und sich nicht immer Rechtschreibfehler oder andere Kleinigkeiten vorzuhalten. Vertragt Euch, Jungs, es geht doch nur um einen Bahnhof. Nicht um Weltkriege, Menschenhandel, Folter.

    • Peace schreibt:

      @Michael: Da haben Sie wohl Recht. Man hat den Eindruck, dass das Thema für manchen schon zur Religion geworden ist.

  12. Thomas Schmid schreibt:

    Lieber Michael , ich will mich ja vertragen , aber wenn so lange noch Lügenpack und Mappuss weg geschrien wird und die Strassen blockiert werden geb ich keine Ruhe . Trotzdem allen, ob so oder so schöne friedliche (grins) Weihnachten.

    • joecool schreibt:

      Herr Schmid, was erwarten Sie? Die Gegner werden doch auf Ihr Angebot noch eingehen.
      Sie haben es hier tatsächlich mit einer Sekte zu tun. Das Wesen einer Sekte sind folgende Kennzeichen:
      1) Weltuntergangsphobien.
      Mit S21 sollen Häuser einstürzen. Der Bahnhof soll wie das U99 seinerzeit vor New York aus der Tiefe des Grundwasserspiegels aufsteigen. Bahnreisende sollen bei einer Massenpanik zu Tode getrampelt werden. Kinderwägen und Rollstühle sollen wegen der popeligen Neigung auf die Schienen rollen und dort vom einfahrenden ICE überfahren werden. Die Tunnels sollen vom aufgequilten Anhydrit unbrauchbar werden. Aus den Mineralquellen sollen Dreckbrühen werden. Die Adern sollen im Untergrund versickern……
      2) Drohungen aussprechen.
      Ich selbst wurde am Wochende vor dem 30.09. von radikalen Parkschützern bedroht, weil ich einen Robin Woodler angesprochen habe, was er hier in Stuttgart mache, da er aus Hambrug war. Kurz vorher habe ich ein Gespräch zwischen führenden Parschützern mitgehört wie sie sich auf einen möglichen Tag-X vorbereiten sollen und welchem der „Bullen“ sie zuerst die Fresse polieren wollen. Leider habe ich kein Diktiergerät dabeigehabt, sonst wäre das Ding schon lange im Untersuchungausschuss zur Beweisaufnahme, für die zu tiefst freidliche Protestbewegung. Ich möchte nicht wissen, was Herr Prarrer Bräuchle schon alles über sich ergehen hat lassen müssen (Nazi-Pfarrer und Hass-Prediger waren warscheinlich noch milde).
      3) Abgrenzung nach außen.
      Typisches Merkmal einer Sekte ist immer die eigene Gruppenkohäsion stärken. Wir Guten gegen das Böse (Politiker, Proler, Polizisten, Bahn, Kefer, Mappus, Schuster und jetzt Geißler).
      4) Feindbilder aufbauen.
      Schuhe nach Mappus werfen, Beleidigungen aussprechen, Hetzjagd durch die Innenstadt nach Schuster und Mappus veranstelten, Fahndungsplakate im Stile der RAF entwerfen, Vekalsprache benutzen, (Scheiße 21, Kacke usw.)
      5) Verschwörungstheorien.
      Die bösen, korrupten Politiker wollen nur sich selbst bereichern und abkassieren. Grundstücksspekulanten sind am Werk, denen man das Handwerk legen sollte. Die Bürger sollen mundtod gemacht werden, Kritik (auch Berechtigte) soll angebeblich nich geäußert werden dürfen.
      Wer hat eigentlich wochenlange Gesprächen verweigert? Wer hat sich aus der Schlichtung verabschiedet?
      6) Eigene Rechtsauffassungen entwicklen und Straftaten legitimieren.
      Versuch des Hausfriedensbruchs (Herr Rockenbauch), Hausbesetzungen (Südflügel), Aktionen nahe am Landfriedensbruch und der Nötigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Verletzung des Versammlungsrechtes (Vermummungsverbot), Sachbeschädigungen.

      Noch eines. Der neuste Gag der Kritiker ist echt widerlich. Herrn Geißler die blutigen Augen von Herrn Wagner per Photo-Shop draufprojezieren und dieses Aufkleberchen dann in Stuttgart (hier: Bad-Cannstadt Wilhelmsplatz) wild in der Gegend zu kleben.
      Nicht Lügenpack brüllen! Ich habe es abgerissen und werde es u.U. sogar Herrn Geißler zusenden. Damit er auch sehen kann, wie ach so zu tiefst und überaus friedlichd doch diese Protestbewegung ist.

      • Joachim schreibt:

        Sie wollen jetzt aber nicht ernsthaft sämtliche Millionen S21-Gegner in BaWü über einen Kamm scheren – oder gar dafür verantwortlich machen, dass Sie ein Parkschützer bedroht haben soll? Wenn’s überhaupt stimmt – schließlich wurde hier auch mehrfach über Müll und Uringeruch im Park berichtet, was nach meiner Beobachtung als täglicher Passant schlicht und einfach gelogen war (Lügenpack …).

      • joecool schreibt:

        @Joachim
        „Millionen Gegner“

        7) Größenwahn
        siehe Samstag und Montag

        Trodem auch hier:
        Frohes Fest

  13. Rainer Seemann schreibt:

    Werter Joecool,

    ich stelle Ihnen gerne die Hassmails zur Verfügung, die ich als S 21 Gegner fast täglich von Befürwortern bekomme. Sie sehen alles ein wenig einseitig. Deppen gibt es auf beiden Seiten…

    Frohe Weihnachten

    Rainer Seemann

    • joecool schreibt:

      @Rainer Seemann
      „… Sie sehen alles ein wenig einseitig….“.
      Sie etwa nicht? Ihre Stellungnahmen zeugen wahrlich nicht von Ausgewogenheit.

      Trotzdem
      Frohes Fest!

      • Joachim schreibt:

        @Joecool: „Millionen Gegner“:
        ich hatte noch überlegt, ob ich es erklären soll, hielt es dann aber für überflüssig … weit gefehlt: in diesem Forum muss man unablässig Selbsverständlichkeiten erklären, weshalb ich mich vor ein paar Wochen bereits daraus verabschiedet hatte, was wohl bald erneut notwendig wird.
        Also: um die 40 (oder wieviel auch immer) Prozent von 7,5 Mio. wahlberechtigten Baden-Württembergern – sind das Millionen oder nicht?

      • joecool schreibt:

        Und die wurden alle abgezählt?
        Wissen sie wie Hochrechnungen funktionieren?
        Per Stichprobe!
        So, wenn ich also am Samstag abend nach einer Anti-S21-Demo eine Befragung durchführe, dann kann schon mal ein hoher Prozentsatz gegen S21 entstehen.
        Aber der Schluss aus dieser Stichprobe auf die Grundgesamtheit (alle BW-Bürger) ist und bleibt mit statistischen Fehlern behaftet.

        Im übrigen stehen dann mindestens zig Millionen für das Pr0jekt und nicht nur 400.

    • Simon schreibt:

      Hallo Herr Seemann,

      diese Mails würden mich sehr interessieren (und das meine ich wirklich ernst!), können Sie es mir zusenden? Ich würde Ihnen dann hier eine Mailadresse hinterlassen, an die Sie es schicken können.

      Gruß,
      S.

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