Auf Standby – ein kleiner Statusbericht

Die Weihnachtszeit ist vorbei und das neue Jahr ist schon fast wieder zwei Wochen alt – die Zeit rennt. Am 10. Januar haben die Befürwortergruppen ihre Köpfe zusammengesteckt und besprochen, wie die nahe Zukunft in Bezug auf Stuttgart 21 aussehen soll.

Die einhellige Meinung: Die Schlichtung wirkt noch immer, die so spürbare Anspannung der letzten Monate hat sich deutlich gelöst, die Dynamik ist der Entspannung gewichen, zumindest im Moment.

Daher haben wir uns zur Zurückhaltung entschieden, allerdings nicht zum Verzicht. Wir werden weiter unsere Zustimmung zu Stuttgart 21 zeigen, aber mit einem geringeren Pensum für Organisatoren und Mitstreiter. Um es genauer zu sagen: Für den Februar und den März 2011 plant das Bündnis der Befürworter jeweils eine Samstagskundgebung in der Stuttgarter Innenstadt. Auch die samstaglichen Standaktionen der IG „Bürger für Stuttgart 21“ auf der Stuttgarter Königstraße gehen weiter, genauso wie die „Abkratzaktionen“ jeden Montag.

Ansonsten begeben wir uns in einen Status der wachsamen Bereitschaft, um jederzeit unsere Zustimmung zu dem so wichtigen Bahn- und Bauprojekt zu zeigen.

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12 Antworten zu Auf Standby – ein kleiner Statusbericht

  1. Dr.Eberhard Pflüger schreibt:

    Das klingt doch hoffentlich nicht nach Resignation!
    Oder gibt es Probleme mit der Bürde der Organisation ?
    Ich war bei fast allen Demos und fand sie sehr gut.
    Wir sollten überlegen, ob nicht organisiert werden kann,wenigstens in der Presse aktiv zu sein- auch wenn diese nicht alles bringt.
    Haben wir da Kontakte ?
    Ich bin gerne bereit da mitzumachen.
    Würde mich über einen Kontakt freuen.Auch per Telefon :071XX-XXXXXXX.

  2. Dätsch, Manfred, alias Ernestino schreibt:

    Ich finde Euere Überlegungen und reduzerten Aktivitäten bei sorgfältiger Wachsamkeit gut. Jedoch wäre eine Leserbriefaktion in der Stuttgarter Zeitung, die immer noch behauptet, die Polizeiaktionen im September sei „unverhältnismäßig“ gewesen (so Jörg Nauke in seinem heutigen Kommentar), eine angemessene Reaktion. Schließlich gehen die strafbaren Aktionen der Gegner genau so weiter wie im letzten Jahr, als ob es keine Schlichtung und keinen Untersuchungsausschuss des Landtags gegeben hätte. Auch gibt es hierzu noch keine Gerichtsurteile. Es darf nicht sein, dass der Wahlkampf von der Stuttgarter Zeitung weiter einseitig zu Gunsten von Grün/Rot/Rot so stark beinflusst wird und keine objektive Sachauseinandersetztung stattfindet. Die äußerst hasserfüllten und stark von SÖS, Grünen und Linken geschürten und aufgeheizten „wütenden“ Rechtsverletzungen gingen – so meine persönlichen Beobachtungen am Ort des Geschehens – von den „Widerstandskämpfern“ (Sittler usw.) aus.

  3. Herbert Kienker schreibt:

    Sehr geehrte Frau Göttlicher!
    Ich befürworte ausdrückliche eine langsamere Gangart mit Bezug auf die Aktion Pro Stuttgart 21. Aus zwei Gründen halte ich dieses Vorgehen für sinnvoll:
    1. Die Argumente sind ausgetauscht und die Gegner von Stuttgart 21 müssen bei weiteren Aktionen deutlich machen, was sie daran hindert, einem einvernehmlichen Vorgehen zuzustimmen.
    2. Ich gehe davon aus, dass die Bündnis Grünen weiterhin versuchen werden, das Projekt Stuttgart 21 für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen. Lassen Sie uns gemeinsam den politischen Gegner bei diesem Missbrauch stellen und ihn an seinen eigenen inhaltlichen Aussagen zu diesem Projekt messen. Die Wahlbürger Baden-Württembergs werden sich unseren Sachargumenten nicht verschließen.
    Ich werde auch weiterhin das Projekt Stuttgart 21 aktiv in Gesprächen und Diskussionen unterstützen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Herbert Kienker

  4. Gisela Martin schreibt:

    Da leiden wir ja unter Entzugserscheinungen!!Nichts für ungut, ich habe in den letzten Monaten – dank Ihnen- interessante Menschen kennen gelernt. Im Augenblick werde ich öfters auf meinen „FRAUEN FÜR S 21“-Button angesprochen.
    Nochmals vielen Dank für die Aktionen der vergangenen Monaten.

  5. Stefan Kühn schreibt:

    Hallo ihr Lieben,

    mir ist es passiert, dass mein „Gegen Stuttgart 21“-Aufkleber vom Auto abgekratzt wurde (aufgeklebt auf eine lackierte Fläche, nicht die Scheibe) und heute Morgen fand ich einen „S 21 macht Sinn“- Aufkleber auf meinem Auto. Ist das auch im Sinne von euch, dass ihr Andersdenkenden einfach euere Meinung „aufdrückt“?

    Das meine ich jetzt nicht polemisch sondern wirklich ernsthaft.

    Beste Grüße
    Stefan Kühn

    • chrislist schreibt:

      Das ist schlicht eine Sachbeschädigung (wenn ein Schaden enstanden ist) und gehört zur Anzeige gebracht. Egal welche Meinung jemand vertritt, das Eigentum muss geschützt und respektiert werden. Mir ist übrigens Gleiches geschehen, mein PRO-Kleber wurde abgekratzt, ich hatte ihn aber glücklicherweise auf der Scheibe angebracht. Kurzum: Dummköpfe gibt es hüben wir drüben, damit muss man wahrscheinlich leider leben.

    • Pete Dawgg schreibt:

      Das gleiche ist uns auch schon wirklich X-mal passiert; sowohl unser Auto als auch unser Haus wurden durch Abkratzen bzw Überkleben beschädigt. Und beides nicht nur ein paar mal. Das Beste war ein mit Edding o.ä. gemaltes Herz mit „I (love) S21.“ über die gesamte Motorhaube (bis jetzt aber nur ein einziges Mal). Ausserdem finden sich fast täglich mehrere abgekratzte oder abgerissene Aufkleber in unserem Briefkasten. Unter den vielen, vielen Befürwortern einer sinnvollen Mobilität und Parkschützern kenne ich keinen einzigen, der je einen Pro’ler-Aufkleber abgemachte hätte (und schon gar nicht von Privateigentum!)
      Diese Sache mit dem Abkratzen wurde eindeutig von den Pro’lern initiiert und auch geschürt, es gab ja sogar einmal Bargeld für die Abkratzer. Das „Montagsabkratzen“ reiht sich eindeutig in diese ungute Tradition und ist völlig frei von Sinn oder jeglichem argumentativen Inhalt; es scheint mir eher wie ein emotionaler Symbolkampf.
      Eine sinnvolle Aktion wäre jetzt wirklich, diese Leute wieder zur Ordnung zu rufen – falls das überhaupt noch möglich ist.
      Es verursacht auch ein sehr ungutes Gefühl, wenn Leute von ausserhalb zu uns ins Stadtviertel kommen und abends im Dunkeln betont unauffällig in kleinen Grüppchen am Strassenmobiliar herumkratzen. Wenn ich sie höflich darum bitte, in unserem Wohngebiet doch bitte unsere Aufkleber dranzulassen, werden sie fast immer ausfällig, gelegentlich wurde auch schon mit einem Cutter oder einer scharfen Spachtel vor mir herumgefuchtelt. Der Weg zur Beschädigung unseres Eigentums ist hier wirklich nicht mehr weit. (Wohlgemerkt, Leute von AUSSERHALB, keine Nachbarn.)
      Macht ihr mal einen entsprechenden Aufruf? Das würde sehr zur Entspannung und Glaubwürdigkeit beitragen. Und wir befinden uns schliesslich auch nicht in einem Klebe- und Kratzwettbewerb, sondern wir warten alle auf überzeugende und nachvollziehbare Argumente für ein eventuelles Bauvorhaben S21.

      Sehr gespannt warte ich auf konstruktives Feedback!
      MfG
      P. Dawgg

      • Uwe schreibt:

        Wie man in den Wald hineinschreit, so schallt es heraus. Den Klebe- und Abkratzwettbewerb zu stoppen, ist einfach: Ihr braucht nur keine Aufkleber mehr auf öffentlichem Eigentum anzubringen, dann werden auch keine mehr abgekratzt.

        Wer für sich oder seine Ansichten werben möchte, der möge bitte sein Haus, sein Fahrzeug, seine Klamotten oder sonstige, ihm gehörende, private Flächen dafür verwenden. Oder Werbeflächen, die für solche Dinge vorgesehen sind. Öffentliches Eigentum zuzukleben ist nicht nur verboten, sondern schlicht und einfach unfair. Wer dies tut, darf sich nicht wundern, wenn seine Pamphlete von engagierten Bürgern entfernt werden.

      • Sine schreibt:

        @Pete Dawgg
        Ich finde es nicht nur extrem blöd, wenn Privateigentum beschädigt und zerstört wird, sondern bin, wie Chrislist der Meinung, dass Sachbeschädigung angezeigt werden sollte.
        ABER, die Abkratzer der Befürworter „zur Ordnung zu rufen“, weil das Abkratzen sinnfrei und ohne jeglichen argumentativen Inhalt sei, können Sie doch nicht wirklich ernsthaft meinen.
        Welchen argumentativen Inhalt oder Sinn hat denn das Aufkleben der gelben oder grünen Bäbber? Das ist doch nichts anderes, als ein „ÄTSCH, ich habe hier meine Duftmarke hinterlassen“. Und das (demonstrative) Abkratzen ist eben das Hinterlassen der Duftmarke des Gegenübers.
        Ich jedenfalls mache weiter mit dem Abkratzen, still (-vergnügt) vor mich hin – und bei jedem Bäbber, den ich erwische, unabhängig davon, dass ich genug Argumente FÜR S21 habe.

  6. Kim schreibt:

    Halli hallo nach längerer Zeit,

    stimmt es, dass ab dem 10. März wieder Läufe mit anschließender Kundgebung stattfinden ? Hab‘ sowas munkeln gehört – aber irgendwie weiß niemand was Genaues… Falls das stimmt – bitte unbedingt noch einmal eine Rundmail schreiben an alle Befürworter – ich glaube nicht, dass es alle mitbekommen.
    Dass sich die Lage etwas entspannt hat, dachte ich bisher auch, aber wenn ich heute die K21-Befürworter (so nenne ich sie mal lieber, bevor mir was anderes einfällt…) vor der Liederhalle grölen sehe, kann ich das nicht mehr so überzeugt sagen – leider.

    Jedenfalls freue ich mich, wenn ich euch alle wieder sehe !!! 🙂

    Grüße, Kim

    • Rainer Seemann schreibt:

      Liebe Kim,

      Deine Freunde befinden sich noch im tiefen Winterschlaf und das ist gut so. Weck sie bitte nicht auf!

      🙂 😉

      Liebe Grüße

      Rainer

      • Kim schreibt:

        Lieber Herr Seemann,
        wie Sie im neuesten Beitrag lesen können, ist der „Winterschlaf“, wie Sie es so putzig formulieren, beendet. Und das ist gut so.
        Übrigens – um bei Ihrer Metapher zu bleiben: die Tiere im Winterschlaf sind zwar nicht so laut zu hören wie manch anderes Getier, was sich draußen herumtreibt, aber sie sind trotzdem immer da… 🙂

        Grüße, Kim

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